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"Vordermann" ebenfalls geblitzt

hinzugefügt von Andi [Email: Keine]
am 17.03.03 14:06

Hallo ! Auf zweispuriger Straße wird das vordere Fahrzeug geblitzt, das hintere schert soeben zum Spurwechsel aus. Das hintere Fahrzeug wird noch während des Wechsels auf die rechte Spur ebenfalls geblitzt. Wer "zahlt" ? Beide oder nur der "Vordere" ? Grüße, Andi


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Zu: "Vordermann" ebenfalls geblitzt

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 17.03.03 21:00

Vermutlich keiner! Wenn nicht klar zuzuordnen ist, wer nun die gemessene Geschwindigkeitsüberschreitung begangen hat, wird in solchen Zweifelsfällen das Verfahren eingestellt bzw. gar nicht erst eröffnet.


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Zu: "Vordermann" ebenfalls geblitzt

angehängt von Peter [Email: Keine]
am 18.03.03 07:41

Genau, mir ist es mal in einer 30iger-Zone (Innenstadt) beim Überholen einer Kehrmaschine! passiert, daß uns ein Radarblitz (aus dem Auto) erfaßte, also 2 Fahrzeuge fotografierte. Ich erhielt kein Beweisfoto, weil ein Beweis nicht möglich war.


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Zu: "Vordermann" ebenfalls geblitzt

angehängt von Andi [Email: Keine]
am 18.03.03 09:01

Hallo !

@Peter Lustig:
Das wäre latürnich die perfekte Lösung. Aber wie verhält man sich, wenn man als "Hintermann" zwecks des Verstosses ein Anhörungsformular erhalten hat ?
Verstoß nicht zugeben ? Aus welchen Gründen ?
Nur zur Erläuterung: Warum sollte jemand knapp hinter einem anderen Fahrzeug in einer Linkskurve auf die rechte Spur wechseln ? Es hat zweimal ganz kurz hintereinander geblitzt (aus zeitweise rechts angebrachtem Starenkasten): erst genau bei Beginn des Spurwechsels für den Vordermann (war eindeutig zu schnell), dann nochmal. Fahrzeug befand sich bei Radarblitz fast vollständig auf rechter Spur, mit Front abschließend zu Heckbereich des Vordermanns.
Wenn der Bußgeldbescheid später dennoch erlassen wird, kommen hohe zusätzliche Verwaltungskosten hinzu - wäre nicht das erste Mal. Wenn aber das Verfahren eingestellt wird kostet's weder Punkt noch Bußgeld.

@Peter:
Und ? Mußtest Du zahlen - obwohl kein eindeutiger Beweis vorlag ?

Danke für Eure Antworten.
Grüße, Andi


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Zu: "Vordermann" ebenfalls geblitzt

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 18.03.03 09:10

Wenn sich die Messung eindeutig einem bestimmten Fahrzeug zuordnen lässt, wirst Du keine Chance haben. Das lässt sich jedoch nur im konkreten Einzelfall unter Beiziehung der Beweisunterlagen, ggf. auch anhand eines Gutachtens eines Sachverständigen, zweifelsfrei klären.

Du hast folgende Möglichkeiten: Fahrereigenschaft ableugnen in der Hoffnung, dass das Foto diesbezüglich nicht auswertbar ist, oder zugeben, dass Du gefahren bist und auf die nach Deiner Auffassung zweifelhafte Ausgangssituation hinweisen. Vielleicht funktioniert´s ja;-).

Mit zusätzlichen Kosten ist die Sache nur verbunden, wenn Du unterliegst. Ggf. ist ein Anwalt hilfreich, da er Akteneinsicht verlangen kann.


