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Blitz beim Mietwagen

hinzugefügt von Fridolin [Email: Keine]
am 13.08.02 17:03

Eine kleine Story:

IHM flattert ein Bußgeldbescheid ins Haus: 30Euro + NK. - Lasermessung - ER sei 147 km/h gefahren, wo nur 130 erlaubt sind. Mit einem IHM völlig unbekannten KFZ und unbekanntem Kennzeichen. Tatzeit ist knapp 3 Monate her. Ort der messung ist eine von ihm regelmäßig befahrene BAB.
ER legt fristgerecht Widerspruch ein, mit der Begründung weder Fahrzeug noch Halter zu kennen.
ER gibt zusätzlich die Kennzeichen der beiden FZ an, die er regelmäßig fährt. 3 Wochen später ruft ein Beamter der örtlichen Polizei an, es ginge um die Geschwindigkeitsüberschreitung. SEINE Frau sagt, ER komme erst abends nachhause. Der Beamte wollte sich wieder melden aber er tat es nicht, Namen hatte er keinen hinterlassen. Naja, ER ist ja nicht verpflichtet zurückzurufen
2 Monate später kommt die Ladung zur Gerichtsverhandlung, als Beweismittel liegt ein Mietvertrag über einen Leihwagen bei. Foto ist aber nicht dabei.
Jetzt erinnert ER sich, ER hatte doch mal einen Leihwagen seiner Autowerkstatt für einen Tag. Stimmt! Naja und an dieser Stelle der BAB fährt man ja oft ein bisschen schneller, obwohl das an einem Freitag abend im Berufsverkehr rund um Frankfurt eigentlich gar nicht geht. Fazit: ER könnte es durchaus gewesen sein.
Es wird wohl das beste sein, den Einspruch zurückzuziehen und die 30 Euro + NK zu bezahlen.

Aber ER spielt mit dem Gedanken gegen die Behörde die den Bußgeldbescheid erlassen hat, eine Dienstaussichtsbeschwerde einzulegen.
Begründung: Verschwendung von Steuergeldern.
Warum gab es keine Verwarnung, sondern gleich Bußgeld? Warum wird nicht gleich darauf hingewiesen, dass es sich um einen Mietwagen handelte? Soll man sich nach Monaten noch an das Kennzeichen eines eventull genutzten Mietwagen erinnern? Aber es müssen wohl erst sämtliche Behörden einschließlich des Amtsgerichts beschäftigt werden !!

Wollte mal Eure Meinung dazu hören
Gruß
Fridolin


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Zu: Blitz beim Mietwagen

angehängt von Haribo [Email: Keine]
am 14.08.02 10:47

Wir als Behörde sind nicht verpflichtet, dem Halter mitzuteilen, um welches Fahrzeug es hier handelt. Im Anhörungsbogen bzw. Bußgeldbescheid wird das Kennzeichen wiedergegeben. Er hätte es im "Kalender" vermerken sollen, wann er ein "anderes" Fahrzeug fährt.


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Zu: Blitz beim Mietwagen

angehängt von fridolin [Email: Keine]
am 14.08.02 13:18

Lieber Haribo,

das ist wieder typisch Behörde!!
Wo man nicht verpflichtet ist, tut man auch nichts, auch wenn es offensichtlich sinnvoll wäre.
Das nennt man im Volksmund, den Beamtenschimmel reiten. Und das ist genau das, was bei normalen Menschen Unverständis und Frust gegenüber Beamten und Behörden erzeugt.
Ich muß in meinem Beruf mitdenken und Entscheidungen treffen um Zeit und meiner Firma Geld zu sparen, um somit meinen Arbeitsplatz zu sichern und meinen Job nicht zu verlieren.
Bei den Behörden scheint es genau umgekehrt zu sein. Man muß sich und seinen Beamtenkollegen möglichst viel Arbeit verschaffen, damit der Arbeitsplatz gerechtfertigt bleibt. Bezahlen tut das ja der Steuerzahler.

Im Übrigen war ER nicht der Halter, sondern der Fahrer. Auch ist ER nicht verpflichtet, das Kennzeichen eines Mietwagens in seinem Kalender zu vermerken. ER hätte viel zu tun, wenn ER alle Details, die mal zu einem Knöllchen oder zu sonstwas führen könnten schon vorsorglich in seinem Kalender vermerken würde. Das ist wohl etwas wirklichkeits- und weltfremd, als Nichtbeamter hat ER auch leider keine Zeit dazu.

Ein Tipp von mir, du solltest durch solche Bemerkungungen das Image der Beamten und Behörden nicht noch weiter schädigen!

Gruß
Fridolin

PS: Vielleicht gibt es ja auch noch ein paar Beamten oder Nichtbeamten, die anders darüber denken !!??


