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Bei 220Km/h die linke Spur freischaufeln

hinzugefügt von DrKurt [Email: Keine]
am 22.08.02 10:53

@Grobi

> Ich persönlich gebe von weitem Lichthupe
> wenn der Vordermann eine Möglichkeit
> hat nach rechts einzuscheren

Oh weia. Du meinst also in diesem Moment, Du könntest dies besser abschätzen, als derjenige selbst? Schonmal was von der "Der-Kann-Weg" / "Ich-Kann-Weg" Studie gehört? Höchst interessant!

Für so manche Corsa-Mutti geb ich Dir da durchaus recht, nur findest Du es nicht etwas anmaßend, das allgemein so zu handhaben?

Ich nötige jemanden nicht durch dichtes Auffahren dazu, in eine Lücke rechts zu fahren, in der derjenige dann bremsen müsste, während ich an ihm vorbeiziehe. Andersherum halte ich mich an das Rechtsfahrgebot, eben dann, wenn rechts frei ist.

Für alle Drängler-geplagten mein kleiner Tipp: Ein selbstbau LED-Balken, Marke "ABSTAND HALTEN" wirkt echt Wunder, und ist noch nichtmal verboten :o) Da vergrößert sich der Abstand aber, so schnell kannst Du gar nicht gucken, sofern man nicht grade nen 89er Polo fährt. Hach ja, und das alles wie immer natürlich unter dem Deckmantel der Verkehrssicherheit.

Was habt ihr noch so für Erfahrungen zum Thema? Die Gleichung:

XENON = SCHNELL = VIEL PS

gilt irgendwie seit einiger Zeit nicht mehr, kann das sein?

Bin gespannt auf eure Antworten ...

MfG, DrKurt


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Zu: Bei 220Km/h die linke Spur freischaufeln

angehängt von Jeeper [Email: Keine]
am 22.08.02 11:11

Meine ehrliche Meinung dazu?

BMW-Fahrer beispielsweise kaufen ihr Auto nur nach zwei Gesichtspunkten:

1. Mordmäßig Leistung
2. Gute Ereichbarkeit des Blinkerhebels.

Wer mich mit 220 km/h wegschaufeln will, weil ich nur max. 130 hinkriege und mich mit Lichthupengewitter und 1m Abstand eindeckt, begeht IMHO einen Mordversuch. Mordversuch wird mit Geld- und/oder Freiheitsstrafe belegt.
Solche Leute ignoriere ich gepflegt und bringe meinen Überholvorgang zuende. Wer drängelt, dem kann bei mir u.U. passieren, dass er halt bissel länger Warten muss. Thats life... Wer nicht drängelt kriegt eher freie Bahn.
Ja ja gleich heißts wieder "Oberlehrer" und "Nötigung", andererseits sollen die doch froh sein, keine Strafanzeige an den Hals zu bekommen.
Neulich meinte ein 5er BMW-Fahrer 500m vor einer Autobahnabfahrt auf der RECHTEN Spur drängeln zu müssen! Spinnen jetzt alle? Ich will von der Bahn runter, ordne mich brav mit viel Abstand hinter zwei Sattelschleppern ein und dieser W***** will mich in den Truck schieben...
Hab ich schon gesagt, dass ich eine Aversion gegen BMW und deren Fahrer habe?

;-)


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Vorbeugen

angehängt von Markus [Kontakt]
am 22.08.02 11:25

Leute Leute, laßt es doch gar nicht soweit kommen.

Wenn einer deutlich schneller ist, dann macht bei der nächsten Gelegenheit Platz.

Und die die schneller fahren sollten wissen, dass für den Langsamen-auf-12-Uhr-im-Abschussvisier nicht immer und überall auf der rechten Spur Platz ist.

Innerorts hab ich mir folgendes angwöhnt:

Wenn ich auf der Hauptstr. fahre und ein Auto aus der Nebenstr. noch schnell heraus ziehen will, greif ich schonmal zur Lichthupe.

Bislang sind sie auch alle sofort noch stehengeblieben. Das hat nix mit Oberlehrer zu tun, sondern ich will einfach unliebsame Manöver (Vollbremsungen etc.) im Vorraus vermeiden.

