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Radfahrer gegen Fußgänger

hinzugefügt von Wimmer [Kontakt]
am 07.04.03 19:01

Ich fuhr mit meinem MountainBike mit ca. 20 km/Std auf einer 4,5 Meter breiten geteerten Straße innerorts. In gleicher Richtung gingen vor mir zwei Personen. Der Mann ging ca. 1m von der rechten Straßenkante, die Frau ca. 3 Meter von der rechten Straßenkante entfernt. Frühzeitig machte ich mich durch Rufen aufmerksam, da ich links an den Fußgängern vorbei fahren wollte. Kurz vor dem Vorbeifahren ging die Frau plötzlich auf die linke Straßenseite und ich machte eine Vollbremsung (Klickpedale)wobei ich mich komplett samt Fahrrad überschlug. Die Fußgängerin wurde nicht verletzt. Bei dem Verkehrsunfall erlitt ich eine Milzruptur die eine Notoperation zur Folge hatte. Ferner erlitt ich eine massive Schulterprellung, eine Knochenabsplitterung an der rechten Hand und eine Nierenquetschung. Insgesamt war ich über 5 Wochen im Krankenhaus. Welche rechtlichen Mittel im Zivilrecht bestehen gegenüber dem Fußgänger? Verkehrsrechtlich wurden beide Unfallbeteiligten von der Polizei einvernommen!


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zu schnell

angehängt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 07.04.03 19:27

"links an den Fußgängern vorbei fahren wollte"
Auf'm Bürgersteig vorbei fahren?

Du warst auf jeden Fall um einiges zu schnell, wenn Du Dich mit dem Rad überschlägst. In dem Fall wirst Du annähernd Null Chancen haben.

Oder habe ich Dich mißverstanden?


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Zu: Radfahrer gegen Fußgänger

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 07.04.03 20:08

Die Fußgänger gingen am rechten Fahrbahnrand und er wollte sie links überholen. Wie kann da ein Gehweg sein? So wie ich das lese wollte er schlicht und ergreifend an den Fußgängern vorbeifahren.


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Zu: Radfahrer gegen Fußgänger

angehängt von Wimmer [Email: Keine]
am 07.04.03 20:25

Keine Gehbahn vorhanden!4,5 Meter breite Straße! Ehepaar ging nicht in geschlossener Formation rechts oder nach STVO links! Soll man vorher fragen ob man vorbeifahren darf?


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Zu: Radfahrer gegen Fußgänger

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 07.04.03 23:44

Hallo,

die Fußgänger sind Unfallbeteiligte, so viel steht fest. Ob die Fußgänger auch Unfallverursacher sind, kann hier nicht hinreichend beurteilt werden.

Um Schadenersatzansprüche geltend zu machen und sie durchzusetzen, rate ich, einen RA zu konsultieren.

Fragen wirst Du nicht müssen, wenn Du überholen willst. Andererseits solltest Du nur überholen, wenn Du das zweifelsfrei gefahrlos tun kannst. Man muss immer mit der Dummheit der anderen rechnen ;-)

Gute Genesung!

Gruß HeLi


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Zu: Radfahrer gegen Fußgänger

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 08.04.03 07:51

Sofern es sich tatsächlich um eine Straße und nicht z. B. um einen gemeinsamen Geh-/Radweg handelt, liegt ein grobes Fehlverhalten der Fußgänger vor. Diese haben sich gemäß § 25 Abs. 1 Satz 2 bzw. 3 StVO zu verhalten. Dies gilt im übrigen auch für eine beschilderte Fahrradstraße. Nach Deiner Schilderung sind die beiden mitten auf der Straße gelaufen.

Notfalls musst Du Deine Ansprüche über einen Rechtsanwalt durchsetzen. Sollten die Verursacher eine private Haftpflichtversicherung haben, wäre es zweckmäßig, dass diese den Unfall melden und Du versuchst, gegenüber der Versicherung Deine Ansprüche geltend zu machen. Auch hier kann ein Anwalt hilfreich sein.

