... Foren-Archiv 2000 bis 09/2003; ca. 40.000 Postings

    
... Anzeige im separaten Fenster!

> Rubrik: Archiv
  Seite: ... | Foren-Archiv | ...  ]

 
Tipp:
 >> Hilfe im §§-Dschungel ...
Komplette Übersicht
über alle Foren oder
Beiträge (24 Std.)
Dieses Foren-Archiv wird betreut
durch Administrator: Rolf Tjardes :-)
 


[ Foren-Archiv | Neue Beiträge | Beitrag hinzufügen ]

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]

 
 Suche auch ähnliche Worte | Erweitert

Hinweis: Neue Foren-Software Online! Am 23.09.2003 wurde dieses Board abgeschaltet. Bitte nutzen Sie ab sofort das neue Forum für Ihre Beiträge. Vielen Dank. Zum neuen Forum: Hier klicken :-)

Fragen zur Sehfähigkeit

hinzugefügt von Sandra [Kontakt]
am 15.06.01 18:51

Hallo zusammen,

vorab: ich selber (23) habe keinen Führerschein und vorerst auch kein Interesse einen zu machen. Deshalb bin ich nicht fit in Sachen Voraussetzungen zum Führerschein.
Zum Thema:
Meine Schwester (28) ist seit dem 5. Lebensjahr auf dem rechten Auge blind und trägt eine Protese. Zudem trägt sie für das linke Auge noch eine Brille. Somit hat sie dort auch nicht volle Sehkraft. Wenn ich Fahrschullehrer wäre, ich hätte sie nie einen Führerschein machen lassen.
Dass sie im zweiten Halbjahr 2000 3 Unfälle und in dieser Woche den 3.Unfall in diesem Jahr (!) gebaut hat, bestätigt mich nur in meiner persönlichen Meinung.
In allen Unfällen hatte sie anderen Autofahrern die Vorfahrt genommen. Somit kann man das wohl auf die fehlende Sehkraft des rechten Auge zurückführen.
Da meine Schwester leider das schwarze Schaf der Familie ist, sie es mit der Wahrheit nie so genau genommen hat und auch die Ablegung der Fahrschule samt Prüfung jahrelang geheim gehalten hat (normalerweise teilt man das ja mit), bin ich mir gar nicht mal so sicher, dass das mit rechten Dingen zu ging.
Meine Fragen:
1. Darf jemand, der nur ein sehfähiges Auge und auf diesem nur verminderte Sehkraft besitzt, überhaupt einen Führerschein machen?
ODER
2. Ist es möglich, dass für meine Schwester jemand anderes den für die Prüfung notwendigen Sehtest abgelegt hat? (sorry, ich bin in diesen Dingen echt nicht firm).

Da bei den Unfällen meist ihre beiden Kinder (5 + 2 J.) bei gewesen waren, halte ich meine Schwester für eine Gefahr für die Kids, sich selbst und natürlich auch für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Da sie absolut nicht aus ihren Fehlern lernt, platzt mir jedesmal der Kragen, wenn ich von einem erneuten Unfall höre, an dem sie beteiligt und auch schuld ist. Auch, wenn sie meine Schwester ist, habe ich eher das Wohl der Kinder im Auge und würde gern etwas unternehmen. Es trennen uns 300km und ich weis nur nicht, an wen man sich wenden kann. Vielleicht kann mir jemand auch dazu etwas sagen.
Danke für eventuelle Antworten.

Lieben Gruß,
Sandra


[ Nach oben ]

Zu: Fragen zur Sehfähigkeit

angehängt von Stefan (stefan1512@freenet.de)
am 15.06.01 19:25

Hi Sandra,
eine Sehtestbescheinigung bekommt man nur unter Vorlage des Personalausweises.
Die Unfälle mit Vorfahrtswegnahme schlägt mit 3 Punkten und 100 DM zu Buche.(je Unfall)
Also hier bekommt die Fahrerlaubnisbehörde schon Kenntnis von den Unfällen, und es liegt an der Fahrerlaubnisbehörde zu reagieren oder nicht!

