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1,76promille

hinzugefügt von Hans [Kontakt]
am 28.05.03 22:45

habe vor zwei wochen den führerschein im süden deutschlands entzogen bekommen.werte siehe oben. fahre seit 20 jahren unfallfrei.keine nennenswerten zwischenfälle trinke sonst nie, war so eine art klassentreffen mit altem posiergehabe und hatte mich völlig überschätzt.polizei fuhr mir dann hinterher weil ich im ort zu schnell war und stoppte mich dann ausserhalb der ortschaft. ich glaube ich bedankte mich sogar bei den polizisten oder so... fall wird nun nach berlin übersandt. (da unten war meine alte heimat) hat jemand erfahrungswerte, kann es sein daß ich nochmal mit einem blauen auge davonkomme oder ist mpu und alles was ich sonst noch gehört habe unausweichlich?


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Zu: 1,76promille

angehängt von Carsten [Kontakt]
am 28.05.03 23:00

ab 1.6 Promille muss du auf jedebn fall zur mpu


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Zu: 1,76promille

angehängt von hans [Email: Keine]
am 28.05.03 23:57

auch wenn ich nachweislich (aussage der polizisten) nicht mehr in der lage war geradeaus zu fahren, geschweigedenn zu gehen? wußte am nächsten morgen nicht mehr was geschah, ausser daß ich mit dem taxi nachhause gekommen war und der fahre mir erzählte daß mein führerschein und der autoschlüssel bei der polizei seien...


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Zu: 1,76promille

angehängt von Rotti (Mpuforum.de) [Kontakt]
am 29.05.03 00:15

hi hans,
die mpu ist dir sicher. da spielt es keine rolle, ob du noch fahren konntest oder nicht. die pol hat dich nur angehalten und eine anzeige geschrieben. du wirst nun verurteilt (such mal bei den anderen postings). dein fs ist nun futsch.
um wieder in den besitz eines neuen zu kommen, mußt du nach beendigung deiner sperrzeit einen antrag stellen. dieser wird geprüft und es wird festgestellt, dass du mit über 1,6 prom gefahren bist und so mußt du dann die mpu machen.
mfg
rotti

Website: http://www.mpuforum.de


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Zu: 1,76promille

angehängt von D. Perenda [Email: Keine]
am 29.05.03 00:21

Muss, das; - [subst. 3. Pers. Sg. von müssen]:

Zwang, Notwendigkeit: etw. ist ein [absolutes] M.

Quelle: DUDEN - Deutsches Universalwörterbuch


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sperrfrist

angehängt von hans [Email: Keine]
am 29.05.03 00:29

was genau ist die sperrfrist? danke für die prompten beantwortungen!


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Zu: 1,76promille

angehängt von Jack Daniels [Email: Keine]
am 29.05.03 01:42

Die Sperrfrist ist die Zeit in der dir kein neuer Führerschein erteilt werden darf.Wenn sie ab heute 29.05.03 laufen würde und 12Monate wäre würdest du den Führerschein frühestens am 30.05.04 wiederbekommen,positive MPU vorausgesetzt.Es kann auch länger dauern.


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Sperrfrist

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 29.05.03 12:59

Die Sperrfrist wird vom Gericht im Urteil/Strafbefehl verhängt. Sie beginnt mit dem Tag der Rechtskraft des Urteils/Strafbefehls zu laufen, es sei denn, der Führerschein wurde vorläufig entzogen. In diesem Fall beginnt die Sperrfrist mit dem Tag der Verkündung des Urteils/Strafbefehls.


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Zu: 1,76promille

angehängt von Dummerchen [Email: Keine]
am 11.07.03 20:30

Hallo, würde mich interessieren was bis jetzt bei dir herausgekommen ist bzgl. der Strafe!!!!