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@Peter Lustig

angehängt von Andi [Email: Keine]
am 18.03.03 10:10

Hallo Peter !
Danke für die schnelle Antwort.
Zusammengefaßt ziehe ich folgende Konklusion:
Fahrer wird zugegeben, Verstoß nicht. Begründung wird getreu neuer deutscher Rechtsprechung verfaßt, und dann schaun mer mal...
...ob unser Staat nach meinem Anwalt schreit *eg*
Gruß, Andi


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Zu: Anhörungsbogen

angehängt von Andi [Email: Keine]
am 21.03.03 12:21

Hallo !

Wegen dem neuen Thread "Anhörungsbogen an Halter..." sind mir jetzt doch noch Fragen zu obigem Vorfall eingefallen:
Ist es möglich, daß die Behörde sowohl das Beweisfoto des Vorder- als auch des Hintermanns zur Ermittlung des Schuldigen heranzieht ? Daraus könnte je nach Betrachtungsweise eventuell ein Überholvorgang ersichtlich sein.
Ist es daher vermutlich besser, einfach keine Begründung für das Ablehnen der Schuldzuweisung anzugeben ? Ist das überhaupt möglich ? Im Anhörungsbogen heißt es: "Wenn nein, aus welchen Gründen ?"
Wer erhält Einsicht in das bzw. die Beweisfotos, nur ein Rechtsanwalt oder auch der Beschuldigte ? Das Verlangen nach den Fotos könnte man auch als Wissen über einen begangenen Verkehrsverstoß und Versuch des Umgehens der Bestrafung deuten. Verschlechtert dies also die Ausgangslage des Beschuldigten ?

Danke, Schönes Wochenende & Grüße,
Andi


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Fragen

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 21.03.03 14:41

>[Zitat:] "Ist es möglich, daß die Behörde sowohl das Beweisfoto des Vorder- als auch des Hintermanns zur Ermittlung des Schuldigen heranzieht ? Daraus könnte je nach Betrachtungsweise eventuell ein Überholvorgang ersichtlich sein."

Fraglich erscheint, ob hier überhaupt ein 2. Foto existiert. Aus 2 Fotos einen (evtl. verbotswidrigen) Überholvorgang feststellen zu wollen, scheint mir ein wenig zu weit zu gehen. Ein solcher Vorwurf nur anhand der Fotos sollte sich leicht entkräften lassen. Siehe auch diesen Thread.

>[Zitat:] "Ist es daher vermutlich besser, einfach keine Begründung für das Ablehnen der Schuldzuweisung anzugeben ? Ist das überhaupt möglich ? Im Anhörungsbogen heißt es: "Wenn nein, aus welchen Gründen ?""

Du musst keine weiteren Gründe angeben. Es reicht aus und ist zulässig, wenn Du nur "nein" ankreuzt.

>[Zitat:] "Wer erhält Einsicht in das bzw. die Beweisfotos, nur ein Rechtsanwalt oder auch der Beschuldigte ? Das Verlangen nach den Fotos könnte man auch als Wissen über einen begangenen Verkehrsverstoß und Versuch des Umgehens der Bestrafung deuten. Verschlechtert dies also die Ausgangslage des Beschuldigten ? "

Akteneinsicht erhält nur ein Rechtsanwalt. Als Betroffener darfst Du alles (gar nichts sagen, ableugnen, lügen). Gegenüber der Bußgeldbehörde verschlechtert dies die Situation nicht, da hier eine reine Sachentscheidung getroffen werden muss, die auf den vorliegenden Beweisen beruht.


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Zu: Anhörungsbogen beantworten

angehängt von Andi [Email: Keine]
am 25.03.03 13:50

Hallo Peter !

Zunächst Danke für Deine ausführlichen Antworten.
Nun meine letzte Frage:
Ich bin mir leider durchweg bewußt, daß ich die erlaubte Geschwindigkeit überschritten habe - wenn auch nur durch kurze Unaufmerksamkeit für neu aufgestellte Verkehrsschilder auf einer nahezu täglich von mir befahrenen Straße :(
Also: Würdest Du an meiner Stelle eine Begründung angeben, die darauf abzielt, das "Blitzen" des Vordermanns bemerkt zu haben und selber daraufhin zwecks "langsamerer" Geschwindigkeit "endlich die linke Fahrspur geräumt zu haben", oder besser nur "Nein" ankreuzen ?

