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Abschleppen

hinzugefügt von Lars P. [Email: Keine]
am 03.09.03 18:51

Darf ein LKW mit/ohne Anhänger, einen LKW mit Anhänger abschleppen?


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Vermutung

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 04.09.03 00:52

auf privatem, öffentlich nicht zugänglichem Gelände vermute ich mal: Du darfst ;-)

auf öffentlichem Verkehrsraum, der der StVO unterliegt, vermute ich mal: Du darfst nicht.

Gruß HeLi


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Zu: Abschleppen

angehängt von Stefan Süßmann [Kontakt]
am 04.09.03 08:08

Abschleppen ist eine reine Notmaßnahme. Meines Wissens gibt es hier keinerlei Beschränkungen. Man darf also mit einem Fiat Panda einen 40t-Zug abschleppen.

mfg

Stefan


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Zu: Abschleppen

angehängt von Dirk Plettner [Kontakt]
am 04.09.03 08:14

Du meinst so? ;-)

Gruss, Dirk

Website: http://www.plettner.de


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Zu: Abschleppen

angehängt von Stefan Süßmann [Kontakt]
am 04.09.03 08:22

Genau, auch wenn es mehr aussieht, als würdest Du versuchen ein eingedrücktes Heckblech herauszuziehen *fg*

mfg

Stefan


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Zu: Abschleppen

angehängt von Dirk Plettner [Kontakt]
am 04.09.03 08:29

Bin ich ja gar nicht, ist nur ein Bekannter ;-)

Gruss, Dirk

Website: http://www.plettner.de


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Ja und Nein

angehängt von Tom [Email: Keine]
am 04.09.03 15:11

Vorab sei erwähnt, daß beim genehmigten Schleppen bei Fahrzeugen über 4 to. grundsätzlich eine Abschleppstange verlangt wird. Das täte ich auch beim Abschleppen im Rahmen vom Nothilfegedanken empfehlen, da dieses aus bremstechnischen Gründen notwendig ist.

Beim Abschleppen sind die §§ 32, 32a StVZO (Längenvorschriften) nicht anwendbar.

Bei Beurteilung des technischen Zustands des ziehenden Fahrzeugs ist § 35 StVZO besonders zu beachten, da pro Tonne des zGG des Kraftfahrzeugs und der jeweiligen Anhängelast eine Motorleistung von mindestens 4,4 KW vorschreibt.

Aufgrund dieser Rechtsvorschrift kann z.B. ein Abschleppen von Lastzügen und Sattelkraftfahrzeugen über längere Strecken hinweg generell ausgeschlossen werden, da aufgrund der zu geringen Motorleistung des ziehenden Fahrzeugs und der damit verbundenen geringen Fahrgeschwindigkeit eine wesentliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit immer zu begründen ist.

In einem Schreiben des BMV vom 28.12.1980, Az.: StV 12/36.42.15a/12121 B 80, wird darauf hingewiesen, daß beim Abschleppen von Lastkraftwagen (darunter fallen auch Lastzüge und Sattelkraftfahrzeug) nach dem Oppertunitätsprinzip verfahren werden soll. Danach soll das Abschleppen bis zur nächsten geeigneten Werkstatt zugelassen werden (bis zu 100 km).

Es handelt sich dabei nicht um eine generelle Ausnahme, sondern der einschreitende Polizeibeamte hat vor Ort nach pflichtgemäßem Ermessen zu entscheiden. Die Verkehrssicherheit darf nicht beeinträchtigt werden. Anhaltspunkte wären also: Tageszeit, Örtlichkeit, Verkehrsaufkommen, Grund der Betriebsunfähigkeit und natürlich die Entfernung bis zur nächsten geeigneten(personell und materiell) Werkstatt.


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Zu: Abschleppen

angehängt von Stefan Süßmann [Kontakt]
am 04.09.03 16:03

>[Zitat:] "Vorab sei erwähnt, daß beim genehmigten Schleppen bei Fahrzeugen über 4 to. grundsätzlich eine Abschleppstange verlangt wird. Das täte ich auch beim Abschleppen im Rahmen vom Nothilfegedanken empfehlen, da dieses aus bremstechnischen Gründen notwendig ist.
"

Bei meinem Beispiel mit dem Panda würde auch eine Abschleppstange nichts bringen. Bei einem Bremsendefekt am LKW wäre das sowieso lebensgefährlich.

>[Zitat:] "Bei Beurteilung des technischen Zustands des ziehenden Fahrzeugs ist § 35 StVZO besonders zu beachten, da pro Tonne des zGG des Kraftfahrzeugs und der jeweiligen Anhängelast eine Motorleistung von mindestens 4,4 KW vorschreibt. "

Diese Vorschrift gilt nicht für das Abschleppen. Ein Fahrzeug, das abgeschleppt wird, gilt nicht als Anhänger (FE Klasse 2 nicht erforderlich).

Mit solchen "Extrem-Fahrzeugkombinationen" fährt man ja auch nicht 100 km weit, sondern ein paar Meter aus einer Gefahrenzone raus.

mfg

Stefan


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Zu: Abschleppen

angehängt von Tom [Email: Keine]
am 04.09.03 17:05

Ist mir schon klar, daß es sich nicht um ein Anhänger i.S.v. § 18 Abs. 1 StVZO handelt und deswegen die Bau- und Ausrüstungsvorschriften der StVZO eigentlich nicht anwendbar sind.

Hierzu ein Schreiben vom BMV, 24.04.1989, Az. StV 13/7M89:

Auch beim Abschleppen von Fahrzeugen sind die in Frage kommenden Vorschriften der StVO und StVZO zu beachten. Eine prozentuale Abstufung der Anhängelast ist in verkehrsrechtlichen Vorschriften nicht enthalten.

Dein Beispiel mit dem Panda betrachte ich als leicht überzogen (wäre aus Gründen der Verkehrssicherheit sowieso nicht zulässig).

Mein Beispiel mit dem § 35 StVZO war auch nur hinsichtlich der Verkehrssicherheit gedacht.

Ach so, wenn das ziehende Fahrzeug bereits ein Problem mit den Bremsen hat, dürfte es ebenfalls aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Ich habe mich nur auf ziehende Fahrzeuge bezogen, welche verkehrstüchtig sind und den Anforderungen entsprechen.

Zu den 50 - 100 km:
Schon Mal versucht, einen Scania bei einem Volvo-Händler reparieren zu lassen? Lkw-Werkstätte wachsen leider nicht wie Sand am Meer.


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Zu: Abschleppen

angehängt von Frank [Email: Keine]
am 05.09.03 15:12

eine ganz einfache Antwort auf die Ursprüngliche Frage : Ein Zug darf keinen Zug Schleppen


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Quelle?

angehängt von Stefan Süßmann [Kontakt]
am 05.09.03 15:22

Hast Du auch eine Quelle für Deine Aussage?

mfg

Stefan


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Zu: Abschleppen

angehängt von Frank [Email: Keine]
am 05.09.03 16:48

also meine vorherige Aussage muß ich leider widerrufen, da dieses noch aus dem DDR-Recht stammt
nach der heutigen Regelung ist das Abschleppen eines Zuges durch einen Zug durchaus zulässig, da es ja ein Notbehelf ist. Dadurch spielen zulässige Längen in diesem Moment keine Rolle. Selbst eine Abschleppstange muß nur bei defekter Bremsanlage benutzt werden.
Aufpassen sollte man nur, das aus dem Abschleppen nicht Schleppen wird

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