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Vorgehensweise

hinzugefügt von ulinux [Email: Keine]
am 04.05.01 17:23

Hallo, wie geht man am besten bei der Formulierung einer Anzeige vor? Soll aus der Forumulierung hervorgehen, daß man selbst die Anzeige stellt, oder sollte man besser so formulieren, dass die zustaendige Polizeistelle/Staatsanwaltschaft (z. B. Autobahnpolizei) eine eigene Anzeige stellt und mich als Zeugen nennt? Gruesse, Uli.


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Zu: Vorgehensweise

angehängt von Stefan (stefan1512@freenet.de)
am 04.05.01 18:22

Hi Uli, was meinst denn damit? Bist Du selber angehalten worden,wofür bist Du Zeuge? Gruß Stefan


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Zu: Vorgehensweise

angehängt von RA Goetz Grunert (info@strafzettel.de)
am 04.05.01 18:32

Der § 158 Absatz 1 Strafprozeßordnung (StPO) lautet wörtlich:

"Die Anzeige einer Straftat und der Strafantrag können bei der Staatsanwaltschaft, den Behörden und Beamten des Polizeidienstes und den Amtsgerichten mündlich oder schriftlich angebracht werden."

Eine Anzeige erstattet man wohl normalerweise im eigenen Namen. Dies gilt auch wenn man Geschädigter ist. In einem späteren Strafverfahren mag man dann die Stellung eines Zeugen haben. Dies spielt aber für die Formulierung der Anzeige keine Rolle.

Website: www.strafzettel.de


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konkreter Fall

angehängt von ulinux (Email-Adresse unbekannt)
am 11.05.01 15:47

Hallo, zum besseren Verstaendnis folgendes: Ich fuhr rechts auf einer zweispurigen BAB. Ein Schild kuendigte an, dass der rechte Fahrstreifen in 1500 m Entfernung zu Ende sein wird. Das uebliche Gedraenge nach links beginnt also schon 1500 m vor der Verengung. In solch einem Fall darf rechts vorbeigefahren werden, wenn sich auf beiden Fahrspuren fuer eine Richtung eine Schlange gebildet hat, jedoch mit nicht mehr als 20 KM/h schneller als die Kolonne auf der linken Spur, max. eigene Geschw. 80 km/h. Vor mir auf der rechten Spur hunderte von Metern gaehnende Leere, mehrere mir nachfolgende Fahrzeuge machens wie ich, fahren rechts gemuetlich mit ca. 20-50 km/h weiter, je nachdem wie schnell der Verkehr auf der linken Spur gerade laeuft. Ploetzlich schert ein ADAC-Laster mit Anhaenger (toller Club) von der linken Spur auf die rechte aus (Blinken tut er natuerlich nicht) und versperrt die rechte Spur. Als er merkt, dass nun die Wagen, die direkt hinter ihm auf der linken Spur waren ihn nun links ueberholen, denn dort ist ja jetzt frei geworden, zieht er wieder ruckartig nach links rueber und draengt einen gerade zum links vorbeifahren ansetzenden PKW fast bis auf die Gruenflaeche links ab. Dann fuehrt er ueber mehrer 100-Meter schlingernde Bewegungen aus, kommt also abwecheselnd von der linken auf die rechte Spur und umgekehrt, damit ja keiner an ihm vorbeikommt. Ich haette auch rechts ueber den Standstreifen an ihm vorbei koennen, blieb aber (wie immer ;-)) recht gelassen und notierte mir schonmal Uhrzeit, KM, Kennzeichen des LKW usw. Aus diesen Beobachtungen heraus formulierte ich eine Anzeige. Da LKW-Fahrer immer ihre Scheiben des Fahrtenschreibers archivieren muessen, ist die Feststellung des Fahrers normalerweise kein Problem, also Anzeige schien Aussicht auf Erfolg zu haben. Doch nix da, ich bekam ein Schreiben, aus dem hervorging, dass der Fahrer des LKW festgestellt wurde, er jedoch ein solches Verhalten strikt bestritt und die Ermittlungen gegen ihn eingestellt werden. Leider hatte ich keinen Zeugen im eigenen Fahrzeug und habe mir auch die Nummern der anderen betroffenen Fahrzeuge nicht gemerkt (das naechste Mal werde ich sie mir aufschreiben ;-)). Wie kann es also zu einer solchen Eistellung der Ermittlungen kommen? Haette ich meine Schreiben nicht ausdruecklich Anzeige nennen sollen, sondern haette einfach nur eine schlichte Beschreibung des Vorfalles abgeben sollen, so dass die Behoerden selbst Anzeige erstatten und ich nicht selbst der Anzeigende bin? Uli.


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Zu: Vorgehensweise

angehängt von Stefan (stefan1512@freenet.de)
am 11.05.01 17:54

Hi Uli, ich denke es steht hier Aussage gegen Aussage,und da wird nichts zu machen sein! Selbst wenn die Behörde eine Anzeige gestellt hätte,wärst nur Du Zeuge gewesen! Gruß Stefan


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nicht ganz

angehängt von ulinux (Email-Adresse unbekannt)
am 11.05.01 18:04

Hallo, Stefan, Danke fuer die Antwort. Ich denke wenn die Behoerde eine Anzeige stellt gegen den LKW-Fahrer und ich als Zeuge genannt werde, dann bin ich normaler Zeuge, der Beklagte kann aber selbst ja kein Zeuge mehr sein, da er ja der Beklagte ist (oder irre ich mich da). Wenn ich die Anklage bzw. Anzeige stelle, dann bin ich Klaeger und Zeuge in einer Person, und es steht Aussage Klaeger gegen Aussage Beklagten. Bei einer "behoerdlichen" Anzeige gibt es einen Klaeger (Behoerde), einen Beklagten (LKW-Fahrer) und einen Zeugen (mich). Das Verhaeltnis gestaltet sich also anders. Kann aber auch sein, dass das rechtlich gesehen nicht von Bedeutung ist, deshalb erwarte ich mir auch hier kompetente Aussagen zu diesen beiden Konstellationen. Uli (weiter auf Antworten hoffend).


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Zu: Vorgehensweise

angehängt von Stefan (stefan1512@freenet.de)
am 11.05.01 18:41

Hi Uli, Die Behörde (wahrscheinlich Polizeirevier) wird erst dann tätig wenn es zur Anzeige (von Dir) kommt,oder bei plausiblen Anhalspunkten die der Behörde bekannt werden. Aber egal ob Hinweisgeber oder Anzeigesteller, es gilt hier das Verhältnis 1:1. Ich kann ja auch nicht nur den Tip an die Polizei geben und sagen mein Nachbar fährt ständig betrunken,da muß die Polizei den Nachbarn schon erwischen,um Schritte einzuleiten!Nur auf einen Hinweis ist hier nichts zu machen! Also ich bleibe bei meiner Meinug,es ist vollkommen egal ob Du Anzeigersteller oder Hinweisgeber bist, es zählt hier Aussage gegen Aussage. Hoffe das dies kompetent genug ist:-) Gruß Stefan

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