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private Beweissicherung mit Camcorder

hinzugefügt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 28.08.03 23:00

Nachdem ich mir kürzlich einen Camcorder gekauft hatte, versuchte ich gelegentlich Straftaten bzw Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr zu filmen.

Heute hatte ich etwas Langeweile und hab mich mal mit meiner Cam auf eine Autobahnbrücke mit Abstandsmarkierungen auf der Fahrbahn gestellt.

Meine Ergebnisse sind folgende:
Fährt man selbst Auto, ist es sehr schwer aussagekräftige Aufnahmen hinzubekommen.
Meist filmte ich Fahrzeuge, die mir dicht auffuhren, schwenkte dann kurz auf meinen Tacho und filmte wieder nach hinten.
Verwendet man keinen Zoom, kann man keine Nummernschilder oder Personen erkennen.
Das Erkennen von Personen ist ohnehin problematisch, da die Scheiben der Gefilmten meist Licht spiegeln.
Mit Zoom verwackelt die Aufnahme zu sehr.

Zudem ist es natürlich der Verkehrssicherheit nicht zuträglich wenn man während des Fahrens filmt. (keine Sorge, ich habe nicht beim Nachhintenfilmen den Kopf verdreht und angestrengt in den Sucher geschaut :) )

Vorteilhaft wäre es hier, wenn man einen Beifahrer hätte, der filmt.

Das Filmen von der Brücke ist leider auch nicht sehr ergiebig. Obwohl man hier bei guter Sicht Erfolg haben könnte.
Das Problem hierbei ist, daß man ja 1. den Abstand, 2. die Person und 3. das Nummernschild des Zubeanstandenden filmen muß.

Ohnehin schätze ich, daß Aufnahmen mit einem "normalen" Camcorder kaum eine Chance haben dürften vor Gericht.
Wenn ich mir da das ein oder andere Urteil hierzu durchlese, kann da ja allerhand beanstandet werden (Im Fernbereich ist Abstandsmessung ungenau, eingeblendeter Timer sein ungenau - obwohl geeicht). Da dürfte ich mit so einer Aufnahme nicht weit kommen.

Was man jedoch sicherlich zur Anzeige bringen könnte, ist Nötigung bei Einsatz von Lichthupe oder Blinker.

Zudem dürfte es einfach sein, einen Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot zu beweisen ( obwohl das ja eher die kleinen Fische sind - ich mein 10€ wg. BKat Nr. 3.1. ist eigentlich den Aufwand nicht wert )

Kann es sein, daß die Luft auf einer Autobahnbrücke mit 5 Fahrstreifen darunter nicht so super ist?
Hab heute abend irgendwie so merkwürdigen Husten, obwohl ich weniger als 30 Min dort war.
Kann das vielleicht einer, der an der BAB arbeitet
bestätigen?

Über Meinungen zur Aussagekraft und Verwertbarkeit vor Gericht von solchen Aufnahmen würde ich mich freuen.
Vielleicht kann jemand noch Tipps geben, wie ich die Aufnahmen verbessern kann.

Ausserdem sehe ich einer heißen Diskussion über Denunzianten und Verräter - die ja nicht ausbleiben dürfte - freudig entgegen ;)


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Langeweile?

angehängt von Darkblue [Email: Keine]
am 29.08.03 07:50

Langeweile??

Darkblue: "...ein Engel der Nacht, aus Schatten gemacht. Die Nacht meine Heimat, der Mond meine Sonne, die Sterne meine Seele. Kein Herz, kein Leid in Ewigkeit ein Engel..."


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Das behagt mir nicht ....

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 29.08.03 08:38

Hhhmh Hans, was hast Du denn vor??

Das ganze behagt mir nicht. Es scheint so, als seist Du "auf der Lauer" und willst den Sheriff spielen.

Die Installation einer Onboard-Kamera im Fahrzeug kann ich ja noch (in engen Grenzen) nachvollziehen. Damit könnte man evt. gute Bilder zur Dokumentaion und eigenen Verteidigung schießen, z.B. zur Klärung eines Unfallhergangs oder von Owi- und Strafsachen in die man selbst verwickelt wurde (Nötigung durch andere etc.).

Die Grenze sehe ich allerdings erreicht, wenn der normale Bürger auf allgemeine "Verbrecherjagd" geht. Dies geht eindeutig zu weit und passt auch nicht zu den Ansprüchen einer freien Gesellschaft.

Ich bin Verfechter FÜR angemessene Verkehrskontrollen. Dies sollte aber ausschließlich den dafür zuständigen Beamten / Angestellten überlassen werden.


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Profis

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 29.08.03 09:00

Mein Rat an Hans Wurst: Überlass das lieber den Profis! Außer verlorenem Zeitaufwand, Ärger und Verdruss wird bei Dir nichts herauskommen;-).


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 29.08.03 09:00

@ Uwe:
>[Zitat:] "Ich bin Verfechter FÜR angemessene Verkehrskontrollen."

Da sehe ich gerade das Problem. Es gibt keine angemessenen Anzahl von Verkehrskontrollen.

Und da dacht ich mir, wenn ich mal Langeweile habe, wäre die Durchführung einer privaten Verkehrskontrolle vielleicht sinnvoll. - Natürlich alles nur im Rahmen des gesetzlich Erlaubten.

Andere engagieren sich für Kommunalpolitik oder sind freiwillige Sanitäter, warum soll es nicht auch private Beweissicherung von Straftaten im Straßenverkehr geben?

Als Hooby quasi.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Coffi [Email: Keine]
am 29.08.03 09:26

na ich will dich mal sehen wenn ich von hinten komme und du vor mir mit deiner Kamera rumfuchtelst und nach hinten filmst...
dann hast du ruckzug ne Anzeige, denn was denkst du warum ich beim fahren kein Handy am Ohr haben darf???

Hoffe du wirst bald erwischt oder jemand unterbindet dein Treiben. Suche dir nen Job


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Merkwürdiger Husten...

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 29.08.03 09:34

"Kann es sein, daß die Luft auf einer Autobahnbrücke mit 5 Fahrstreifen darunter nicht so super ist?
Hab heute abend irgendwie so merkwürdigen Husten, obwohl ich weniger als 30 Min dort war. " Vermutlich sind das erste Anzeichen von Gehirnbrand. Dein Verhalten unterstützt diese Theorie jedenfalls.

Bin mal gespannt, wann du dich beim Filmen mal um einen Baum wickelst...
Auf jeden Fall wäre es nett, wenn die Autobahnpolizei dich mal dabei erwischen sollte und evtl. ne Straßenverkehrsgefährdung daraus macht!

Btw. Wieso darf man nicht ohne Freisprecheinrichtung telefonieren, aber Typen wie Hans Wurst können den Speilberg für Arme im Auto mimen??

Grobi


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Filzstift [Email: Keine]
am 29.08.03 18:00

Ich erinnere mich an einen Fernsehbeitrag bei dem zwei Schweden, die auf einer BAB permanent auf dem Pannenstreifen rechts LKW überholten, besoffen waren und mit unangepasster Geschwindigkeit fuhren. Das ganze haben sie selbst mit ihrer Videokamera dokumentiert und dabei immer schön Richtung Tacho geschwenkt. Die Strafe folgte aber auf dem Fuß. Jeder Bürger hat das Recht, selbst Ordnungswidrigkeiten und Straftaten anzuzeigen. Ob der Richter dann mitgeht ist ja eine andere Frage. Vielleicht sollte Hans Wurst es mal mit investigativem Journalisimus versuchen?


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Frank [Email: Keine]
am 29.08.03 18:21

ob das dann aber alles als Beweis anerkannt wird wage ich zu bezweifeln, da es die Behörde schon schwer genug hat "ordentliche" Filmaufnahmen von Brücken aus zu tätigen. Diese sind rechtlich schon recht wackelig und meist anfechtbar, was soll dann erst aus den Aufnahmen des " Hobbyfilmers " werden ?


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Filzstift [Email: Keine]
am 29.08.03 18:43

Wie viele Meckerfaxe kommen denn da so?


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Der Gedankenlose [Email: Keine]
am 29.08.03 20:39

Und wieder einer, der augenscheinlich irgendeinen schlechten Stoff geraucht haben muss. Werden wohl Arschhaare drin gewesen sein...


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Tom [Email: Keine]
am 30.08.03 15:56

Bei einer Nötigung muß ein sozial unerträgliches Übel vorausgehen. Wenn Sie noch die Zeit haben, mit einer Videokamera zu filmen, dann wird Sie jeder StA auslachen. Bis zum Richter wird es nicht kommen, da zuvor die Einstellung gemäß 170 Abs. 2 StPO und Abgabe an die Ordnungswidrigkeitenbehörde erfolgt.

Sie hätten auch den Fehler gemacht, nur nur den Auffahrenden und Ihr Tacho zu filmen. Wenn schon, dann auch nach vorne, vielleicht hätten Sie doch auf den rechten Fahrstreifen wechseln können....

Bei einer Abstandsmessung (VIBRAM) auf einer Brücke reicht es nicht aus, einfach nur zu filmen. Es muß eine genaue Beobachtungsphase vorhanden sein (ca. 500 m) und außerdem die gefahrene Geschwindigkeit (abzgl. der Toleranz).
Wie soll sonst der Abstand in Zehntel vom halben Tachowert errechnet werden.

Anmerkung:

Bei einem Drängler kommt nicht immer nur der § 240 StGB (Nötigung im Straßenverkehr) in Betracht, sondern evtl. auch der § 315c StGB (Straßenverkehrsgefährdung, Fehler beim Überholen).

Und Vorsicht, vielleicht kommt noch jemand auf die Idee eine Strafanzeige gem. § 315b StGB (Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr) gegen Sie vorzulegen.

Gruß Tom

PS: Ich bezweifel die Ernsthaftigkeit Ihres Beitrages.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 03.09.03 17:39

@ Tom:
Wäre es möglich mich wegen Verstoß gegen 315 b StGB anzuzeigen?
Wenn ich mein Auto während des Filmes beherrsche und gerade fahre, wäre mit ja maximal der Versuch vorzuwerfen.
Da ich allerdings nicht vorhabe, den Verkehr zu gefährden, glaub ich nicht, daß man hiermit durchkommen würde.

