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Positiver Drogenschnelltest

hinzugefügt von Thomas [Kontakt]
am 04.09.01 20:04

Mein Bruder wurde um 7.10 Montagmorgen von einer Polizeistreife angehalten und mußte einen Drogenschnelltest mitmachen. Ergebnis : Positiv auf THC. Er hatte am vortag abend haschisch konsumiert was er auch zugab( ca 12 std. vor der Kontrolle) Und mußte an dem Tag sein Auto stehen lassen und wurde zur Arbeit gefahren. Am nächsten Tag konnte er sein Auto und den Schlüssel wieder bei einer Polizeiwache abholen. Heute 1.5 Monate später bekam er einen STRAFBEFEHL muß 1500.-DM bezahlen und 10 Monate fahrverbot. Am selben Tag riefen sie ihn an und sagten das sie den Führerschein Morgen bei ihm Abholen. Ist das so zulässig? Er hat den Führerschein auf Probe! Ich finde dieses Urteil trotzdem viel zu hart ! Er kommt ohne Auto auch nicht mehr zur Arbeit! Wer kann mir da helfen? Wäre auch über Adressen und Tel.nummern Dankbar. Wir werden erstmal Einspruch erheben! Das ist das erste mal das er auffällig wurde und er ist kein regelmäßiger Kiffer. Ich muß dazu sagen das er in Bayern wohnt.


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Foren-Suche "Cannabis"

angehängt von Webmaster (webmaster@fahrschule-knittel.de)
am 05.09.01 22:47

Hi Thomas :-)

Da kann ich Dir hier im Forum leider kaum helfen. P.S. Hast Du das Forum bereits nach dem Begriff "cannabis" durchsucht?? Wenn nicht, mach das mal (oben "cannabis" in die Eingabemaske der Foren-Suchmaschine eingeben). Es sind teilweise sehr gute Beiträge dabei. Ich denke, da dürfte viel Info für Dich dabei sein...

Website: http://www.fahrschule-knittel.de


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Zu: Positiver Drogenschnelltest

angehängt von Thomas (Email-Adresse unbekannt)
am 06.09.01 05:35

Tja die foren hab ich zuerst durchforstet bovor ich nen Treat schrieb. Du kontest mir auch nicht weiterhelfen @webmaster !


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Zu: Positiver Drogenschnelltest

angehängt von Felix (Email-Adresse unbekannt)
am 06.09.01 11:55

Präzises zum jeweiligen Einzelfall kann man - wie fast immer - nicht sagen, da es auf die jeweiligen Umstände ankommt. Nur ein paar allgemeine Bemerkungen:

Daß das Auto für eine Nacht "stillgelegt" wurde - vermutlich weil Dein Bruder nach Ansicht der Polizisten nicht fahrtüchtig war - ist kein weiteres Übel. Schließlich hat er Auto und Schlüssel danach anstandslos wiederbekommen, und es ist kein weiterer Schaden entstanden.

Was dann später im einzelnen gelaufen ist, erscheint eher besorgniserregend. War es tatsächlich nur ein Fahrverbot oder nicht vielmehr (was ich aufgrund Deiner Ausführungen vermute) ein Entzug der Fahrerlaubnis mit einer Sperrfrist für die Wiedererteilung? Die Einziehung des Führerscheins ist grundsätzlich zulässig, wenn die Voraussetzungen für eine vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis vorliegen. Dies erfolgt als Sicherstellung oder Beschlagnahme. Für eine Sicherstellung ist die Zustimmung des Betroffenen erforderlich, die man aus rechtlichen Gründen auf keinen Fall erteilen sollte. Bei einer dann wohl folgenden Beschlagnahme muß anschließend die Maßnahme durch einen Richter überprüft werden.

Ansonsten gibt es nur einen Rat für Deinen Bruder: sofort zum Anwalt, und zwar zu einem, der sich im Verkehrsrecht auskennt. Schau mal ins Branchentelefonbuch, "Rechtsanwälte - Tätigkeitsschwerpunkt Verkehrsrecht". Die größte Gefahr für Deinen Bruder dürfte darin liegen, daß man aufgrund seines Delikts Eignungszweifel für die Fahrerlaubnis konstruiert, die er nur mit viel Mühe ausräumen kann. Deswegen auch keinerlei Aussagen, Rechtfertigungsversuche oder Einlassungen zur Sache selbst, sondern später alles schriftlich durch den Anwalt.

