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Schadenfreiheitsrabatt

hinzugefügt von Uwe [Email: Keine]
am 05.03.03 19:04

Hei!

Hatte März 2001 einen kleinen Parkplatzrempler eingefangen. Meines Erachtens war ich unschuldig (Gegner fuhr auf stehendes Fahrzeug). Die gegnerische Versicherung bot mir 50% Regulierung an. Da mein Schaden gering war und ich keine Lust auf Prozesskostenrisiko hatte, ging ich darauf ein und ließ es gut sein. Erst jetzt, 2 Jahre später bemerkte ich, dass meine Versicherung auch 50% des Fremdschadens reguliert hatte. Damit ist mein jahrelang erarbeiteter SF-Rabatt flöten. Darüber wurde ich nicht informiert, auch nicht, dass überhaupt Ansprüche gestellt wurden.
Ist es so, das bei Teilleistung die andere Versicherung automatisch bei Forderung des Gegners quotelt? Muss mich meine Versicherung darüber informieren, wenn Ansprüche gestellt werden?

Gruß stinksaurer Uwe


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Zu: Schadenfreiheitsrabatt

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 06.03.03 07:42

Wenn gequotelt wird, dann bei beiden. Alles Andere würde keinen Sinn machen; dann wäre es ja keine Quotelung (= Aufteilung des Schadens auf die Betroffenen je nach Grad des Verschuldens).

In der Regel wirst Du als Versicherungsnehmer von Deiner Versicherung benachrichtigt, wenn ein Bagatellschaden reguliert wurde und der Schadensvorgang abgeschlossen ist. Danach hast Du nämlich 4 Wochen Zeit, Dir zu überlegen, ob Du den verauslagten Betrag der Gesellschaft nicht zurückerstattest, um Deinen Rabatt zu retten. Bis zu welchem Betrag sich das lohnt, hängt von der Höhe des SF-Rabatts und der von Dir zu zahlenden Prämie ab. Darüber erteilen die Gesellschaften auf Nachfrage Auskunft; außerdem bietet die Stiftung Warentest auf ihrer Homepage einen Rechner zum Download an, mit dem Du diese Berechnung für eine Vielzahl von Versicherungsgesellschaften selber machen kannst.

Solltest Du von Deiner Versicherung nicht benachrichtigt worden sein, empfinde ich das als schlechten Service, und Du solltest eventuell über einen Versichererwechsel nachdenken.

Ob und wie eine Gesellschaft einen Schaden reguliert, darauf hast Du als Versicherungsnehmer in der Regel so gut wie keinen Einfluss. Mit Abschluss des Versicherungsvertrags gibst Du den Gesellschaften da weitgehende Rechte und Vollmachten, die gelegentlich auch zu Gunsten der Gesellschaft ausgelegt werden. So kann es durchaus sein, dass in einem Zweifelsfall ein Bagatellschaden übernommen wird, weil der mit der Regulierung und einem eventuellen Streitfall verbundene Aufwand und das Prozessrisiko der Gesellschaft zu hoch erscheinen.


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Zu: Schadenfreiheitsrabatt

angehängt von Uwe [Email: Keine]
am 06.03.03 09:39

Hei Peter!

MEIN Schaden war ein Bagatellschaden, der Fremdschaden betrug 2.800 Euro, davon hat meine Versicherung 50% übernommen.
Als ich für meinen Schaden meine 50% akzeptiert hatte, war mir nicht klar, dass der Gegner seinerseits die andere Hälfte für sich in Anspruch nehmen kann. Am Unfallort war auch die Verursacherfrage zu meinen Gunsten unter uns geklärt.
Hätte ich gewusst, dass durch mein Verzicht dem gegnerischen Anspruchsteller die Tür zu seinem Anteil geöffnet worden wäre, dann hätte ich eben meine 100% durchgeboxt. Das ist einfach dämlich und jetzt teuer für mich.
Ich weiss, das ist jetzt eine blöde Frage, aber kann man da gar nichts machen? Bei meinem Versicherungsvertrag ist der Beitrag "eingefroren", d. h. Änderungen in der SF-Klasse werden nicht berücksichtigt. der Vertrag ist aber jetzt ausgelaufen und ich zahle ab sofort das Doppelte. Daher habe ich die Höherstufung erst jetzt bemerken können. Muss mich die Versicherung über so wesentliche Änderungen nicht informieren???

Gruß Uwe


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Nachzahlen

angehängt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 06.03.03 10:38

Du kannst nachfragen ob Du Deiner Versicherung den Betrag den sie geleistet hat nachzahlen kannst.
Ob es sich lohnt mußt Du Dir ausrechnen, dabei helfen dann aber auch die Versicherungen.


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Kleingedrucktes

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 06.03.03 10:38

Der Teufel steckt auch hier im Detail. Zusammen mit dem Versicherungsschein sind Dir seinerzeit die Versicherungsbedingungen und Tarifbestimmungen, das sog. "Kleingedruckte", zugegangen. Dort steht alles drin. Damit ist die Bringschuld der Versicherung erfüllt. Nachlesen musst Du schon selber;-). Aber wer macht sich schon die Mühe, alles nachzulesen geschweige denn zu verstehen? Einfach Pech gehabt!

Ein Versichererwechsel nützt Dir bezüglich der SF-Einstufung vermutlich nichts, da die Versicherer über eine bundesweite Malusdatei die Möglichkeit haben, das "Vorleben" ihres neuen Versicherungsnehmers festzustellen. Darüber hinaus wirst Du ohnehin gefragt, wo Du vorher versichert warst, wenn Du einen SF-Rabatt übertragen bekommen willst.

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