Ein Verstoß gegen die StVO liegt ja auch nicht vor. In Frage käme § 23.
Expizit wird hier nur Handy und Radarwarner verboten.
Ob man bei einem kleinen Camcorder (Gerät) von "Beeinträchtigung der Sicht" sprechen kann, glaube ich weniger. Ich filme ohne den Sucher zu benutzen und schaue selten auf das kleine Monitordisplay.
Das Gerät ist blind zu bedienen (An - Aus - Zoom - Aufnahme)

Nach vorne filmen:
Kann man machen, muß man aber nicht. Auch wenn man illegal auf der linken Spur fährt (tue ich nicht) darf man nicht genötigt werden.

Und warum sollte man sich nicht beim Filmen genötigt fühlen können?
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Man gewöhnt sich doch irgendwie an alles - die Gefahr, die von einem dicht auffahrenden KFZ bei hohen Geschwindigkeiten ausgeht, bleibt. Die psychische Druck, der durch den Drängler ausgeübt wird ebenfalls.

Vielleicht könntest Du das noch etwas näher erläutern.

Heute zum Beispiel hatte ich es wieder mal mit einem krassen LWK Fahrer zu tun, der bei ca 90 KmH vielleicht 5- 10 m Abstand bergab zu mir hatte.
Nicht mal nach Antippen der Bremse (->"Will ein Vordermann dem Drängler zeigen, dass er sich vom dichten Auffahren genötigt fühlt, darf er das durch Antippen der Fußbremse kurz mitteilen. Kommt es zum Unfall, ist der Hintermann für den Schaden allein verantwortlich. Die dem Drängler entstandene
Haftpflicht hat sich dieser dann selbst zuzuschreiben (OLG Karlsruhe 10 U 240/90)."
) hat er seinen Abstand verringert. Später überholte er dann, um sich danach in meinen vorschritsmäßigen Sicherheitsabstand zu drängeln.

Leider hatte ich hier versäumt, meine Kamera einzusetzen.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Der Gedankenlose [Email: Keine]
am 03.09.03 21:51

>[Zitat:] "Nicht mal nach Antippen der Bremse (->"Will ein Vordermann dem Drängler zeigen, dass er sich vom dichten Auffahren genötigt fühlt, darf er das durch Antippen der Fußbremse kurz mitteilen. Kommt es zum Unfall, ist der Hintermann für den Schaden allein verantwortlich. Die dem Drängler entstandene Haftpflicht hat sich dieser dann selbst zuzuschreiben (OLG Karlsruhe 10 U 240/90)." ) hat er seinen Abstand verringert."


Du solltest Dir Deinen Schwachsinn mal richtig durchlesen, bevor Du ihn hier postest.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 03.09.03 22:45

Versteh ich jetzt nicht.
Das Urteil in den Klammern hab ich nur dazugeschrieben, damit sich nicht jemand über mein Verhalten beschwert und behauptet es sei rechtswidrig.
Wurde doch eindeutig als Zitat gekennzeichnet und enthielt eine Quellenangabe. (?????)


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Tom [Email: Keine]
am 04.09.03 16:25

Vorab sei erwähnt, daß jeder Fall anders gelagert ist und sich nicht auf einzelne Gerichtsurteile stützen läßt. Außerdem, ob nun Verurteilung oder Einstellung des Vefahrens, den Ärger kann man sich sparen, oder???

Wenn wir schon bei Gerichtsurteilen sind, hier ein paar Beispiele:

Das Urteil vom OLG KA, wonach das leichte Antippen der Bremse erlaubt sei, ist mit besonderer Vorsicht zu genießen. Denn sobald die Geschwindigkeit verringert wird, kann auch dem "Antipper" eine Nötigung zur Last gelegt werden (OLG Stgt; BGH, VG Oldenburg).

Das absichtliche Ausbremsen hingegen könnte bereits ein Verstoß i.S.v. § 315b StGB sein (BHG, NJW 1968, 1244; BGH, VM 1976, 49; BGH, NZV 1992, 157).

Eine Nötigung im Straßenverkehr muß über einen längeren Zeitraum erfolgen, ca. 15 Sekunden reichen nicht aus (OLG KA).

Eine Nötigung liegt erst dann vor, wenn der Hintermann nicht nur sämtliche lichttechnische Einrichtungen benutzt, sondern erst in Verbindung mit dem dichten Auffahren (soll nur als kleine Anmerkung dienen).

Wenn der Vordermann innerhalb einer kurzen Zeit gefahrlos auf den rechten Fahrstreifen wechseln könnte, liegt keine Nötigung vom Auffahrenden vor. Bei einer Nötigung müssen erschwerte Umstände mit besonderem Gewicht hinzukommen (OLG Düsseldorf).
Hierzu habe ich bereits selber einige Erfahrungen vorzuweisen.

Außerdem sei noch erwähnt, daß disziplinierende Maßnahmen (Verkehrserziehung) der Polizei zu überlassen ist (BGH, OLG Stgt, AG Freiburg).

Aber wie oben bereits erwähnt, jeder Fall ist anders gelagert. Wenn Dein jeweiliger Hintermann mit entsprechenden Zeugen auftritt, wäre es möglich, daß auch Du der Angeklagte sein könntest.

Aber das wollen wir doch nicht, oder?


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@Hans Wurst: private Beweissicherung mit .......

angehängt von Uwe Kusnezow [Kontakt]
am 04.09.03 16:52

.....Camcorder auch auf dem Usertreffen??

Gruss Uwe;-))

Website: http://www.uwekusnezow.de


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 04.09.03 18:22

Wenn gewünscht, gerne!


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 04.09.03 18:50

Demnächst fängt der noch an, auf der Grünfäche im Autobahndreieck ne Grillparty zu schmeißen ! Das wäre doch eine adäquate Stelle, um das übernächste Postertreffen abzuhalten ! Da kriegt man so einiges mit und kann realitätsnaher diskutieren. Ich würde auch die dann notwendigen Ratiopharm ASS 600 (oder besser 800) stiften.

Ich möchte mal gerne sehen, wenn Du mit Deiner Digicam zur Polizei dackelst und denen sagst, Du hättest da 600,00 € Bußgeld, 10 Fahrverbote und 3 § 316 StGB´ler drauf. Das möchte ich wirklich sehen ! Kannst Du das auch filmen und ins Internet stellen ! ? !


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@helveticus??

angehängt von Uwe Kusnezow [Kontakt]
am 04.09.03 19:39

Kommst Du eigentlich am 20ten nach HR?

Gruss Uwe

Website: http://www.uwekusnezow.de


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@ Tom

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 04.09.03 21:11

Danke für die Infos!

>[Zitat:] "Außerdem sei noch erwähnt, daß disziplinierende Maßnahmen (Verkehrserziehung) der Polizei zu überlassen ist (BGH, OLG Stgt, AG Freiburg)"

Hast Du hierfür zufällig noch einen Link im Internet parat?
Ist ja schon sehr allgemein gefasst.

Soweit ich weiß gibt es doch auch Fälle, bei denen es eine Verurteilung wg Nötigung nur aufgrund von Zeugenaussagen gab, oder liege ich da falsch?
Wenn ich nun den Vorfall filmen würde, das Video jedoch nicht veröffentlichen würde, sondern nur andere Fahrzeuge, die auf dem Video zu sehen sind als Zeugen benennen würde, könnte das klappen?

Ein gewisser helveticus könnte mir bestimmt auch noch ein paar Tipps geben, wie es klappen könnte jemanden zu erfolgreich anzuzeigen...
Ich vermute jedoch von seiner Seite aus eher Verständnis für Verkehrsstraftäter.

Oder ich muß einen Anwaltstermin mit ihm ausmachen ;)


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 04.09.03 22:09

Mir fällt da grad was ein : Du weißt, daß das Recht am eigenen Bild als Ausfluß des Persönlichkeitsrechtes notwehrfähig ist oder ! ? ! Wenn Du jemanden gezielt filmst und hast ihn nicht vorher gefragt, dann darf der Dir die Kamera wegnehmen, um die Aufnahme zu vernichten. Bei ner Digicam wird das wohl auf "auf den Boden werfen" und zertreten hinauslaufen. Das wäre doch was oder ??? Laß den Blödsinn sein. Mehr als Blödsinn fällt mir dazu wirklich nicht ein ! Wenn Du zuviel Zeit hast, dann mach Dich mal mit der Technik des Einseitengeschwindigkeitssensors ESO ES 1.0 vertraut und sag mir, wie ich dieses Scheißding "geknackt" kriege !


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Saufen ! JAAAAAAAAAA !

angehängt von @fahrlehrer [Email: Keine]
am 04.09.03 22:12

Ich kann noch nicht sagen, ob das klappt, ich arbeite dran ! Termine ! Ich komm nur, wenn ich da auch pennen kann (terminlich !), sonst bringt das nichts. Eigenaquise durch besoffen nach Hause fahren ist nicht so prickelnd !


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helveticus:Darauf falle ich nicht rein!

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 04.09.03 23:34

Ich seh schon, Du arbeitest für die "Gegenseite"!

Das ist ja schon fast Irreführung :)

>[Zitat:] "Dem Journalisten hilft auch die Rechtsprechung der Gerichte zur »Beweissicherung« nicht weiter. So ist es nur ausnahmsweise rechtmäßig, ein auf einem Schulhof zusammen mit einem anderen neunjährigen Kind spielendes Kind aus größerer Entfernung aufzunehmen, um Beweismaterial für die Verursachung von Schäden an einem Zaun zu beschaffen. Ebenso haben die Gerichte entschieden, dass eine krankgeschriebene Frau bei einem Stadtbummel mit einem bekannten Sänger zu Beweiszwecken fotografiert werden darf.
"


weitere Infos dazu hier


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 05.09.03 10:35

Dein Posting versteh ich nicht (wie so einige
:-)))))). Welche Gegenseite ? Als "Gegenseite" würde ich ansatzweise ja noch die Polizei, die StA oder die BG-Behörden durchgehen lassen, aber auch nur ansatzweise. Welche Gegenseite meinst Du ?


