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Fahrradunfall mit 1,89 Promille

hinzugefügt von Felix [Email: Keine]
am 31.03.03 22:41

Hallo zusammen. Bei dem schönen Wetter der letzten Tage bot sich eine Radtour (23.03) gerade nur so an, aber...!? Von 12 Uhr bis 19 Uhr 30 km gefahren 2 Biergärten und abends Essen beim Griechen (zusammen 8 Gläser à 0,2 l; völlig OK). Ausklingen des Abend bei Freunden bis 22,30 Uhr und dabei anscheinend so viel Bier getrunken, das dabei 1,89 Promille heraus kam. Ich kam mit meinem Fahrad ca. 150 m weit bis das Heck eines M-Benz (parkend) meine Fahrt stoppte, wobei ich die Heckscheibe mit meiner Stirn zerstörte (rel. Glück gehabt). Ich fuhr zurück und es wurde Polizei und Krankenwagen geordert. Diese brachten mein Gesicht einigermaßen wieder in Ordnung und haben "leider" auch eine Blutprobe entnommen, eben 1,89 Promille. Meinen Führerschein habe ich mittlerweile wieder, aber wie lange noch? Was habe ich zu erwarten? Bei der Polizei habe ich unterschiedliche Aussagen bekommen (bis zur evtl. Einstellung des Verfahren). Ich bin "Ersttäter" und hatte bis dato noch keine Punkte (nach 16 Jahren Führerschein). Was ist mit einer MPU ? Ist hierzu nicht der Verdacht einer Alkoholgewonheit notwendig (Fahrstrecke >500m ohne unsichere Fahrweise)? Da kann in meinem Fall ja wohl nicht die Rede von sein, oder? Ein entsprechendes Blutbild habe ich von mir aus bereits "in Auftrag" gegeben, da ich da recht zuversichtlich bin. Die Ungewissheit macht einen Verrückt. Hat jemand einen Tip?


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Zu: Fahrradunfall mit 1,89 Promille

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 01.04.03 07:30

Da du mit mehr als 1,6 Promille mit einem Fahrzeug am Verkehr teilgenommen hast, wird es höchstwahrscheinlich in nächster Zeit zu einer MPU-Aufforderung durch die FS-Stelle kommen.

>[Zitat:] "Ist hierzu nicht der Verdacht einer Alkoholgewonheit notwendig (Fahrstrecke >500m ohne unsichere Fahrweise)?"

Wenn ich deine Aussage so lese, dann ist gerade bei dir schon eine Alkoholgewohnheit vorhanden. WEr es noch schafft mit 1,89 Promille mit einem Fahrrad ohne unsichere Fahrweise zu fahren hat schon eine gewisse Alkoholgewöhnung.


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Zu: Fahrradunfall mit 1,89 Promille

angehängt von Franticek [Email: Keine]
am 01.04.03 10:14

Das mit dem unsicheren Fahren hat @Felix wohl etwas anders gemeint. Er schrieb ja, dass dieses mehr als 500m ohne Unsicherheit einer Gewoehnung entspricht und dieses 'Fahren ohne Unsicherheit' gerade bei ihm NICHT der Fall war.

@Felix
Was aber durchaus auf eine Alkoholgewohnheit hinweisen koennte, das ist diese Bemerkung, dass 8 Gläser à 0,2 l völlig OK sind. Es gibt Leute, die davon schon sturzbesoffen sind.


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Zu: Fahrradunfall mit 1,89 Promille

angehängt von Ralf_Muc [Email: Keine]
am 07.04.03 01:32

8 x 0,2 während sieben stunden, das ist in der Tat "realtiv normal". AM stück sehe das wohl anders aus. Wenn ich mir denke was am O-Fest getrunken wird, dann dins 70% aller münchner voll-alkoholiker. Man muss das immer etwas realtiv betrachten. Es gilt ja auch , jeden Tag ein glas wein, ist gesund (öffnet die blutgefässe), ist man dadurch ein Alkoholiker? gruss ralf


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Zu: Fahrradunfall mit 1,89 Promille

angehängt von Rotti (Mpuforum.de) [Kontakt]
am 07.04.03 09:54

hi,
von einer hohen alkoholgew. kann man durchaus sprechen da es nicht "normal" ist, mit 1,8 prom. aufs fahrrad zu steigen, 500 m weit zu kommen und erst dann durch einen parkenden pkw gestoppt zu werden.
die mpu ist möglich, da du im stark alkoholisiertem zustand am straßenverkehr teilgenommen und auch einen unfall fahrlässig verursacht hast.
es geht hier nicht um alkoholiker oder nicht weil er in x stunden nur xxx bier getrunken hat. es geht darum, dass er bei freunden soviel getrunken hat, dass am ende seiner radtour er 1,8.. prom hatte und mit einem unfall endete.
mfg
rotti

Website: http://www.mpuforum.de


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Entziehung der Fahrerlaubnis u.a.

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 07.04.03 10:22

Auch wenn der § 69 StGB, der die Entziehung der Fahrerlaubnis im Zusammenhang mit bestimmten Straftaten, u.a. auch Alkohol, nur bei Kraftfahrzeugführern zur Anwendung kommt, stellen die Staatsanwaltschaften regelmäßig bei besoffenen Radfahrern mit mehr als 1,6 Promille einen Antrag auf Entziehung der Fahrerlaubnis, so sie einen Führerschein besitzen. Die Entziehung erfolgt dann auf der Rechtsgrundlage von § 2 StVG, da man - genauso wie beim § 69 StGB - von einer mangelnden Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr ausgeht. Nach Ablauf der Sperrfrist wirst Du dann zur Neuerteilung eine MPU absolvieren müssen.

Strafrechtlich musst Du mit einem Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen § 316, ggf. sogar gegen § 315c StGB rechnen, da diese Bestimmungen von Fahrzeugen sprechen. Bekanntlich ist auch ein Fahrrad ein Fahrzeug.

Um vielleicht noch etwas zu retten, ist die Einschaltung eines Anwalts zu empfehlen.


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Korrektur

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 07.04.03 15:28

Die Rechtsgrundlage für die Entziehung der FE bei einem alkoholisierten Radfahrer ist natürlich § 3 StVG

- bevor mir jemand drauf kommt;-)).

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