Anmerkung:Bin etwas zwiegespalten beim schreiben dieser Zeilen, denn einerseits verstehe ich Deine Angst um die Kiddies aber andererseits finde ich es nicht OK jemand anzuschwärzen.

Gruß
Stefan
Nun ja, oben steht die Rechtslage.


[ Nach oben ]

Zu: Fragen zur Sehfähigkeit

angehängt von Felix (Email-Adresse unbekannt)
am 15.06.01 20:51

Hallo Sandra,

das ist ein sehr heikles Thema. Vor allem in menschlicher Hinsicht.

Inwieweit es Personen mit eingeschränktem Sehvermögen möglich ist, einen Führerschein zu erwerben, und unter welchen Auflagen, weiß ich nicht. Dafür gibt es sicher irgendwelche Vorschriften und Grenzwerte für das Sehvermögen. Aber davon mal abgesehen. Wesentlich ist wohl, daß sie nach Deiner Schilderung ganz offensichtlich sich selbst und andere im Verkehr gefährdet, und daß dies ebenso offensichtlich mit ihrem Sehvermögen ursächlich zusammenhängt.

Solange es nur bei verbeultem Blech bleibt, hält sich der Schaden in Grenzen. So etwas kann man ersetzen. Gar nicht so selten ist es jedoch so, daß etwa Motorradfahrer zum Opfer solcher Personen (oft älterer Personen, die vergleichbare Seh-, Hör- und Reaktionsprobleme haben) werden. Typisch ist ein Zusammenstoß an Kreuzungen, wo dem Zweiradfahrer die Vorfahrt genommen wird. Hinterher heißt es dann oft: "ich hab den doch gar nicht gesehen...". Ein Motorrad hat aber leider weder Knautschzone, noch Airbag noch Sicherheitsgurte. Der Leidtragende ist fast immer der Fahrer, oft mit sehr tragischen Folgen.

Bei Polizei oder Behörden anzeigen sollte man seine Mitmenschen grundsätzlich nicht, erst recht nicht wegen eines Fehlverhaltens im Verkehr. Wegen so etwas läuft man nicht zur "anderen Seite". Die Grenze zum moralisch verachtenswerten Denuntiantentum ist nur allzuschnell überschritten. Das sollte eine grundsätzliche Einstellung sein, getragen von dem Grundgedanken, daß Verkehrsteilnehmer ein kollegiales Verhältnis zueinander haben sollten.

Zunächst würde ich mal versuchen, trotz aller Probleme mit Deiner Schwester zu sprechen und ihr dies in aller Deutlichkeit klarzumachen. Wenn dies nichts hilft, könnte vielleicht eine Vertrauensperson - wer das ist, mußt Du selbst anhand der individuellen Verhältnisse beurteilen - einen Sinneswandel erreichen. Eventuell könntest Du sie dazu überreden, noch einmal ihr Sehvermögen fachärztlich beurteilen zu lassen, vor allem im Hinblick auf ihre Fähigkeit zur Teilnahme am Verkehr. Im Rahmen einer privaten, freiwilligen Untersuchung, versteht sich, bei der die Ergebnisse nicht den Behörden zur Verfügung stehen, sondern vertraulich bleiben. Die Behörden einzuschalten sollte wirklich nur die "ultima ratio", das allerletzte Mittel sein, wenn alles andere versucht wurde und nichts fruchtete.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei dieser heiklen Sache.


[ Nach oben ]

FE-Entziehungsverfahren

angehängt von Webmaster (webmaster@fahrschule-knittel.de)
am 16.06.01 12:07

Hallo Sandra :-)

Die Vorredner haben ja schon wesentliches zur Beantwortung der Fragestellung beigetragen. Zusätzlich möchte ich noch, ohne auf den Fall und die zwischenmenschlichen Probleme näher eingehen zu wollen, etwas zu den (verwaltungsbehördlichen) Abläufen eines Entziehungsverfahrens mitteilen. Ich denke, daß ungefähre Kenntnisse darüber ganz hilfreich sein könnten...

