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Unfall

hinzugefügt von Thomas [Kontakt]
am 09.02.03 17:45

Neulich habe ich mal wieder eine Autotür auf der Strasse liegen sehen. Die Tür würde unachtsam aufgerissen, das vorbeifahrende Auto hat sie "mitgenommen". Wer trägt eigentlich bei so einem Schaden die Kosten? Der der die Tür aufreißt ohne ausreichend den fließenden Verkehr zu beobachten oder derjenige der ja offensichtlich den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat, was therotisch zwar aber praktisch in den Städten nie richtig gemacht werden kann?


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Zu: Unfall

angehängt von Thomas [Email: Keine]
am 11.02.03 09:29

Hat niemand einen Lösungsvorschlag?


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Zu: Unfall

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 11.02.03 09:50

Hallo,

meines Wissens hat derjenige die Sorgfaltspflicht, der die Tür aufmachen will.
Er muss sich VORHER vergewissern, ob er das gefahrlos tun kann.

Gruß HeLi


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Seitenabstand

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 11.02.03 11:30

Vom Grundsatz her ist HeLi zuzustimmen. Jedoch hat auch der Vorbeifahrende an haltenden Kraftfahrzeugen für einen ausreichenden Seitenabstand zu sorgen. Im Zweifelsfall ist der Seitenabstand groß zu nehmen oder zu warten. Kann das haltende Fahrzeug besetzt sein, ist ein etwaiges Türöffnen zu berücksichtigen (BGH DAR 81 148). 35 cm bei 50 km/h sind dann zu wenig (BGH VRS 11 249). Die endgültige Beurteilung hat sich jedoch immer am konkreten Einzelfall zu orientieren.


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Zu: Unfall

angehängt von Muffy [Kontakt]
am 11.02.03 11:38

Vermutlich bekommen werden beide auf ihrem Schaden sitzen bleiben, da sich beide nicht korrekt verhalten haben. 1.)Abstand zu parkenden Fahrzeugen mind. 1m. Kann dieser Abstand nicht eingehalten werden, muß die Geschwindigkeit verringert werden. 2.) Tür darf nur geöffnet werden, wenn eine Gefährdung oder Schädigung dritter ausgeschlossen ist.


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Zu: Unfall

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 12.02.03 00:11

>[Zitat:] "Abstand zu parkenden Fahrzeugen mind. 1m"

Da freuen sich dann immer die hinter mir fahrenden Autofahrer, wenn ich das als Fahrradfahrer einhalte.
Und wenn diese mich überholen wollen, müssten sie ihrerseits einen nicht unerheblichen seitlichen Abstand zu meinem Radl einhalten.
Im Normalfall ist Überholen da gar nicht möglich. Aber wer hält sich daran?
Erst, wenn's gekracht hat, ist die vermeintlich gewonnene Zeit durch riskante Manöver schnell dahin.

Gruß HeLi


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Zu: Unfall

angehängt von Thomas [Kontakt]
am 14.02.03 11:03

Das heißt doch im Klartext. In Städten (nehme hier z. B. Stuttgart) ist Autofahren laut Straßenverkehrsordnung nicht mehr möglich, da ein Abstand von 1 m nicht zu realisieren ist


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Überspitzt

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 14.02.03 13:35

So überspitzt darf man es nicht sehen. Eine Rolle spielt der Abstand in der Regel doch nur dann, wenn es gekracht hat. Im Klartext bedeuten doch die gerichtlichen Anforderungen nichts Anderes, als dass der Vorbeifahrende, wenn er den notwendigen Sicherheitsabstand nicht einhalten kann oder will, dies mit erhöhter Vorsicht zu tun hat. Kommt es zu einem Unfall, muss er sich eine Mitschuld zurechnen lassen.


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nein

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 16.02.03 03:38

>[Zitat:] "Im Klartext bedeuten doch die gerichtlichen Anforderungen nichts Anderes, als dass (...)"

Nein, das bedeutet es nicht.
Nicht erst wenn's gekracht hat, ist festzustellen, dass der Sicherheitsabstand zu gering war.
Wer mich auf meinem Rad mit einem Seitenabstand von einer Hand breit überholt (auch ohne mich dabei umzunieten), darf damit rechnen, dass sein lebensgefährdendes Verhalten geahndet wird.
Wäre dem nicht so, wird der "Vorbeifahrende" beim nächsten Mal möglicherweise mit einem Seitenabstand von zwei Finger breit "vorbei fahren" und bei einem weiteren Mal kracht's dann und erwischt möglicherweise - seid mir nicht böse - ein Kind.
Nein, der Seitenabstand ist dazu da, dass er eingehalten wird und zwar aus Gründen der Sicherheit und nicht deshalb, damit eine Teilschuld geklärt werden kann, erst wenn's gekracht hat!

Gruß HeLi


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Zu: Unfall

angehängt von Thomas [Email: Keine]
am 16.02.03 12:56

Also ist es doch nicht überspitzt wenn ich sage, dass in Grossstädten ein geregelter Autoverkehr laut Staßenverkehrsordnung nicht mehr möglich ist!


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Zu: Unfall

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 16.02.03 14:15

Was spräche denn dagegen dem Türaufmacher, der unversehns die Tür öffnet, die ganze Schuld zu geben?
Analog könnte man dem Autofahrer, der einen schon Ausgestiegenen umfährt, die ganze Schuld geben...
Kann mir auch nicht vorstellen, dass es bei eindeutigen Fällen nicht so gehandhabt wird.

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