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BAK 1,58 Promille

hinzugefügt von hrob3000 [Email: Keine]
am 29.08.03 12:04

Hallo, habe heute meinen Anöhrungsbogen bekommen mit der o.g. BAK-Wert. Habe folgende Frage: Muss ich zur MPU? (eigentlich ab1,6 Promille) Welche Strafe erwartet mich (ersttäter), vermute mindestens 9 Monate Sperre. Wurde angehalten wegen einer forschen Fahrweise (Bedeutung)? Nützen eines Rechtsanwaltes? Sollte ich im Anhörungsbogen eine Aussage machen? Danke für eure Antworten


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Ermessen der Fahrerlaubnisbehörde

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 29.08.03 18:45

Hmmh, wir hatten hier in letzter Zeit bereits so viele Alk-Threads...

1,58 Promille ist sozusagen ein "Grenzfall". Streng nach Verordnung kann in Deinem Falle auf eine MPU verzichtet werden. Ich betone "kann", das liegt im Ermessen der Fahrerlaubnisbehörde.

>[Zitat:] "Nützen eines Rechtsanwaltes? Sollte ich im Anhörungsbogen eine Aussage machen?"

Die Einschaltung eines Rechtsanwalts möchte ich Dir unbedingt empfehlen. Es geht hier um eine Straftat (sicherlich § 316 StGB; "Trunkenheit im Verkehr").

Solange Du noch keinen Rechtsanwalt eingeschaltet hast solltest Du keine Einlassungen in der Sache abgeben. Erst mit einem Anwalt sprechen!

Das war jetzt die rein rechtliche Seite ...

[Moralpredigt EIN]

Is klar, ne?

Analysiere einmal ganz nüchtern Deine persönliche Situation. Sitzt Du gelegentlich betrunken am Steuer? Hast Du ein Alk-Problem? SEI EHRLICH ZU DIR SELBST! Uns brauchst Du hier nichts zu erzählen. Solltest Du Probleme mit Alk haben dann lass Dir helfen! Ein Lenkrad ist mit Alk tabu ... da gibt es Null-Toleranz.

[Moralpredigt AUS]


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von martin690 [Email: Keine]
am 29.08.03 18:51

Wenn man zum RA geht nicht sagen "Ich bin besoffen gefahren" oder "Ich bin ohne Fahrerlaubnis gefahren" sondern : "Mir wird folgender SV zur Last gelegt", "Mir wird vorgeworfen, dass..." Kapiert?


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Sehe ich nicht so ...

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 29.08.03 19:02

Ich würde eher dazu neigen die Hose komplett runterzulassen. Dem eingeschalteten Rechtsanwalt sollten SÄMTLICHE Tatumstände bekannt gemacht werden. Jedes Detail gehört auf den Tisch.

Aus diesen Informationen "bastelt" der Verteidiger, der die Interessen seines Mandanten zu vertreten hat, eine Verteidigungsstrategie.

Dies kann er nur wenn ihm sämtliche Umstände des Einzelfalls bekannt sind. Es besteht ansonsten die Gefahr dass er mit seinen Argumentationen in's offene Messer läuft. Dies kann niemals im Interesse des Rechtsanwalts sein ... und schon gar nicht im Interesse des Mandanten.

Der Rechtsanwalt behandelt die Einlassungen des Mandanten vertraulich, er ist sozusagen Vertrauensperson und keinesfalls - wie zuvor suggeriert - verdeckter Ermittler der Staatsanwaltschaft.


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 29.08.03 19:31

Der Rechtsanwalt ist ein unabhängiges Organ der Rechtspflege, wie ein Richter nur seinem Gewissen und den Gesetzen unterworfen. Du mußt dem Anwalt alles erzählen. Gerade im strafrechtlichen Bereich. Sonst kann es böse Überraschungen sowohl für Dich, als auch für den Anwalt geben, die die Arbeit nicht sonderlich erleichtern. Die anderen (StA, Gericht) sind nämlich auch nicht blöd !