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 05.09.03 11:27

Also, mit Gegenseite meinte ich die "Raserfraktion". Selbige verstößt vorsätzlich und häufig gegen gesetzliche Bestimmungen. Meist wird dann versucht durch Tricks und Schliche einer Verfolgung durch staatliche Behörden zu entgehen.
Das sind die Leute, die ich gerne erfolgreich anzeigen würde.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 05.09.03 12:35

Och Hans Wurst, wenn der LKW-Fahrer das nächste Mal anders reagiert, würde ich es nicht gut finden. Verstehen könnte ich es aber... -> *matsch*

Wenn du dich bemüßigt fühlst, dauernd Leute anzuzeigen, dann geh zur Polizei! Aber wahrscheinlich nehmen sie dort keine selbsternannten Hüter der Verkehrssicherheit und Rächer der Genötigten...

Also, spiel man weiter mit deinem Camcorder rum, "IM Wurstzipfel"! Irgendein Gefilmter wird sich schon drüber freuen und den angegebenen Zeugen aufsuchen...*g*

Grobi


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Der Gedankenlose [Email: Keine]
am 05.09.03 13:55

>[Zitat:] "Versteh ich jetzt nicht."

Das bestätigt meine Aussage. Ich wiederhole mich ja nur ungern, aber hiermit nochmal: Lies' Dir den von mir im vorherigen Posting zitierten Satz mal genau durch.
Ultraheisser Tip: Lass' alles weg, was in Klammern steht.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Egal [Email: Keine]
am 05.09.03 18:51

1. Mich würde mal Dein Alter interessieren! 2. Es wäre interessant zu sehen, wie Du Dich im Straßenverkehr selbst aufführst. (Häufig konnte ich schon selbsternannte "Oberlehrer" enttarnen, wie sie selbsterfundene Verkehrsregeln versuchten durchzusetzen. Bsp.: "Reißverschlußverfahren") 3. Es bleibt mir nicht der Eindruck verwehrt, daß Du zu denjenigen gehörst, die daran leiden, nicht in irgendeiner Weise von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Aber eine Schlagseite in der BILD à la "Hans Wurst, ein Mann, eine Kamera" wird Dir da auch nicht helfen. 4. Die überlasteten deutschen Gerichte werden sich "bedanken", wenn jemand wie Du denen noch weitere Anzeigen vorlegst, über die sicherlich jeder normaldenkende Richter nur mit dem Kopf schütteln wird. 5. Wenn Du das tust, was Du tun möchtest, mußt Du Dir 100%ig sicher sein, daß Du auf jeden Fall im Recht bist. (Unabhängig von der Rechtmäßigkeit Deines Vorhabens) Das wird so ein Hobbyfilmer wie Du wohl kaum können, oder? 6. Tue lieber etwas Sinnvolles. Helfe älteren Mitbürgern über die Straße oder Spende etwas für die wirklich armen Menschen dieser Welt. 7. Ich glaube, daß es sich hier nur um einen Scherz handelt. Anderenfalls suche Rat bei Menschen, die Dir Nahe stehen.


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Na gut, dann nennen wir doch mal...

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 05.09.03 19:36

Roß und Reiter.

1. 23

2. 90% vorschriftsmäßig - natürlich mach ich auch ab und zu Fehler. Dadurch, daß ich mich schon länger mit Verkehrsrecht beschäftige, habe ich schon ein recht hohes Niveau an Vorschriftskonformität erreicht. Gelegentlich lassen sich jedoch bestimmt Abweichungen feststellen.

Allerdings komme ich bestimmt nicht auf die Idee extrem dicht aufzufahren, um mir so Platz zu verschaffen. Was soll das denn überhaupt? Man geht ja auch im Supermarkt nicht hin und macht die Oma, die ewig ihr Kleingeld zusammensucht, dumm an oder schubst sie weg. o.ä.
Aufregen wird man sich deswegen trotzdem, wenn mans eilig hat.

Zum Thema "Oberlehrer": Drängler und Rechtsüberholer sind ebenfalls "Oberlehrer", da mit diesem Verhalten ja ein gewisser Effekt beim anderen Fahrer erzielt werden soll (nach Möglichkeit dauerhaft).

3. Naja was soll man dazu sagen - ich glaub eher nicht, daß Du recht hast.
Das eine hat mit dem anderen ja nicht unbedingt was zu tun.

4. Was kann ich denn dafür, daß die Gerichte überlastet sind und keine neuen Juristen eingestellt werden? Soll man deshalb auch sein Recht verzichten?

Ohnehin wäre es zu begrüßen, wenn sowohl Justiz als auch Polizei mehr Personal zur Verfügung hätte. Im Moment mag es ja noch irgendwie laufen, in wenigen Jahren könnte es jedoch ernste Probleme auf Grund dessen geben.

5. Ist mir etwas unklar, könntest Du das näher erläutern?

6. Ich finde sowas sinnvoll. Rettungsdienste, die bei Unfällen Verunglückte behandeln werden ja nur zur Behandlung von Folgen durch Verkehrsstraftaten oder bußgeldbewährten Verstößen ( schon klar nicht nur aber ich schätze mal 60-70% )tätig. Ich jedoch würde die Ursache dafür bekämpfen.

Dessen sind sich scheinbar viele nicht bewußt.

Zudem hab ich auch schon mal was gespendet, was allerdings ja weniger zeitaufwändig ist...

7. Ist kein Scherz.

Bei der Polizei hab ich diesbezüglich noch nicht vorgesprochen. Bin quasi in der Vorbereitungsphase und bräuchte halt weitergehende Infos. Vielleicht frag ich auch mal beim Staatsanwalt, wie ers denn gerne hätte ;)


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 05.09.03 20:05

Ich glaub Jungchen, Du willst hier die Leute verarschen oder ???


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 05.09.03 20:32

Nö! Das wäre für mich dann wirklich Zeitverschwendung, Opa.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 05.09.03 23:24

Schade, daß man nichts für die Polizei spenden kann. Ich würde denen direkt mal 150€ überweisen.
Ist das denn nicht irgendwie anonym möglich?

Naja vielleicht sollte ich auch einfach mal etwas schneller Auto fahren und hoffen, daß sie mich erwischen ;)


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von cheffe [Email: Keine]
am 05.09.03 23:45

@Hans Wurst

Sorry, aber zu Deinen Ideen fällt mir nur folgendes ein:

Du hast komplett einen an der Waffel!!!

Solche Hobby-Denunzianten wie Dich gab es bereits zahlreich in einer dunkleren Zeit unserer Geschichte vor ca. 60-70 Jahren bzw. bis vor 14 Jahren auch in Teilen unseres heutigen Staates. Der 'Erfolg' eines solchen Gedankenguts sollte bekannt sein.

>[Zitat:] "Dadurch, daß ich mich schon länger mit Verkehrsrecht beschäftige, habe ich schon ein recht hohes Niveau an Verkehrskonformität erreicht"

Sag mal, kannst Du auch etwas anderes als BLIND irgendwelchen Vorschriften hinterherjagen? Für Leute wie Dich sollte man die Vorschrift einführen, bei jedem Tankstop einen Becher heißen Kaffee kaufen und sich diesen anschließend über die Ei** kippen zu müssen :-)))).
Dann wäre wenigstens das Problem hinsichtlich der Vermehrung bestimmter Charaktere gelöst.. ;-))

Schlage Dir Deine kruden Ideen aus dem Kopf und suche Dir ein anständiges Hobby!!


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 06.09.03 00:46

Ich werd euch am Montag mal was Posten, wo ihr für die Hinterbliebenen von totgemachten Plozeibeamten was spenden könnt ! Und ich hoffe mal, ihr tut das auch ! Ich könnt hier schon wieder anfangen "Würstchen", mich aufzuregen, aber heut tu ich das nicht ! Die "grünen Männchen" sind nicht unsere Feinde, wirklich nicht. Die machen nur ihren Job. Ich versteh mich mit denen sehr gut. Und solche Sprüche mag ich nicht. Du wirst die 150,00 E brauchen, um hier noch 2 - 3 Monate Blödsinn zu verbreiten. Spars Dir bis Montag, dann geb ich Dir die Bankverbindung !


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 06.09.03 08:19

@Cheffe:
Ich halte mich übrigens an die Vorschriften, weil diese mir sinnvoll erscheinen, nicht um der Vorschrift willen.
Daß die ein oder andere Vorschrift mal nicht sinnvoll sein kann, darüber kann man sich unterhalten.

Mal abgesehen davon, daß Drängler und Leute, die es sich herausnehmen ständig und überall zu schnell zu fahren nerven, hast Du einen konstruktiven Vorschlag zur Verminderung von Verkehrstoten(7000 in 2002) und Verletzten (362 000 in 2002) Quelle?


