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Atemalkohol - Wiederholungstäter

hinzugefügt von Bernd [Email: Keine]
am 28.08.03 20:20

Hallo,

vielleicht wurde das Thema schon mal behandelt aber ich habe wirklich versucht mir alle Fälle anzuschauen.

Gestern wurde ich von der Polizei angehalten. Atemtest ergabt erst 0,28 dann 0,26 mg/l Alkohl im Blut. Das ergibt dann wohl 0,56 bzw. 0,52 Promile.

Getrunken habe ich wohl so 2,5 Pilschen (0,3-Glas) und wurde praktisch kurz nach dem letzten Schluck gestellt. Eine Blutprobe wurde nicht genommen.

Meine Frage(n) jetzt:

0,52 Promile ist ja ziemlich knapp. Gibt es hier Möglichkeiten das Ergenis anzufechten bzw. gibt es keine Tolleranzen?

Ich habe zur Zeit eine ziemlich schwere Grippe. Sollte man hier das Einnehmen von Medikamenten erwähnen und lieber ganz weg lassen?

Vor fünf Jahren hatte ich schon mal den Führerschein weg mit 0,81 (Bingo, immer knapp drüber - damals war die Grenze noch 0,8) Bin ich jetzt Wiederholungstäter oder so wie ich es sehen nicht, Punkte werden in Flensburg ja nach vier Jahren glöscht?

Ich bedanke mich schon mal im Voraus für Eure Antworten.


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 28.08.03 22:46

Da scheinen sich wohl so einige Mißverständnisse eingeschlichen zu haben. Zu den Tilgunsfristen schreib ich nix, da steht hier schon genug im Forum. Die Tolleranzen (schreibt man das wirklich so ?) sind schon abgezogen. Medikamente helfen Dir nicht, weil allein die objektive %o-Zahl ausschlaggebend ist. Medikamente helfen Dir bzgl. der Frage Vorsatz/Fahrlässigkeit, sonst nicht, außer vielleicht noch bei den Leberwerten. Die sind bei 24a jedoch schnurz. Ich wette, das war mal wieder das nette Draeger-Gerät. Da müßte man mal Akteneinsicht beantragen und schauen, wann geeicht und justiert wurde und was im einzelnen wann repariert wurde und wann das Polizeifahrzeug mit dem Ding im Kofferraum vorher viellecht mal einen Unfall hatte uswusw. . Im übrigen gibt es da diverse Ansätze, die dir jeder gute Verkehrsrechtsanwalt sagen kann (Ich könnt Geschichten erzählen, wenn ich das hier gegen Geld machen dürfte !). Das Gerät geht nach dem Mond. Es finden regelmäßig Trinkversuche statt, an denen neben Richtern und Rechtsmedizinern auch Anwälte teilnehmen dürfen (Bin Stammgast: umsonst Essen und Saufen hehe !). Da werden meist so 5 verschiedene und auch neue Geräte getestet und es kommen schonmal so bis zu 0,3 %o Unterschied heraus. Üblicherweise soll man sich da an 1,1 %o herantrinken. Und da ist das schon einiges an Differenz. Aber der allerwerteste BGH sagt ja, es sei ein standardisiertes Meßverfahren. Zudem kann man da noch einiges machen mit Speichel-Alkohol, sofern Du nicht gesagt hast, daß Du nur so 2,5 Pilschen (Trink lieber Vodka !) getrunken hast. Das Gerät nimmt automatisch Tolleranzen (?)an, um den Mund-Alkohol zu relativieren. Hast Du gerade vorher einen oder mehrere Kurze getrunken, kann das was bringen. Lustig ist das, wenn Du unmittelbar vorher Odol-Mundspray nimmst, dann gibt das sowas wie 7,6 %o, also doppelt tot ! Also wie immer, ab zum Anwalt.


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Toleranzen...

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 29.08.03 08:57

...kommt von tolerare (lateinisch) = ertragen, erdulden. Es soll Leute geben, die schreiben auch Allkohol bzw. nach dem 5. Bier Allool;-).


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von Bernd [Email: Keine]
am 30.08.03 16:46

Ich bedanke mich mal für Eure Antworten. Ich warte mal ab, was mir die Stadt so schreibt. Einen Wiederspruch werde ich auf jeden Fall versuchen. Einen Anwalt ist die ganze Sache wohl nicht wert. Mit Gnade werde ich wohl nicht rechnen können. Schließlich geht es den Gemeinden wohl auch mehr um das Bußgeld und nicht unbedingt um den Führerscheinentzug (was uns ja mehr weh tut). Das erkennt man auch immer daran, wenn man den Führerschein behalten darf und das doppelte an Strafe zahlt. Inzwischen habe ich mich auch anderweitig erkundigt. Der Atemalkohol mit 0,25 bzw. mehr wird wohl kaum anfechtbar sein. Vielleicht hatte das Gerät aber ein Software-Update. Müsste dann neu geeicht werden. Aber ohne Anwalt wohl auch keine Akteneinsicht. Auf jeden Fall war es mir eine Lehre. Und nebenbei: Wer Rechtschreibefehler findet, kann sie behalten ;-) DANKE Euch...