Handelte es sich bei der Unfallörtlichkeit um einen gemeinsamen Geh-/Radweg, wird es etwas schwieriger werden. Du wirst dann in der Notwendigkeit stehen nachzuweisen, dass Du alles in Deiner Macht Stehende getan hast, um einen Unfall zu vermeiden. Aber auch hier sehe ich Chancen, da auch die Fußgänger auf Radfahrer Rücksicht nehmen müssen und bei von hinten herannahenden Radfahrern für die Fußgänger eine Rückschaupflicht besteht.


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Foto gesehen...

angehängt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 08.04.03 08:50

Guden,

ich habe eben das Foto gesehen. Ich würde es um einen betonierten Feldweg ohne Bürgersteig bezeichnen. So ganz unjuristisch... *duck*

Hier würde Peter's dritter Absatz in's Spiel kommen.

Du solltest auf jeden Fall einen Anwalt zu Rate ziehen. Wenn Du ihm ADFC oder ADAC bist, zahlen die das Beratungsgespräch (Rücksprache halten, bin unsicher bei ADFC).

Aber @Peter:
Wie kann ich als Fußgänger ein von hinten nähernden Radfahrer bemerken? Rückwärts laufen? *g*
Auf einem Waldweg mag man Radfahrer noch am Reifengeräusch, knisternde Äste/Blätter ect erhöhren, aber auf einer betonierten Straße dürfte das schwerer fallen.

Aber immerhin hat in diesem Fall der Radfahrer wohl durch rufen auf sich aufmerksam gemacht...


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Zu: Radfahrer gegen Fußgänger

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 08.04.03 19:43

>[Zitat:] "Aber immerhin hat in diesem Fall der Radfahrer wohl durch rufen auf sich aufmerksam gemacht..."

Genau. Man muss nur aufmerksam lesen;-). Ohne Grund hat die Fußgängerin ihren "Ausweichversuch" nicht gemacht.


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Zu: Radfahrer gegen Fußgänger

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 09.04.03 01:19

oho, einen von hinten herannahenden Fahrradfahrer kann man als Fußgänger schon bemerken!
Folgende Situation:
Der Fahrradfahrer bemerkt den VOR ihm laufenden Fußgänger in ausreichendem Abstand.
Der Fahrradfahrer hat den Eindruck, dass der Fußgänger ihn NICHT bemerkt.
Jetzt betätigt der Fahrradfahrer (nicht aufdringlich) seine Klingel (zum Zeichen, dass er Überholabsicht hat).
Jetzt wird der Fußgänger wenigstens seinen Blick in die Richtung des Radfahrers richten und ihn wahrnehmen.

Ansonsten gilt für die akustische Wahrnehmbarkeit von Fahrrädern der Witz von Hannes und Fritzchen:
Hannes fährt auf dem Fahrrad. Fritz sitzt im Bus und sieht seinen Freund Hannes draußen Rad fahren. "Hannes", ruft Fritzchen aus dem Busfenster heraus, "dein Schutzblech klappert!" - "Kann nichts verstehen, Fritz", ruft Hannes zurück, "mein Schutzblech klappert!"

Gruß HeLi


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dumme Kuh

angehängt von traveller72 [Email: Keine]
am 09.04.03 12:30

Tja, leider muß man ja immer den BVT (Beklopptester VerkehrsTeilnehmer) in jeder Situation "erwarten". Nur so können derartige Unfälle vermieden(?) werden. Auf der anderen Seite wiederum...

Bsp: Eine Freundin lief in Fahrtrichtung auf dem Gehweg und trat spontan (ohne sich umzuschauen, da sie wohl kein Motorengeräusch hörte) auf die Straße um diese (wahrscheinlich schräg) zu überqueren. Der Radfahrer (fast auf ihrer Höhe) fuhr ungebremst in sie "hinein". Er wurde verletzt, sie ist tot. Du dumme, dumme Kuh, warum nur, warum?!

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