... Foren-Archiv 2000 bis 09/2003; ca. 40.000 Postings

    
... Anzeige im separaten Fenster!

> Rubrik: Archiv
  Seite: ... | Foren-Archiv | ...  ]

 
Tipp:
 >> Hilfe im §§-Dschungel ...
Komplette Übersicht
über alle Foren oder
Beiträge (24 Std.)
Dieses Foren-Archiv wird betreut
durch Administrator: Rolf Tjardes :-)
 


[ Foren-Archiv | Neue Beiträge | Beitrag hinzufügen ]

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]

 
 Suche auch ähnliche Worte | Erweitert

Hinweis: Neue Foren-Software Online! Am 23.09.2003 wurde dieses Board abgeschaltet. Bitte nutzen Sie ab sofort das neue Forum für Ihre Beiträge. Vielen Dank. Zum neuen Forum: Hier klicken :-)

Motorrad.65 km/h zu viel!Was tun?

hinzugefügt von Mr. Unschuldig [Email: Keine]
am 15.09.02 12:36

Hallo zusammen, ein Freund von mir wurde gestern mit meinem Motorrad geblitzt (mit Helm). VW Golf Kombi, kein Laser, nicht aus dem Verkehr gezogen. Statt erlaubter 70 km/h mit ca. 135 km/h auf der Landstr. Meine Frage: Ich bekomm vermutlich das Schreiben, da ich ja Fahrzeughalter bin, oder stehen meine Chance gut, daß die Polizei in der Eile das Nummernschild nicht erkennen konnte? Falls doch u. ich es aber garnicht verursacht habe u. ich natürlich meinen Freund nicht verraten möchte würde ich gerne Euch um Tipps u. Antworten fragen?!?!?!?!? Merci


[ Nach oben ]

Zu: Motorrad, 65 km/h zu viel!

angehängt von DrKurt [Email: Keine]
am 16.09.02 10:19

Da Dein Kumpel nicht sofort rausgekellt wurde, habt ihr eine Chance ...

Klar kann es sein, dass das Kennzeichen nicht notiert werden konnte, oder ein falsches aufgrund der hohen Geschwindigkeit aufgeschrieben wurde. Gehen wir aber mal besser davon aus, dass es erkannt wurde, und Dir in den nächsten Tagen der AB ins Haus flattern wird. Halterhaftung scheidet ja bekanntlich schonmal aus, da es sich nicht um einen Parkverstoß handelt. Wenn der Anhörungsbogen da ist, sollst Du Angaben machen, wer gefahren ist. Sagst Du, dass Dein Mopped von vielen Leuten gefahren wird, und Du nicht sagen kannst, wer genau den Verstoß zu verantworten hat, wird ein Richter weiter zu entscheiden haben, was passiert.

Wichtig jetzt: An dieser Stelle wird hier generell die Auffassung vertreten, dass man Dich zu ca. 12-18 Monaten Fahrtenbuch führen verknacken wird. Meine Erfahrung steht dem entgegen, In mehreren Fällen, die mit Deinem vergleichbar sind, ist mir bekannt, dass Verfahren eingestellt wurden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass dein Kumpel keinen Unfall verursacht, oder eine sonstige Straftat im Straßenverkehr begangen hat auf der Fahrt. Also: Eine Chance hast Du! Trotzdem solltest Du mit dem Schlimmsten rechnen und jetzt schon für Dich selbst abwägen, ob Dir die Straffreiheit Deines Kumpels ggf. das Fahrtenbuch wert wäre.

So, jetzt bitte noch andere Meinungen!

MfG, DrKurt

PS: Vielleicht solltest Du Dir besser überlegen, wem Du Deine Maschine überlässt ;o)


[ Nach oben ]

Kommt drauf an ...

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 16.09.02 10:42

Hmmmh ... 135 bei 70 ...

Ich beantworte es jetzt mal rein sachlich, auch wenn es bei einer solch hohen Überschreitung recht schwer fällt.

Das "richtige" Verhalten ist stark abhängig vom Verhalten der Gegenseite.

Nehmen wir mal fiktiv an:

Der Halter bekommt einen Anhörungsbogen. Hier wäre zuerst zu prüfen, in welcher Eigenschaft der Halter angeschrieben wird. Wird er als "Betroffener" oder als "Zeuge" angehört?

Als Betroffener kann er ganz bequem die Aussage verweigern. Als Zeuge muß er hingegen aussagen. Dem Zeugen steht kein Aussage- oder Auskunftsverweigerungsrecht gem. §§ 52-55 StPO zu.

So, unser Halter schaut nun auf den Anhörungsbogen. Werden Formulierungen verwendet wie z.B. "Ihnen wird vorgeworfen..." könnte die Angelegenheit durch Schweigen im Sande verlaufen. Der tatsächliche Fahrzeugführer wäre so nicht zu ermitteln.

Zur anderen Variante ("Zeuge") will ich mich nicht tiefergehend äußern. Jeder muß selber wissen was er tut. Grundsätzlich gilt: Wenn ausgesagt wird, muß der Zeuge die Wahrheit sagen. Selbstverständlich ist es menschlich, wenn nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne "Erinnerungslücken" auftreten.

Zur Frage "Fahrtenbuch" bitte oben die Foren-Suche verwenden. Ein solches kann nicht so ohne weiteres beauflagt werden - es gibt dazu eine Menge alter Threads im Forum. So z.B. diesen: Fahrtenbuch


[ Nach oben ]

Zu: Motorrad.65 km/h zu viel!Was tun?

angehängt von Mr. Unschuldig [Email: Keine]
am 16.09.02 13:59

Hallo zusammen, erstmal Danke für die Infos! Nachdem ich mir jetzt durch mehre Antworten aus verschieden Foren ein Bild von der Sache machen kann, ist es wohl am Besten die Klappe zu halten u. die Aussage zu verweigern. Schließlich ist die Polizei ja angeblich in der Beweispflicht und nicht ich. Außerdem seh ich die Sache ganz entspannt. Rechtschutz macht`s möglich!!! Merci


[ Nach oben ]

Wie gesagt ...