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Zu: 1,76promille

angehängt von Helveticus [Email: Keine]
am 12.07.03 16:14

§ 13 Nr.2 c. : Ab einer TATZEIT-BAK von 1,6 und mehr ist MPU Pflichtveranstaltung. Das Ergenis deiner Bluprobe ist hier nur eine Rechengröße. Frage: Wie viel Zeit lag zwischen dem Anhalten und der eigentlichen Blutprobe. War dies wie üblich ca. eine Stunde, könnte es noch klappen. Voraussetzung: Du hast keinerlei Angaben zur Fahrtstrecke und zum Trinkverhalten (Was, wieviel, bis wann) gemacht. Dann würde dir bestenfalls zu Gute gehalten, daß du erst unmittelbar vor der Registrierung aufgehört hättest zu trinken, so daß die erst eine Stunde später entnommene Blutprobe um jedenfalls 0,2 Promille höher war, als die allein ausschlaggebende TATZEIT-BAK im Zeitpunkt der Registrierung. Voraussetzung ist wie gesagt, daß du KEINE Angaben gemacht hast und man auch nur eine Blutprobe entnommen hat. Bei Grenzfällen, und deiner ist ein Grenzfall, machen die Behörden ausnahmsweise 2 Blutproben im Abstand von ca. 1/2 Stunde um zu sehen, ob die BAK zu- oder abnimmt, dann hilft dir der o.g. Grundsatz leider nichts, da sich ergeben wird, daß deine BAK ab- und nicht zunimmt, du also früher schon aufgehört hattest zu trinken und sich der Alkohol schon wieder abbaute. Folgendes ist zu beachten: Du gehst SOFORT zu einem Anwalt ! Du hörst SOFORT auf irgendwelchen Alkohol zu dir zu nehmen und seien es auch nur Pralinen. Du wartest ca. 3 Wochen und läßt beim Hausarzt ein großes Blutbild mit Leberwerten (Y-GT, SGOT, usw.) machen. Das zeigst du dem Anwalt. Vorsicht: Selbst wenn der Arzt sagt, die Leberwerte seien völlig i.O., heißt das noch lange nicht, daß der Anwalt nicht ohnmächtig umfällt. Die Faherlaubnisbehörden und auch die StA sind da erheblich "pingeliger". Wenn die Blutwerte o.k. sind, dann schickt dich der Anwalt jeden Monat einmal zur Blutprobe sowie zu einem Kursus "Mainz77". Die macht der TÜV. Das ist im Prinzip eine kleine MPU, kostet ca. 350,00 € und dauert mit Unterbrechungen einige Tage (ärztl. Untersuchung und Gespräche mit Psychologen). Bekommst du ein positives Gutachten, gibst du das dem Anwalt. Hiermit läßt sich dann die zu erwartende Sperrfrist von regelmäßig 9-10 Monaten um jedenfalls 2, wenn nicht 3 Monate verkürzen. Zeitlich muß das verfahren dann so gesteuert werden, daß hauptverhandlung in etwa 7 Monate nach der tat liegt. Man muß die StA "ärgern", daß möglichst schnell ein Strafbefehl erlassen wird. Einspruch einlegen und Haptverhandlung w.o. "timen". Dann ist der große Tag. Du legst das Gutachten "Mainz77" vor sowie die ganzen Blutbilder, machst keine Angaben zum Vorwurf. Der Anwalt betont jedoch inständig, daß dies ein ABSOLUTER AUSNAHMEFALL war, du ansonsten nie und nimmer gefahren wärest, derart eingeschüchtert worden bist, daß sowas NIENIE wieder passiert. Der Anwalt muß jetzt dafür sorgen, daß im Urteil ausdrücklich drinsteht, daß nach eingehender Persönlichkeitswürdigung der beschuldigten das Gericht zu dem Ergebnis gelangt ist, daß eine Untauglichkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen bei dir im Zeitpunkt der Hauptverhandlung nicht mehr vorliege. Wenn dieser Satz im Urteil steht, gibt es DEFINITIV keine MPU ! Im Zeitpunkt der Hauptverhandlung ist unter Berücksichtigung von "Mainz77" die angemessene Sperrfrist rum. Du bekommst wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr gem. § 316 StGB eine Geldstrafe von 35 TS, das entspricht etwa einem guten Netto-Monatseinkommen, sowie ein deklaratorisches Fahrverbot, das aber keine Auswirkungen mehr hat. Das Gericht hebt den Beschluß über die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis auf und du bekommst den Führerschein vom Richter zurück und darfst sofort wieder fahren. Das Straßenverkehrsamt schaut in die Röhre, weil die gesetzlichen Voraussetzungen einer MPU nicht vorliegen. Hast du eine Rechtsschutzversicherung, freut sich auch der Anwalt, weil er ansonsten von dir mindestens 800,00 € verlangen müßte. Der ganze Quatsch wird also ca. 7 - 8 Monate dauern, wenn mans richtig macht. Ansonsten blüht dir eine höhere Sperre und in jedem Falle eine MPU. Du darfst in keinem Falle einen Strafbefehl der StA akzeptieren, auch wenn der noch so günstig ausfällt. Dieser Weg geht nur über eine Hauptverhandlung. Abschließender Tipp: Kontrolliere deinen Anwalt, ob das in etwa so läuft wie oben. Frage ihn im ersten Gespräch, ob er schonmal was von Mainz77 gehört hat. Wenn er dann sagt, das sei doch eine Stadt in Rheinland-Pfalz, dann gehst du gleich woanders hin.

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