Vorrausschauendes Fahren sozusagen... :-)

Website: http://blitzer.toonic.de


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Na ja...

angehängt von Jeeper [Email: Keine]
am 22.08.02 11:29

>[Zitat:] "Wenn ich auf der Hauptstr. fahre und ein Auto aus der Nebenstr. noch schnell heraus ziehen will, greif ich schonmal zur Lichthupe. "

Böse Falle: das kann auch mit "Fahr, ich lass dich raus!" verwechselt werden. Besser ist da der sanfte aber bestimmte Druck auf den 120dB "Omma-Schreck"...


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Zu: Bei 220Km/h die linke Spur freischaufeln

angehängt von wolf [Email: Keine]
am 22.08.02 12:50

-- drängler werden rechtzeitig vorbei gelassen. (dürfen sich gerne um'n baum wickeln)

-- drängler mit lichthupe und/oder dauerblinker
1. mit frau und/oder kinder im auto (siehe oben).
2. ansonsten, bringe ich erstmal meinen überholvorgang zuende. das könnte dann natürlich jetzt länger dauern als zunächst beabsichtigt und evtl. sogar mit immer langsamerem tempo.


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Nix Böse Falle...

angehängt von Markus [Kontakt]
am 22.08.02 13:40

>[Zitat:] "Böse Falle: das kann auch mit "Fahr, ich lass dich raus!" verwechselt werden."

Es gibt da einen kleinen Unterschied. Wenn man die Lichthupe nur dezent/kurz antippt, mag das sein. Aber ein längeres Aufblenden bedeutet, bleib lieber stehen und warte, ich bin deutlich zu schnell unterwegs... ;-)

Und dann tucker ich mit 30/50 vorbei... :o)

>[Zitat:] "Besser ist da der sanfte aber bestimmte Druck auf den 120dB "Omma-Schreck"... "

Häää? Was hat das damit zu tun?
Aber wie Du meinst - wenn dann machen wir das richtig und beschallen dann mit 140dB. Wenn schon, denn schon...

Website: http://blitzer.toonic.de


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Beschallen

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 22.08.02 13:53

>[Zitat:] "beschallen dann mit 140dB"

...und die Anwohner werden vor lauter Freude in der Nacht aus dem Bett fallen!!


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Vielleicht war es ironisch gemeint?!?

angehängt von Markus [Kontakt]
am 22.08.02 14:03

Soll ich noch mehr Augenzwinkernde Smilies setzen?????

;-))

Website: http://blitzer.toonic.de


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140dB und unser Markus :-))

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 22.08.02 14:19

Wieso Ironie?? 140dB sind doch aber sicher für unseren @Markus normaaaaal... ;-)


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140 dB und weg vom Thema... :-)

angehängt von Markus [Kontakt]
am 22.08.02 14:54

Des iss aber net men Kofferraum... :-)

Man kann sehen, dass dieser Wert schon sehr Richtung Wettbewerb geht. Meine Ergebnisse dieses Jahr:

Markenoffenes Treffen Florstadt 2002: 140,1 dB
VW-Treffen Dillenburg 2002: 150,8 dB
Markenoffenes Treffen Heusenstamm 2002: 135,2 dB
VW-Treffen Alsfeld: 134,8 dB

Das Dezibel ist das 10fache eines (dekadisch) logarithmierten Leistungsverhältnisses: =10*lg(P2/P1). 140 dB sind schon eine Menge Holz. Konkret bedeutet das, +10 dB bedeuten doppelte Lautstärke und für +10 dB braucht man das Zehnfache an Leistung.

Außerdem kommt es immer auf die Frequenz an, die man hört. Auf Wettbewerben sind es so je nach Fahrzeug und Anlage meistens 60 Hz. Ob jetzt 140 dB bei 60 Hz Bass oder bei einem Hochton bei ca. 12 khz erreicht werden, ist schon ein gewaltiger Unterschied für den Menschen, der diesem Wert ausgesetzt ist. Ein Hochton in dem Maße ist schädlich - Bass dagegen erst nach etlichen Minuten Dauerhören.

Ich selbst hab schon im "Ü2" vom Michael Müller probegehört. Für einen Zehntel einer Sekunde waren es ca. 160 dB. Aber absolut nicht schädlich...

Es kommt also immer auf die Frequenz, Lautstärke (Pegel) und die Dauer an. Je höher und länger, desto gefährlicher für das menschliche Ohr.

Aber eines muss ich schon zugeben, es macht ab und zu schonmal Spass, gewisse (!!) Leute an der Ampel zu "ärgern". Bei 50 Hz gibt es eine Halbwelle von 3,40 Meter. Mit etwas Platz zum Vordermann schafft man dann eine Wellenlänge und für eine kurze Weile Power bringt man die Innenausstattung des Vordermanns zum Vibrieren.