Nochmals Danke & Grüße,
Andi


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Aussuchen

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 25.03.03 14:01

Mit "Nein" alleine hast Du noch die Chance, dass Du als Fahrer möglicherweise nicht ermittelt wirst, während Du Dich im anderen Fall als solcher zu erkennen geben würdest. Zumindest bei Alternative 2 kommt ein Bußgeldbescheid mit tödlicher Sicherheit. Also such´s Dir aus!


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Zu: Alternative 2

angehängt von Andi [Email: Keine]
am 25.03.03 14:20

Hallo Peter !

Zecks "Fahrereigenschaft" habe ich schlechte Karten. Der Vorfall ereignete sich tagsüber bei besten Witterungsbedingungen und "geblitzt" wurde nahezu frontal.
Meinst Du mit "Alternative 2" (Bußgeldbescheid todsicher) die Angabe einer Begründung ?

Danke & Gruß, Andi


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Alternative 2

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 25.03.03 14:29

Genau. Der Verstoß liegt aber objektiv gesehen vor. Deine im subjektiven Bereich angesiedelte, im übrigen wohl auch kaum stichhaltig belegbare Begründung dürfte Dir nach meiner Einschätzung vermutlich nichts bringen.

Deswegen würde ich die Chance, auch wenn sie noch so klitzeklein ist, ergreifen und mich doch für Alternative 1 entscheiden. Ein Nachteil kann Dir dadurch nicht entstehen (s.o.) Vielleicht klappt´s ja.


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Zu: Anhörungsbogen

angehängt von Andi [Email: Keine]
am 25.03.03 15:13

Hallo Peter !

Natürlich ist meine Auffassung rein subjektiv, und ich bin einfach verärgert über das Aufstellen neuer Verkehrsschilder und Radarmessung noch am darauffolgenden Tag. Die Absicht ist in diesem Fall ziemlich eindeutig, da an der Stelle der Radarmessung und sogar in sehr weitem Umkreis die Fahrbahn auf beiden Seiten durch Mauern begrenzt ist und somit absolut keine Gefahrenstelle gegeben ist. Daher betrug die gefahrene Geschwindigkeit sämtlicher Verkehrsteilnehmer dort auch immer ca. 10 km/h mehr als zulässig. Da nun die zulässige Höchstgeschwindigkeit kurzerhand um 20 km/h gesenkt wurde, und ich nur aufgrund besagter Kenntnis der Fahrstrecke verbunden mit kurzer Unaufmerksamkeit für das neue Verkehrsschild "geblitzt" wurde, möchte ich der Bestrafung entgehen. Es ist also nur ein Versuch eines bisher aufgrund Fahrweise punktelosen und niemals "geblitzten" Fahrers, der "Abzocke" einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Also, danke für Deine Antwort. Ich wähle "Alternative 1", d.h. "Nein" ohne Begründung.

Gruß, Andi


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Nachkarten

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 25.03.03 15:33

Jetzt muss ich doch noch einmal nachkarten. Ich habe grundsätzlich etwas gegen den Vorwurf "Abzocke", der in den meisten Fällen unangebracht ist. Möglicherweise gibt es für die von Dir beanstandete Regelung eine ganz plausible Erklärung. Vielleicht ist die Strecke ein Unfallschwerpunkt, auf der man mit der neuen Regelung versucht, dagegen zu wirken.

Häufig sind solche Stellen für den Kraftfahrer kaum zu erkennen. Wäre die Gefährlichkeit klar erkennbar, sollte man erwarten können, dass jeder verantwortungsbewusste Kraftfahrer dort langsam fährt, und die Beschilderung wäre nicht erforderlich.

Allerdings gibt es auch weitere Gründe für die Anordnung einer derartigen Maßnahme (vgl. § 45 StVO).