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Zu: Blitz beim Mietwagen

angehängt von Haribo [Email: Keine]
am 14.08.02 13:56

Was heißt denn hier "schädigen"? Es ist nun mal die Wahrheit. Wenn ER nicht der Halter ist sondern nur der "Fahrer" ist auch egal. Die "Vermietungsfirma" teilt der Behörde den Fahrer mit. Die senden dann den Anhörungsbogen an den "Fahrer", der zu diesem Zeitpunkt das Fahrzeug fuhr. Aber mir ist das egal!


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erinnerungsvermögen

angehängt von w [Email: Keine]
am 14.08.02 14:17

hi fridolin,

ungeachtet meiner meinung zu beamten, halte ich
die vorgehensweise der beamten hier auch für korrekt.

du wirfst oben den beamten vor sich arbeit zu verschaffen um ihre daseinberechtigung zu begründen. ich denk nicht dass die lust haben popelige angelegenheiten in die länge zu ziehen. ganz im gegenteil !!!
im übrigen hätten die dann ja um sich mehrarbeit zu verschaffen den wagen ja wirklich prüfen können ob's ein mietwagen ist oder ein geklautes auto etc...oder 10 mal anrufen bis sie einen erreichen usw....

aber nein, sie arbeiteten wirtschaftlich um dem steuerzahler nicht noch mehr auf der tasche zu liegen (stell dir vor die prüfen pro tag 10000 autos nach, im jahr 3.650.000 wovon vielleicht 5 mietwagen sind, nur weil es sein könnte dass sich 1 mietwagenfahrer evtl. nicht gut erinnern kann).

das wäre absolut unwirtschaftlich und ich würde, sollte das tatsächlich die vorgeschriebene vorgehensweise sein, sofort die mitgliedschaft beim finanzamt kündigen.

ferner ist es wirklich erstaunlich dass man sich nicht an das kürzlich gefahrene mietauto zumal es auf dem foto abgebildet ist, nicht erinnert.......ich kann mich sogar noch an alle mietautos erinnern, auch als vielfahrer
(1987 ein Golf I Cabrio, 1995 VW Sharan, 1996 nur ein Golf II, 1999 einen Dodge und 2000 ein Audi A2).

der einzigste . in dem ich dir recht gebe ist, dass man sowas nicht in einen kalender eintragen muss. das wäre wirklich übertrieben.


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Zu: Blitz beim Mietwagen

angehängt von Fridolin [Email: Keine]
am 14.08.02 15:30

Hi W,

ist nicht ganz richtig, was du schreibst.
1) Es war nicht kürzlich, sondern 3 Monate her,
2) Der Fahrzeugtyp war nicht genannt, sondern nur das Kennzeichen.
3) Foto lag auch keins vor.
4) Die Behörde wußte vor Zusendung des B-Bescheids über den Mietwagen bescheid. Über den vorliegenden Mietvertrag hatte sie ja SEINE Personalien.
Kannst du dich auch an die Kennzeichen deiner Mietwagen erinnern?
Was machst du, wenn ein Knöllchen mit einem dir völlig fremden Kennzeichen ins Haus flattert, zunächst denkst du an eine Verwechslung.
Dies hat ER der Behörde im Einspruch kundgetan.
Genau wie auf dem B-Bescheid drauf steht, Beweismittel: Foto, kann auch ebenso draufstehen, Beweismittel: Mietvertrag.
Dies ist eine minimale Mehrarbeit.

Aber wir sollten Die Diskussion einstellen. Es geht ja "nur" um 48,12 Euro.

Mich hat nur der erste Satz in Haribos ersten Antwort maßlos geärgert. Dies ist halt nun mal Typisch.

Gruß
Peter


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Zu: Blitz beim Mietwagen

angehängt von w [Email: Keine]
am 14.08.02 15:56

so klärt sich der SV ein wenig mehr auf.

aber 3 Monate zurückerinnern, dass man mal mit nem mietwagen gefahren ist, ist schon noch als kürzlich anzusehen und dürfte bei den meisten kein problem sein. (wenns 2 jahre her wäre, ok, meinetwegen.....aber so...nee)

mehrarbeit dürfte das ändern des formvordruckes schon sein. formvordrucke kann ein einfacher kleiner beamter nicht verändern. es sei denn handschriftlich. und das ist nicht zulässig. im übrigen ist der mietvertrag in der würdigung der beweise nicht so aussagekräftig wie ein foto des fahrers. der mietvertrag könnte ja auf die oma des fahrers laufen oder firma oder onkel oder auf ca. 6 milliarden andere personen...

also ist immer noch kein vorwurf an die beamten zu erkennen.

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