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Gabelstapler im Straßenverkehr

hinzugefügt von Friedhelm Bolten [Kontakt]
am 31.05.01 14:12

Wer kennt sich aus?
Wir müssen gelegentlich (2-3 mal täglich) mit einem Gabelstapler kurze Strecken (unter 100m) auf öffentlichen Straßen fahren.
Wie muss der Gabelstapler ausgerüstet sein?
Licht, Rückspiegel, Blinker, Warnblinkanlage und/oder Rundumkennleuchte, Reifen mit Profil (bei Gabelstaplern nicht immer üblich).
Welcher Führerschein muss vorhanden sein?
Bei Geschwindigkeiten unter 25 km/h oder sogar nur bei 6 km/h.
Welche amtlichen Genehmigungen brauchen wir?
z.B. Ausnahmegenehmigung, woher?
Muss der Gabelstapler regelmäßig durch den TÜV überprüft werden oder reicht auch eine Überprüfung durch einen Sachverständigen, wie von der BG gefordert?
Oder kann man sich das alles sparen, wenn der Gabelstapler auf 6 km/h begrenzt wird?

Ich weis, viele Fragen auf einmal, aber vielleicht hat hier jemand Ahnung davon und kann mir sagen, wo ich sowas alles finden kann.
Vielen Dank für eure Hilfe
Friedhelm


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Zu: Gabelstapler im Straßenverkehr

angehängt von Webmaster (webmaster@fahrschule-knittel.de)
am 01.06.01 08:22

Hallo Friedhelm :-)

Na da hast Du uns ja ein Ei ins Nest gelegt...

Glaub' mir, mit Gabelstaplern hatte ich in meinem ganzen Leben nocht nicht zu tun. Einzig die Frage zur Fahrerlaubnis (Führen von "Flurförderzeugen" im öffentlichen Verkehrsraum) kann ich Dir ad-hoc beantworten:

>Welcher Führerschein muss vorhanden sein? Bei Geschwindigkeiten unter 25 km/h oder sogar nur bei 6 km/h.

Zum Führen von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen und Flurförderzeugen (Stapler) bis max. 25 km/h sowie Kombinationen aus diesen Fahrzeugen und Anhängern wird im öffentlichen Straßenverkehr eine Fahrerlaubnis der Klasse L benötigt (§ 6 Abs. 1 FeV). Beträgt hingegen die bauartbestimmte Höchstgeschwindigkeit von selbstfahrenden Arbeitsmaschinen und Flurförderzeugen nicht mehr als 6 km/h, können diese Fahrzeuge fahrerlaubnisfrei geführt werden (§ 4 Abs. 1 FeV).

Aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen ist in jedem Fall ein "Fahrausweis für Flurförderzeuge", gültig für alle Staplertypen nach DIN 15140, erforderlich. Dies dürfte Dir aber eh bekannt sein.

...vielleicht weiß ja noch einer der Foren-Besucher mehr zu berichten...

Website: http://www.fahrschule-knittel.de


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Zu: Gabelstapler im Straßenverkehr

angehängt von khmenk (khmenk@mac.com)
am 01.06.01 14:24

Nach § 18 Abs. 1 StVZO müssen alle Kraftfahrzeuge (auch mit Elektroantrieb) mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit (bbH) von mehr als 6 km/h durch die Erteilung einer Betriebserlaubnis oder EG-Typgenehmigung und die Zuteilung eines amtlichen Kennzeichens zugelassen sein, wenn sie auf öffentlichen Straßen in Betrieb gesetzt werden. Die Länge der befahrenen Straßenstrecke ist dabei ohne Belang. Dies gilt auch für Gabelstapler (Flurförderzeuge), da sie nicht unter die in Abs. 2 aufgeführten zulassungsfreien Fahrzeuge fallen. Das bedeutet, dass auch Gabelstapler vom Grundsatz her den Ausrüstungsverpflichtungen der StVZO, wie z.B. Bremsen, Beleuchtung usw. unterliegen.

Da es sich hier aber um ein spezielles Kraftfahrzeug handelt, wird man über die Betriebserlaubnis, die der Hersteller zu beantragen hat, wenn eine Zulassung vorgesehen ist, im Vorfeld festlegen, über welche Ausrüstung die Fahrzeuge verfügen müssen. Dabei sind dann Sonderregelungen z.B. auch im Hinblick auf besondere Bereifung u.a. möglich.

Schwieriger wird es, wenn ein Gabelstapler, für den bisher keine Betriebserlaubnis vorhanden ist, zum öffentlichen Straßenverkehr zugelassen werden soll. Hier hilft nur der Gang zum TÜV oder zur Dekra, wo dann über ein Technisches Gutachten die Einzelheiten festgelegt werden müssen, damit die Zulassungsstelle anschließend eine Betriebserlaubnis für Einzelfahrzeuge erteilen kann (§ 21 StVZO). Unter Umständen hilft hier aber auch bereits eine Anfrage beim Fahrzeughersteller weiter.

Pflichtversicherung, wenn bbh mehr als 6 km/h

Kfz-Steuerpflicht, ausgenommen in bestimmten Fällen (§ 3 Ziffer 7 KraftStG)

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