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Egal [Email: Keine]
am 06.09.03 13:05

Frage 5 hast Du mit Deiner Antwort 2 bereits beantwortet. 90% reichen nicht! Wenn ich diesen Thread so beobachte, hast Du keine Gleichgesinnten gefunden. Ich denke, mach das, was Du vorhast. Aber bitte nicht traurig sein, wenn einer derjenigen, der die Regeln und Gesetze rechtmäßig vertritt Dir auf die Finger haut. Ich habe mal auf dem Düsseldorfer Flughafen einen Mann beobachtet, der in der Wartehalle die landenden und startenden Flugzeuge beobachtete und alles ganz genau in ein Heftchen eingetragen hat. Der saß da mit Fernglas und Brotdose. Auch wenn dessen Verhalten nicht "normal" war, so tat er keiner Fliege was zu Leide. War wohl sein ganz persönlicher Splien. - So sehe ich Deine Freizeitbeschäftigung auch. Viel Spaß dabei! - Wo willst Du denn bei den tausenden von Kilometern Autobahnen, Bundesstraßen, 30iger-Zonen, etc. anfangen? Und was machst Du mit den ganzen ausländischen Verkehrsteilnehmern? - Nach Holland, Belgien, Dänemark, etc. fahren? Und - was werden die wohl denken? - Typisch deutsch? Ich denke, ich mache mir ein Schild in verschiedenen Sprachen an das Auto mit dem Aufdruck: "Liebe Nachbarn, ich kenne den Typ mit seiner Digicam nicht. Mir ist das selbst sehr peinlich!" Wenn jeder jeden anzeigen würde, "nur" weil er einen Fehler (Ordnungswidrigkeit) begeht, der möglicherweise einmalig war, vor den Kadi zieht, wie sehe dann wohl unser Gesellschaftsbild aus? Am besten, man verhängt gegen diese Personen gleich ein ewiges Fahrverbot. Dann wäre endlich wieder Platz auf den Straßen. - Wenn ich so darüber nachdenke, finde ich Deine Idee immer interessanter und ich könnte mal wieder so richtig Gas geben. - Leute, besorgt euch eine Digicam und laßt uns alle Hans Wurst helfen! Wir könnten dann auch in regelmäßigen Abständen Filmabende bei Chips und Popcorn veranstalten. Das wird lustig, gell?


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Egal [Email: Keine]
am 06.09.03 13:08

Zitat von Hans Wurst: "Mal abgesehen davon, daß Drängler und Leute, die es sich herausnehmen ständig und überall zu schnell zu fahren nerven..." Sag mal, warum regst Du Dich so über Drängler auf? Bist Du derjenige, der in einem Stau immer vorne fährt?


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 06.09.03 14:15

>[Zitat:] "Wenn jeder jeden anzeigen würde, "nur" weil er einen Fehler (Ordnungswidrigkeit) begeht, der möglicherweise einmalig war, vor den Kadi zieht, wie sehe dann wohl unser Gesellschaftsbild aus?"

Klar, da muß man differenzieren. Hab ich auch nie bestritten.
Nichtsdestotrotz kann zum Beispiel eine ordnungswidrige Ruhestörung nachts für jemanden, der früh aufstehen muß, sehr ärgerlich sein...

Ich wüde ja auch eher die Ordnungswidrigkeiten höherer "Güte" bzw Straftaten anzeigen. Eine genaue Grenze zu ziehen ist hier schwer...

>[Zitat:] "Sag mal, warum regst Du Dich so über Drängler auf? Bist Du derjenige, der in einem Stau immer vorne fährt? "

Nein, das ist nicht der Fall. Ich versuche ja vorschriftsmäßig zu fahren.

Gegenfrage: Findest Du Drängler cool und ehrenhaft?

Daß es hier für vorschriftsmäßiges Fahren sowie die Aufforderung zu selbigem eine magere Resonanz gibt glaube ich nicht.
Der überwiegende Teil der Stammposter wird wohl ebenfalls nah an der Vorschrift fahren.

Auf der Straße sieht die Sache allerdings anders aus, was mich in meiner Position jedoch eher bestärkt. Es fahren zu viele Leute durch die Gegend, die charakterlich nicht zum Führen eines Kfz geeignet sind.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Egal [Email: Keine]
am 06.09.03 17:55

>[Zitat:] "Gegenfrage: Findest Du Drängler cool und ehrenhaft?

Daß es hier für vorschriftsmäßiges Fahren sowie die Aufforderung zu selbigem eine magere Resonanz gibt glaube ich nicht.
Der überwiegende Teil der Stammposter wird wohl ebenfalls nah an der Vorschrift fahren.

Auf der Straße sieht die Sache allerdings anders aus, was mich in meiner Position jedoch eher bestärkt. Es fahren zu viele Leute durch die Gegend, die charakterlich nicht zum Führen eines Kfz geeignet sind."


Drängler ist nicht Drängler. Wenn man schon kilometerweit hinter einem fährt und dieser nicht rechts rüber geht, weil am Horizont irgendwo der nächste LKW rollt, muß man sich fragen, wer sich hier falsch verhält.

Man kann dies sehr einfach testen. Fährt man mit ausreichend Sicherheitsabstand hinterher, bleibt der Wagen vor einem.

Wenn man nach gegebener Zeit auf den Vorausfahrenden auffährt, geht dieser rechts rüber. Funktioniert überwiegend so.

Dies ist nicht ein bewußtes Drängeln, sondern das Anzeigen von: "Hallo, lasse mich bitte vorbei."

Viele Verkehrsteilnehmer unterschätzen oder erkennen nicht, daß der nachfahrende Verkehr vorbei möchte und kann (und vor allem "darf"!). Dies gilt aber nur, wenn die rechte Spur frei ist.

Wenn jemand trotz relativ niedriger Geschwindigkeit am Überholen ist, also die linke Spur für das nutzt, wofür sie da ist, dann handelt es sich bei dem Nachfahrenden definitiv um Drängeln bis hin zur Nötigung.

Also, auch hier muß man differenzieren. Ich frage mich, warum auf bspw. einer Bundesstrasse die Leute nach dem Überholen selbstverständlich wieder rechts fahren und auf der Autobahn nicht? *kopfschüttel*

Hier ist m. E. nicht das Anzeigen mit Hilfe von selbstgemachten Videos der richtige Weg, sondern eine Schulung.

Bin sowieso der Meinung, daß jeder Verkehrsteilnehmer alle z. B. 2 Jahre an einem theoretischen und praktischen Unterricht teilnehmen muß. (Meinetwegen 2 Stunden Theorie über alle Änderungen und 2 Stunden Praxis, damit der Fahrlehrer die Fahrtüchtigkeit feststellen kann)

Allerdings setzt dies auch vernünftige Fahrlehrer voraus. Wenn ich teilweise beobachte, wie die Schulen!?

Weitere Beispiele die typisch sind auf den Autobahnen:

- Bei einer dreispurigen Autobahn glauben viele, daß die äußerst rechte Spur ausschließlich den LKW´s vorbehalten ist!

- Das erwähnte "Reißverschlußverfahren" interpretieren viele Verkehrsteilnehmer als "Vordrängeln".

- Spurwechsel ohne Blinken

- Telefonieren bei z. B. 200 km/h

- u. v. m.

Aber nun noch einmal zum Thema. Ist es in Deutschland nicht so, daß Videos bei Gericht nicht zugelassen sind?

Die Polizei nutzt zwar auch Videos, jedoch sind deren Meßgeräte geeicht und beinhalten alle relevanten Daten.

Wenn Du nun "Verkehrssünder" aufzeichnest, wie soll ein Richter oder die Bußgeldstelle das Strafmaß festlegen.

Beispiel: Du filmst jemanden, der Deiner Meinung nach zu dicht auffährt.

Wenn ich der gefilmte wäre, würde ich fragen, wie schnell ich denn war. Denn dies ist ein Parameter, der absolut notwendig ist. Ebenso der gemessene Sicherheitsabstand. Auf einem selbstgemachten Videoband kann man allenfalls schätzen und das nutzt überhaupt nichts.

Unabhängig der Rechtmäßigkeit Deines Vorhabens und einer moralischen Einschätzung Deiner Idee bis hin zu der Feststellung Deines Egos solltest Du eingestehen, daß es sich um ein sinnloses Hobby handelt. - Da könnte man noch Stunden diskutieren.


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angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 06.09.03 18:52

Ich hoffe, daß Dich ganz schnell irgendjemand verwurstet, der nicht von so einem Spinner gefilmt werden will. OMG, muß man +über so einen Dünnpfiff den wirklich diskutieren ? Der hat doch nen Dachschanden !


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Bringt nix

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 08.09.03 08:53

Das Würstchen ist die Wiedergeburt des klassischen deutschen Spießers!

Vorschriften befolgen, jawoll! Wenn eine Vorschrift sagt, daß blau rot ist, dann ist das auch richtig und ich muß mich dran halten...

Was dieses ewige Gemosere mit den Verkehrstoten angeht, könnt ich schon lange kotzen!! Die Zahl der Verkehrstoten ist auf dem niedrigsten Stand überhaupt. Es muß ein Kompromiss zwischen einem schnellen und effektiven Straßenverkehr und einer tolerierbaren Zahl Verkehrstoter geben, aber nicht dieses ewige Gelabere!! Dann sollen Typen wie HW auswandern auf eine einsame Insel und dort Mohrrüben anbauen - aber nicht ihren Mitmenschen auf die Nüsse gehen!!

@cheffe: Der Vorschlag mit dem Kaffee war sehr gut...

Grobi


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angehängt von Ralf Lieser [Kontakt]
am 08.09.03 09:03

Autsch, Grobi, ich glaub das war ne Spur zu hart!

>[Zitat:] "Es muß ein Kompromiss zwischen einem schnellen und effektiven Straßenverkehr und einer tolerierbaren Zahl Verkehrstoter geben"

Erzähl diesen Satz zB dem Ehemann der auf der A5 verunglückten...

Ich bin ja selbst kein Langsamfahrer, aber bei der Wahl zwischen "Schnell fahren" und "Jemanden gefährden" wähle ich offenbar eine andere Variante als Du. Oder?


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angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 08.09.03 09:39

Ansonsten:
>[Zitat:] "Vorschriften befolgen, jawoll! Wenn eine Vorschrift sagt, daß blau rot ist, dann ist das auch richtig und ich muß mich dran halten..."
...wenn eine Vorschrift sagt, grün heißt "freie Fahrt" und rot heißt "Stehenbleiben", z.B. schon :)

Hans am 06.09.03 08:19h: >[Zitat:] "Ich halte mich übrigens an die Vorschriften, weil diese mir sinnvoll erscheinen, nicht um der Vorschrift willen.
Daß die ein oder andere Vorschrift mal nicht sinnvoll sein kann, darüber kann man sich unterhalten.
"


Der Vorschlag mit dem Kaffee war genau auf Deinem Niveau. Mittlerweile hat sich sogar helveticus auf selbiges begeben. Sehr viele Sachargumente habt ihr allerdings nicht.

