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Erwischt mit Extasy im Blut

hinzugefügt von Frank [Kontakt]
am 18.03.02 16:55

Ein Freund von mir wurde vor ein paar Tagen nach der Disco mit Extasy am Steuer erwischt.
Er hatte eigentlich nichts genommen. Aber es scheint, als hätte ihm jemand was ins Glas, oder er hat aus einem falschen Glas getrunken.
Jedenfalls haben sie mit ihm verschiedene Tests durchgefürht (stehen auf einem Bein, Finger mit gestreckten Armen zusammen führen etc.). Diese Tests ergaben keine Auffälligkeiten.
Aber der Drogenschnelltest zeigte an, daß er Extasy konsumiert hatte.
Er gab zu, einige Zeit vorher schonmal konsumiert zu haben, jedoch nicht an diesem Abend.

Er musste trotzdem mit zur Blutentnahme auf der Wache. Die Blutentnahme wies wohl eine mittelmässig hohe Dosis auf.
Dann hat man ihm dann den Autoschlüssel weggenommen, und ihn nach Hause gefahren. Den Autoschlüssel hat er am nächsten Tag wieder bekommen.

Meine Fragen:
- Mit welchen weiteren Folgen hat er nun zu rechnen?
- Kann er Glück haben, und darf seinen Führerschein behalten? (War ja das erste mal)

Wäre nett, wenn ihr uns etwas darüber erzählen könntet, wie es jetzt wohl weitergehen wird.

MFG

Frank


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von Taschy (Email-Adresse unbekannt)
am 18.03.02 16:56

Ich habe leider auch keine Ahnung davon, aber ich würde gerne wissen, wie lange man Extasy nach dem Konsum im Blut nachweisen kann? Weiss das jemand ?


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von max_relax (maxrelax@epost.de)
am 18.03.02 23:36

Hi Frank!

Deinen Freund erwartet zweierlei:

Zum einen das Bußgeldverfahren, in dem er (soweit ich weiß) mit ca. 250,- € Bußgeld und einem Monat Fahrverbot rechnen muß.

Zum zweiten erhält seine Führerscheinstelle dann eine Nachricht über das Fahrverbot, und dann kommt's dicke für ihn:

Die Führerscheinstelle wird ihm dann seine Fahrerlaubnis entziehen, da er sich gem. § 46 FeV i. V. m. Ziffer 9.1 der Anlage 4 zur FeV als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen erwiesen hat.

Die Entziehung der FE ist aber nicht mit einer Sperrfirst verbunden, so daß er danach jederzeit die Neuerteilung der FE beantragen kann. Eine neue FE wird ihm aber erst nach einer positiven med.-psychologischen Untersuchung erteilt werden.

Gruß, max


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von Frank (Email-Adresse unbekannt)
am 19.03.02 14:53

Das heisst, mal abgesehen von Geldbussen, erhält er einen Monat Fahrverbot.
Danach bekommt er seinen FS dauerhaft entzogen.
Wenn er die MPU hinter sich hat (mit entsprechendem Ergebnis) kann er wieder zur Fahrschule gehen, und den Führerschein neu machen?

Ich habe von anderen gehört, daß es eine Sperre von 6 - 12 Monaten geben soll, und in dieser Zeit eine MPU sowie mehrere Urin-Proben angeordnet werden. Ist da was dran?


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von max_relax (Email-Adresse unbekannt)
am 19.03.02 17:04

Wenn ihm die Fahrerlaubnis innerhalb von 2 Jahren neuerteilt wird, braucht er nicht zur Fahrschule. Erst wann man über 2 Jahre nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, muß man die Führerschein-Prüfungen (Theorie und Praxis) ablegen.

Eine Sperre wird Dein Freund - wie bereits gesagt - nicht bekommen.

Blutproben werden für gewöhnlich nur angeordnet, wenn jemand Drogen "nur" besessen hat, ihm der Konsum der Drogen aber nicht nachgewiesen werden konnte. Bei Deinem Freund wurde der Konsum aber eindeutig festgestellt, so daß die Behörde wohl keine Blutuntersuchungen anordnen wird.