Neben dem strafgerichtlichen Verfahren zur Entziehung einer Fahrerlaubnis (z.B. wegen Verkehrsstraftaten wie "Trunkenheit im Verkehr" / § 316 StGB etc.) gibt es noch das vearwaltungsbehördliche Entziehungsverfahren durch Fahrerlaubnisbehörden (FE-Behörden). Die FE-Behörde kann nur dann eine Fahrerlaubnis entziehen, wenn die Nichteignung des Betroffenen zweifelsfrei festgestellt wurde.

Die Nichteignung steht z.B. fest, wenn dem Betroffenen

  • 18 oder mehr Punkte in der flensburger Verkehrssünderdatei zugeschrieben wurden oder

  • aus anlaßbezogenen Gründen ("Eignungszweifel") körperliche, geistige oder charakterliche Defizite, die eine weitere Teilnahme am Straßenverkehr ausschließen, nachgewiesen werden können.

Den ersten Punkt muß ich sichlich nicht näher beleuchten. Mit jeder bußgeldbewerten Verkehrsordnungswidrigkeit wird das Punktekonto unweigerlich steigen. Ab 14 Punkte wird der Betroffene zur Teilnahme an einem Aufbauseminar verpflichtet. Zudem ergeht eine Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung. Bei Erreichen von 18 Punkten wird die Fahrerlaubnis (endgültig) entzogen.

Viel interessanter ist vielleicht der zweite Punkt. Erhält die Fahrerlaubnisbehörde konkrete Hinweise von einer möglichen Nichteignung eines Fahrerlaubnis-Inhabers, muß diese bei begründeten Eignungszweifeln von sich aus tätig werden. Der FE-Behörde obliegt bei vermuteter Nichteignung die Beweislast. Zur Prüfung der Eignung bedient sie sich deshalb in der Regel eines externen Gutachtens. Bei begründeten Verdachtsmomenten kann daher gegenüber dem Fahrerlaubnis-Inhaber die Anordnung zur Beibringung eines entsprechenden Gutachtens ausgesprochen werden...

Abschließend noch ein paar Auszüge aus § 46 Fahrerlaubnis-Verordnung:

Erweist sich der Inhaber einer Fahrerlaubnis als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen. Dies gilt insbesondere, wenn Erkrankungen oder Mängel nach ... Anlage 6 FeV ("Anfoderungen an das Sehvermögen") ... vorliegen oder erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen wurde und dadurch die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen ausgeschlossen ist (vgl. § 46 Abs. 1 FeV).

Erweist sich der Inhaber einer Fahrerlaubnis noch als bedingt geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen, schränkt die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis soweit wie notwendig ein oder ordnet die erforderlichen Auflagen an; die Anlagen 4 ... oder 6 ("Eignung und bedingte Eignung", "Sehvermögen") sind zu berücksichtigen (vgl. § 46 Abs. 2 FeV).

Werden Tatsachen bekannt, die Bedenken begründen, daß der Inhaber einer Fahrerlaubnis zum Führen eines Kraftfahrzeugs ungeeignet oder bedingt geeignet ist, finden die §§ 11 bis 14 FeV ("Eignung", "Sehvermögen", ...) entsprechend Anwendung (vgl. § 46 Abs. 3 FeV).

Die Fahrerlaubnis ist auch zu entziehen, wenn der Inhaber sich als nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen erweist. Rechtfertigen Tatsachen eine solche Annahme, kann die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorbereitung der Entscheidung über die Entziehung die Beibringung eines Gutachtens eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfers für den Kraftfahrzeugverkehr anordnen. § 11 Abs. 6 bis 8 FeV ("Fragestellung für das Gutachten" ...) ist entsprechend anzuwenden (vgl. § 46 Abs. 4 FeV).

