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bevorstehende MPU

hinzugefügt von franz123 [Kontakt]
am 05.03.03 16:28

Hallo allerseits, vor ca einem Jahr habe ich hier kurz nach dem mir der Führerschein entzogen wurde,mich hilfesuchend an die Mitglieder im Forum gewandt,Kurz die Entstehungsgeschichte.: Nach einer Trunkenheitfahrt mit einer BAK von 1,55 wurde mir der FS entzogen.Nun am 11.4. sollte ich in wiedererlangen.Seinerzeit machte man mir große Hoffnung das Aufgrund der Tatsache das ich ein 1. täter war keinerlei Punkte in Flensburg hatte eine MPU wohl kaum in Betracht käme. Heute aber wurde ich eines besseren belehrt. denn ich bekam den Bescheid das eine solche nun doch erforderlich ist. Die Begruendung hier zu lautet: 1,55 bei Abnahme = Rückrechnung 1,6 bei Antritt der Fahrt,sowie kaum Ausfallerscheinungen,welche auf Alkoholmissbrauch schließen lassen. Nun bis dato habe ich jegliche Strafe bedingungslos aktzeptiert, weil ich mir gesagt habe, das ein solches Fehlverhalten eben bestraft werden muss,ich werde mich auch umgehend dieser MPU stellen, aber eben hier zu habe ich ein paar Fragen,Ich lebe in Wuppertal und habe hier die Auswahl zwischen der MPU -GmbH oder dem Tüv Rheinland welches dieser Institute ist empfehlenswert? Wie lange dauert eine solche Prozedur in der Regel bis zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis? Desweiteren möchte ich auf das Thema Vorbereitung auf einen Test eingehen. Oft wird geraten vorbereitet auf den zu erwartenden Fragen des Psychologen anzutreten, Ich für meine Person bin der Meinung das es ausreicht, wenn man für sich selbst ehrlich und offen zu seinen Verfehlungen in der Vergangenheit steht und diese in einem harten gericht für sich selbst aufgearbeitet hat und mit einer wohl für den Rest seines Lebens(bin 56)hieraus seine wohl größte Lehre gezogen hat,das Alkohol und Straßenverkehr strikt von einander zu trennen sind. Ich habe in der Vergangenheit oft schon mal Diskussionen geführt, und meine Position in dieser Form dargelegt, in Hinblick auf eine MPU waren die Diskussionspartner aber immer der Meinung, das diese Argumentation nicht ausreicht und nicht zu einer positiven Bewertung führt,dieses allerdings macht mir Sorgen! kann mir jemand hierzu etwas aussagen der entsprechende Erfahrungwerte hat bei ähnlich gelagerter Situation? ich würde mich gerne über eine Ehrliche Antwort freuen: im voraus besten Dank mfg franz


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Zu: bevorstehende MPU

angehängt von Mendel [Email: Keine]
am 05.03.03 16:45

Wie haben die denn Rückgerechnet? Dürfen die das einfach so?

Wenn du natürlich länger unterwegs warst, ist es klar, dass die zurückrechnen!


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Grenzfall

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 06.03.03 09:05

Tragisch zwar, aber Du bist einer jener Grenzfälle, wo man die Auswirkungen mit voller Härte zu spüren bekommt. Ab 1,6 Promille ist nun einmal eine MPU zwingend vorgeschrieben. Da kommt die FE-Behörde nicht aus.

Bezüglich der Durchführung der MPU wendest Du Dich am zweckmäßigsten an Rottis MPU-Forum.


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Zu: bevorstehende MPU

angehängt von Mendel [Email: Keine]
am 06.03.03 16:04

Was mich etwas verwundert, ist die Tatsache, dass im Strafbefehl anscheindend bei Franz nicht zurückgerechnet wurde, die Fahrerlaubnisbehörde tut dies aber schon! Warum dürfen die das?