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Trinkende / Messung

angehängt von Tom [Email: Keine]
am 30.08.03 16:53

Wieviel Zeit verging zwischen dem Kontrollzeitpunkt und der ersten Messung (von zwei)?? Angabe in Minuten.....

Es gibt da eine Möglichkeit, von der auch so mancher Rechtsanwalt noch keine Kenntnis hat.


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 30.08.03 17:01

Na dann verrat die doch mal, hierfür ist das Forum doch da ! Andere plaudern doch auch aus dem Nähkästchen !


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 30.08.03 17:12

Man beachte den letzten Halbsatz : § 24a StVO: (1) Ordnungswidrig handelt, wer im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt. Die Zeit zwischen Kontrollzeitpunkt und Meßzeitpunkt ist völlig unerheblich ! Aber nenn mir mal Deinen Tipp, notfalls per email (,Herr Kollege ?): www.willibittrich@web.de


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von Bernd [Email: Keine]
am 30.08.03 17:29

Also.... Letzter Schluck.... Raus aus der Kneipe. Fünf Minuten Später... Polizei mit Handmeßgerät 0,26 mg 10 Minuten später... Revier (anderes Gerät)- 2,8 mg auf meinen Wunsch gleich danach zweiter Test - 2,6 mg Aber jetzt mal auf das ursprüngliche und laßt mich bitte nicht noch länger suchen. Sind die Punkte in Flensburg entscheident für eine Wiederholungstat oder der Vorfall selber?


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 30.08.03 19:21

Wenn der erste Verstoß 5 Jahre her ist, hast keine Ahndung als Wiederholungstäter zu befürchten. Es ist schließlich nur eine Owi.


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von Tom [Email: Keine]
am 30.08.03 19:39

Es gibt hierzu ein Erlaß vom IM Baden-Württemberg:
Zwischen dem Kontrollzeitpunkt und der ersten Atemalkoholmessung muß eine Beobachtungsphase von mindestens 20 Minuten liegen. In dieser Zeit darf der Proband (Betroffene) weder Rauchen, Essen noch andere Substanzen zu sich nehmen; auch das einfache Mundauspülen mit kaltem Wasser ist nicht zulässig.

Das Verwaltungsgericht Freiburg hat dem bereits zugestimmt, worauf unzählige Verfahren von der Ordnungswidrigkeitenbehörde eingestellt werden mußte.

Ich täte einen Rechtsanwalt aufsuchen (zwecks Akteneinsichtsersuchen).
Zum einen steht auf dem Anzeigenformular die Tatzeit (Kontrollzeitpunkt) und auf dem Ausdruck vom Evidential (Alkoholmessgerät) die Uhrzeit der ersten Messung. Wenn dazwischen weniger als 20 Minuten liegen oder es wurde etwas wie oben beschrieben eingenommen: "Herzlichen Glückwunsch......."


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 30.08.03 20:28

Ich weiß von 10 Minuten, aber nicht von 20 Minuten. In Köln halten die sich da auch sklavisch dran. Kannst Du mir vielleicht sagen, wo man diesen IM BW Erlaß runterladen kann ?


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von Tom [Email: Keine]
am 31.08.03 00:43

Richtig, die eigentliche Beobachtungsphase muß mindestens 10 Minuten betragen; aber das Trinkende muß mindestens 20 Minuten vor der ersten Messung liegen.

"Nachdem ich den Anhaltestab der Polizei sah, nahm ich die Flasche Alkohol, aus welcher ich zuvor einen kräftigen Schluck nahm und warf diese unter den Fahrersitz."

Der/die Polizeibeamte/in schaut in der Regel nicht unter den Fahrersitz und über Angaben als Betroffener bei der Polizei bedarf es keiner Diskussion, oder....?

Somit sind wir bei den 20 Minuten. Ist doch wie bei den meisten Ordnungswidrigkeiten, es ist alles eine Sache der Begründung.

Werde Dir Anfang nächster Woche das Az., bzw. den entsprechenden Erlaß zukommen lassen.


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von bernd [Email: Keine]
am 01.09.03 23:39

Danke für die vielen Nachrichten erst mal. Habe jetzt schon öfters gehört, daß nur der Anwalt Akteneinsicht nehmen kann. Ist für mich aber völlig unverständlich. Wie gesagt, wegen 250,00 Euro Strafe ist es wohl Blödsinn einen Anwalt einzuschalten. Hatte schon mal so einen ähnlichen Fall. Der Anwalt hat Akteneinsicht angefordert. Der hatte die Akten aber noch gar nicht. Sache wurde niedergelegt und der gute Mann hat 400 Euro von mir kassiert. Für nichts und wieder nichts :-(


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von steveluke [Email: Keine]
am 01.09.03 23:49

@Tom:
Die Regel, dass zwischen der Maßnahmen vor Ort und dem stationären EvidentialTest mehr als 20 Minuten ins Land gehen müssen, ist in NRW eigentlich ein relativ "alter Hut".
Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass zwischen Abgabe der beiden Atemproben mindestens 2 Minuten Verzögerung liegen (wobei dies aus technischen Gründen in den meisten Fällen eh' nicht anders möglich ist).


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Zu: Atemalkohol - Wiederholungstäter

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 02.09.03 09:23

Du kannst selbst auch Akteneinsicht nehmen, aber nur auf der Behörde selbst und unter Aufsicht !

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