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Alkoholfahrt mit Unfall

hinzugefügt von Bernd [Kontakt]
am 23.02.01 17:44

wie auch immer mir das passieren konnte, ich bin unter Alkoholeinfluß gefahren ( Atemmessung nach Aussage der Polizei ca 1,6 Promiile ) und auf einen größeren Unfall zwei LKW 1 Transporter aufgefahren. Ich fahre sonst nie unter Alkoholeinfluss und habe keine Punkte in Flensburg. Ich fahre seit 21 Jahren Auto. Die Polizei sagte mir ich müsse mit 1,5 Monatsgehältern und 12 Monaten Fahrverbot rechnen. Passt das in etwa oder kommt noch mehr auf mich zu? Führerschein neu machen MPU oder ähnliches. Ich bin übrigens glücklich das niemand verletzt wurde und bereue diese Tat inständig. ( Ich weiß das ist nicht relevant aber ich wollte es gesagt haben )


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Zu: Alkoholfahrt mit Unfall

angehängt von Nomos (Email-Adresse unbekannt)
am 23.02.01 19:38

Hallo,

bei einem Tatvorwurf dieses Kalibers zunächst der wichtigste Rat vorweg: keinerlei vorschnelle Erklärungen irgendwelcher Art gegenüber Polizei oder Behörden, sondern sofort zu einem Anwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt Verkehrs(straf)recht und dort alle Karten offen auf den Tisch gelegt. Dann kannst Du im einzelnen weitersehen.

Was Dir die Polizei vor Ort gesagt hat, ist letztlich irrelevant und nicht mehr als die private Meinung eines Polizisten. Kann so stimmen, braucht aber nicht. Die Polizei hat nach Abschluß der Ermittlungen mit der Sache sowieso nichts mehr zu tun.

Du mußt wahrscheinlich mit einem Entzug Deiner Fahrerlaubnis (weit folgenschwerer als Fahrverbot) rechnen. Der Wert von 1,6 Promille Blutalkohol ist kritisch - lag es darüber, wird die Fahrerlaubnis in der Regel nur nach einer MPU wiedererteilt. Eine erneute Fahrprüfung ist in der Regel nicht nötig, wenn die Entziehung der Fahrerlaubnis nicht länger als zwei Jahre war.

Zu diesem Thema würde ich Dir empfehlen, mal auf der Webpage der Kanzlei Kassing unter "Strafrecht" und "Führerschein" nachzusehen; dort steht gerade zu diesem Thema einiges Aufschlußreiche. Ebenso kannst Du bei RA Grunert reinschauen.


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Zu: Alkoholfahrt Dank und weitere Fragen

angehängt von Bernd (Bernd39@gmx.de)
am 24.02.01 23:11

Zunächst vielen Dank für die Antwort!!! Das ich einen Anwalt einschalten muß ist schon klar. Dazu hab ich nun noch eine Frage. Ich denke es ist sinnvoll einen ortsansässigen Anwalt zu nehmen, der sich mit den gerichtlichen Gepflogenheiten und Menschen auskennt. Nun ist der Unfall auf der Autobahn in Neuss (NE ) passiert. Wohnen tue ich im Bereich Viersen (Vie ). Wo suche ich mir nun den Anwalt aus? Und genau so wichtig, wo und wie finde ich einen richtig guten Anwalt? Danke Bernd


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Zu: Alkoholfahrt Dank und weitere Fragen

angehängt von Nomos (Email-Adresse unbekannt)
am 25.02.01 11:43

Hallo Bernd,

ich fürchte, da werde ich Dir nicht viel weiterhelfen können. Wichtig ist, daß Du vor allem erst einmal jemanden hast, der sich mit allen rechtlichen Aspekten von solchen Dingen auskennt und Dich kompetent beraten kann. Gerade auch, was die Angelegenheiten im Vorfeld einer Entscheidung betrifft. Ich glaube, daß im Vergleich dazu eventuelle Besonderheiten einzelner Gerichte nicht so ins Gewicht fallen. Du mußt vielmehr problemlos Zugang zum Anwalt haben, wenn Klärungs- und Beratungsbedarf besteht. Ist aber nicht mehr als meine persönliche Meinung.

Die Auswahl eines guten Anwalts ist immer so eine Sache. Schau mal im Branchentelefonbuch unter "Rechtsanwälte" und "Tätigkeitsschwerpunkt Verkehrs(straf)recht" nach. Ein garantiertes Qualitätszertifikat ist das natürlich nicht, aber man sollte zumindest annehmen, daß so jemand etwas mehr von der Sache versteht als der Universaljurist, der von der Ehescheidung bis zum Mietsache alles erledigt. Im übrigen ist es durchaus erlaubt, zu Beginn den Anwalt nach seiner Erfahrung mit solchen Fällen zu fragen. Solltest Du den Eindruck bekommen, daß Dein Gesprächspartner fachlich unsicher oder desinteressiert ist, dann suche Dir jemand anderen.

Ach ja, es gibt im Internet auch noch einen Anwalts-Suchservice, siehe Link unten. Kannst Du neben dem Branchentelefonbuch ja auch mal probieren.

Website: http://www.anwaltssuche.de/


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An Nomos ist Dir der Link bekannt?

angehängt von Bernd (Bernd39@gmx.de)
am 25.02.01 20:48

Hallo NOMOS, gut ich denke auch die Dinge lassen mir ja auch nicht ewig Zeit zum Aussuchen. Wär nett wenn Du Dir folgenden Link mal ansehen würdest. Die machen wohl nur Verkehrsrecht. http://www.recht-und-verkehr.de/vorstellung_neu.htm Danke


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Zu: An Nomos ist Dir der Link bekannt?

angehängt von Nomos (Email-Adresse unbekannt)
am 26.02.01 08:56

Ja sicher, dies ist eine andere Möglichkeit. Im Prinzip muß ein Anwalt "alles" beherrschen, aber es ist halt ratsam, sich an jemanden zu wenden, der schwerpunktmäßig auf einem bestimmten Gebiet tätig ist und von daher zumindest mehr Erfahrung haben sollte. Das beste wäre naturgemäß die Empfehlung von jemandem, der dort schon Mandant war. Aber wie Du schon schriebst: wenn man keine solche Empfehlung aus dem Bekanntenkreis hat, kann man auch nicht ewig rumsuchen. Viel Erfolg.


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Zu: Alkoholfahrt mit Unfall

angehängt von das TBS-TEAM (info@tbsdo.de)
am 27.03.01 09:36

es macht Sinn, bei der Höhe der gemessenen Blutalkoholkonzentration einen Verkehrspsychologen zu kontaktieren, der einen im kostenlosen Erstgespräch über die weiteren Folgen aufklärt und Ratschläge zur folgenden MPU gibt. Meist kennt dieser auch einen Verkehrsrechtsanwalt, der zu empfehlen ist. Eins jedoch vorweg: Ab 1.59°/°° ist von der Verwaltungsbehörde eine Fahreignungsbegutachtung (MPU) zu fordern vor Wiedererteilung. Also ab sofort keinen Tropfen Alkohol mehr, Selbsthilfegruppe aufsuchen und Leberwerte alle 6 Wochen vom Hausarzt bestimmen lassen (MCV, GGT, GOT, GPT). Und das wichtigste: SICH INFORMIEREN!!! bei Fragen bitte an das TBS-TEAM wenden.

Website: http://www.tbsdo.de

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