Gruß, max


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von Frank (Email-Adresse unbekannt)
am 19.03.02 18:13

Zur MPU sollen aber in Fällen von Extasy-Konsum auch mehrere Urin-Proben gehören.
Diese sollen über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten verteilt stattfinden. Erst dann wird die MPU durchgeführt.

So hat man es mir erzählt. Ich habe mich mit einigen Leuten unterhalten, denen das gleiche passiert ist, bzw. Leute kennen denen das passiert ist.

Gehören diese Urin-Proben tatsächlich zur MPU, bzw. werden angeordnet ?


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von kedda (Email-Adresse unbekannt)
am 20.03.02 15:48

Beim ersten mal sollte es soweit ich weiss nur ein geringes Verwarnungsgeld geben.
Der Führerschein wird glaube ich überhaupt nicht entzogen.


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von Andreas (Email-Adresse unbekannt)
am 20.03.02 19:46

@kedda

wo hast du denn diese Weisheit her????

Den Ausführungen von @max_relax ist nichts hinzuzufügen, so ist definitiv die Rechtslage!

Gruß

Andreas


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@Frank: Urinproben/MPU

angehängt von max_relax (Email-Adresse unbekannt)
am 20.03.02 23:11

Hi Frank!

Bei der MPU wird sicherlich auch eine Urinprobe untersucht, aber nicht VOR der Untersuchung, sondern am Untersuchungstag selbst.

Es mag hilfreich sein, wenn man - bevor man sich der MPU stellt - auf freiwilliger Basis Drogenscreenings durchführen läßt, um seine Abstinenz zu belegen. Dies bringt natürlich nur dann was, wenn die Abgabe der Urinprobe für den Betroffenen unvorhersehbar erfolgt, da er ansonsten sein Konsumverhalten entsprechend abstimmen könnte. Solche sog. "Drogenabstinenznachweise" werden z. B. von med.-psychologischen Untersuchungsstellen angeboten; Näheres kann Dein Freund bei einer Untersuchungsstelle in seiner Nähe erfragen.

Gruß, max

P. S.: Nur um Mißverständnissen vorzubeugen: Die Tatsache, daß jemand eine zeitlang drogenfrei lebt, führt nicht zwangsweise zu einem positiven MPU-Gutachten. Es ist gleichzeitig wichtig, sich mit den Ursachen und Gründen seines Drogenproblems auseinanderzusetzen. Hier können z. B. Alkohol- und Drogenberatungsstellen Unterstützung bieten.


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von Frank (Email-Adresse unbekannt)
am 21.03.02 15:43

Also ein Drogenproblem hat er ja gar nicht.
Er hat das jetzt einmal ausprobiert, und das zweite mal war ja unfreiwillig und unbewusst.

Wegen den Urinproben: Da habe ich von vielen gehört, daß diese zusätzlich zur MPU angeordnet werden. Man bekommt dann immer kurz vorher bescheid, wann man zur nächsten erscheinen muss.
Wäre ja auch gar kein Problem, aber wie man mir gesat hat werden diese Proben auf mehrere Monate (6-12) verteilt und kosten jedesmal ordentlich Geld.

So wie ich das aber jetzt verstanden habe, läuft es folgendermassen ab:
- 1 Monat Fahrverbot + Geldstrafe so um die 250€
- danach meldet sich die FS und entzieht im die Fahrerlaubnis.
- Diese bekommt er nach "erfolgreicher" MPU wieder.

Sehe ich das richtig?

Wie lange dauert es denn im Normalfall vom Entzug der FE bis zur MPU ? Passiert das gleich, oder muss man da mit Wartezeit rechnen?

Frank


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von max_relax (Email-Adresse unbekannt)
am 21.03.02 22:16

Jap, Du siehst es richtig.

Das gesamte Neuerteilungs-Verfahren incl. MPU-Gutachten wird gut und gerne 3 Monaten dauern.

Gruß, max


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Zu: Erwischt mit Extasy im Blut

angehängt von Driver (Email-Adresse unbekannt)
am 22.03.02 20:16

Hallo Ihr experten, ich kenne einen der hat diese Sch... genommen und ist daran gestorben!!!!! Der musste nicht mehr um seine Fahrerlaubnis nachdenken. Also Finger weg von diesem Sch... Driver

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