Im übrigen ist es schon interessant was für ein Aggressionspotential einige Leute hier entwickeln. Beim Autofahren könnte ich mir ein analoges Verhalten dieser Leute vorstellen. Grobi hat das ja eben bereits deutlich gemacht.


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angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 08.09.03 10:04

Zum Verkehrstotengejammer: In jedem System gibt es Risiken. Es sterben Menschen bei Flugzeugabstürzen, Zugunglücken, Schiffsuntergängen und eben auch Verkehrsunfällen. Will man die Zahl der Toten auf 0 reduzieren, so müsste man das System komplett stoppen. Da das aber nicht geht, muß man einen vernünftigen Kompromiß finden, der beide Seiten berücksichtigt. Grobi


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@Hans Wurst: Willst Du so leben wollen?

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 08.09.03 10:17

Hans, nimm die Statements nicht persönlich.

Bei der Vorstellung dass in Zukunft Tausende mit Kameras hinter einem herhuschen wird einem doch ganz schummrig.

Jeder gegen Jeden, das wäre für das Miteinander nicht gerade förderlich (um es mal vorsichtig zu formulieren).

Im Straßenverkehr muß es sinnvolle "Spielregeln" geben. Die Einhaltung der auferlegten Spielregeln hat in angemessenen Stichproben durch die dafür ausgebildeten Überwacher zu erfolgen.

Dieses (theoretische!) Grundprinzip dürfte überwiegend auf allgemeine Zustimmung stoßen. Damit wird durch Verkehrsüberwachung gewisser Druck auf Mehrfachtäter ausgeübt, auch wenn viele durch den Rost fallen.

Ich finde dies sollte reichen. Eine lückenlose Verkehrsüberwachung, auch durch private Augen, würde die Verkehrsdisziplin sicherlich stärken. Der Preis dafür wäre aber durch den damit erzeugten Aufbau einer klassischen "Auseinandersetzungs-Gesellschaft" zu hoch. Willst Du so leben wollen?


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angehängt von Spinner [Email: Keine]
am 08.09.03 12:45

Über Menschen, die so verknotete Gehirnwindungen wie Hans Wurst haben kann ich mich leider nicht mehr wundern, gibt zu viel davon!! Diese Art von Oberlehrertum greift leider immer weiter um sich und raubt uns die letzte Freiheit. Ich kann verstehen, wenn einige Zeitgenossen in solchen Situationen ausrasten und HW "verwursten", verursacht er doch auch eine riesige Flut von Anzeigen, die ein geschulter "Ordnungshüter" nie zur Anzeige gebracht hätte....die haben eben in den häufigsten Fällen auch etwas Verstand! Nichts für ungut, aber HW hängt bestimmt auch der DDR her, da war so was von öffentlicher Hand gefördert...


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@Wurstsalat

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 08.09.03 13:16

Sei Dir gewiss mein Junge, daß ich mit einem erheblichen Aggressionspotential reagieren wrde, wenn Du mich unerlaubt bei irgendetwas filmen würdest. Du neigst sicherlich dazu fremde Verkehrsteilnehmer bei jedeweder "Verkehrsteilnahme" zu filmen. So schätze ich Dich jedenfalls an Hand Deiner idiotiven Statements hier ein ! Und bitte entschuldige meine Unsachlichkeiten. Ein gutes Pferd springt immer nur so hoch, wie es muß. Bei Deinen "Argumenten" reicht ein kleiner Hüpfer aus dem Stand.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Spinner [Email: Keine]
am 08.09.03 13:57

Man sieht es doch, dass solche Menschen alles filmen.... Ich denke, dass in diesem Fall die geistige Onanie die körperlichen Aktionen ersetzt, wie sonst könnte HW soviel Mist von sich geben...


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Ich finds teilweise gut!

angehängt von Steffen [Email: Keine]
am 08.09.03 14:52

Also die Idee mit ner privaten Viedeocamera habe ich auch schon gehabt.

Also es gibt wirklich manchmal Situationen da brauchen einige Leute das mal, das sie angezeigt werden. Ich bin sicherlich auch kein Kind von Traurigkeit, aber was man manchmal erlebt ist echt ne Frechheit.
Da wird auf Landstraßen mit erlaubten 100 km/h mit 60 geschlichen und wenn der Gegenverkehr vorbei ist wird GAs gegeben wenn man überholen will.
Mit meinem Motorrad stört mich das ja nicht, aber mit meiner 60 PS Möhre doch schon sehr. Da muss man dann immer die Gänge so hoch ausfahren damit man noch vorbei kommt und riskiert vielleicht sogar nen Crash.

Diese Aktionen selber zu filmen ist natürlich scheiße, weil man damit andere Verkehrsteilnehmer behindert. Aber es gibt ja Beifahrer die das bestimmt auch gerne machen. Oder man klebt sich das Teil auf das Amaturenbrett.

Son Dauerlinksfahrer auf der Autobahn macht sich auch immer sehr nett wenn man das beweisen kann.

Also ich kann es in bestimmten Situationen voll verstehn, wenn man solche Sachen selbst zur Anzeige bringt und es mit nem Beweis als Film festhält.
Was dann nun rauskommt ist mir egal, aber ich denke die Gegenseite wird sich in Zukunft überlegen, ob sie sone Aktionen noch öfter macht.

Und nein mein Gehirn ist noch vollkommen klar und ich hab nicht zu viel Zeit --> nur um diesen tollen Kommentaren mal vorzubeugen.

Es ist einfach eine Reaktion auf eine gewisse Hilflosigkeit gegenüber Verkehrsteilnehmern die nix anderes zu tun haben, als Leute zu ärgern und sich daran aufzugeilen. Und davon gibts genug. Und auch diese sollten bestraft werden und nicht nur immer die RAser.

Also in diesem Sinne: Wo ist mein Cam?

Gruss Steffen


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Arschnagler [Email: Keine]
am 08.09.03 16:57

Also ehrlich gesagt ich würde Dir die Kamera einfach dahin schieben wo niemals die Sonne scheint! Das macht Dir dann bestimmt genauso viel Spass wie Dein verkehrserzieherisches Getue auf deutschen Strassen auszuleben!


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angehängt von cheffe [Email: Keine]
am 08.09.03 18:18

@Hans Wurst

>[Zitat:] "90% vorschriftsmäßig - natürlich mach ich auch ab und zu Fehler. Dadurch, daß ich mich schon länger mit Verkehrsrecht beschäftige, habe ich schon ein recht hohes Niveau an Vorschriftskonformität erreicht. Gelegentlich lassen sich jedoch bestimmt Abweichungen feststellen. "
>[Zitat:] "Ich halte mich übrigens an die Vorschriften, weil diese mir sinnvoll erscheinen, nicht um der Vorschrift willen.
Daß die ein oder andere Vorschrift mal nicht sinnvoll sein kann, darüber kann man sich unterhalten. "


Aus Deinem ersten Zitat schloß ich, daß Dein Ziel in 100%-iger StVO-Konformität liegt, egal ob die Vorschriften Sinn machen oder nicht. Diese Einstellung finde ich ziemlich daneben, daher mein entsprechendes Antwortposting.

Mit dem Inhalt des zweiten Zitats gehe ich konform. Ich halte mich auch an sinnvolle Regeln, bei sinnlosen (wobei das natürlich eine höchst subjektive Einschätzung ist) behalte ich mir eine gewisse Übertretungstoleranz vor. Das Resultat dieser Verfahrensweise sind 0 Punkte in Flensburg bei ca. 700000 gefahrenen km.

Nur ist halt ein Widerspruch zwischen beiden Zitaten nicht zu verleugnen.

Der Urheber des Vorschlages mit dem Kaffee war übrigens ich. Das war allerdings ironisch gemeint und auch als solches gekennzeichnet. Ich wollte nur darlegen, daß es mit Sicherheit Leute geben würde, die aus lauter Gesetzestreue auch solche Vorschriften unabhängig von Auswirkungen beachten würden. Dies kann ich mir bei Dir zumindest mal vorstellen.

>[Zitat:] "hast Du einen konstruktiven Vorschlag zur Verminderung von Verkehrstoten(7000 in 2002) und Verletzten (362 000 in 2002)"

Ja, so einige:
Weitere Verbesserung der aktiven und passiven Sicherheitskomponenten in Kraftfahrzeugen.
Steigerung des fahrerischen Niveaus durch Fahrsicherheitstrainings, Motorsportlehrgänge etc.
Erweitern der Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmer, um sie einfach zum Mitdenken zu zwingen mit dem Ziel, das Verkehrsverhalten nicht den Gesetzen von Vorschriften, sondern denen des logischen Verstandes anzupassen.
Entschärfung von Unfallschwerpunkten durch geeignete bauliche Maßnahmen.

Außerdem - wie @Grobi völlig richtig angemerkt hat - sind die Verkehrstoten leider in unserem System nicht komplett zu verhindern.
PS: Es kommen mehr Menschen bei Unfällen im Haushalt ums Leben als im Straßenverkehr.

>[Zitat:] "Im übrigen ist es schon interessant was für ein Aggressionspotential einige Leute hier entwickeln. Beim Autofahren könnte ich mir ein analoges Verhalten dieser Leute vorstellen. "

Mich kannst Du mit dieser Aussage nicht meinen. Ich lebe meine Aggressionen nicht im Straßenverkehr aus.
Ich habe nur etwas gegen Leute, die glauben Ihre Mitmenschen überwachen zu müssen und dann auch noch davon ausgehen, der Gesellschaft einen Gefallen zu tun.
Hierzu ein kleines Beispiel:
In der Heimatstadt einer meiner Exfreundinnen gab es einen netten Zeitgenossen, der ausnahmslos alle Kennzeichen der Fahrzeuge notierte, die durch 'seine' gesperrte Anliegerstraße (in der übrigens auch meine Exfreundin wohnte) fuhren. Einmal täglich kreuzte er dann mit der Liste im örtlichen Polizeirevier auf, um Anzeigen zu erstatten. Den Beamten vor Ort (die leider gesetzlich gezwungen waren auf diesen Schwachsinn einzugehen) war er schnell ein Dorn im Auge. Alles gute Zureden und selbst auch mal mehrstündiges Wartenlassen bis zum Aufnehmen der Anzeigen half nichts. Ich selbst habe im Laufe der Zeit ca. 60 Verwarnungen zugestellt bekommen, natürlich wurde dem Widerspruch immer stattgegeben, da ich in der Straße ja ein Anliegen hatte.
Als der nette Herr das Zeitliche segnete, wird in dem Polizeirevier wohl der Schampus in Strömen geflossen sein.

