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Geblitzt worden - der Gang der Behörde

hinzugefügt von Dirk Plettner [Kontakt]
am 17.06.03 23:05

Tag zusammen,

heute hat es mich wieder erwischt, ich bin geblitzt worden...

Nur eine grundsätzliche Frage zum Verfahren:
- es handelt sich um einen Leihwagen einer Firma, die diesen einem Autohaus zur Verfügung gestellt hat. Dieses hat den Wagen als Leihwagen nach einem Unfall meinen Vater gegeben und ich habe den Wagen gefahren :-)

Sehe ich das richtig, dass das Verfahren folgendes ist:
1.) Brief an Verleihfirma
2.) diese schreibt zurück, dass das Autohaus den Wagen hatte
3.) Brief an Autohaus
4.) dieses schreibt zurück, dass mein Vater den Leihwagen hatte
5.) Brief an meinen Vater
6.) dieser schreibt zurück, dass er keine Aussage macht
7.) Fotovergleich mit mir bei der Polizei oder nette Umfrage bei meinen Nachbarn

Gibt es irgendwo eine Abkürzung dieses Verfahrens?

Lustig stelle ich mir vor, wenn ich mich nun etwas verfremde (andere Frisur, Bart wachsen lassen, ...) und ich nicht eindeutig zu erkennen bin :-)
Muss ich einer Bitte der Polizei eigentlich nachkommen und vorstellig werden? Oder kann ich ohne Gründe absagen? Und was passiert dann weiter?

Versteht mich nicht falsch, die Strafe liegt maximal bei 35 Euro, die will ich auch gerne zahlen, aber ich finde diese riesige Maschinerie zu lustig, die da jetzt in Bewegung gesetzt wird und möchte es denen aus Spass gerne so schwer wie möglich machen. Selbst ein Fahrtenbuch scheidet wohl aus, denn das ist doch wohl fahrzeuggebunden, oder?

Gruss, Dirk
*der das mit viel Humor nimmt*

Website: http://www.andi-tuning.de


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Zu: Geblitzt worden - der Gang der Behörde

angehängt von Matte [Kontakt]
am 18.06.03 09:01

Der Verlauf stimmt wohl so. Damit solltest du über die Verjährung kommen.
Einer "Einladung" (Vorladung) der Polizei brauchst du nicht Folge zu leisten.

Gruss Matte


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Der lange Weg über die Dörfer :-)

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 18.06.03 10:48

@Dirk:

>[Zitat:] "es handelt sich um einen Leihwagen einer Firma, die diesen einem Autohaus zur Verfügung gestellt hat. Dieses hat den Wagen als Leihwagen nach einem Unfall meinen Vater gegeben und ich habe den Wagen gefahren :-)"

Mein Respekt! Richtige Vorbereitung ist wohl alles! *lachmichtot*

>[Zitat:] "Gibt es irgendwo eine Abkürzung dieses Verfahrens?"

Ich denke nicht, die Ermittlungsbehörden müssen den langen Gang über die Dörfer gehen, daran führt wohl nichts vorbei. Wie soll auch sonst der tatsächliche Fahrzeugführer ermittelt werden?

>[Zitat:] "Lustig stelle ich mir vor, wenn ich mich nun etwas verfremde (andere Frisur, Bart wachsen lassen, ...) und ich nicht eindeutig zu erkennen bin :-)"

Ach lass es, in der Fiktion kann man darüber ja lachen. Solltest Du - wie auch immer - namentlich ermittelt und Dir der Verstoß zur Last gelegt werden wäre die Zahlung des einfachen Verwarnungsgeldes sicherlich anzuraten. Gleiches gilt auch bereits für Deinen Vater, obwohl er den Verstoß nicht begangen hat (Erklärung folgt)...

Ich würde davon ausgehen, dass es den Verfolgungsbehörden gelingen wird, den Entleiher des Fahrzeugs, also Deinen Vater, namentlich festzustellen. Dein Vater dürfte dann möglicherweise ein Verwarnungsschreiben mit einem "Verwarnungsangebot" erhalten. Zahlt er nicht fristgerecht (1 Woche) könnte ein förmliches Bußgeldverfahren eröffnet werden...