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Zu: bevorstehende MPU

angehängt von Rotti (Mpuforum.de) [Kontakt]
am 06.03.03 16:54

hi,
das gericht geht von der tatsählichen (abgenommenden bak) aus, da dies als Beweis gültig ist.

die fs behörde wird bei einem solchen grenzfall meistens gegen den bürger stimmen, da die zeit vom "gefahren sein" bis zur blutentnahme, meist ca. 1 stunde ist. in dieser 1 stunde baut der körper bereits schon alkohol ab (ca. 0,15 prom). somit ist der bürger mit erheblich mehr gefahren als die bak aussagt, in diesem fall ca. 1,7 prom..
mfg
rotti

Website: http://www.mpuforum.de


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Zu: bevorstehende MPU

angehängt von Mendel [Email: Keine]
am 06.03.03 16:56

Ah, verstehe. Also das Gericht ist an das Rückrechnungsverbot gebunden, nicht aber die FSStelle, welche dann rückrechnen darf (->Ersatzstrafrecht ?).

Das ist ja mal wieder toll!


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Zu: bevorstehende MPU

angehängt von Rotti (Mpuforum.de) [Kontakt]
am 06.03.03 17:12

ersatzstrafrech? nee, verwaltungsrecht!!! :-)))

Website: http://www.mpuforum.de


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Zu: bevorstehende MPU

angehängt von Mendel [Email: Keine]
am 06.03.03 17:31

Möchte hier keine Grundsatzdiskussion anfangen, aber ich denke dass ein Sachbearbeiter durch sein Ermessen durchaus in manchen Punten einem Richter gleichzusetzen ist! Bei manchen Grenzfällen kann man eine MPU anordnen, bei manchen nicht....da sollten EINDEUTIGE Richtlinien gefunden werden, auch über die Feststellung der BAK zur Tatzeit.

Ich kann nur sagen, dass ich anscheinend Glück mit meiner Führerscheinstelle gehabt habe (Mainz - Oppenheim), die Sachbearbeiterin scheint, soweit ich dass aus den eMails entnehmen konnte, sehr freundlich und kompetent zu sein.

Gruß,
Mendel.


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Zu: bevorstehende MPU

angehängt von MArk [Email: Keine]
am 09.03.03 11:25

Keine Angst.Das Gericht rechnet auch zurück bzw hoch.Und zwar nicht zu knapp.Bei mir von 1.26 auf 1.55.


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Rückrechnung

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 09.03.03 18:26

Auch Gerichte rechnen zurück. Maßgeblich ist nicht der BAK-Wert zum Zeitpunkt der Blutentnahme, sondern zum Tatzeitpunkt.

Dazwischen können durchaus einige Stunden liegen. In diesem Fall wären ja solche Leute, bei denen sich die Blutentnahme durch äußere Umstände hinauszögert, gegenüber anderen, bei denen die BE unmittelbar nach der Trunkenheitsfahrt folgt, im Vorteil. Und das kann und darf auch aus Gleichbehandlungsgründen nicht sein.


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Zu: bevorstehende MPU

angehängt von Rotti (Mpuforum.de) [Kontakt]
am 09.03.03 19:20

hi,
in den urteilen steht meist " zum zeitpunkt der blutentnahme um 24.00 uhr hatte der angeklagte eine bak von ... und war somit absolut fahruntüchtig." dies ist auch die bak, die der richter sein urteil zu grunde legt.

wenn allerdings durch irgendwelche umstände die bak erst stunden später ermittelt werden konnte, so steht dies meist in dem pol. berichten und die gerichte rechnen hoch. so kann es dann heißen " zu zeitpunkt der blutentn. um 03.00 uhr hatte der fahrer eine bak von ... und war bla, bla...! der zeitpunkt der tat war aber um 00.00 uhr und somit hatte der beklagte mindestens ... bak ! (alle aussagen sinngemäß)
diese umstände hatte ich vergessen zu erwähnen *schäm*.
hier in berlin ist die zeitspanne vom erwischt werden bis zur bak bestimmung max 1 stunde (wenn nichts dazwischen kommt) und somit die gemessende bak beim richter ausschlag gebend (so die aussage eines berliner amtsrichters). in ländlicher gegend kann es nätürlich etwas dauern und somit ist keine genaue messung möglich, also wird zurückgerechnet.
ich habe fertig!
mfg
rotti

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