Soviel zum Sinn privater Überwachungsmaßnahmen. Diese Arbeit sollte wohl den dafür zuständigen und auch ausgebildeten Personen vorenthalten bleiben.

Wie willst Du denn mit einem Camcorder gerichtsverwertbare Beweise erbringen? Mit dem Müll, den Du produzieren würdest, müssen sich doch bloß eh schon überlastete Gerichte herumschlagen, um ihn letztendlich in die Tonne zu treten.

Nur noch soviel: Wir sind ein freies Land - jeder kann in einem gewissen gesteckten Rahmen tun und lassen, was er will. Nur so wie Du drauf bist, werden wir wohl keine Freunde werden.


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Stellungsnahme

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 09.09.03 12:14

@ cheffe:
Ich konnte bereits an anderer Stelle sehen, daß Du sehr wohl in der Lage bist sachlich Kritik zu üben. (Diese Geschichte mit "400 Km streng nach StVO" war recht interessant. )
Um so mehr hat mich Dein erster Beitrag zu diesem Thema verwundert.
Aber es geht ja scheinbar auch anders ;)

>[Zitat:] "90% vorschriftsmäßig - natürlich mach ich auch ab und zu Fehler. Dadurch, daß ich mich schon länger mit Verkehrsrecht beschäftige, habe ich schon ein recht hohes Niveau an Vorschriftskonformität erreicht. Gelegentlich lassen sich jedoch bestimmt Abweichungen feststellen. "

Dann möchte ich das mal näher ausführen.
Der "normale Autofahrer" kennt sich mit der StVO nicht sonderlich gut aus. Sie ist eben kompliziert und wer sich nicht ständig mit ihr beschäftigt, macht Fehler.
Da es mein Hobby ist, hier im Forum abzuhängen und mich mit den Gesetzen zu beschäftigen kenne ich mich besser mit der StVO aus, als der "normale Autofahrer".
Dem "normalen Autofahrer" muß man zugestehen, daß er nicht die Zeit und Muße hat, sich derart mit der StVO zu beschäftigen.
Mehr dazu später.*

Da ich immernoch nicht alle Ausnahmetatbestände der StVO kennen dürfte, mache ich trotzdem noch Fehler. Außerdem passieren auch Fehler durch Unachtsamkeit.

Selten gibt es auch Situtionen, in denen ich bewußt gegen die StVO verstoße. Etwa diese: nachts auf einer mit bekannten BAB, weit und breit kein Auto zu sehen, kein Wohngebiet in der Nähe - hier würde ich dann nicht unbedingt die vorschritsmäßigen 100 Km/H fahren.

Ich schätze mit diesen beiden o.a. Punkten kommt man auf insgesamt 10% Abweichung.

Zu den Vorschlägen zur Verminderung von Verkehrstoten:
>[Zitat:] "Erweitern der Eigenverantwortung aller Verkehrsteilnehmer, um sie einfach zum Mitdenken zu zwingen mit dem Ziel, das Verkehrsverhalten nicht den Gesetzen von Vorschriften, sondern denen des logischen Verstandes anzupassen"

Hier sehe ich ein Problem: Nur wenige Leute sind nicht in der Lage in "Ursache und Wirkung" zu denken. Es wäre zwar schön, klappt aber gewiss nicht.
Wie will man in so einem Fall kontrollieren?

*Durch Schulungen (wie von Egal vorgeschlagen) im Verkehrsrecht könnte man bestimmt recht gute Ergebnisse erzielen. Zumindest könnte man so die -plakativ ausgedrückt-"Schnarcher" oder "Hausfrauen" erreichen.

Die Verkehrsteilnehmer, die ich gerne von der Straße haben würde, könnte man damit nicht erreichen. Jeder weiß, daß es verboten ist bei 150 Km/H nur 5 m Abstand zu haben und die Lichthupe zu betätigen.
Wer hiergegen verstößt, tut dies vorsätzlich.
Wer an einem 100 Km/H Schild mit 200 Km/H vorbeifährt, dürfte dies in 95% der Fälle bemerkt haben.

Nur durch Führerscheinentzug kann die Allgemeinheit von diesen Delinquenten geschützt werden. Wahrscheinlich ist dies auch der einzige Weg, wie man solche Leute zur Vernunft bringen kann.

Leider geschieht dies nicht sehr häufig. Es werden in Zukunft sogar Stellen bei der Polizei abgebaut.

@ Uwe Brandt:
Ich würde gerne einfach unbehelligt von A nach B kommen wollen, ohne von irgendwelchen Leuten gestresst zu werden.
Gelgentlich klappt das auch bei geringer Verkehrsdichte. Dann macht Autofahren auch Spaß.
Um es nochmal klarzustellen: ich schleiche nicht, sondern fahre meist die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Es kann doch nicht sein, daß man sich in einem Rechtsstaat nicht vernünftig gegen einen rechtswidrigen Angriff aus seine Person wehren kann. Wieso wird Leuten wie Arschnagler immer wieder eine neue Chance gegeben?
Ich bin auf der Suche nach einer sicheren Methode, mit der eine Verurteilung wahrscheinlich wird. Das Aufzeichnen mit Camcorder erschien mir sinnvoll.

Trotz gestiegener Verkehrsdichte, hat die Anzahl der Verkehrskontrollen mit Sicherheit in den vergangenen Jahren zusammen mit dem Kontrollpersonal abgenommen.

Der Wille des Gesetzgebers zu Entstehungszeit der StVO kann durch mehr Autos und weniger Kontrollen nicht mehr angemessen umgesetzt werden.
Folglich müßte doch das Gesetz an die geänderten Bedingungen angepasst werden. (schnellerer Führerscheinentzug - höhere Geldstrafen)
Die StVO wurde im Laufe der Jahre zum Papiertiger.

Daß man mit besserer Kontrolle und strengen Gesetzen dem Problem Herr werden kann, zeigt das Beispiel Italien.


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angehängt von Raser [Email: Keine]
am 09.09.03 12:47

Aufgrund Deiner Anzeigen wird nicht ein Verkehrssünder bestraft, damit erreichst Du gar nichts. Allerdings machst Du Dich bei der Polizei ziemlich unbeliebt, die haben nämlich trotzdem jede Menge Arbeit damit. Jetzt stell ich mir die ganze Zeit das Grinsen im Gesicht des Polizisten vor, der Dich, nachdem Du zwanzigmal Jemanden angezeigt hast, bei einer klitzekleinen Ordnungswidrigkeit erwischt, der Tag wird herrlich sein für ihn! Und wenn Du selbst mal in Schwierigkeiten kommst, also mal richtig gefährdet oder unverschuldet in einen Unfall verwickelt wirst, bist Du der unglaubwürdigste Zeuge überhaupt, und damit haste dann verloren. Wenn Dir was an der Verkehrserziehung liegt, werd Polizist!


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@Hinternpiekser...

angehängt von Uwe Kusnezow [Kontakt]
am 09.09.03 13:38

>[Zitat:] "Also ehrlich gesagt ich würde Dir die Kamera einfach dahin schieben wo niemals die Sonne scheint! Das macht Dir dann bestimmt genauso viel Spass wie Dein verkehrserzieherisches Getue auf deutschen Strassen auszuleben! "

Also Arschnagler,deinem Namen nach zu urteilen schiebst Du doch ganz andere Dinge in einen A....



Gruss Uwe

Website: http://www.uwekusnezow.de


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angehängt von bluebird [Email: Keine]
am 09.09.03 13:40

@ Hans Wurst,
Du sagst „Wenn grün grün und rot rot ist", dann befolgst du schon alles. Dann gehörst du wohl auch zu denen, die in Deutschlands Großstädten während der Rushhour auf Ampelkreuzungen trotz Stau rauf fahren. Denn so ist deine Aussage zu werten, denn auch da hast du keinerlei Aussage getroffen, dass es selbst bei einem solchen simplen Beispiel anders sein kann. Es scheint doch oft so, dass manch einer Regeln befolgt ohne sein Gehirn einzuschalten.
Außerdem sagst du, du könntest schon diverse Situationen einschätzen. Bloß wer sagt dir wenn du Stunden oder gar Tage später vorm TV dein Video auswertet, was gerade in den Köpfen der Fahrer vorgegangen ist? Kannst du da wirklich auf jedes Detail eine Antwort finden. Siehst du in deinem eingeschränktem TV-Bild ob nicht vielleicht der Vorausfahrende auf der linken Spur gerade die Spur –vielleicht sogar achtlos- gewechselt ist und der nachfolgende Verkehr behindert/ausgebremst wird? Ich denke auf einer Brücke mit Augen zu schauen lässt schon mehr Eindrücke und Klarheit erscheinen, aber ob noch alle bei der „Auswertung“ da sind?
Weiter im Text. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf das Überholen durch kurze Schall- oder Leuchtzeichen angekündigt werden. Wird mit Fernlicht geblinkt, so dürfen entgegenkommende Fahrzeugführer nicht geblendet werden. StVO §5 (5). Ich finde das in gewissen Situationen schon ein Lösung. Aber abgesehen davon, wie zeigst du einem strikten Linksfahrer dass du vorbei möchtest?! Denn selbst wenn er die erlaubte Höchstgeschwindigkeit fährt, ist es Nötigung andere nicht vorbei zu lassen.

