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Überholt trotz Verbot?

hinzugefügt von Mäx [Kontakt]
am 15.05.02 10:40

Hallo erstmal!
Mir ist gestern folgendes passiert:
Ich bin mit meinem Motorrad an eine vor einem Bahnübergang mit geschlossener Schranke wartende Fahrzeugkolonne herangefahren. Das letzte Auto der wartenden Schlange stand vor einer Einmündung von rechts, in der ein Streifenwagen wartete. Als sich die Schranke öffnete, fuhr die Kolonne über den Bahnübergang, nur das letzte Fahrzeug (der Wagen vor mir), blieb stehen, Startschwierigkeiten oder so... .
Daraufhin fuhr ich mit meinem Motorrad an diesem Fahrzeug vorbei. Unmittelbar danach sprang das Auto offensichtlich an und fuhr in ca. 100 Metern Abstand hinter mir, dahinter der Streifenwagen. Dieser überholte, folgte mir und ich wurde angehalten.
Der Vorwurf: Überholen im vor der Bahnschranke bestehenden Überholverbot -> Bußgeldbescheid von 40 € und 1 Punkt in Flensburg.
Jetzt meine Fragen:

1. Ist das Vorbeifahren an dem, aus welchen Gründen auch immer, nicht anfahrenden Fahrzeug denn tatsächlich ein Überholen?

2. Sollte das nicht zutreffen, gibt es für mich noch die Möglichkeit eines Widerspruchs? (habe vor Ort die Anhörung unterschrieben.... ich weiß, das war nicht besonders intelligent...)

Da ich gerade dabei bin, den P-Schein für den Rettungsdienst zu machen, würde mir dies durch den Punkt in Flensburg unmöglich und ich müsste weitere 2 Jahre warten.

Ich wäre dankbar, wenn mir jemand einen Tip geben würde, weiterhin stress- und unfallfreie Fahrt!

Mäx


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Zu: Überholt trotz Verbot?

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 15.05.02 10:54

zu Frage 1:
Das Ganze ist hier daruf zu reduzieren, ob ein Überholen (verboten!) oder ein Vorbeifahren (erlaubt!) gegeben war. Überholt wird ein Fahrzeug, das verkehrsbedingt wartet, z.B. vor einer roten Ampel, an einem Bahnübergang usw. Wenn das andere Fahrzeug tatsächlich Startschwierigkeiten hatte, also wenn auch vorübergehend liegengeblieben ist, lag ein verkehrsbedingtes Warten nicht mehr vor; das Vorbeifahren war also zulässig.

Dein Problem ist hier wohl der entsprechende Nachweis. Durch die Aussage des liegengebliebenen Autofahrers könnte Deine Version sicher belegt werden. Nur: ist dieser Fahrzeugführer bekannt oder ermittelbar (Name, Kennzeichen o.ä.)? Kann evtl. jemand anders bestätigen, dass es tatsächlich so war?

zu Frage 2:
Du kannst gegen den Bußgeldbescheid, der Dir in einigen Tagen ins Haus flattern wird, Einspruch einlegen. Dann muss ggf. der Amtsrichter entscheiden. Problem (s.o.): Beweislage. Evtl. findest Du tatsächlich einen nachsichtigen Kadi, der Dir Deine Version auch so glaubt.

Unwägbarkeiten oder wie der der Bayer sagt: Nix gwiss woas ma net!


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Zu: Überholt trotz Verbot?

angehängt von Mäx (DefenderMH@aol.com)
am 16.05.02 09:31

Danke zunächst mal für die schnelle Antwort.
Leider habe ich nicht auf Kfz-Kennzeichen oder sonstige eventuelle Zeugen geachtet, denn ich habe das Ganze ja als erlaubtes Vorbeifahren eingeschätzt, sonst hätt' ich es ja nicht vor einem Streifenwagen gemacht....
Bei der Aussage von zwei Polizisten gegen meine, hab' ich dann ja wohl schlechte Karten.

MfG
Mäx


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Nachfrage

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 16.05.02 10:20

@Mäx:

>"Ist das Vorbeifahren an dem, aus welchen Gründen auch immer, nicht anfahrenden Fahrzeug denn tatsächlich ein Überholen?"

Wie lange stand denn das Fahrzeug nachdem die davor stehenden Fahrzeuge weiterfuhren?? Sekunden?? Minuten??


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Zu: Überholt trotz Verbot?

angehängt von Mäx (DefenderMH@aol.com)
am 16.05.02 10:53

naja, zugegeben, nicht sehr lange - etwa 5-10 Sekunden.


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Blitz-Hindernis ;-)

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 16.05.02 11:43

Mein Kommentar:

Das war wohl eher ein "Blitz-Hindernis" ;-)


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Zu: Überholt trotz Verbot?

angehängt von Andreas (Email-Adresse unbekannt)
am 16.05.02 11:49

@Mäx

>Da ich gerade dabei bin, den P-Schein für den Rettungsdienst zu machen, würde mir dies durch den Punkt in Flensburg unmöglich und ich müsste weitere 2 Jahre warten.

Bei einem Punkt in Flensburg dürfte es normalerweise noch keine Probleme mit dem Personenbeförderungsschein geben. Es steht nirgends geschrieben das man 0 Punkte haben muß.

Gruß
Andreas

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