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Geschwindigkeitsmessung mit Radarpistole

hinzugefügt von Schneemann [Kontakt]
am 24.05.03 17:38

Ich komme hier zu einer Sache, die mir aus Rheinland - Pfalz (Polizeipräsidium Koblenz) berichtet wurde: Dort postiert sich die Polizei auf Autobahnen versteckt hinter Hecken in Haltebuchten und führt Geschwindigkeitsmessungen mit Radarpistolen statt. Man fährt dann hinter den betreffenden KFZ her, überholt ,winkt das KFZ an irgendwelchen Parkplätzen von der Autobahn runter und präsentiert die Anzeige der Radarpistole. Es gibt keinen Nachweis mittels Beweisfoto, es ist nicht nachvollziehbar bei welchem KFZ die Geschwindigkeit gemessen wurde und ob diese Radarpistolen geeicht sind stelle ich auch mal mit einem Fragezeichen in den Raum. Ist diese Vorgehensweise statthaft? Sowas kann ich mir in irgendeiner Bananenrepublik vorstellen, aber doch nicht in einem Staat, der Wert darauf legt, ein Rechtsstaat zu sein.


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Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Radarpistole

angehängt von Axel [Kontakt]
am 24.05.03 19:49

Was bitte ist denn an dieser Vorgehensweise auszusetzen? Die Radarpistolen sind ordnungsgemäß zugelassene Geschwindigkeitsmeßgeräte und für die Festellung des gemessenen Fahrezuges gibt es wohl in der Regel zwei Polizeibeamte als Zeugen. Die Festellung des Fahrers erfolgt dann durch sofortige Identifizierung bei der folgenen Kontrolle. Meines Erachtens ist auch mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Geräte ordnungsgemäß geeicht sind und korrekt bedient werden. Die Polizei hat in aller Regel keinerlei Interesse daran, irgendeinem Autofahrer, irgend etwas anzuhängen. Also, ich halte diese Vorgehensweise für vollkommen korrekt.


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Gängige Praxis ...

angehängt von Rolf Tjardes (Webmaster) [Kontakt]
am 25.05.03 09:25

>[Zitat:] "...und ob diese Radarpistolen geeicht sind stelle ich auch mal mit einem Fragezeichen in den Raum."

Dies liesse sich ja im Rahmen eines Verfahrens sehr leicht feststellen. Wäre das Gerät ungeeicht, wäre entweder das Meßergebnis komplett ungültig oder es würden dem Betroffenen gehörige Toleranzwerte zugebilligt.

>[Zitat:] "...und präsentiert die Anzeige der Radarpistole. Es gibt keinen Nachweis mittels..."

Dies ist so gängige Praxis bei der Verkehrsüberwachung.

Der Vorwurf der Überschreitung basiert letztlich auf die Aussage eines Polizeibeamten, und zwar dem, der die Messung mittels Handgerät (Laser, Radar,...) vorgenommen hatte. Dieser weist einem bestimmten Kfz ein Meßergebnis zu.

Technisch ist der Vorgang für das Meßpersonal kinderleicht. Fahrzeug anvisieren, messen und Ergebnis ablesen. Fertig.

Von möglichen technischen Fehlerquellen einmal abgesehen (Infos dazu unter Radarfalle.de) halte ich eine gewollte (!) Falschzuweisung für äußerst unwahrscheinlich, auch wenn sie theoretisch möglich erscheint.

Welchen Grund sollte der Beamte dafür haben?? Für Polizeibeamte ("Rennleitung") ist die Arbeit auf der Straße doch reinste Routine. Irgendwann, so würde ich unterstellen, interessiert sich doch ein Beamter für ein Einzelschicksal gar nicht mehr. Er hat 'ne Messung, einen Fahrer und stellt eine Anzeige aus. Der nächste bitte...

Auch gebe ich zu bedenken, dass ein Polizeibeamter sehr leicht seinen Job verlieren könnte, wenn er in Ausübung seiner Tätigkeit nachweislich und bewusst Personen einer Tat bezichtigt, die sie nicht begangen haben. Warum sollte sich ein Beamter diesem Risiko aussetzen?

Website: http://www.verkehrsportal.de


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Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Radarpistole

angehängt von Schneemann [Kontakt]
am 25.05.03 14:57

... ich war aus Erfahrungen der Vergangenheit heraus der Meinung, es müsste immer ein Beweisbild geschossen werden um einen gerichtsverwertbaren Beweis zu haben. Dass es einfach so ausreicht, dass zwei Herren in grün sich als Zeugen zur verfügung stellen war mir offengestanden nicht bekannt.

... überdies sehe ich nachwievor das Problem, dass Dienstfrust der Polizei an Autofahrern abgelassen wird. Diese können sich dagegen nicht zur Wehr setzen. Man hat ja nicht immer an Ort und Stelle seinen Rechtsanwalt als Gegenpol zu den beiden "Zeugen" dabei und eine Zivilperson ist gegen zwei Unformierte, die sich u.U. vorher abgesprochen haben, wohl in der Regel machtlos.


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Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Radarpistole

angehängt von Guiness [Email: Keine]
am 25.05.03 15:16

nette spekulationen...

gegenbeispiel... eine bäckereifachverkäuferin hat mächtig ärger mit ihrem chef und ist so gefrustet, dass sie die verdorbene ware verkauft... hauptsache einen unschuldigen schädigen....

macht die sach auch nicht logischer oder?...warum also zwei Polizisten sowas unterstellen?


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Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Radarpistole

angehängt von Cybercop [Email: Keine]
am 27.05.03 00:17

Der Unterschied zwischen Radar bzw. Laser ist eigentlich ganz einfach. Bei der Radarkontrolle wird ein Foto gefertigt bei der Laserkontrolle nicht. Deswegen muss ein Betroffener bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung, die mittels Lasergerät festgestellt wurde, unbedingt angehalten werden. Eine Radarkontrolle kann auch ein Beamter alleine durchführen, da ja der Film der Kamera ausgewertet wird. Bei einer Laserkontrolle müssen wenigstens zwei Beamte anwesend sein. Der Mess- und der Protokollbeamte. Da beim Lasern keine Fotos gefertigt werden, muss die Lasermessung auf einem Formular protokolliert werden. Im Grunde besteht die Möglichkeit bei einer Lasermessung, wenn sich beide Beamten einig sind, eine Geschwindigkeitsüberschreitung zu fingieren. Aber warum sollten sie dies machen??? Bei der angestrengten Finanzlage der Bundesländer wird kein Polizeibeamter befördert, weil er viele Anzeigen vorlegt.

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