... Foren-Archiv 2000 bis 09/2003; ca. 40.000 Postings

    
... Anzeige im separaten Fenster!

> Rubrik: Archiv
  Seite: ... | Foren-Archiv | ...  ]

 
Tipp:
 >> Hilfe im §§-Dschungel ...
Komplette Übersicht
über alle Foren oder
Beiträge (24 Std.)
Dieses Foren-Archiv wird betreut
durch Administrator: Rolf Tjardes :-)
 


[ Foren-Archiv | Neue Beiträge | Beitrag hinzufügen ]

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]

 
 Suche auch ähnliche Worte | Erweitert

Hinweis: Neue Foren-Software Online! Am 23.09.2003 wurde dieses Board abgeschaltet. Bitte nutzen Sie ab sofort das neue Forum für Ihre Beiträge. Vielen Dank. Zum neuen Forum: Hier klicken :-)

Parken in Fußgängerzone 30€!?!

hinzugefügt von Hans Schöller [Kontakt]
am 12.03.02 00:06

Ich habe, ohne dies zu realisieren in einer Fußgängerzone auf einem (nicht direkt ausgewiesenen) Anwohnerparkplatz geparkt. Nun würde ich gerne wissen, ob ich überhaupt die 30€ zahlen muss. Es war bereits 23 Uhr, jedoch sind die Parkplätze am Rande der Fußgängerzone und waren nicht extra ausgewiesen als Anwohnerparkplätze. Die Parkplätze liegen direkt an einer Gaststätte und ich dachte, die Parkplätze gehören zu dieser Gaststätte! Soll ich hier zahlen oder Einspruch einlegen? Chancen?


[ Nach oben ]

Zu: Parken in Fußgängerzone 30€!?!

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 12.03.02 09:06

Wenn Dein "Parkplatz" in der Fußgängerzone gelegen ist, liegt ein Verstoß gegen die Fußgängerzonenbeschilderung vor und Du kannst sogar noch froh sein, dass Du nicht abgeschleppt worden bist. Sofern durch die Beschilderung in der Nacht keine andere Regelung als am Tag getroffen wird, gilt das Einfahr- und Parkverbot rund um die Uhr. Spezielle Anwohnerparkregelungen ändern daran nichts, da Du diese Regelung für Dich nicht in Anspruch nehmen kannst.

Sicherlich kannst Du es auf einen Bußgeldbescheid bzw. eine Gerichtsverhandlung ankommen lassen - das ist Dein gutes Recht -, große Erfolgschancen sehe ich aber für Dich nicht.


[ Nach oben ]

Zu: Parken in Fußgängerzone 30€!?!

angehängt von Matze (Email-Adresse unbekannt)
am 12.03.02 09:26

Ich sehe gute Chancen, denn dich hat die Politesse beim abstellen des PKW gerantiert nicht gesehen, oder? Ich sage nur lass es auch die Halterhaftung ankommen, denn die kostet nur 18€. Einfach KEINE Aussage machen.

gruss Matte


[ Nach oben ]

Zu: Parken in Fußgängerzone 30€!?!

angehängt von Bernd (Email-Adresse unbekannt)
am 12.03.02 21:58

Fußgängerzone - Gaststätte - Parkplatz??? Ich bin verwirrt, passt doch irgendwie nicht zusammen.

Ich finde es doch reichlich komisch, wenn Kfz-Parkflächen in einer Fußgängerzone ausgewiesen sind. Ich dachte immer Kfz haben darin nix verloren, also wozu dann Parkplätze???


[ Nach oben ]

Zu: Parken in Fußgängerzone 30€!?!

