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Frage zu Nutzungsausfall

hinzugefügt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 21.11.02 16:38

Guden,

im Gutachten steht: "Die Herstellung der Betriebs- und Verkehrssicherheit des Fahrzeuges kann mit wirtschaftlichen Mitteln nicht vorgenommen werden."

Sehe ich das richtig, daß ich dann ab dem Tag des Unfalls, an dem mein armer Twingo "Verkehrsunsicher" wurde Nutzjngsausfallentschädigung (Twingo ~ 27 € am Tag) verlangen kann?
Und: Gibt es da eine Höchstgrenze? Die gegn. Versicherung will auf die Entscheidung zum Bußgeldbescheid aus Kassel warten (dort wird das Verfahren gg mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingestellt und dem Unfallgegner die Alleinschuld gegeben) und das kann noch lange dauern. Bekomme ich dann echt 27 € am Tag, bis das Fahrzeug repariert ist?

Gruß,
Ralf


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Zu: Frage zu Nutzungsausfall

angehängt von RA Goetz Grunert [Kontakt]
am 21.11.02 17:28

Allgemein hat der Geschädigte nach einem Verkehrsunfall den Schaden nach Möglichkeit gering zu halten, sog. "Schadensminderungspflicht".

Wenn die Fahrtauglichkeit eines Fahrzeugs mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand nicht wieder hergestellt werden kann, liegt ein Totalschaden vor, sog. "wirtschaftlicher Totalschaden".

"Nutzungsausfallentschädigung" wird max. für die Dauer der Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs gewährt, in der Regel also für zwei bis drei Wochen.

Website: http://www.strafzettel.de


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Zu: Frage zu Nutzungsausfall

angehängt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 21.11.02 21:04

Guden,

der Wagen ist etwa 4800 € wert, das Gutachten geht von 2500 € Reparaturkosten aus.

Er ist in seinem aktuellen Zustand jedoch nicht verkehrssicher, so daß ich ihn nicht nutzen kann.
Ich habe den Passus im Gutachten so verstanden, daß es keine Möglichkeit gibt, den Wagen mit vertretbaren Mitteln wieder bis zur endgültigen Reparatur verkehrssicher zu machen.

Oder was oder wie?

Gerne halte ich die Kosten so gering wie möglich.
Ich hätte die Angelegenheit ja binnen 2 Tage geregelt, aber die gegn. Versicherung will erst Kassel abwarten ob mich nicht doch eine Mitschuld trifft...

Ist die Versicherung nicht selbst schuld, wenn sie die Reparatur so lange rausschiebt? Von einem "armen mittellosen" Student kann man sicher nicht erwarten, daß er die 2,5k vorschießt!


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Zu: Frage zu Nutzungsausfall

angehängt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 21.11.02 21:18

Habs!

Etwas vorher steht:
"Die zu erwartenden Reparaturkosten sind geringer als der Wiederbeschaffungswert. Daher kann das Fahrzeug zur Reparatur freigegeben werden. Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, sollte die Reparatur sofort begonnen werden. Hier wird auf die Schadenminderungspflicht des Antragstellers hingewiesen"

Na also! ICH will lieber jetz als gleich meinen Twingo zur Werkstatt bringen. Busfahren ect is nicht mein Ding. Aber ich kann es mir eben nicht leisten, so das ich auf das OK der Versicherung angewiesen bin!

Und da setzt dann meine Frage an:
Da die Versicherung ja so lahmt, bekomme ich dann 27 € am Tag ab Datum des Unfalls?
Und bekomme ich auch Nutzungsausfall, wenn es nicht 100/o sondern 80/20 (Betriebsgefahr) ausgeht?
Wobei, was heißt hier Betriebsgefahr?? Wenn der Trottel nicht so doof überholt hätte UND dann auch noch zu früh rüber gezogen wäre.... Das kann ich ja echt nicht verhindern!


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???

angehängt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 24.11.02 13:25

Oder vielleicht garnix?