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von AndreasLH [Email: Keine]
am 31.08.03 14:02

Hallo, ich würde Dir in jedem Fall zu einem Anwalt raten. Ich hatte 1,54 Promille, bin zum Anwalt und das Urteil:9 Monate Führerscheinentzug und 900€ Geldstrafe. Ein Freund von mir hatte fast zur selben Zeit 1,34 promille, ist nicht zum Anwalt, und wurde mit 12 Monaten Fahrverbot und 1700€ Strafe abgeurteilt. Wenn ein Anwalt den Staatsanwalt anruft, scheint das ne ganze Ecke zu bringen.


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 31.08.03 17:19

9 Monate, 30 Tagessätze ist bundesweit der einheitliche "Preis" für 1,1 -1,59 %o. Mit 12 Monaten und 1.700 € war mit Sicherheit noch ein kleiner "Rums" dabei, dann wäre das nämlich die Normalstrafe.


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von hrob3000 [Email: Keine]
am 31.08.03 17:38

Danke für die zahlreichen Antworten. Werde Montag zum Rechtsanwalt gehen. Bin froh das ich keinen Unfall oder ähnliches hatte! Bereue die Tat und hoffe das Beste!


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von Wolfgang [Email: Keine]
am 31.08.03 20:51

Habe gerade einen Kurs zur Sperrfristverkürzung absolviert und muss der Dauer des FE-Entzugs zustimmen, alle Teilnehmer des Kurses hatten zwischen 1,3 und 1,58% und allen wurde ein Sperrfrist von 9 Monaten auferlegt. Die 30 TS kann ich aber so nicht bestättigen, der Durchschnitt war eher bei 40 + X. Gruss Wolfgang


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 31.08.03 22:12

In Köln sinds 30, maximal 35, je nach Staatsanwalt und Tageslaune.


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von hrob3000 [Email: Keine]
am 01.09.03 11:14

Wenn sollte man einen Kurs für die Sperrfristverkürzung absolvieren, erst nach den Erhalt des Strafbefehles? Habe natürlich Angst vor einer MPU Maßnahme (finanziel nicht berauschend), eine Maßnahme muss gesetzlich ja nicht verordnet werden (bin ja unter 1,6 Promille). Natürlich liegt es im Ermessen der Behörde mir eine zu verordnen, was kann man tun um diese lieben Leute zu überzeugen das eine solche Maßnahme nicht verordnet werden brauch? Bedanke mich im Voraus für die Antworten!


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 01.09.03 18:09

Den Kurs mußt Du vorher machen und Deine Absicht der StA auch mitteilen ! Möglicherweise erledigt sich dann alles schon mit Strafbefehl.


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von Stefan [Email: Keine]
am 01.09.03 18:29

An hrob3000: Hast du Lust deine Erfahrungen in Bezug auf Alkohol-am-Steuer in einen kleinen Bericht zu packen und mir diesen an info@betrunken-fahren.de zu schicken? Dieser würde dann auf www.betrunken-fahren.de veröffentlicht... Ist eine Seite die speziell auf Jugendliche abzielt und auf die doch gravierenden Folgen hinweißt... Danke


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von Stefan [Email: Keine]
am 01.09.03 18:31

Ähm helveticus, ich weiß du bist schwer beschäftigt, aber meine Seite geht ja jetzt wieder... über ein paar Tipps in Bezug auf Fakten und Tatsachen zum Thema Alkohol würde ich mich freuen.


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 01.09.03 18:50

Ich kümmer mich drum. Hab so ein paar einschlägige interessante Fälle. Kann nur etwas dauern.


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Zu: BAK 1,58 Promille

angehängt von Wolfgang [Email: Keine]
am 01.09.03 21:19

@hrob3000 Also bei mir wars so, das die Staatsanwaltschaft ohne Aufforderung mir nen zusammenfassenden Brief über den weitern Ablauf bezüglich meiner Sperrfrist, Neubeantragung des Führerscheins usw, geschickt hat. Beiliegend war eine Info-Seite mit Instituten, welche Kurse zur Sperrfristverkürzung anbieten. Es wurde explizit in dem Brief darauf hingewiesen das die Möglichkeit einer Sperrfristverkürzung besteht. Ach ja ich wohne in BW. Der Brief kam ca 4 Wochen nach meinem Strafbefehl, ich hatte 1,3% und war Alkohol-Ersttäter. Gruss Wolfgang

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