Kurz und knapp gesagt, bin ich der Meinung Anzeigen hilft nicht. Wie soll sich ein Fahrer nach 2Monaten fair verteidigen können, wenn er wöchentlich 1000de von Kilometern abspult und sich nicht mehr an 10 einzelne Sekunden erinnern kann? Davon bin ich selbst betroffen. Man müsste mit diesen Fahrern sofort vor Ort reden, damit sie auch mit dieser Situation konfrontiert werden. Das Problem ist doch, dass alle nur über Linksfahrer und Drängler meckern, es aber im Endeffekt keiner ist. Ich jedenfalls kenne keinen.

Frage du bist 23? Woher nimmst du die Zeit zum Filmen?! Bei deinen angeblichen 700000km müsstest du am Tag ca. 380 davon fahren.
Weiterhin hast du geschrieben, dass dir die Aufzeichnungen mit der Cam sinnvoll erschien. Heißt das nun, dass du darüber hinweg bist und dein Vorhaben aufgibst oder zumindest überdenkst? Mittlerweile müsstest du doch überzeugt sein, dass keine Deiner Anzeigen zum gewünschten Erfolg führen dürfte. Also was bringt ein Hobby ohne Aussicht auf Befriedigung und Bestätigung? Du kannst auf diesem Wege nichts unternehmen. Also hilf dann doch lieber dem Einen oder anderen Opfer.

MfG


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 09.09.03 18:47

>[Zitat:] "Dann gehörst du wohl auch zu denen, die in Deutschlands Großstädten während der Rushhour auf Ampelkreuzungen trotz Stau rauf fahren."

Wenn abzusehen ist, daß die Kreuzung nicht bei grün überquert werden kann, muß man warten. - > vgl. StVO § 11.

Wie gesagt, ich fahre recht vorschriftstreu, also kommt sowas nicht in Frage.

Des weiteren fahre ich auch auf einer 3 spurigen Autobahn ganz rechts, obwohl ich es teilweise nicht müßte, und lasse Leute auf der Autobahn an einer Einfädelspur meist rein, indem ich auf die linke Spur wechsle. (hier könnte man ja auf seine Vorfahrt bestehen)
Ist halt einfach vernünftig so zu fahren.

700 000 Km bin ich nicht gefahren in meinem Leben, da verwechselst Du was. Oder wo soll ich das geschrieben haben?

Ansonsten bitte nochmal diesen Thread genau durchlesen, ich hatte eigentlich zu Deinen Einwänden bereits was geschrieben.

Das mit dem Filmen hab ich einige Male getestet.
Vielleicht frag ich wirklich mal beim Staatsanwalt an, wie denn die rechtliche Situation hierzu ist.
Bis auf einige Hinweise ist hier ja nichts ergiebiges gesagt worden.
Denn ich möchte schließlich "brauchbares Material" liefern und Gegenanzeige macht natürlich auch keinen Spaß.

Die Variante mit dem Beifahrer als Filmer könnte ich mir gut vorstellen, da man diesen auch als Zeugen benennen könnte.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Frank [Email: Keine]
am 09.09.03 19:43

@HW
suchst Du so lange in Foren bis Du die Antwort bekommst die Du erhoffst oder "gleichgesinnte" findest ?
Die Polizei muß tausende von (T)Euro's in die Videomeßtechnik investieren um "wasserdichte" Beweise vorlegen zu können - und da kommst Du mit ner Videokamera aus'm Baumarkt in der Hoffnung alles zu revolutionieren ? Was willst Du als nächstes tun, nen Bus kaufen und die Lkw-Fahrer filmen wie die Zeitunglesen o.Ä. ?

Wie schon div. Voredner gesagt haben : werd Polizist und dann "darfst" Du Verkehrssünder jagen bis zur Rente.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von cheffe [Email: Keine]
am 09.09.03 19:46

@Hans Wurst

>[Zitat:] "@ cheffe:
Ich konnte bereits an anderer Stelle sehen, daß Du sehr wohl in der Lage bist sachlich Kritik zu üben. (Diese Geschichte mit "400 Km streng nach StVO" war recht interessant. )
Um so mehr hat mich Dein erster Beitrag zu diesem Thema verwundert.
Aber es geht ja scheinbar auch anders ;)"


Sorry, wenn ich in meinem ersten Posting etwas den Pfad der Schlichkeit verlassen habe - ich bezeichne mich eigentlich als äußerst toleranten Menschen, nur wenn ich etwas in Richtung 'Blockwartmentalität' höre, geht mir einfach die Hutschnur hoch und die Toleranzgrenze ist erreicht bzw. überschritten. Mag sein, daß ich das auch etwas zu eng sehe und an mir selbst noch weiter trainieren sollte. Wie gesagt, ist halt mein wunder Punkt.

Zum Thema:

Ich finde es ja gut von Dir, wenn Du dich so eindringlich mit der StVO auseinandersetzt. Solange Du nicht blind nach den dort aufgeführten Regeln handelst, sondern Dir Spielraum für eigene - sinnvolle - Entscheidungen offenhältst um so besser. Du kannst dann genau beurteilen welche Konsequenzen ein Regelverstoß haben kann und Deine Entscheidungen danach ausrichten.

>[Zitat:] "Hier sehe ich ein Problem: Nur wenige Leute sind nicht in der Lage in "Ursache und Wirkung" zu denken. Es wäre zwar schön, klappt aber gewiss nicht.
Wie will man in so einem Fall kontrollieren? "


Genau das ist doch der springende Punkt: Wenn alle Menschen in der Lage wären, eigenverantwortlich so zu handeln, daß sie die Freiräume der anderen respektieren und ihnen keinen Schaden zufügen, könnte auf Kontrollen verzichtet werden. Sie wären dann schlichtweg unnötig. Klar ist das eine in unserer Gesellschaft niemals realisierbare Idealvorstellung, aber es sollten doch wenigstens Schritte in diese Richtung unternommen werden. Deine Vorstellungen von mehr Kontrollen (tut die Polizei das nicht, mache ich es eben selbst) zielen doch genau in die andere Richtung. Diese Law and Order - Mentalität widerstrebt mir einfach.

>[Zitat:] "Durch Schulungen (wie von Egal vorgeschlagen) im Verkehrsrecht könnte man bestimmt recht gute Ergebnisse erzielen. Zumindest könnte man so die -plakativ ausgedrückt-"Schnarcher" oder "Hausfrauen" erreichen.

Die Verkehrsteilnehmer, die ich gerne von der Straße haben würde, könnte man damit nicht erreichen. Jeder weiß, daß es verboten ist bei 150 Km/H nur 5 m Abstand zu haben und die Lichthupe zu betätigen."


Was glaubst Du, was die Ursache ist, daß ich gelegentlich bei 150 Sachen und 5 m Abstand die Lichthupe betätige? Genau, einer der von Dir angesprochenen Schulungszielgruppe (der Schnarcher) fährt mir vors Auto, wenn ich ihn gerade überholen will. Die 150 sind die verbliebene Geschwindigkeit nach der Gefahrenbremsung und die 5 m der letzte Rest Sicherheitsabstand, den mir der Schnarcher gelassen hat. Und wer hat jetzt hier einen Fehler begangen??? Ich oder der Schnarcher ?!?

>[Zitat:] "Es kann doch nicht sein, daß man sich in einem Rechtsstaat nicht vernünftig gegen einen rechtswidrigen Angriff aus seine Person wehren kann."

Jetzt übertreibst Du glaube ich ein wenig. Ein Fehlverhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers ist doch kein Angriff auf Deine Person. Sieh das Ganze einfach ein bißchen lockerer, gestehe anderen einfach Fehler zu und sei tolerant.

Trotzalledem sei Dir gewiß:
Falls ich einmal wegen einer Deiner Überwachungsaktionen sinnlos meine Zeit und/oder Geld opfern müßte, würde ich Dir dies mit allen mir zur Verfügung stehenden legalen Mitteln zurückzahlen.

Ich kann das halt einfach nicht ab.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 09.09.03 19:59

>[Zitat:] "Und wer hat jetzt hier einen Fehler begangen??? Ich oder der Schnarcher ?!?
"


in dem Fall wohl eher der Schnarcher. (obwohl man dann ja auch nicht längere Zeit die 5m Abstand halten muß)
Es gibt jedoch genügend andere Beispiele wo grund und sinnlos gedrängelt und zu schnell gefahren wird.


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Polizist?

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 09.09.03 20:03

Polizist zu werden hab ich mir schonmal überlegt.
Jedoch umfaßt dies ein paar mehr Dinge als nur Verkehrsüberwachung.
Außerdem braucht man glaub ich 3 Jahre Zeit für die Ausbildung und dann nochmal 1 Jahr für Bepo.
Ob man danach zur Autobahnpolizei kommt steht auf einem anderen Blatt.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Egal [Email: Keine]
am 09.09.03 21:08

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******* Viel Text; aber dafür der letzte... ;-) *******
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Nach meiner Auffassung muß ich feststellen, daß hier Leute diskutieren, die eigentlich doch alle die gleiche Meinung zum Thema "Sünden im Straßenverkehr" vertreten. Nur die vorgeschlagenen Mittel, um diesen entgegenzuwirken weichen ziemlich weit auseinander.

Wenn Du, Hans Wurst, Dich so gut mit der StVO auskennst, solltest Du Dich nun mit denn anderen tausenden von Gesetzen unseres Landes auseinandersetzen. Diese sehen weder Selbstjustiz noch aktive(!) Verfolgung von Verkehrssündern vor. PUNKT!

Weder ist Deine Kamera geeicht noch bist Du als Person authorisiert. PUNKT! (Ich könnte zahlreiche Beispiele aufzählen, wo der Beschuldigte mit einem leichten Lächeln auf den Lippen Dein "Beweismaterial" zunichte macht.)

Du möchtest mit Deiner Videokamera auf die Jagd gehen, um Verkehrssünder zu "bestrafen".

Man stelle sich vor, jemand nimmt sich vor, Mörder zu überführen und filmt jeden, der mit einer Schauffel in seinen Garten geht. Na, die Staatsanwaltschaft und die Polizei wird sich bedanken.