Je nach Zeitablauf bleibt dann noch Zeit für weitere Ermittlungen. Die Chancen stehen jedoch sicherlich nicht schlecht, dass die Verfolgungsbehörde die Fallkonstellation nicht schnell genug auflöst.

Nehmen wir mal an die Behörde arbeitet sehr zügig und der Vater hat das Verwarnungsgeldangebot durch Nichtzahlung zwischenzeitlich ausgeschlagen.

Der Vater, dem der Verstoß nicht nachgewiesen werden kann, wird nunmehr in den Status eines Zeugen versetzt; er erhält u.U. einen Zeugenfragebogen. Eine Aussage kann er nur dann verweigern, wenn er sich selbst oder Familienangehörige belasten würde. Eine Nichtaussage würde so den Kreis der möglichen Kandidaten sehr schnell eingrenzen...

Was passiert weiter?

Eine Ermittlung des Fahrzeugführers im familiären Umfeld ist grundsätzlich möglich (Fotovergleich mit EMA-Passfotos, Ermittlungen von Polizeibeamten, Zeugenfragebogen an Entleiher,...).

Der gute Dirk Plettner erhält - nach Fotovergleich und/oder anderer Ermittlungen - im Rahmen eines förmlichen Bußgeldverfahrens einen Anhörungsbogen ("Ihnen wird vorgeworfen..."). Danach dann einen Bußgeldbescheid mit der Verwarnungssumme einschl. die Kosten für Gebühren und Auslagen (ca. + 18 Euro) präsentiert.

Es wäre also zu überlegen, ob nicht schon der Vater das mögliche Verwarnungsgeld zahlt um die Erhöhung durch Gebühren und Auslagen wegen der Gefahr der möglichen Einleitung eines förmlichen Bußgeldverfahrens zu vermeiden.

Es ist Deine/Eure Enscheidung...

>[Zitat:] "Selbst ein Fahrtenbuch scheidet wohl aus, denn das ist doch wohl fahrzeuggebunden, oder?"

Richtig.

P.S. Bitte halte uns, da jetzt unsere Neugier geweckt wurde, auf dem laufenden :-)


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Zu: Geblitzt worden - der Gang der Behörde

angehängt von Tortenjan [Email: Keine]
am 18.06.03 11:38

>[Zitat:] ">[Zitat:] "Selbst ein Fahrtenbuch scheidet wohl aus, denn das ist doch wohl fahrzeuggebunden, oder?"

Richtig.
"
Kann denn die Behörde nicht Fahrtenbücher für alle Fahrzeuge eines Halters vorschreiben?


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Zu: Geblitzt worden - der Gang der Behörde

angehängt von Dirk [Email: Keine]
am 18.06.03 13:21

He he, ich zahl ja, ist kein Problem ;-)

Eine mögliche Abkürzung wäre doch bereits, das die Verleihfirma nachfragt wer den Wagen hatte und damit das Autohaus übersprungen wird?

Hm, darf mein Vater überhaupt zahlen? Er hat doch nichts gemacht und würde sich mit "fremden Federn schmücken" ;-)

Hm, wenn mein Vater den Anhörungsbogen mit "kein Kommentar" zurück schickt, dürfen mir doch erst mal keine weiteren Gebühren entstehen, oder sehe ich das falsch?
In der Vergangenheit war das so, dass die Polizei mich zu einem Fotovergleich geladen hat um das Blitzfoto mit mir live zu vergleichen (nein, sowas kommt bei mir nicht alle paar Tage vor ;-))

Es war übrigens keine polizeiliche Überwachungsmassnahme sondern nur ein "wir müssen unser Stadtsäckel füllen" Blitzer im Heck eines Kombi :-)

Und alles nur, weil ich den Tempomaten ausprobieren wollte und den aus Versehen *grins* auf 65 km/h (pi mal Daumen) stehen hatte :-)

Gruss, Dirk
*der jetzt mal abwartet, was da so alles passieren wird* :-)

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