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Zu: Vorwurf "Abzocke"

angehängt von Andi [Email: Keine]
am 25.03.03 16:16

Hallo Peter !

Dann muß ich wohl auch nochmals "nachkarten" - schon damit Du mich nicht in falschem Licht stehenläßt.
Also: Unfallschwerpunkt ist gänzlich nicht gegeben - es sei denn, man würde dort Autobahngeschwindigkeit zulassen. Stattdessen könnte die zulässige Geschwindigkeit dort und im Umkreis 100 km/h betragen, und man könnte diese sicherer als auf jeder Landstraße fahren. Ohne nun extra auf jeden Punkt des § 45 STVO einzugehen: es existieren weder Unfallschwerpunkt noch Straßenbauarbeiten noch Straßenschäden noch Wohnbevölkerung usw. Dort ist auch nichts geplant (die Stadt hat kein Geld, baut schon in anderen Stadtteilen wie verrückt und hat diese anderen Maßnahmen geradeso genehmigt bekommen). Wesentlich (!) weiter entfernt befindet sich eine Einmündung mit stattfindenden Fahrspurwechseln. Dort wurde und ist die Höchstgeschindigkeit schon bereits weit vor Erreichen dieser Stelle auf 50 km/h begrenzt - und dies ist meines Erachtens auch richtig so.

Der einzig erkennbare Grund der jetzigen Ausschilderung ist nach meiner Meinung eine sehr naheliegende Polizeiinspektion. Ich nenne das mal "Blitzen vorort".

Und nur zur Erklärung: Ich finde es auch richtig, wenn ein Freund von mir zu nächtlicher Stunde in einer 30er-Zone vor einem Kindergarten geblitzt wurde. Sensibilisierung des Bewußtseins für Gefahrenstellen geht in Ordnung.

Nix für ungut.
Grüße, Andi


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Nachfragen

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 25.03.03 19:41

Was hältst Du denn davon, einfach bei der Straßenverkehrsbehörde oder auch bei der Polizei nachzufragen, warum die Geschwindigkeitsbeschränkung dort eingerichtet wurde? Der von Dir genannte Grund ist in § 45 StVO nicht aufgeführt; damit wäre eine derartige Maßnahme rechtswidrig und müsste von der Aufsichtsbehörde aufgehoben werden. Bitte auch insbesondere noch den Absatz 9 Satz 1 und 2 beachten.


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Zu: Ende der Diskussion

angehängt von Andi [Email: Keine]
am 26.03.03 17:08

Hallo Peter !

Ist okay. Wenn ich wirklich zahlen muß, möchte ich schon wissen, warum die neue Ausschilderung stattgefunden hat. Notfalls tut's laut §45 STVO ja in allen Fällen Absatz (1b) 4.: "zur Erhaltung der Sicherheit oder Ordnung in diesen Bereichen" Q.E.D.
Werde also nach Zugang eines Bußgeldbescheides nachfragen und die Antwort hier posten. Hoffe allerdings immer noch, daß es gar nicht soweit kommt.

Grüße, Andi


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Zu: "Vordermann" ebenfalls geblitzt

angehängt von Jessi [Kontakt]
am 16.04.03 12:12

Hallo Peter, jetzt mal ne andere Frage. Ich bin am Sonntag oder so gefahren, um ne kurve. Die Ampel war vorher rot, ich bin losgefahren, als sie grün wurde. So ca. 100 m wenn überhaupt war ein Auto, und neben mir war auch ein Auto, es hat geblitzt, allerdings weiß ich nicht bei wem es geblitzt hat, kann man bei in dem Sinne sovielen Autos überhaupt noch wissen, wer der Schuldige ist, der silberen Kombi hatte auf jedenfall mehr drauf als ich, da er ja weiter vorne war, und er sowie so schneller fahren mußte, da er sonst nicht auf die Hauptstraße gekommen wäre. LG Jessi

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