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Womo/TÜV/Anhänger/100 Zul./Überladung

hinzugefügt von Walter [Email: Keine]
am 15.04.02 01:40

Hallo, ich versuche gerade den Überblick zu obigen Themen zu bekommen, was mir aber trotz Recherche nicht so eindeutig gelingt. Daher also folgende Fragen: 1. Gibt es für Saisonkennzeichen (z.B. Zulassung nur 4 - 10) eine "legale Ausnahme" wieder direkt zum Tüv zu fahren, wenn die TÜV-Plakette seit Dezember abgelaufen ist, oder hilft es nur die HU bereits im Monat 10 zu machen?? 2. Sind Womo bis 2,8 t PKW und gibt es damit mit einem Anhänger (zGG 2000) eine theoretische Möglichkeit für 100 km/h Anhänger-Zulassung? WoMos ab 2,8 t (unter 3,5 t) müßten wahrscheinlich "mehrspurige Kfz mit zGG bis 3,5 t mit Anhänger (Kombination)" sein und damit im Anhänger-Betrieb nicht 100 km/h "fähig", oder ? 3. Es gab kürzlich eine Diskussion über einen "überladenen Anhänger". Wenn ich die Beiträge richtig interpretiere richtet sich das Bußgeld nach dem zGG des Anhängers und nicht nach der Kombination (zGG PKW plus Anhänger). Bedeutet dies, daß wenn ich einen Anhänger mit einem zGG von 2000 KG um bis zu 20% (+ 400 = 2400)überlade ich dann mit 35 € davon komme (198.2.3) Habe ich einen Hänger mit zGG von 2200 und überlade um 5,..% (z.B.120 Kg = 2320) kostet der Spaß 50 € und einen Punkt? (198.1.2) Was ist richtig bzw. möglich ??


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Interessante Fragestellung(en)

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 16.04.02 08:16

Ich schieb den Thread einmal nach oben, falls ich nachher Zeit finden sollte setz ich mich mal ran.

@Publikum:

Die Fragestellungen sind interessant, vielleicht gibt es hier ja einen erfahrenen Wohnmobilisten mit dem Mut zur Aufklärung...?? :-)


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Zu: Womo/TÜV/Anhänger/100 Zul./Überladung

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 16.04.02 08:32

Frage 1:
Ja, es gibt diese "legale Ausnahme"! Fällt die Frist zur Vorführung in den Zeitraum außerhalb der Gültigkeit des Saisonskennzeichens, ist die HU im ersten Monat des neuen Betriebszeitraums durchführen zu lassen (Anl. VIII, Ziff 2.7 StVZO)

Frage 2:
Die Sonderreglung für Wohnwagengespanne ist zu finden in der 9. AusnVStVO v. 15.10.98. Die Gewichtsobergrenze liegt dabei für Pkw-Gespanne sowie bei mehrspurigen Kfz als Einzelfahrzeug bei 3,5 t. Die von Dir angeführten Kombinationen sind als Pkw-Gespanne nach den Bedingung der AusnV schon rein rechnerisch nicht möglich, da z.B. die zul. Mässe des Anhängers kleiner/gleich der zul. Masse des Zugfahrzeugs sein muss.

Wohnmobile werden regelmäßig als Sonderkfz Wohnmobil zugelassen und fallen daher unter die Kategorie mehrspurige Kfz. Sofern die übrigen Voraussetzungen der AusnV erfüllt sind, ist m.E., wenn die zul. Masse für das Wohnmobil nicht über 3,5 t liegt, eine "100-km/h-Fähigkeit" durchaus gegeben.

Frage 3:
Das Zauberwort lautet Tateinheit = Verletzung mehrerer Tatbestände durch eine Handlung oder Handlungseinheit.

