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Lückenunfall?

hinzugefügt von Klaus [Email: Keine]
am 10.09.02 14:14

Hallo, mein Problem ist eine Kollision mit einem Linksabbieger. Ich befand mich auf einer vorfahrtberechtigten Strasse, und zwar in der rechten von drei Spuren. Ich stand hinter einem Geländewagen. Rd. 70 m weiter vorn kam eine Ampel. Direkt vor dem Geländewagen begann rechts eine kleine Seitenstrasse. Der Geländewagen stand vor dieser kleinen Kreuzung, wohl um sie nicht zu blockieren. In der mittleren und linken Spur standen dagegen geschlossene Fahrzeugkollonnen bis zur Ampelkreuzung. Links neben mir, in der mittleren Spur, stand ein höheres Auto, daher konnte ich dort nichts genaues erkennen. Nachdem ich für ein zwei Sekunden hatte anhalten müssen, fuhr der Geländewagen an und zur Ampel vor. Ich fuhr ebenfalls wieder an und in diesem Augenblick kam von links hinter dem höheren Wagen ein Golf hervor, der aus der Gegenrichtung kommend nach links in die kleine Querstrasse einbiegen wollte. Die Autos der beiden Spuren links von mir öffneten ihm eine für mich vorher nicht erkennbare Gasse, die dann an meinem Kotflügel endete. Meine Frage nun: Meine Versicherung spricht nach der Schilderung von einem sog. Lückenunfall, an dem ich vielleicht Mitschuld hätte. Kann mir jemand was dazu sagen? Wer weiß, wo ich weiterlesen kann? Danke vorab.


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Urteil des LG Stuttgart

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 10.09.02 15:10

Ist zwar ein etwas anderer Fall aber trotzdem im vorliegenden Zusammenhang interessant...

Einziger Unterschied: Pkw biegt nicht (durch Kolonnenlücke) in Seitenstraße ein sondern kommt aus dieser heraus.

Entscheidung des Landgerichts Stuttgart (Urteil vom 27.01.99; 5 S 209/98, nach DAR 99, 219):

Hier hatte der die stehende Kolonne überholende Fahrer (offensichtlich ohne überhöhte Geschwindigkeit sondern mit ca. 40 km/h fahrend) als er das aus einer Lücke in der Fahrzeugkolonne durchfahrende Fahrzeug erstmals sehen konnte sofort mit einer Vollbremsung reagiert. Der durch die Lücke in die Vorfahrtsstraße einfahrende PKW hatte nach gutachterlichen Feststellungen eine Geschwindigkeit von ca. 10 km/h. In diesem Fall haftete der Fahrer des querenden Fahrzeugs voll für den Schaden. Nach den Feststellungen des Gerichts ist der an einer Kolonne vorbeifahrende Fahrer nicht verpflichtet sein Geschwindigkeit so einzurichten, daß er jederzeit stehen kann, falls ein Fahrzeug aus einer untergeordneten Straße durch eine Lücke in der Kolonne einbiegt. Dies gelte erst dann, wenn die Lücke für den vorbeifahrenden PKW-Lenker erkennbar sei. Hier habe der die Kolonne querende Fahrer aber erheblich gegen seine Sorgfaltspflicht, sich lediglich vorsichtig durch die Kolonne in den Querverkehr hineinzutasten verstoßen, als er zum Zeitpunkt der Kollision eine Geschwindigkeit von etwa 10 km/h hatte, also mit doppelter (!) Schrittgeschwindigkeit gefahren sei. Interessant ist neben den Ausführungen zu Sorgfaltspflichten wieder einmal der Begriff der Schrittgeschwindigkeit, die hier mit ca. 5 km/h definiert wird.

Quelle: taxipress.de

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