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Fahrlehrer haftet

hinzugefügt von Tortenjan [Email: Keine]
am 14.08.03 11:59

gerade gelesen: Unfall im Fahrunterricht: Lehrer haften für ihre Schüler


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Zu: Fahrlehrer haftet

angehängt von Gunnie Highway [Email: Keine]
am 15.08.03 04:04

>[Zitat:] "In dem konkreten Fall hatte der Fahrlehrer eine Anfängerin bei der ersten praktischen Ausbildung mit einem Motorrad in den Straßenverkehr geschickt. Er selbst fuhr mit seinem Fahrschul-Auto hinter ihr her und erteilte über Funk Anweisungen."

Ist das nicht eigentlich Usus? Ich zumindest habe noch nie gesehen, daß ein Fahrlehrer das Motorrad auf dem Trailer zum Übungsplatz gekarrt hat.

>[Zitat:] "Beim Anfahren an einer Kreuzung glitt ihr der Kupplungshebel aus den Fingern, sie kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen eine Straßenlaterne."

WOW (Women On Wheels)...da muß sie aber schon ganz schön heftig an der Kurbel gerissen haben. Und wenn ihr der Kupplungshebel aus der Hand gerutscht sein soll, stellt sich immerhin die Frage nach dem "wieso?". Wenn sie so aufgeregt war, hätte sie es dem Fahrlehrer mitteilen und auf eine eventuelle Fahruntüchtigkeit hinweisen müssen, selbst wenn das Geld für diese Stunde dann perdu gewesen wäre.

>[Zitat:] "Nach Ansicht der Richter müssen Fahrlehrer ihre Schüler ausreichend auf die Fahrsituation vorbereiten. Dies gelte insbesondere beim Motorradfahren. Es müssten erst verschiedene Stufen der Ausbildung erreicht werden, bis Anfänger alleine fahren dürfen. Dazu gehöre beispielsweise Balance üben, Einhalten der Sitzposition, Fahren in Schrittgeschwindigkeit sowie Anhalten und Anfahren."

Das klingt ja alles schön und gut, aber welche Fahrschule hat ihr eigenes Übungsgelände gleich vor der Haustür? Und vor allem: was ist, wenn der Fahrschüler bei einer Übung auf dem dafür vorgesehenem Gelände vergeigt?

So langsam scheint sich hier in Deutschland der amerikanische Stil der Rechtssprechung durchzusetzen...wenn man selbst zu blöde ist, sucht man sich einfach einen (dummen) "Schuldigen" und verklagt den.


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Zu: Fahrlehrer haftet

angehängt von Tortenjan [Email: Keine]
am 15.08.03 09:11

Also meine Motorrad Ausbildung lief da schon etwas anders:
1. Stunde: Technik erklärt, alle Schalter ausprobiert, Maschine in die nächste Seitenstraße geschoben und dann die ganze Zeit Gang rein, anfahren, anhalten und Gang wieder raus.
2.-5. Stunde Fahrlehrer fur die Maschiene zum Großparkplatz und ich saß hinten drauf. Dort durfte ich erstmal nur im Kreis fahren.
Erst ab der 6. Stunde sind wir auf der Straße gefahren. Ich glaub jeder, der noch nie vorher auf ner Maschine gessen hat, ist am anfang föllig damit ausgelastet sich auf dem Ding zu halten und die richtigen Knöpfe und Hebel zu bedienen. IMHO hats in diesem Fall den richtigen getroffen.


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Zu: Fahrlehrer haftet

angehängt von RA Goetz Grunert [Kontakt]
am 15.08.03 12:17

...das Ding ist ja dann wirklich dumm gelaufen! Erste Fahrstunde und dann schon "Dauerschaden" erlitten, wie der Bericht mitteilt.

In meiner ersten Klasse A Fahrstunde bin ich beim Fahrleher zunächst hinten drauf mitgefahren auf den Übungsplatz (großes freies Übungsgelände, Platz des 4. Juli). Dann durfte ich auch erst mal stop and go und nach und nach die übrigen Grundfahrübungen machen. Schrittweise durfte ich dann zum Übungsplatz selbst hinfahren, dann weitere Stunden auf der Straße usw..

Dass in dem geschilderten Fall der Fahrlehrer haftet, geht mit mir in Ordnung. Das sind noch keine amerikanischen Verhältnisse. Der Fahrlehrer muss auf jeden Fall die erste Stunde auf dem Übungsplatz machen, nicht im Straßenverkehr, finde ich. Entweder, der Fahrschüler kann noch gar nicht fahren, dann muss er sowieso auf den Platz. Oder der Fahrschüler kommt an und sagt, er kann schon richtig geil (Roller) fahren. Dann muss der Fahrlehrer sich aber auch in einer ersten Stunde auf dem Platz auf jeden Fall davon überzeugen, wie gut der Fahrschüler wirklich fahren kann...

Website: http://www.strafzettel.de


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Zu: Fahrlehrer haftet

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 15.08.03 20:01

Ich bin voll und ganz Götz´ Meinung. Der Fahrlehrer ist rechtlich gesehen Fahrzeugführer. Damit hat er die volle Verantwortung. Das trifft selbst für die Motorradausbildung zu, wo die Eingriffsmöglichkeiten zugegebenerweise sehr beschränkt sind. In diesem Fall hat sich der Fahrlehrer eben vorher zu überzeugen, wie weit es mit den Fähigkeiten des Fahrschülers ist. "Augen zu und durch" oder "Es wird schon alles gutgehen" ist eindeutig der falsche Weg. Als Lehrer hat er gegenüber seinen Schülern auch eine Fürsorgepflicht.


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Zu: Fahrlehrer haftet

angehängt von John Doe [Email: Keine]
am 18.08.03 22:22

Ich kann mich auch nur der Ansicht anschließen, daß dieses Urteil absolut in Ordung geht und einige Fahrlehrer in Zukunft hoffentlich zu etwas mehr Vorsicht ermahnt. Das Prinzip "Augen zu und durch" scheint doch sehr weit verbreitet zu sein. Ich kenne niemanden, in dessen Ausbildung die eigentlich vorgesehene Reihenfolge eingehalten worden wäre und kann dies auch aus eigener Erfahrung bestätigen.

In meiner Motorradausbildung mußte ich zumindest eine Stunde lang die elementaren Grundfahrübungen vorführen. Danach ging es aber sofort mit der offenen 650er Kawa quer durch den Straßenverkehr und über die Autobahn. War für mich subjektiv in Ordnung, aber wenn der Fahrschüler sich nicht klar macht, daß nur er selbst für seine Sicherheit verantwortlich ist und ggf. auch Anweisungen des Fahrlehrers verweigern, bzw. die Fahrt abbrechen muß (Hitzeprobleme, Angst usw.), dann wird es gefährlich.


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Zu: Fahrlehrer haftet

angehängt von Uwe Kusnezow [Kontakt]
am 18.08.03 22:30

Auch meine Meinung:
Urteil in Ordnung

Gruss Uwe

Website: http://www.uwekusnezow.de

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