Bei einem überladenen Anhänger können folgende Gewichtsverstöße gleichzeitig gegeben sein:
1. Überschreitung der zulässigen Anhängelast
2. Überschreitung des zGG des Anhängers.
3. Überschreitung der zul. Achslast des Anhängers
4. Überschreitung der zul. Stützlast und damit möglicherweis auch Überschreitung der zul. Hinterachslast des Zugfahrzeugs.

Werden durch eine Handlung mehrere Tatbestände des Bußgeldkataloges verwirklicht, so ist nur ein Regelsatz, bei unterschiedlichen Regelsätzen der höchste, anzuwenden. Dieser kann angemessen erhöht werden, höchstens jedoch auf 475,00 Euro, z.B. bei Gefährdung oder Schädigung.


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Zu: Womo/TÜV/Anhänger/100 Zul./Überladung

angehängt von Walter (Email-Adresse unbekannt)
am 17.04.02 22:51

Hallo Peter Lustig, danke für die Antworten.
Es kommt etwas Licht in den Tunnel.

Frage 1: Da kann ich jetzt ohne mulmiges Gefühl zum Tüv fahren.

Frage 2: Die 9. AusnVStVO hatte ich gelesen. Klar war mir nicht ob die Gewichtsangabe von 3,5 t bei "mehrspurigen Kfz" sich auf den gesamten Zug bezieht, oder auf das Einzelfahrzeug zumal im Text dahinter das Wort "Kombination" steht. Jetzt verstehe ich das so, daß ein Zugfahrzeug (also auch Womo) bis 3,5 t wiegen darf, dann ist die erste Bedingung erfüllt.

Frage 3: Nochmals genauer gefragt: Auf was bezieht sich ganz konkret die Angabe > 2 t im Bußgeldkatalog Anhang zu 198 und 199 Tabelle 3 Punkt a.? Auf die Kraftfahrzeuge oder auf den Hänger??
Konkret: Ich ziehe mit meinem alten Womo welches 1800 kg ziehen darf, meinen Hänger mit zul.GG von 2400 kg und habe gesamt 2000 kg Hängergewicht, mit der richtigen Stützlast.
Damit ist das zul.GG und die zul. Achslast des Hängers nicht überschritten, die Stützlast stimmt und das Womo ist nicht überladen, auch nicht bei der Achslast. Lediglich die Anhängelast ist um 200 kg überschritten.
Beziehen sich die 2 t in Tabelle 3 a) auf den Hänger treffen mich lt. 198.1.3 (d.h. mehr als 10%) 60 € und ein Punkt.
Laste ich den Hänger aber auf 2000 KG ab treffen mich beim selben Sachverhalt lt. 198.2.2 lediglich 30 € ??

Ist das richtig ??

Danke für Deine/Eure Bemühungen!


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Zu: Womo/TÜV/Anhänger/100 Zul./Überladung

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 18.04.02 08:30

Frage 1: :-))

Frage 2: Korrekt! Die zGG-Angabe bezieht sich allein auf das mehrspurige Zugfahrzeug, da sie im Verordnungstext nach dem mehrspurigen Kfz, aber noch vor dem Anhänger steht. Die Vorschrift korrespondiert mit § 18 Abs. 5 Nr. 1 StVO, die für Wohnmobile (unabhängig von deren zGG) mit Anhänger eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von max. 80 km/h auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen zulässt, und bietet die Möglichkeit, für Wohnmobile bis zu einem zGG von 3,5 t mit Anhänger schneller fahren zu können, wenn die entsprechenden technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Frage 3: Die 2-t-Angabe bezieht sich auf den Anhänger.
"Beziehen sich die 2 t in Tabelle 3 a) auf den Hänger treffen mich lt. 198.1.3 (d.h. mehr als 10%) 60 € und ein Punkt. Laste ich den Hänger aber auf 2000 KG ab treffen mich beim selben Sachverhalt lt. 198.2.2 lediglich 30 € ?"
Genau so ist es! Knackpunkt ist exakt die 2-t-Grenze!

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