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Augenärtzliches Gutachten

hinzugefügt von Sascha [Kontakt]
am 08.01.01 20:49

Hallo, ich habe vor ein paar Jahren ein solches Augenärtzliches Gutachten erhalten (mit Ach und Krach) und durfte dann meinen Führerschein machen. Meine Frage ist: Kann mir dieses Gutachten durch einen Arzt entzogen werden bzw. damit der Führerschein streitig gemacht werden oder ist dieser nicht dazu berechtigt - auch wenn die Sollwerte der Sehkraft nicht erfüllt sind? Gruss Sascha


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Zu: Augenärtzliches Gutachten

angehängt von Rotti (Email-Adresse unbekannt)
am 09.01.01 01:00

Meine Meinung ist: Ja, sie können es.
Wenn festgestellt wird, das die Fahreignung nicht mehr gegeben ist, sind sie dazu berechtigt.
Gruß
Rotti


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Zu: Augenärtzliches Gutachten

angehängt von Nomos (Email-Adresse unbekannt)
am 09.01.01 11:30

Hallo Sascha,

wir müssen da ein paar Dinge auseinanderhalten. Die Führerscheinstelle hat bei Dir offenbar vor Ausstellung der Fahrerlaubnis ein augenärztliches Gutachten angefordert, und nachdem dies (noch) positiv ausgefallen ist, hat sie die Fahrerlaubnis erteilt. Damit ist der Fall erstmal abgeschlossen. Weiteres kann (bzw. darf) die Fahrerlaubnisbehörde erst dann wieder unternehmen, wenn ihr bekannt wird, daß bei Dir offenbar die Eignung zum sicheren Führen von Kfz gesundheitsbedingt nicht mehr gegeben ist. Entsprechende Gründe müssen jedoch "aktenkundig" sein, z.B. wenn sich in einem Straf- oder Bußgeldverfahren ergibt, daß solche Probleme offenbar eine Rolle gespielt haben. Nach "Lust und Laune" kann die Führerscheinstelle keine Begutachtung anordnen. Periodische Sehtests sind in Deutschland derzeit auch nicht vorgesehen, zumindest nicht bei den üblichen Führerscheinklassen.

Bleibt die theoretische Möglichkeit, daß ein Arzt der Führerscheinstelle eine entsprechende Mitteilung zukommen läßt. Das verbietet jedoch in weitem Umfang die ärztliche Schweigepflicht. Gerade bei älteren Leuten kommt für Ärzte dann noch das Problem hinzu, daß sie im Falle einer solchen Meldung (so sie denn überhaupt erlaubt ist) den Betreffenden höchstwahrscheinlich als Patienten und damit Einnahmequelle vergessen können. Falls Du dabei Bedenken hast, würde ich vor einer Untersuchung oder Behandlung den Arzt über den Umfang seiner Schweigepflicht und die Möglichkeit einer Datenweitergabe an Behörden befragen, ich kenne mich da nicht mit Details aus.

Du solltest allerdings auch an eines denken: wenn man weiß, daß man ein Problem hat, muß man auch dafür sorgen, daß es nicht zum Problem für andere werden kann. Es gibt leider viele tragische Fälle, wo gerade ältere Fahrer mit schon eingeschränktem Seh- und Hörvermögen z.B. einen Motorradfahrer förmlich über den Haufen fahren und dann hinterher nur noch sagen können, sie hätten den "doch gar nicht gesehen" - was wohl glaubhaft ist. Die ständige Selbstkontrolle der eigenen Fähigkeiten sollte deshalb selbstverständlich sein, auch wenn nicht der Gesetzgeber mit dem Knüppel dahintersteht.

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