Hier findest Du die Fahrerlaubnis-Verordnung.

Viel Glück für Dich und ein "goldenes Händchen" für die Zukunft :-)

Website: http://www.fahrschule-knittel.de


[ Nach oben ]

"ultima ratio"

angehängt von Webmaster (webmaster@fahrschule-knittel.de)
am 16.06.01 12:14

>Die Behörden einzuschalten sollte wirklich nur die "ultima ratio", das allerletzte Mittel sein, wenn alles andere versucht wurde und nichts fruchtete.

Dem möchte ich mich noch unbedingt anschließen...

Website: http://www.fahrschule-knittel.de


[ Nach oben ]

@Stefan

angehängt von Sandra (SweetHarmonyxx@aol.com)
am 18.06.01 13:23

Hallo Stefan,

"...Also hier bekommt die Fahrerlaubnisbehörde schon Kenntnis von den Unfällen, und es liegt an der Fahrerlaubnisbehörde zu reagieren oder nicht!..."

Ich hoffe sehr, dass sie mal stutzig und auch tätig werden!

Danke für deine Hilfe.

Gruß Sandra


[ Nach oben ]

@Felix

angehängt von Sandra (SweetHarmonyxx@aol.com)
am 18.06.01 14:33

Hi Felix,

"...Hinterher heißt es dann oft: "ich hab den doch gar nicht gesehen..."..."

Jep, meine Schwester macht es nicht anders. Durch ihre hektische, unruhige Art schaut sie trotz ihres eingeschränkten Sehfeldes nicht genau, fährt anderen Autos in die Seite und argumentiert mit dem o.g. Satz. Genauso nach dem Unfall letzte Woche: Ohne, dass ich überhaupt etwas zum Thema Unfall sagte, meinte sie sich rechtfertigen zu müssen (Die Staße könne man schlecht einsehen..). Ich verstehe nicht, wie man sich selbst, andere Menschen und vor allem seine Kinder so gefährden kann. Ich bekomm das einfach nicht in meinen Kopf.

"...Zunächst würde ich mal versuchen, trotz aller Probleme mit Deiner Schwester zu sprechen und ihr dies in aller Deutlichkeit klarzumachen...."

Zum aktuellen Unfall habe ich noch nicht viel gesagt, sondern mich erstmal zurück gehalten. Bin selber noch zu aufgewühlt und möchte nichts sagen, das mir später vielleicht leid tun würde.
Bei den letzten Unfällen habe ich aber schon mal versucht mit ihr zu sprechen. Habe versucht ihr klarzumachen, dass sie an sich arbeiten sollte, ihre hektische, unachtsame und auch egoistische Lebensweise ("erst ich, dann Freunde, dann die Kinder, Katze, Hund, Familie..") überdenken sollte. Ihre "Einsichtigkeit" hat allerdings nicht lange angehalten (wie man ja wieder gesehen hat).
Ich kanns nochmal versuchen, aber weis schon, dass nur ein "ja ja, ich weis" rüber kommen wird, mehr nicht.

"...Die Behörden einzuschalten sollte wirklich nur die "ultima ratio", das allerletzte Mittel sein, wenn alles andere versucht wurde und nichts fruchtete..."

Worte werden bei meiner Schwester absolut nicht fruchten. Das haben sie noch nie getan. In den ganzen 28 Jahren nicht, denn es wiederholt sich alles, wenn auch in anderer Form. Aber daraus lernen will sie einfach nicht. Die Leidtragenden sind dabei immer die Kinder, was mich so wütend macht.

"...Ich wünsche Dir viel Erfolg bei dieser heiklen Sache..."