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Zu: Frage zu Nutzungsausfall

angehängt von Carsten [Kontakt]
am 24.11.02 18:37

Okay, langsam wird's knifflig. Es handelt sich um einen Reparaturschaden, und wegen der Schadenminderungspflicht müssten Sie eigentlich alles tun, um eine Reparatur in die Wege zu leiten, also z. B. Ihren Dispo in Anspruch nehmen oder einen Kredit aufnehmen. Die dabei entstehenden Kosten (nachgewiesen) müsste dann auch die Versicherung des Unfallgegners tragen. Für die Dauer der Reparatur können Sie dann auch Nutzungsausfall beanspruchen, am besten von der Werkstatt Fahrzeugannahme und -rückgabe auf der Rechnung vermerken lassen. Was aber, wenn Sie als Student keinen ausreichenden Dispo haben oder Kredit bekommen. Dann sollten Sie sich darüber eine Bestätigung der Bank holen und der Versicherung mitteilen, dass sie für die gesamte Zeit Nutzungsausfall beanspruchen. Entweder der Versicherer macht nichts (Dann klappert jeden Tag bis zur erfolgten Reparatur mehr NA-Entschädigung in Ihrem Sparschwein.) oder - das sollten Sie fordern - der Versicherer leistet Vorschuss (mit Rückforderungsvorbehalt) des gesamten Reparaturbetrags bzw. erklärt zunächst Reparaturkostenübernahme. Machen Sie Druck. Täglich, auch bei den Abteilungsleitern. Ist eigentlich bedauerlich, aber die meisten Schadenabteilungen sind derzeit so dünn besetzt (Kostenersparniss), dass der sein Geld bekommt, der am lautesten und penetrantesten schreit. Ach so, wenn Sie eine Mitschuld trifft, wird die anteilig vom Nutzungsausfall und allen anderen Schadenpositionen abgezogen. Viel Glück Carsten


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Zu: Frage zu Nutzungsausfall

angehängt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 24.11.02 21:13

Guden,

ich habe ein "Studentenkonto" bei der Dresdner, aber keinen Dispo-Rahmen. 1) Wofür, 2) und mit welchem Einkommen sollte ich das rechtfertigen?

Mein Anwalt forderte die gegn. Versicherung sofort auf, die Betrag (Rep. lt. Gutachten, Wertmin.,Gutacht.kost., Ausl.pausch. und Nutzungsausfall (noch offen) ) umgehend zu zahlen, damit der Wagen schnellsmöglich repariert werden kann.

Jetzt hat die Versicherung noch bis Montag Zeit, zu zahlen oder sich zu äußern. Bis jetzt kam aber noch GARNIX. Nichtmal ein Brief, sie würden die Sache bearbeiten. Meiner Meinung nach trödeln die da auf meine Kosten!

Muß ich der Versicherung explizit erklären, daß ich keinen Dispo nehme/bekomme? Aus dem Schreiben an die Vers. geht ja schon hervor, daß ich das Geld schnellstmöglich zur Reparatur brauche.

Sollte jetzt am Montag keine "Reparaturkosten-Übernahme-Erklärung" vorliegen, habe ich selbst mit einem Vorschuß (so denn einer kommt) ein Problem: Damit kann ich mir die Reparatur immer noch nicht leisten...

Meiner Meinung nach müßten sie ALLES (unter Vorbehalt) zahlen und ich kann dann den Wagen reparieren lassen. Sollte dann eine Teilschuld meinerseits festgestellt werden (dann zweifle ich an der Rechtsstaatlichkeit der BRD *g*), kann die Vers. ja immer noch zurück verlangen.

Und was ist mit den Tagen nach dem Unfall, bis die Versicherungen gearbeitet haben? Da sind ja jetzt auch schon 20 Tage vergangen, ohne das jmd anderes außer meiner Wenigkeit etwas getan hat.

Ich habe wirklich Probleme mit der Vorstellung, mir einen Kredit nehmen zu müssen weil ein anderer mein Auto kaputt gemacht hat! Das mag bei einem Arbeitnehmer mit gereg. Einkommen möglich sein, sicher nicht für mich als Student ohne Einkommen. Das "Teilschuldrisiko" ist mir nach der Schwachsinns-Reform im Sommer (Stichwort Höhere Gewalt) deutlich zu groß!

Da es mir gewaltig stinkt, daß die Vers. so lange braucht bis sie sich überhaupt mal äußert (vom bezahlen will ich garnicht erst reden), bin ich mitlerweile sehr auf die 27 €/Tag aus. Wenn ich nicht das StudiTicket hätte, würde ich schließlich einen Mietwagen nehmen und den auch seit 20 Tagen nutzen...
Schadenminderungspflicht gilt auch für die gegn. Versicherung!! Und wenn ich jetzt zum Busfahren verurteilt bin ist das ein gewaltiger Schaden! Zur Uni brauche ich jetzt keine 15-20 Minuten mehr, ich brauche 1,5 STUNDEN! Das ist bei bis zu 8h Vorlesung, Übung, Seminar am Tag nicht schön!

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