Oder, jemand möchte Umweltsündern auf die Spur kommen und filmt eine unschuldige Person, wie sie gerade Gartenabfälle in den Bioeimer schüttet und dabei zufällig einen Benzinkanister in der Hand hält, da der Tank vom Rasenmäher aufgefüllt werden muß.

Oder jemand filmt eine Person, die Hilfsbereit ist und den Einkauf einer älteren Dame in deren Wohnung trägt. Auf dem Film könnte es wie Diebstahl aussehen.

Jemand filmt eine Person auf dem Flughafen, dunkle Hautfarbe, Bart und Turban. Ist es womöglich ein Terrorist? Na, mal lieber zur Anzeige bringen, um seine staatsbürgerliche Pflicht zu erfüllen, oder was?

Das wären allerhöchstens (m. E. nicht einmal) Indizien; aber nicht annähernd Beweise. PUNKT!

Oder, oder, oder...

Wo sollte das bloß alles enden? *kopfschüttel*

Am Anfang dachte ich, daß ganze hier ist ein Witz, ich war ironisch und zynisch. - Nun bin ich langsam am verzweifeln, was in so manchen Köpfen so alles vorgeht!

Ich schaue mir diesen Thread eigentlich nur an, weil ich neugierig bin, was hier so geschrieben wird.

Eigentlich habe ich für einen derartigen Schwachsinn keine Zeit. - Deshalb verabschiede ich mich nun aus diesem Thema.

Es gibt Wichtigeres und andere Möglichkeiten, die Welt zu verbessern. PUNKT!


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von bluebird [Email: Keine]
am 10.09.03 06:57

Danke Egal, du sprichst mir aus der Seele!

@ H.W. sorry, dass mit den 700000km ist mein Fehler. Das war ein Text von Cheffe.

Ich hoffe du achtest beim Freimachen für die Fahrer von der Einfädelspur auch auf den restlichen Verkehr. Denn normalerweise ist das was du sonst tust auch verboten!

Dem Beispiel mit dem Schnarcher und den 5m Sicherheitsabstand bei 150km hast du recht gegeben. Und genau da sind wir wieder bei dem was ich schon geschrieben habe? Welche Reichweite (in Metern) hast du dir für deine Filmereien ausgesucht? In dem kurzen Moment wo beide Fahrzeuge durchs Bild rauschen (wenn von Brücke gefilmt) siehst du daheim auf deinem Sofa gar nix von der Vorgeschichte! Außerdem schreibst du ja selber auch, dass man da –im Sicherheitsabstand- schon länger verweilen muß.

Filme lieber Fahrschulen auf der Autobahn und halte denen mal unter die Nase was sie alles falsch lehren. Ich sehe so viele Fahrschulen, die auf der mittleren Spur fahren. Möchte gerne mal wissen was da der Fahrlehrer sagt, wenn ich mit über 150 auf der rechten Spur ankomme, nach links Wechsel und mich dann wieder quer nach rechts einordne so wie es das Gesetz verlangt. Dann bin ich sicher der Böse. Oder befestige deine Kamera auf deinem Armaturenbrett und komm nach München. Dort kannst du filmen wie keiner seinen Blinker betätigt. Vielleicht braucht man dafür keinen geeichten Camcorder. Oder besser noch, du filmst die ganzen MB Sprinter und FIAT Ducatos auf der linken Spur. Vielleicht hast du auch schon von dem neuesten Urteil gehört, wobei als PKW eingestufte Fahrzeuge ganz schnell juristisch zu Lkw’s werden. (BayObLG, Az.: 1 ObOWi 219/03) Könnte mir vorstellen, dass das leichter bei der Polizei durchzubekommen ist und du hilfst der Sicherheit auf Deutschlands Strassen gewaltig.

MfG


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Ein Schnitzel für den Spitzel!!!

angehängt von Julifreak [Kontakt]
am 10.09.03 19:16

Servus "Hans Wurst" (Name=Programm??)! Komm doch mal nach Berlin, dann zeige ich Dir mal Orte und Personen, mit denen Menschen wie Du sich garantiert seelenverwandt fühlen!! Hast Du echt keine anderen Hobbies oder Interessen, als Deine Mitmenschen zu filmen und zu denunzieren? Dann tätest Du mir echt leid!


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@Egal

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 12.09.03 12:52

>[Zitat:] "noch bist Du als Person authorisiert"
doch: jeder kann Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zur Anzeige bringen

>[Zitat:] "(Ich könnte zahlreiche Beispiele aufzählen, wo der Beschuldigte mit einem leichten Lächeln auf den Lippen Dein "Beweismaterial" zunichte macht.)
"


Da hast Du mich jetzt neugierig gemacht. Könntest DU das näher ausführen?

>[Zitat:] "Es gibt Wichtigeres und andere Möglichkeiten, die Welt zu verbessern."

Du stimmst mir also zu, daß es eine Möglichkeit ist, die Welt zu verbessern ;)
Klar kann man nicht alles auf einmal machen.

Dieser Punkt mit "totaler Überwachung" hat mir schon zu denken gegeben.( wurde ja auch schon von Uwe Brandt angesprochen - jedoch nicht so plastisch)
Das würde natürlich nerven, wenn die Leute überall alles Filmen würden.
Allerdings ist die Sache mit dem Filmen eben eine Grauzone. Man darf ja Personen filmen, wenn sie nur Bestandteil eines großen Ganzen sind. Ab wann sind sie es nicht mehr? Ab 5x Zoom oder 20X?
Wie kann man den Filmenden beweisen, daß sie rangezoomt haben?

Wie bereits oben erwähnt, ist es nicht meine Absicht Falschparker oder Inlineskater auf der Straße zu filmen.
Ich glaube die meisten Leute sind in der Lage zw. wichtigen Dingen und Lapalien zu unterscheiden, so daß es nicht zur "totalen Überwachung" kommen wird.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von Egal [Email: Keine]
am 12.09.03 19:05

Also gut:

>[Zitat:] "[Zitat:] "noch bist Du als Person authorisiert"
doch: jeder kann Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zur Anzeige bringen "


Ich glaub es einfach nicht. Du hältst Dich wohl wirklich für den Hilfssherif Deutschlands, was????

>[Zitat:] "[Zitat:] "(Ich könnte zahlreiche Beispiele aufzählen, wo der Beschuldigte mit einem leichten Lächeln auf den Lippen Dein "Beweismaterial" zunichte macht.)"

Da hast Du mich jetzt neugierig gemacht. Könntest DU das näher ausführen? "


Wenn Du mich bspw. dabei filmst, wie ich Deiner Meinúng nach zu dicht auffahre und dieses zur Anzeige bringst, würde ich die Polizei, die Staatsanwaltschaft oder wen auch immer fragen, wie(!!!) dicht ich denn aufgefahren bin!

Oder, wie Du sicherlich weißt, gibt es kein pauschales Bußgeld für erhöhte Geschwindigkeit, sondern dieses ist je nach Überschreitungshöhe gestaffelt. Also, wie schnell war ich denn? So wäre meine Frage. Wer will hier das Strafmaß festlegen. "In dubio pro reo" - Schon mal gehört??

>[Zitat:] "[Zitat:] "Es gibt Wichtigeres und andere Möglichkeiten, die Welt zu verbessern."

Du stimmst mir also zu, daß es eine Möglichkeit ist, die Welt zu verbessern ;)
Klar kann man nicht alles auf einmal machen. "


NEIN! - Da habe ich mich leider etwas schwammig ausgedrückt. Deine Vorstellung von Weltverbesserung ist keine Möglichkeit!

>[Zitat:] "Dieser Punkt mit "totaler Überwachung" hat mir schon zu denken gegeben.( wurde ja auch schon von Uwe Brandt angesprochen - jedoch nicht so plastisch)
Das würde natürlich nerven, wenn die Leute überall alles Filmen würden. "


SO IST ES!

>[Zitat:] "Allerdings ist die Sache mit dem Filmen eben eine Grauzone. Man darf ja Personen filmen, wenn sie nur Bestandteil eines großen Ganzen sind. Ab wann sind sie es nicht mehr? Ab 5x Zoom oder 20X?
Wie kann man den Filmenden beweisen, daß sie rangezoomt haben? "


Nein, es ist keine Grauzone!!! Außerdem hat das nichts mit Zoomen zu tun!

>[Zitat:] "Wie bereits oben erwähnt, ist es nicht meine Absicht Falschparker oder Inlineskater auf der Straße zu filmen.
Ich glaube die meisten Leute sind in der Lage zw. wichtigen Dingen und Lapalien zu unterscheiden, so daß es nicht zur "totalen Überwachung" kommen wird."


Du anscheinend nicht!

... die meisten Leute..., also nicht alle!

Helfe uns allen dadurch, das Du einfach zur Polizei gehst und Deinen Plan mit denen besprichst. Vielleicht erzählst Du uns mal, was die gesagt haben! - Da hättest Du übrigens schon lange drauf kommen können.


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Zu: private Beweissicherung mit Camcorder

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 12.09.03 20:03

Das Reichsgericht sagte mal in einer mehr oder minder braunen Zeit unserer Geschichte :

"Jeder wird so bestraft, wie er es verdient hat."

Damals gab es auch solche Spitzel wie den WurstHans. Die haben auch immer auf der Lauer gelegen und waren froh, jemanden anscheißen zu können. Ich krieg gelinde gesagt langsam das Ko.... bei diesem gequirlten Dünnpfi.. hier.


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@analwürstchen

angehängt von Heizer [Email: Keine]
am 12.09.03 20:06

HW, Du bist so geistreich, dass Dir jemand tatsächlich Dein Beweismaterial rektal implizieren muss, damit Du begreifst, wohin......ääääähhhh was Egal mit Deinen Beweisen machen würde...


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@helveticus

angehängt von diomega [Email: Keine]
am 12.09.03 20:12

@helveticus:

Da lobt man sich doch eine gepflegte Diskussion über die Radwegebenutzungspflicht. Nicht wahr?

;)

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