Danke, ich werde ja sehen, wie es sich entwickelt nach einem Gespräch. Aber lange kann ich nicht mehr ruhig sitzen. Ich möchte einfach einen Anruf vermeiden, durch den mir vielleicht mal mitgeteilt wird, dass die Kinder und/oder auch meine Schwester durch ihre Schuld ums Leben gekommen sind.
Ich hoffe sehr, dass die Behörden mal was unternehmen - und zwar nicht erst, wenns zu spät ist.
Jedenfalls vielen Dank für deine Sichtweise.

Lieben Gruß,
Sandra

P.S. Ich weis, ich bin niemandem Rechenschaft schuldig, aber ich tue es trotzdem: Die oft negativ klingenden Untertöne bitte ich zu entschuldigen. Sie sind leider schon seit Jahren wie eingebrannt. Wenn man sieht, wie ein Familienmitglied alles falsch macht, was man nur falsch machen kann und man sich nur noch hilflos fühlt, kommen diese (meine) schlechten Ansichten immer wieder hoch :-(

So long..


[ Nach oben ]

@Webmaster

angehängt von Sandra (SweetHarmonyxx@aol.com)
am 18.06.01 14:52

Hi du,

"...Zusätzlich möchte ich noch, ohne auf den Fall und die zwischenmenschlichen Probleme näher eingehen zu wollen, etwas zu den (verwaltungsbehördlichen) Abläufen eines Entziehungsverfahrens mitteilen. Ich denke, daß ungefähre Kenntnisse darüber ganz hilfreich sein könnten..."

Und wie sie geholfen haben. Ich habe mir die von dir zitierten Gesetzesauszüge und die Verordnung mehrmals durchgelesen. Habe mir das schon gedacht, dass es auch für die Sehfähigkeit genaue Richtlinien gibt.

Wie ich schon Stefan und Felix schrieb, kann ich nur hoffen, dass die FE-Behörde tätig wird.

"...Viel Glück für Dich und ein "goldenes Händchen" für die Zukunft :-)..."

Vielen Dank für alles. Ihr drei habt wirklich etwas Licht ins Dunkel gebracht.

Lieben Gruß,
Sandra


[ Nach oben ]

Zu: Fragen zur Sehfähigkeit

angehängt von D. Perenda (Email-Adresse unbekannt)
am 18.06.01 22:38

Hi,

um einem Mißverständnis zu begegnen: Nur äußerst selten erfährt die Fahrerlaubnisbehörde von Bußgeldverfahren bei den Bußgeldstellen. Dieses erfolgt meißtens nur dann, wenn bei der Unfallaufnahme die Polizei Anzeichen für einen Eignungsmangel feststellt und der Fahrerlaubnisbehörde dann eine Mitteilung darüber macht (ist auch logisch: nur die wenigsten Unfälle sind Ergebnis eines gesundheitlichen Mangels).

Auch wenn ich nun polarisieren sollte, bin ich der Meinung, daß eine Mitteilung an die Fahrerlaubnisbehörde erfolgen sollte. Es muß ja nicht zwangsläufig in einer Entziehung enden. Vorstellbar wären aber neben regelmäßigen Nachuntersuchungen des Sehvermögens auch Auflagen/Beschränkungen wie z.B. Höchstgeschwindigkeit, Nachtfahrverbot, ...

Der erste Schritt ist aber eine entsprechende Mitteilung an die Behörde, nach Möglichkeit mit Angabe des Namens und des Geburtsdatums des Betroffenen und ausführlicher Schilderung des Sachverhaltes. Diese wäre glaubwürdiger, wenn sie nicht anonym erfolgen würde. Ein Hinweis auf die bereits verursachten Unfälle könnte die Fahrerlaubnisbehörde auch dazu veranlassen sich die entsprechenden Bußgeldakten kommen zu lassen.

Gruß


[ Nach oben ]

Zu: Fragen zur Sehfähigkeit

angehängt von Stefan (stefan1512@freenet.de)
am 18.06.01 23:21

Hallo,

um einem Mißverständnis zu begegnen: Nur äußerst selten erfährt die Fahrerlaubnisbehörde von Bußgeldverfahren bei den Bußgeldstellen.