Ja, und jetzt beschimpft mich... :-)))

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Wow...

angehängt von Jeeper [Email: Keine]
am 22.08.02 15:09

Lobpreisung an die Erfinder des Impulsantriebes! Raumschiff Enterprise ist nicht mehr fern...

Richtig luschtig finde ich das immer, wenn solche Kollegen eine Riesen Lärmanlage in einen extremtiefen 1,6L VWOpelReisschüsselwasauchimmer einbauen und vor lauter Gewicht ihrer Anlage und Boxen nicht mehr von der Stelle kommen.

Da lob ich mir meine zweieinhalb Liter und gemessene 115 dB(A)vom Endrohr. Das ist Musik! ;-))) ...natürlich ohne TÜFF...


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Haha...

angehängt von Markus [Kontakt]
am 22.08.02 15:26

Noch ein *rrooooooooääääääääärrrrrrrrrrrrrrr*...
Ich bin nicht alleine... *juhuuu*

Website: http://blitzer.toonic.de


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Wow...

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 22.08.02 15:34

@Markus:

Wow... ich bin platt. Krass Alter ;-)

Ich muss zugeben, ein großer Fan dieser motorisierten Bumm-Bumm-Anlagen bin ich wirklich nicht.

Aber ich will mal alle Neune gerade sein lassen ... die db-Werte sind schon imposant. Ich möchte mich allerdings niemals dem Genuß aussetzen, ich bin seit mehr als einem Jahrzehnt durch einen Hörsturz geschädigt. Zum Glück hatte sich das dabei aufgetretende laute Ohrgeräusch ("Tinitus") nach zwei Wochen in ein erträgliches leises Pfiepen verwandelt. Damit kann ich gut leben.

Kannst Du mal ein Foto von Deinem Gefährt hier ins Forum stellen, würd mich ja mal echt interessieren wie's ausschaut...


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Spätschäden

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 22.08.02 15:43

>[Zitat:] "Für einen Zehntel einer Sekunde waren es ca. 160 dB. Aber absolut nicht schädlich..."

Markus, glaub mir, ich möchte Dir den Spass wirklich nicht verderben;-)). Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Aber glaubst Du das wirklich? Solltest Du irgendwann einmal bei einem Arzt, am besten natürlich einem Ohrenarzt, vorbeischauen müssen, dann frag ihn mal. Nicht von ungefähr haben heute nachweislich schon viele junge Leute erhebliche Gehörschäden, die sie sich u.a. durch überlaute Musik in den Diskos - und sicherlich auch in ihren fahrbaren Untersätzen - zugezogen haben. Von den Spätschäden, die zwangsläufig kommen werden, soll dabei noch gar keine Rede sein.

Wie man bei dem aus manchen Autos dringenden infernalischen Gewummere darüber hinaus noch in der Lage sein soll, a) konzentriert zu fahren und b) z.B. auf Fahrzeuge mit eigeschaltetem Martinshorn aufmerksam zu werden, ist mir ohnehin ein Rätsel.


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Um mal auf der Thema zurückzukommen ...

angehängt von DrKurt [Email: Keine]
am 22.08.02 15:55

... hier ein interessanter Link!


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Kampf gegen Windmühlen und Vorurteilen

angehängt von Markus [Kontakt]
am 22.08.02 16:09

Ich will nochmal klar stellen, dass ich mir den Gefahren sehr bewußt bin. Es ist ja auch nicht so, dass ich nonstop volle Lotte Musik höre.

Ich glaub, jede Generation hat das durchgemacht. Mir bleibt es Gott-sei-Dank erspart. Nur halt ab und zu entgleitet mir halt mal der Finger am Volume-Regler... :-)

>[Zitat:] "Kannst Du mal ein Foto von Deinem Gefährt hier ins Forum stellen, würd mich ja mal echt interessieren wie's ausschaut..."

Kann ich machen, aber nicht jetzt und nicht in dem Thema. Spädder... ;-)

>[Zitat:] "Solltest Du irgendwann einmal bei einem Arzt, am besten natürlich einem Ohrenarzt, vorbeischauen müssen, dann frag ihn mal."

Ich geh in 1 bis 1,5 Jahren immer mal wieder hin. Bis jetzt brauch ich noch keine "Verluste hinnehmen". Das Risiko mit dem Spätschäden ist mir natürlich bewußt.