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 13.03.02 07:53

Wenn die Parkplätze innerhalb des mit Z. 242 StVO "Fußgängerbereich" gekennzeichneten Bereichs liegen, kommt mir die Sache genauer betrachtet komisch vor. Ein Fußgängerbereich ist verkehrsrechtlich wie ein Gehweg zu betrachten, in dem Haltverbotsregelungen, die ja bekanntlich auf der Fahrbahn gelten (siehe § 41 Abs. 2 Nr. 8 StVO) - ein Gehweg ist keine Fahrbahn -, nichts verloren haben. Selbst eine Anwohnerparkregelung hat in einem mit Z. 242 StVO beschilderten Fußgängerbereich nichts zu suchen.

Denkbar ist allenfalls im Ausnahmefall im Zusammenhang mit Parkregelungen in einem Fußgängerbereich eine Positivbeschilderung mit Z. 314 StVO (blaue Parktafel) und Zusatzzeichen z.B. für einen Behindertenparkplatz.

Waren es tatsächlich Parkplätze oder sah die Örtlichkeit nur so aus bzw. wird dieser Platz vielleicht regelmäßig verbotswidrig zum Parken benutzt? Lagen die Parkplätze nicht vielleicht doch noch knapp außerhalb des Fußgängerbereichs? Wie ist der Fußgängerbereich baulich ausgestaltet bzw. beschildert? Wie stellen sich die Parkplätze dar - baulich und beschilderungsmäßig? Wie lautet der Tatvorwurf auf dem Strafzettel?


[ Nach oben ]

Zu: Parken in Fußgängerzone 30€!?!

angehängt von Christoph Liening (ch.liening@web.de)
am 19.03.02 20:27

Hallo,
ich habe innerhalb von 2 Wochen drei Bußgeldbescheide wegen Parkens in einer Fußgängerzone zugestellt bekommen. Sehr ärgerlich, da ich mir des Parkverbots aufgrund der örtlichen Begebenheiten nicht bewusst war (ja, ich hätte es am Schild erkennen müssen -
hab ich aber nicht!).
Jetzt meine Frage:
Ist es heute noch Pflicht der Ordnungshüter mich mittels eines Strafzettels (Knöllchens) auf mein Fehlverhalten hinzuweisen, oder kann mir der Bußgeldbescheid auch einfach so zugestellt werden?
Ich hatte nämlich in keinem der drei Fälle ein Knöllchen am Scheibenwischer hängen und war mir daher keines Fehlverhaltens bewusst. Da ich an dieser Stelle häufiger geparkt habe (wg. Arbeitsstelle) warte ich nun darauf, wieviele Bußgeldbescheide wohl noch kommen.
Zwar ist es möglich, dass mir der Zettel in allen drei Fällen entfernt wurde (z.B. durch spielende Kinder), aber es wäre schon ein ziemlicher Zufall, wenn das an drei verschiedenen Tagen geschehen wäre.
Gegen die Bußgeldbescheide an sich möchte ich gar keinen Einpruch einlegen - schließlich habe ich mein Auto dort abgestellt, wo es nichts zu suchen hat und somit klar gegen die StVO verstoßen.
Mich ärgert nur, dass ich nicht mittels eines Knöllchens v o r dem Eintreffen des ersten Bescheides auf meine Ordnungswidrigkeit aufmerksam gemacht wurde. Schließlich würde ich mich nicht erneut auf einen Platz stellen von dem ich weiß, dass ich dort nicht parken darf und mit 30€ zu rechnen habe.
Über Klärung der Sachlage würde ich mich freuen.
Vielen Dank vorab, Ch. Liening


[ Nach oben ]

Zu: Parken in Fußgängerzone 30€!?!

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 20.03.02 08:04

Strafzettel (in nord- und westdeutschen Gefilden auch Knöllchen o.ä. genannt:-); im Amtsdeutsch heißen sie gebührenpflichtige Verwarnungen) werden nur dann verteilt, wenn eine Ordnungswidrigkeit nach dem Bußgeldkatalog verwarnbar ist. Die Obergrenze liegt für Verwarnungen bei 35 Euro. Bei einer OWi im Bußgeldbereich (>= 40 €) wird nicht verwarnt sondern gleich angezeigt.