Lt. Gesetz findet ein Datenabgleich zwischen VZR und Führerscheinstelle statt und so müßte die Fahrerlaubnisbehörde von Bußgeldern die mit über 80 DM oder Punkten bewertet werden Kenntnis kriegen.
Und somit auch reagieren!!!!
Gruß
Stefan



[ Nach oben ]

Maßnahmen der FE-Behörden

angehängt von Webmaster (webmaster@fahrschule-knittel.de)
am 19.06.01 14:27

@Stefan:

...selbst wenn es so wäre, die Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde orientieren sich in diesem Fall nach dem Mehrfachtäter-Punktsystem. Soll heißen: Ab 14 Punke Verpflichtung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar, Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsycholgischen Beratung und ab 18 Punkten erfolgt der Entzug der Fahrerlaubnis.

Vorherige schäfere Maßnahmen können durch die Fahrerlaubnisbehörde meist nur dann ergriffen werden, wenn diese Kenntnis über offensichtliche Nichteignung des FE-Inhabers erhält. Dies könnte z.B. durch beteiligte Polizeibeamte nach einer Unfallaufnahme erfolgen, oder, wie hier diskutiert, von Familienangehörigen des FE-Inhabers. Eine schöne Situation ist dies zugegebenermaßen nicht.

Da für die im VZR eingetragenen Punkte auch "irgendwann" Tilgungsreife eintritt (Tilgungsfrist bei Ordnungswidrigkeiten 2 Jahre, bei Neueintragung von OWi-Punkten evt. Tilgungshemmung bis max. 5 Jahre) kann sich das Punktekonto auch zwischenzeitlich wieder verringern. So gesehen könnte das Warten auf einen Entzug "über die Punkte" im Einzelfall eine sehr langfristige Angelegenheit werden...

Website: http://www.fahrschule-knittel.de


[ Nach oben ]

Zu: Fragen zur Sehfähigkeit

angehängt von D. Perenda (Email-Adresse unbekannt)
am 19.06.01 18:00

@Stefan:

Die Fahrerlaubnisbehörde erhält nicht wg jedem Furz 'ne Mitteilung aus Flensburg. Darüber hinaus ist allein aus der Eintragung nicht ersichtlich, ob nun jemand einen epileptischen Anfall, einen akuten Schub einer affektiven Psychose oder eben "nur" schlechtes Sehvermögen hat.

Und da eine Zusendung erst bei 9 Punkten erfolgt, dauert es bei der Mehrzahl der Fahrerlaubnisinhaber Jahre bis das auf diesem Wege an die Behörde kommt. Da jemand mit einer ev. eignungsausschließenden Erkrankung aber in den aller wenigsten Fällen ein sog. "Mehrfachtäter" ist, wäre dieser Weg absolut unsinnig.

Gruß


[ Nach oben ]

Zu: Fragen zur Sehfähigkeit

angehängt von Stefan (stefan1512@freenet.de)
am 19.06.01 18:06

Danke für Info,
dachte ich hätte gelesen das alles was über 80 DM und mit Punkten bewertet wird automatisch der Fahrerlaubnisbehörde gemeldet wird.
Sorry.
Werde besser recherchieren:-)
Gruß
Stefan

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]


 
Werbung:
 

Foren-Archiv: Weitergehende Informationen
Weitere Infos ...
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Fahrerlaubnis- oder Verkehrsrecht? Sie suchen sach- und fachkundigen Rat? Kein Problem, stellen Sie doch einfach Ihre Frage(n) in den Verkehrsportal-Foren...
Foren-Archiv Sitemap ...
Sitemap der Archiv-Jahrgänge: 2003 | 2002 | 2001 | 2000; Bei Klick öffnet sich ein separates Fenster mit der kompletten Themenliste eines Jahrganges. Vorsicht: Die Dateien haben eine jeweilige Größe von bis zu 300 KBytes!
 




 >>  Anwaltssuche im Strafzettel-Netzwerk