Außerdem werden bei diesen "dB-drag Veranstaltungen" auch die Vorschriften eingehalten. U.a. dass ab Werten von 140 dB aufwärts, der Teilnehmer auch mit Gehörschutz nicht mehr im Auto sitzen darf. Er muss die Messung von aussen durchführen, wo natürlich diese extremen Werte nicht mehr erreicht werden. Also man achtet schon auf die Sicherheit, so ist das nicht...

>[Zitat:] "Wie man bei dem aus manchen Autos dringenden infernalischen Gewummere darüber hinaus noch in der Lage sein soll, a) konzentriert zu fahren und b) z.B. auf Fahrzeuge mit eigeschaltetem Martinshorn aufmerksam zu werden, ist mir ohnehin ein Rätsel."

Ich hab mir den wirklich regelmäßigen (3-5 Sek.) Blick in den Rückspiegel schon angewöhnt. Sollte man mal etwas lauter Musik hören, ist das wirklich Pflicht. Was man nicht hört, müssen die wichtigen Informationen andersweitig (z.B. sehen) gewonnen werden.

Das mein Hobby hier nicht gerade auf Gegenliebe stößt, kann ich ja verstehen, dafür gibt es zuviele Murrads die die Vorurteile immer wieder bestätigen...

Website: http://blitzer.toonic.de


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Vorurteile

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 22.08.02 20:58

Murrads = ??????

Für den einen sind es Vorurteile, für den anderen echte Risikofaktoren bzw. Belästigungen. Wie willst Du trotz ständigen Blicks in den Rückspiegel z.B. ein Wegerechtsfahrzeugs, das mit höherer Geschwindigkeit aus einer Seitenstraße herauskommt, erkennen? Wenn Dein Auto hin ist und Du vielleicht verletzt bist, nützt Dir der Verweis auf den § 35 Abs. 8 StVO bezüglich des Sonderrechtsfahrers relativ wenig. Außerdem wirst auch Du in diesem Fall zivilrechtlich in nicht unerheblichem Umfang in Anspruch genommen werden und bleibst zu einem großem Teil auf Deinem Schaden sitzen.

Das sind Fakten, keine Vorurteile!!!

Leider wohne ich direkt an einer stark befahrenen Hauptstraße, und glaub mir, nicht nur mir gehen die flotten Autos mit den dröhnenden Basskesseln zu allen Tages- und Nachtzeiten, im Sommer noch dazu mit offenen Fenstern und Verdecken, ganz schön auf den Sack. Außerdem: seit mehr als 20 Jahren habe ich durch ein Knalltrauma einen Tinnitus auf dem linken Ohr; unheilbar und alles andere als angenehm.

Ok, begraben wir das Kriegsbeil wieder oder?


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Man hat es echt nicht leicht... :-)

angehängt von Markus [Kontakt]
am 22.08.02 23:28

>[Zitat:] "Murrads = ??????"

Das sind die Möchtegerns, die immer und überall mit volle Power an Musik durch die Gegend fahren und zum Teil den Ruf der dB-Drag-Szene ruinieren.

>[Zitat:] "Wie willst Du trotz ständigen Blicks in den Rückspiegel z.B. ein Wegerechtsfahrzeugs, das mit höherer Geschwindigkeit aus einer Seitenstraße herauskommt, erkennen... [...]"

Tja, das wären halt die Momente im Leben wo man kein Glück mehr hat und dann noch Pech dazukommt... ;-))

Im Ernst - damit muss man immer und überall rechnen.

Aber, und ich sag es noch einmal, während dem Fahren höre ich auch nicht lauter Musik als andere auch... Gerade auch wegen diesen Problemen wissend... Okay? :-)

>[Zitat:] "Ok, begraben wir das Kriegsbeil wieder oder?"

Ich wüßte nicht, warum ich gerade gegen Dich das Kriegsbeil ausgraben sollte?

Aber wie Du willst - PEACE! :-)))

Website: http://blitzer.toonic.de


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@Markus

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 23.08.02 07:47

:-)))


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Infos zur "db-drag-Scene" ...

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 23.08.02 09:36

Also, dass mit der "db-drag-Scene" hat mich jetzt aber mal interessiert. Hier ein paar Infos zur mir bislang unbekannten Scene (gefunden auf www.loud-n-proud.de):

------------------

DB-DRAG Wettbewerbe sind Wettkämpfe, wo es schlicht und ergreifend darum geht, der lauteste zu sein. Da dB-Drag immer mehr in Mode kommt, und nicht jeder diese Bezeichnung einordnen kann, will ich mal versuchen, ein dB-Drag Rennen im typischen Ablauf zu erklären.