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 16.09.02 14:34

>[Zitat:] "...ist es wohl am Besten die Klappe zu halten u. die Aussage zu verweigern."

Wie gesagt: Schau Dir die Formulierungen im AB genau an (Betroffener?/Zeuge?)...


[ Nach oben ]

Zu: Motorrad.65 km/h zu viel!Was tun?

angehängt von Mr. Unschuldig [Email: Keine]
am 16.09.02 15:25

ok, daß hab ich.. Aber kommt es wirklich vor, daß der Halter eines Fahrzeuges als Zeuge auftreten muß? Wohl eher nein, da die Polizei denn Halter wohl erstmal als Betroffenen hinstellt u. da kann ich ja die Aussage verweigern. Oder kann die Polizei die Tatsachen handhaben wie`s Ihr gerade paßt???


[ Nach oben ]

Zu: Motorrad.65 km/h zu viel!Was tun?

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 16.09.02 16:26

Also 12 bis 18 Monate Fahrtenbuch halte ich für übertrieben. Ich durfte nach einem +54 Verstoß 6 Monate Fahrtenbuch führen (Nicht weiter wild, weil es das "Winterauto" getroffen hat *g*)!
Wenn du im Winter nicht Mopped fährst, kann die das FB egal sein...;-)

Grobi


[ Nach oben ]

65 km/h zu viel!

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 16.09.02 19:31

Irgendwie widert mich die Kaltschnäuzigkeit an, mit der hier über einen Verstoß, der nun wirklich jenseits von Gut und Böse liegt, diskutiert wird bzw. Tipps gegeben werden, wie man der Verfolgung am besten auskommt.

Bitte bedenken: bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 40 km/h ist die Überlebenschance eines "getroffenen" Fußgängers fast gleich Null. Und bei 135 km/h ist der Reaktionsweg derart lang, dass die Gefahr, mit voller Geschwindigkeit einen Fußgänger anzufahren, bei 100 % liegt, wenn dieser überraschend die Fahrbahn betritt oder zu spät wahrgenommen wird. Der Motorradfahrer sieht in solch einem Fall regelmäßig hinterher auch nicht mehr gut aus.

Und: wer möchte sich ein Leben lang deswegen Vorwürfe machen wollen?


[ Nach oben ]

Zu: Motorrad.65 km/h zu viel!Was tun?

angehängt von Mr. Unschuldig [Email: Keine]
am 16.09.02 23:48

Was hat ein Fußgänger auf einer Bundesstraße verloren, noch dazu in falscher Laufrichtung... Möge einer schlau drauß werden, warum auf einer geraden, mitten in der Wildnis liegenden B.. das Tempolimit auf 70 begrenzt wird. Sicherlich kein Unfallschwerpunkt sondern reine Abzocke, wenn für 100 m extra auf 70 heruntergebremst werden muß.


[ Nach oben ]

Abzocke...

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 17.09.02 19:58

...darf kein Grund für eine Verkehrsmaßnahme sein (siehe § 45 StVO). Frag doch lieber mal bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde (Landratsamt o.ä) nach, warum dort 70 gilt. Ohne Grund werden solche Maßnahmen nicht angeordnet.


[ Nach oben ]

Zu: Motorrad.65 km/h zu viel!Was tun?

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 19.09.02 16:10

Eventuell wurden die 70 wegen "Luftreinhaltung" oder "Lärmschutz" angeordnet; es könnte sich auch um eine Gefahrenstelle durch häufige Krötenwanderungen handeln...

Grobi...*prust*


[ Nach oben ]

Kröten...

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 19.09.02 18:58

...wandern im März, nicht im August/September:-)).


[ Nach oben ]

Zu: Motorrad.65 km/h zu viel!Was tun?

angehängt von Bert [Email: Keine]
am 03.10.02 11:00

Hallo, vor einigen Jahren fuhr bei uns in der Nähe ein Motorradfahrer auf einer Landstrasse ohne Geschwindigkeitsbegrenzung mit etwa 150 km/h. Die Strasse war auf etwa 2 km gerade und gut übersehbar. Ein Fahrradfahrer kreuzte die Strasse. Ob er den Motorradfahrer übersehen hat oder seine Geschwindigkeit falsch eingeschätzt hat ist nicht bekannt. Der Motorradfahrer war sofort tot, der Fahrradfahrer verstarb nach 30 Minuten an der Unfallstelle. Beide haben Frau und Kinder zurückgelassen. Wenn schon gerast werden muß, besorgt euch wenigstens einen Organspendeausweis.

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]


 
Werbung:
 

Foren-Archiv: Weitergehende Informationen
Weitere Infos ...
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Fahrerlaubnis- oder Verkehrsrecht? Sie suchen sach- und fachkundigen Rat? Kein Problem, stellen Sie doch einfach Ihre Frage(n) in den Verkehrsportal-Foren...
Foren-Archiv Sitemap ...
Sitemap der Archiv-Jahrgänge: 2003 | 2002 | 2001 | 2000; Bei Klick öffnet sich ein separates Fenster mit der kompletten Themenliste eines Jahrganges. Vorsicht: Die Dateien haben eine jeweilige Größe von bis zu 300 KBytes!
 




 >>  Anwaltssuche im Strafzettel-Netzwerk