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Pakistanische FE, Klappe die 2.

hinzugefügt von martin690 [Email: Keine]
am 30.01.03 21:03

Nachtrag zu pakistanischer FE: A gibt weiter an, dass seine pak. FE in Portugal erst nach 2 Jahren umgeschrieben werden muss. Gilt für Portugal aber nicht die EU-Regel von einem Jahr? Dürfte Portugal von dieser 1-Jahres-Regel abweichen? Müsste die Führerscheinstelle in Lissabon darüber informiert werden, wenn es die 2-Jahres-Regel nicht gibt, dass A seine pak. FE umtauschen müsste. Gilt die dann nicht umgetauschte pak. FE in Deutschland? Obrigado!


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Zu: Pakistanische FE, Klappe die 2.

angehängt von D. Perenda [Email: Keine]
am 30.01.03 23:35

Hi,

eine EU-Regel von einem Jahr ?? Nie davon gehört. Wie dem auch sei. Ob A sich in Portugal möglicherweise strafbar gemacht hat, kann höchstens von portugiesischen Fachleuten beantwortet werden. Für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ist in dem vorliegenden Fall die IntKfzVO einschlägig :

§4: Ausländische Fahrerlaubnis, Internationaler Führerschein

(1) Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis dürfen im Umfang ihrer Berechtigung im Inland Kraftfahrzeuge führen, wenn sie hier keinen ordentlichen Wohnsitz im Sinne des § 7 der Fahrerlaubnis-Verordnung haben(...)
(...)Begründet der Inhaber einer in einem anderen Staat erteilten Fahrerlaubnis einen ordentlichen Wohnsitz im Inland, besteht die Berechtigung noch sechs Monate.

(2) Die Fahrerlaubnis ist durch einen gültigen nationalen oder internationalen Führerschein (Artikel 7 und Anlage E des Internationalen Abkommens über Kraftfahrzeugverkehr vom 24. April 1926 - RGBl. 1930 II S. 1234 -, Artikel 41 und Anhang 7 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968 - BGBl. 1977 II S. 809 - oder Artikel 24 und Anlage 10 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 19. September 1949 - Vertragstexte der Vereinten Nationen 1552 S. 22 -) nachzuweisen. Ausländische nationale Führerscheine, die nicht in deutscher Sprache abgefaßt sind, die nicht in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ausgestellt worden sind oder die nicht dem Anhang 6 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968 entsprechen, müssen mit einer Übersetzung verbunden sein, es sei denn, die Bundesrepublik Deutschland hat auf das Mitführen der Übersetzung verzichtet. Für die Erstellung der Übersetzung gilt § 1 Abs. 3 Satz 1 entsprechend.

(...)

Ergebnis : Die pakistanische Fahrerlaubnis ist in Deutschland anzuerkennen. Ob sie auch in Portugal (dort hat ja A seinen ord. Wohnsitz) zum Fahren berechtigt, kann nur durch eine amtliche Stelle in Portugal beurteilt werden. Oder gibt es vielleicht eine Partner-Site www.verkehrsportalao.pt ? :))


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El Guru Perendinho :-))))

angehängt von Rolf Tjardes (Webmaster) [Kontakt]
am 31.01.03 05:48

>[Zitat:] "Oder gibt es vielleicht eine Partner-Site www.verkehrsportalao.pt ? :))"

Du kannst Fragen stellen, "El Guru Perendinho" :-)))

Website: http://www.verkehrsportal.de


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Zu: Pakistanische FE, Klappe die 3.

angehängt von martin690 [Email: Keine]
am 31.01.03 16:03

@ D. Ferenda Danke für den Beitrag. Irgendwie ist das unbefriedigend. Der A bräuchte seine pakistanische FE niemals zu tauschen, wenn er, außerhalb Portugals, nur in der restlichen EU fährt. A kann dann in den anderen EU-Ländern immer sagen, er habe einen portugiesischen Wohnsitz und muss noch nicht tauschen. Gibt es dort keine EU-Angleichung der Umtauschfristen? Die Krümmung der Bananen ist doch schon in einer VO geregelt. Wie sind eigentlich die Umtauschfristen in den anderen EU-Staaten? (Wenn es sie dort gibt) Danke


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Zu: Pakistanische FE, Klappe die 2.

angehängt von D. Perenda [Email: Keine]
am 31.01.03 19:00

... und was ist mit den vielen B's, die ihren ordentlichen Wohnsitz seit 10 Jahren in Deutschland haben und ihren polnischen, türkischen oder pakistanischen Führerschein hier nie umgeschrieben haben ? Warum sollen die ihre Führerscheine nicht ausserhalb Deutschlands nutzen dürfen ? Sind ihre Führerscheine in den Ausstellungsstaaten noch gültig, so werden sie nach internationalem Recht im internationalen Straßenverkehr zum Fahren berechtigen.

Anderes Beispiel : Der deutsche Auswanderer in Paraguay mit seinem schönen, alten, grauen Führerschein entschließt sich, seinen Bruder in New York oder seine Schwester in Berlin zu besuchen. Warum sollte die "guta, alte deutsche Fahrerlaubnis" in New York oder Berlin nicht mehr gültig sein ? Nur weil er in Paraguay vielleicht schon vor Jahren hätte umschreiben müssen ? Wie würde der New Yorker Polizist reagieren ? Würde er erst in der Polizeikommanndantur in Paraguay und dann bei Rolf in Berlin anrufen, um zu klären, ob der deutsche Führerschein nach dem Wegzug aus Deutschland seine Gültigkeit verloren hat ?

Und was würde der New Yorker Polizist tun, wenn er von Rolf hört, dass so ein deutscher Führerschein i.d.R. ein Leben lang gilt ? Ich denke, er hat in der Bronx Besseres zu tun, als deutschen Touristen eine Straftat aus dem Fahrerlaubnisbereich nachweisen zu wollen. Sofern sich B. aber dann zum Bleiben in New York entschließen sollte, hätte der Polizist bessere Karten. Dann bräuchte er sich weder um paraguayanisches noch um deutsches Recht kümmern, sondern könnte nach dem ihm vertrauten Recht des Staates New York verfahren.

Lange Rede kurzer Sinn: Solange es 200 Staaten auf der Welt gibt, so lange wird es 200 unterschiedliche Rechtssysteme geben. Es kann keinem Polizisten (oder Führerscheinstellenmitarbeiter) zugemutet werden, die Gesetze aller 200 Länder zu kennen und im Bedarfsfall Weltpolizist zu spielen :)

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