Erstmal die Grundlagen: Jeder Teilnehmer hat das Ziel, den höchsten SPL (=Sound Pressure Level, also Schalldruck) in seinem Auto zu erzielen, wobei er bei jedem Meßdurchgang 30 Sek. Zeit hat. Gemessen wird mit Mikrofonen, die per Schablone ausgerichtet vor dem Beifahrersitz stehen und Richtung Scheibe zeigen. Als "Musik" dient die offizielle GASCA dB-Drag CD, welche Sinus-Töne, Sweeps und Bursts enthält. Diese Töne liegen alle zwischen 50Hz und 80Hz. Am sinnvollsten ist es natürlich, die Frequenz zu wählen, auf der auch die Resonanzfrequenz des Autos liegt (=Frequenz, die von der Karosserie noch verstärkt wird). Logischerweise liegt die beim Golf woanders als bei einem T4 Bus. Hier hilft nur ausmessen. Wie jeder andere Sound-Off ist auch dB-Drag in Klassen unterteilt (z.B. Amateur, Anzahl der Woofer etc). Der eigentliche Wettbewerb gliedert sich in zwei Teile...

Teil 1: Qualifikation - Jedes teilnehmende Auto wird im Wageninneren gemessen und in einer Tabelle bzw. im Computer erfasst. Die acht lautesten aus jeder Klasse kommen dann in die Endrunden, die sogenannten Elimination-Runden.

Teil 2: Elimination - Jetzt treten jeweils immer 2 Fahrzeuge der gleichen Klassen im KO-System gegeneinander an. Der lautere kommt eine Runde weiter, der Verlierer fliegt raus. Das geht solange, bis im Finale nur noch zwei Fahrzeuge übrig sind, und schließlich der Sieger ermittelt wird.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zu dB-Drag. DB-Drag hat nichts mit Sinn, Vernunft oder Musik zu tun .... Es ist einfach nur Gaudi, diese Wettkämpfe mitzumachen. Der Spaß steht an erster Stelle. Wer einmal dabei war, weiß was ich meine. Und wer der Meinung ist, dB-Drag sei einfach nur ein "Sub-in-den-Kofferraum-schmeissen", der hat keine Ahnung und irrt sich gewaltig, da eine SPL-Anlage viel Erfahrung, Probierei, Ausdauer und Ahnung von der Materie vorraussetzt. Außerdem gibt es verdammt viele Autos mit SPL-Anlage, die bei zurückgenommenen Bassanteil viel besser klingen als so mancher Pseudo-Einbau.

Beim DEATHMATCH gibt es keine Klasseneinteilung, Gewinner ist der, der am Ende den höchsten Durchschnitts-SPL erzielt. Beim DEATHMATCH wird 5 Minuten lang im Auto gemessen. Hier zählt nicht der Maximalwert, sondern der Durchschnitts-SPL. Das DEATHMATCH stellt sehr hohe Anforderungen an die Endstufen und Subwoofer, da der Teilnehmer 5 Minuten lang maximalen SPL produzieren muss, um einen hohen Endwert erreichen zu können. So mancher Sub bzw. Endstufe hat dabei schon den Tod gefunden, und das Auto zur Nebelmaschine umfunktioniert (schöne Grüsse von hier an das Team Techno ;-)

Text: Daniel Sypke (Webmaster loud-n-proud.de).

Site: www.loud-n-proud.de

------------------


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@DrKurt / zurück zum Thema ...

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 23.08.02 09:47

@DrKurt:

He sorry, ich merke gerade, dass wir Dein Thema wegbiegen, das lag gar nicht in meiner Absicht...

Die Studie "Aggression im Strassenverkehr" ("Blockierer / Egofahrzeug / Drängler") habe ich mir eben durchgelesen - sehr interessant. Danke für den Link :-)

>[Zitat:] "Die Gleichung:

XENON = SCHNELL = VIEL PS

gilt irgendwie seit einiger Zeit nicht mehr, kann das sein?"


Doch, meine Erfahrungen sehen jedenfalls so aus. Beim Blick in den Rückspiegel "empfinde" ich XENON weiterhin als schnell (=Vorsicht).