Hoffentlich ist dies für Dich oder Deinen Bruder ein bißchen hilfreich.


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Zu: Positiver Drogenschnelltest

angehängt von platzi (Email-Adresse unbekannt)
am 06.09.01 14:52

Hier mal noch ein kleiner Hinweis: THC wird in den Fettzellen des Körpers gespeichert und wird dann in einer Stresssituation urplötzlich freigesetzt. Damit kommt es zu einem Rauschzustand, obwohl man schon seit Tagen oder gar Wochen keine Drogen mehr konsumiert hat... Der FS-Entzug läuft erst ab dem Tag, an dem dein Bruder seinen Führerschein abgegeben hat. Je weiter du die Sache nach hinten verschiebst, um so später bekommt er ihn zurück. Da die Sache in der Probezeit passiert ist, wird die Verwaltungsbehörde (Führerscheinstelle) nach Ablauf der 6 Monate sicherlich noch andere Maßnahmen anordnen. platzi


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Zu: Positiver Drogenschnelltest

angehängt von VK (Email-Adresse unbekannt)
am 06.09.01 18:06

Dass der Gebrauch von Cannabinoiden als Straftat gewertet wird, ist mir - so - auch neu, da hierfuer (neben dem Drogenkonsum) eine Fahruntuechtigkeit bzw. -auffaelligkeit nachgewiesen werden muss.

Grundsaetzlich ist es eine Ordnungswidrigkeit nach Nr. 70 Bussgeldkatalog, die (bei einem Ersttaeter) eine Geldbusse von 500,-- DM, ein Fahrverbot fuer die Dauer von einem Monat sowie Gebuehren und Auslagen nach sich zieht.

Auf jeden Fall aber erhaelt die Fahrerlaubnisbehoerde Kenntnis von der Sache und MUSS (nach den Regelungen der Fahrerlaubnisverordnung) die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges ueberpruefen, sprich : MPU.

Dazu lohnt ein Blick in die Seite :
www.mpu-hilfen.de
Ich halte die Adresse fuer kompetent.

Und zum Rat mit dem Anwalt : Genau. Eile ist geboten.


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Zu: Positiver Drogenschnelltest

angehängt von Infostvr@gmx.de (Infostvr@gmx.de)
am 08.09.01 15:13

Sorry, sorry, aber was hier zu diesem thema geschrieben steht, ist zum Teil sehr irreführend. 1.) ECHORAUSCH ist OUT !!! 2.) Nach § 24a StVG ist alleine der Nachweis von Stoffen nach dem BtmG schon für einen OWIG-Tatbestand ausreichend. 3.) Die Einbehaltung des Führerscheins nach dem Polizeirecht diente der Gefahrenabwehr. Der Drogenschnelltest quantifiziert nicht die Menge des festgestellten Stoffes, so dass der Polizist zum Tatzeitpunkt keine Aussage über die Beeinträchtigung tätigen kann. So wie geschildert gehe ich aber schon davon aus, dass hier zumindest äußere Anzeichen noch erkennbar waren, sonst hätte der Polozist aus meiner Kenntnis raus, diesen Schritt nicht eingeleitet. Pupillentest und Ähnliches geben hier schon ziemlich Aufschluss. 4.)In der Regel stellt die geschilderte Situation einen Straftatsbestand dar. Der Konsum von Drogen setzt in der Regel auch den Besitz voraus. Der Betroffene muss erst einmal nachweisen, dass er ohne den Stoff besessen zu haben, konsumieren konnte :-). Meistens werden die Verfahren ja nach der StPO eingestellt, aber dann kommt die Verwaltungsbehörde und überprüft bzw. könnte im vorliegenden Fall auch sofort entsprechend Anlage 4 Nr. 9.22 zur FeV entziehen. Von daher ist ein Anwalt sicherlich sinnvoll.

Website: http://www.fahrerlaubnisrecht.de

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