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Radfahrer im Kreisverkehr

hinzugefügt von Thea [Email: Keine]
am 24.07.02 11:16

In unserem Ort wurde ein Kreisel gebaut. Klar ist, dass die Fahrzeuge, die sich im Kreisverkehr befinden, grundsätzlich Vorfahrt haben. Nun sind auf den Straßen, die zum Kreis führen, jeweils kurz vor dem Kreis Flächen mit roten Steinen gepflastert und links und rechts mit einer weißen, durchbrochenen Linie begrenzt - sollen wohl so etwas wie Überwege für Fußgänger/Radfahrer sein. Es gibt aber kein Hinweisschild auf Fußgänger oder ähnliches. Die Frage ist nun: Haben die Fußgänger/Radfahrer hier Vorrang vor dem Verkehr, der in den Kreis fahren will bzw. vor dem Verkehr der aus dem Kreis fahren will?


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Zu: Radfahrer im Kreisverkehr

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 24.07.02 12:14

Die von Dir zitierte Vorfahrtregelung gilt nur, wenn der Kreisverkehr mit Z. 215 StVO (blaue Ronde mit weißen gegen den Uhrzeigersinn gerichteten Pfeilen in Kreisform) und Z. 205 StVO Vorfahrt gewähren beschildert ist; ist der Kreisverkehr nicht beschildert, gilt Rechts-vor-links.

Nach Deiner Schilderung dürfte es sich bei den Markierungen um Fußgänger- bzw. Radfahrerfurten handeln. Wie schaut die Fortsetzung dieser Furten aus? Geh-, Radwege oder gemeinsamer Geh-/Radweg?

Zur Rechtslage, die etwas verwirrend und schwer verständlich ist:

Der Verkehr, der die Kreisverkehrsanlage verlässt, also vorher im Kreisel gegenüber dem einfahrenden Verkehr ggf. (s.o.) vorfahrtberechtigt war, ist nun als Abbieger gegenüber den querenden Radfahrern/ Fußgängern wartepflichtig (§ 9 Abs. 3 StVO).

Fußgänger/ Radfahrer, die die Furten queren, sind wiederum wartepflichtig gegenüber dem Verkehr, der auf den Zufahrtsästen in den Kreisel hineinfahren will (§ 25 Abs. 3 für Fußgänger bzw. § 10 StVO für Radfahrer).


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Zu: Radfahrer im Kreisverkehr

angehängt von Thea (Email-Adresse unbekannt)
am 29.07.02 09:44

Die "Furten" gehen in normale Gehwege über, ein Radweg ist nicht zu erkennen, auch steht nirgends ein Schild, das auf eine Fuügänger/Radfahrer-Kombi hinweist. Wenn ich es nun richtig verstanden habe, heißt dies: Der im Kreisel muß den Radfahrern Vorfahrt gewähren und derjenige, der in den Kreisel einfahren will, muß dies nicht. Was ist aber, wenn der Radfahrer durch das Abbremsen des Fahrers im Kreisel meint, er hätte nun freie Fahrt und auf den ankommenden Verkehr nicht mehr achtet. Ich hatte so eine Situation gerade: Der Radfahrer hat wohl durch den Fahrer im Kreisel signalisiert bekommen, daß er fahren kann und querte frohlich und in einem Affentempo die Fahrbahn, auf der ich gerade ankam, um in den Kreisel einzubiegen. Da der Radfahrer durch Bäume verdeckt war, konnte ich ihn erst im allerletzten Moment sehen und es wäre beinahe zu einem Unfall gekommen.


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Zu: Radfahrer im Kreisverkehr

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 29.07.02 10:56

Wenn sich an die Furten Gehwege, die nicht für den Radverkehr freigegeben sind, anschließen, hat der Radfahrer weder auf den Gehwegen noch auf der Furt etwas zu suchen. Er verhält sich schlichtweg verkehrswidrig. Welchen Zweck sollte denn die Furt für den Radverkehr erfüllen, wenn an beiden Seiten die Anschlüsse fehlen?

Das von Dir beschriebene Phänomen entspringt der leider heutzutage sehr häufig zu beobachtenden Unsitte von Radfahrern, einfach die Gehwege zu benutzen, obwohl es verboten ist.

Das bedeutet in Deinem Fall natürlich nicht, dass Du nun jeden Radfahrer, der verbotswidrig die Furten am Kreisverkehr benutzt, hemmungslos zusammenfahren darfst. Sollte es jedoch einmal krachen, muss sich der Radfahrer aber eine Teilschuld zurechnen lassen.

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