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@Uwe

angehängt von DrKurt [Email: Keine]
am 23.08.02 10:17

Hey yo,

THX, danke, zu gütig, wäre doch nicht nötig gewesen!

*grins* ;o)))

DrKurt


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Zum Vorstellen

angehängt von Markus [Kontakt]
am 23.08.02 11:44

von etwa 135 dB:

Man fährt mit 100 auf der Landstrasse. Mit offenen Fenstern - vorne, beide Seiten. Dabei ist man einem Druck von 135 dB Tiefbass ausgesetzt.

Fazit: Ihr hört keine Windgeräusche.

Nur mal zum Vorstellen, wieviel das ist...

Website: http://blitzer.toonic.de


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Zu: 140 db

angehängt von sony [Email: Keine]
am 23.08.02 12:12

also, ich will hier denjenigen der sich 140db aussetzt und behauptet, es sei bisher noch alles ok, und er sei sich den gefahren bewusst usw.. sicher nichts vorschreiben, nur warnen.

in einer studie hno-ärztlicher gutachter wurde eine sogenanntes nomogramm entwickelt, welches grafisch sehr schön zeigt wieviel sek/min/std einwirkung ausreichen um bei verschiedenen beurteilungspegeln einen hörschaden definitiv zu verursachen....

beispiele:
bei einem beurteilungspegel von 90dB(A)reichen täglich 2 stunden die nach etwa einem jahr einen irreparabelen schaden an den haarzellen im innenohr verursachen, wobei dann das hörvermögen lebenslänglich und unheilbar beeinträchtig ist (hörverluste in höhe von 70%).

2. beispiel: bei 100dB(A) reichen täglich 15 Minuten

3. bei 115dB(A) reichen 27 sekunden

4. bei 120dB(A) reichen 10 sekunden

5. bei 140dB(A) reichen 0,1 - 0,3 sekunden

gehörschutz ist bei derartigem lärm nutzlos. hier wird der exposition nur durch einen schallschutzanzug entgegengewirkt.

ärgert man 3 mal pro monat immer nur 3sek lang und mit 140dB(A) die mitbürger bzw. man ist 9 sek. im monat diesem lärm ausgesetzt, dann ist nach einem jahr das hörvermögen (haarzellen) definitiv zum größten teil zerstört.

die haarzellen sind regelrecht umgeknickt. vergleichbar wie in hurrikan über ein stückchen wald. alle bäume sind umgeknickt. hier wachsen neue nach. haarzellen nicht.

sich solch einer lärmbelastung freiwillig auszusetzen sollte man der eigenen gesundheit zuliebe unbedingt lassen.

schon ab 80dB(A) Beurteilungspegel werden Haarzellen zerstört. ab 50 dB(A)Dauerschallpegel wird das Nervensystem geschädigt.

ab dem zeitpunkt ab dem die lärmeinwirkung nicht mehr vorliegt, verschlimmern sich dir krankhaften befunde nicht mehr. (verbessern tut sich aber auch nichts mehr).


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Zum Vergleich:

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 23.08.02 12:38

Ein mit Nachbrenner startendes Kampfflugzeug entwickelt einen Geräuschpegel von ca. 130 db(A). Wer setzt sich ohne Not solchen Einwirkungen aus?


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Zu: Bei 220Km/h die linke Spur freischaufeln

angehängt von Markus [Kontakt]
am 23.08.02 12:43

@sony

und welche frequenzen flossen damit ein?

Website: http://blitzer.toonic.de


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Zu: Bei 220Km/h die linke Spur freischaufeln

angehängt von wolf [Email: Keine]
am 23.08.02 13:58

genau peter, aber nicht nur ein mit nachbrenner startender kampfjet, auch ein tieffliegender jet erreicht 130dB(A)

@M
16 - 20000 Hz

der deutlichste Hörverlust ist im übrigens im Hochfrequenzbereich bei 4096 Hz (C5-Senke) (zu 80% Taub)

100 - 2000 Hz 10-20% Hörverlust
3000 Hz : 60% Hörverlust
8000 Hz : 20% Hörverlust

d.h. man hört viele töne/geräusche/stimmen nicht (nie) mehr.

man sollte sich das wirklich überlegen, ob man sich tatsächlich sowas antut. 140dB(A) können auch ein Knalltrauma, Hörsturz und Tinnitus ganz schnell verursachen.

dazu kommt später der altersbedingte hörverlust. eine taubheit ist vorprogrammiert.

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