... Foren-Archiv 2000 bis 09/2003; ca. 40.000 Postings

    
... Anzeige im separaten Fenster!

> Rubrik: Archiv
  Seite: ... | Foren-Archiv | ...  ]

 
Tipp:
 >> Hilfe im §§-Dschungel ...
Komplette Übersicht
über alle Foren oder
Beiträge (24 Std.)
Dieses Foren-Archiv wird betreut
durch Administrator: Rolf Tjardes :-)
 


[ Foren-Archiv | Neue Beiträge | Beitrag hinzufügen ]

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]

 
 Suche auch ähnliche Worte | Erweitert

Hinweis: Neue Foren-Software Online! Am 23.09.2003 wurde dieses Board abgeschaltet. Bitte nutzen Sie ab sofort das neue Forum für Ihre Beiträge. Vielen Dank. Zum neuen Forum: Hier klicken :-)

Eingemündet - Schuld od. Unschuld

hinzugefügt von Temmel [Kontakt]
am 11.03.03 22:44

Hallo!

Sachverhalt:

Ich wollte von einem Mittelinselparkplatz auf die linke Spur einer dreispurigen Straße einbiegen. Ich wartete bis die Spur frei war und fuhr dann wie geplant auf die linke Spur. Nach ca. 6-9 Metern auf der Spur überholte mich rechts ein Fahrzeug, wechselte auf meine Spur und kollidierte dabei mit meinem Wagen. Jetzt habe ich einen Strafzetttel, weil ich angeblich die Vorfahrt mißachtet und dabei einen Unfall produziert habe.

Frage:

1. Nach wieviel Metern ist man auf einer Straße sicher und gilt nicht mehr als einmündendes Fahrzeug?

2. Kann man dagegen vorgehen?

Vielen Dank

Temmel


[ Nach oben ]

Zu: Eingemündet - Schuld od. Unschuld

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 12.03.03 08:26

Dir wird wohl ein Verstoß u.a. gegen § 10 StVO zur Last gelegt. Danach hat der fließende Verkehr gegenüber dem Verkehr, der z.B. von einem Parkplatz einfährt, Vorrang. Nach Deiner Schilderung befandest Du Dich noch beim Einfahren bzw. unmittelbar danach. Die Frage sollte hier lauten, ob der Unfall für den Dir Nachfolgenden vermeidbar war.

Da es sich um eine dreistreifige Straße handelt, dürfte dort recht zügig gefahren gefahren werden. Hier reichen 8 - 9 m in keinem Fall aus, um dem Nachfolgenden an dem Unfall eine Schuld geben zu können. Das, was Du als Rechtsvorbeifahren und anschließendes Einscheren bezeichnest, wird wohl eher ein Hineinfahren in Deine rechte Fahrzeugseite gewesen sein oder allenfalls ein Ausweichen nach rechts, um einen Auffahrunfall zu vermeiden, mit Rüberziehen nach links, weil möglicherweise auf der mittleren Spur auch Fahrzeuge unterwegs waren.

Ein guter Anwalt könnte evtl. noch eine Teilschuld beim Unfallgegner herausholen; Du wirst jedoch auch in jedem Fall hängenbleiben.


[ Nach oben ]

Zu: Eingemündet - Schuld od. Unschuld

angehängt von O.Leuker [Email: Keine]
am 12.03.03 10:17

Habe da was von Vorfahrt gelesen. Hast Du nun einen Bußgeldbescheid oder eine Verwarnung ? Hinsichtlich Deiner Unfallschilderung ist davon auszugehen, dass Du in den Schutzbereich einer Kreuzung oder Straße mít Vorrang eingefahren bist. Klingt also mehr nach Verstoß gegen § 8 StVO bzw. § 41 (Z.205). War dies so, kannst Du Dir folgendes merken. Geschwindigkeit des Verkehrs auf Vorfahrtsstraße muss erreicht sein, es sei denn, man mußte verkehrsbedingt abbremsen. Bei einem kleinen Kreuzungsbereich kann diese Beschleinigungsphase auch über den eigentlichen Schutzbereich der Kreuzung hinausgehen. D.h. es muß nicht immer in der Kreuzung krachen, um einen Vorfahrts- bzw. Vorrangverstoß begehen zu können. Also, waren VZ aufgestellt ? z.B. Vorfahrt gewähren ! Diese stehen auch auf einer Mittelinsel. Wenn ja, sieht es schlecht für Dich aus. Allerdings kann schadensrechtlich die Vermeidbarkeit des Unfalles zu einigen Prozentpunkten für Dich führen.


[ Nach oben ]

Zu: Eingemündet - Schuld od. Unschuld

angehängt von Temmel [Kontakt]
am 12.03.03 19:34

Danke ersteinmal für die Antworten.

1. Der Wagen mit dem ich kolidiert bin war nicht auf der Spur auf die ich eingemündet bin, sondern auf der mittleren der 3 Spuren und wollte an der 20 Meter später kommenden Ampel links abbiegen. Meine Spur war frei.

2. Er ist mir nicht ausgewichen, sondern hat mich rechts überholt und meinen Wagen mit seinem linken Heck vorne rechts gerammt.


[ Nach oben ]

Zu: Eingemündet - Schuld od. Unschuld

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 13.03.03 07:46

Wenn Du Deine Angaben, so wie Du sie hier gemacht hast, durch Zeugenaussagen belegen oder sonst glaubhaft machen kannst, hast Du gute Chancen, zumindest einen Teil der Schuld auf den Anderen abzuwälzen, da diesem dann ein Fahrstreifenwechsel mit Schädigung zur Last gelegt werden könnte.

Du wirst aber dennoch nach meiner Einschätzung mit dem § 10 StVO hängenbleiben, da der dort verankerte Vorrang des fließenden Verkehrs gegenüber dem aus dem ruhenden Verkehr Einfahrenden in Deiner Situation (ca. 8 - 9 m nach dem Verlassen des Parkplatzes) noch greifen dürfte, und es unerheblich ist, auf welchem Fahrstreifen sich der fließende Verkehr dabei befunden hat.

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]


 
Werbung:
 

Foren-Archiv: Weitergehende Informationen
Weitere Infos ...
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Fahrerlaubnis- oder Verkehrsrecht? Sie suchen sach- und fachkundigen Rat? Kein Problem, stellen Sie doch einfach Ihre Frage(n) in den Verkehrsportal-Foren...
Foren-Archiv Sitemap ...
Sitemap der Archiv-Jahrgänge: 2003 | 2002 | 2001 | 2000; Bei Klick öffnet sich ein separates Fenster mit der kompletten Themenliste eines Jahrganges. Vorsicht: Die Dateien haben eine jeweilige Größe von bis zu 300 KBytes!
 




 >>  Anwaltssuche im Strafzettel-Netzwerk