Die Anbringung eines Strafzettels ist zwar gängige Praxis, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Wenn ein Strafzettel nicht bezahlt wird, geht man zunächst davon aus, dass dieser möglicherweise entfernt wurde, der Witterung zum Opfer gefallen o.ä ist, und schickt nochmals eine schriftliche Verwarnung nach. Diese lautet über denselben Verwarnungsgeldbetrag wie der Strafzettel (ohne Gebühren und Auslagen). Erst wenn auch hierauf nicht reagiert wird, wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Wird kein Strafzettel ausgestellt, erfolgt zunächst ebenfalls die Zusendung einer schriftlichen Verwarnung. Also gänzlich unvorbereitet trifft einen der Bußgeldbescheid doch nicht.


[ Nach oben ]

Zu: Parken in Fußgängerzone 30€!?!

angehängt von Christoph Liening (ch.liening@web.de)
am 21.03.02 21:39

Hallo Herr Menk,
zunächst einmal Vielen Dank für die prompte und sachliche Antwort auf meine Frage.
Offenbar habe ich in meinem ersten Eintrag Begrifflichkeiten vertauscht.
Nach erneuter Betrachtung der Briefe habe ich entdeckt, dass ich keine Bußgeldbescheide sodern "Verwarnungen mit Verwarnungsgeld/Anhörung" zugesandt bekommen habe. Ehrlich gesagt war das für mich immer das gleiche wie ein Bußgeldbescheid - wahrscheinlich wegen dem begefügten Überweisungsschein.
Da ich in meiner 10-jährigen Autofahrer-Karriere zum Glück erst ca. 5 Verwarnungen wegen Falschparkens zu begleichen hatte, war mir der feine Unterschied nicht bekannt.

Nach Ihrer Erwähnung der "gängigen Praxis" in Bezug auf Strafzettel ist es für mich natürlich umso ärgerlicher, dass ich vor dem Eintreffen der Verwarnung nicht schon durch ein Knöllchen (ich wohne übrigens in Frankfurt am Main - ist ja fast schon West- bzw. Norddeutschland;-) auf die zu erwartende Verwarnung hingwiesen wurde. Und das nur, weil mein "Aufschreiber" scheinbar kein Freund der gängigen Praxis des Strafzettel-Anbringes war :(
Aber was soll's! Wenigstens bin ich jetzt dank Ihrer Antwort schlauer geworden - Dankeschön! Und eine vergessene Parkregel hat sich auch wieder gut ins Gedächtnis eingeprägt! :-)
Nochmals Dank und Grüße,
Ch. Liening


[ Nach oben ]

Egal!

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 22.03.02 09:46

Ob Knöllchen vor Ort an der Windschutzscheibe oder schriftliche Verwarnung nachgesandt macht keinen Unterschied. Die Verwarnungsgelder sind in beiden Fällen identisch. Teurer wird´s nur, wenn es zu einem Bußgeldbescheid kommt, wo dann noch Gebühren und Auslagen hinzukommen. Übrigens: bei Bußgeldbescheiden mit Bußgeldern im Verwarnungsbereich (bis 35 €) erfolgt keine Punkteintragung in Flensburg.

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]


 
Werbung:
 

Foren-Archiv: Weitergehende Informationen
Weitere Infos ...
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Fahrerlaubnis- oder Verkehrsrecht? Sie suchen sach- und fachkundigen Rat? Kein Problem, stellen Sie doch einfach Ihre Frage(n) in den Verkehrsportal-Foren...
Foren-Archiv Sitemap ...
Sitemap der Archiv-Jahrgänge: 2003 | 2002 | 2001 | 2000; Bei Klick öffnet sich ein separates Fenster mit der kompletten Themenliste eines Jahrganges. Vorsicht: Die Dateien haben eine jeweilige Größe von bis zu 300 KBytes!
 




 >>  Anwaltssuche im Strafzettel-Netzwerk