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defekte Fußgängerampel

hinzugefügt von Lutz Denker [Kontakt]
am 13.10.01 18:44

Hallo!

Ich möchte gerne wissen, wie sich Autofahrer zu verhalten haben, die an eine defekte (also kein Lichzeichen zeigende) Ampel heran fahren.
Ist es nicht so, dass dieser Überweg als Zebrastreifen zu betrachten ist?

Was aber, wenn diese Ampel eine 'Bedarfampel' ist und auch im 'heilen' Zustand für Autofahrer ausgeschaltet war; und nur anging, wenn von einem Fußgänger benutzt.

Sollte in so einem Fall nicht der Ausfall der Ampel von der zust. Behörde gekennzeichnet werden?

Vielen Dank im voraus für Eure Antwort

Lutz


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Zu: defekte Fußgängerampel

angehängt von Uwe Kusnezow (webmaster@uwekusnezow.de)
am 13.10.01 19:10

An ausgefallenen Ampeln mit Fussgängerfurt haben Fussgänger keinen Vorrang.Vorrang haben Fussgänger nur an Fussgängerüberwegen("Zebrastreifen").
Die Behörden sind nicht verpflichtet ausgefallene Lichtzeichenanlagen zu kennzeichnen.
Gruss Uwe


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Dauerrot bei Ampeldefekt

angehängt von Uwe Brandt (Email-Adresse unbekannt)
am 15.10.01 09:20

Hier ein paar Infos für Dauerrot bei Ampeldefekt, es ist zwar eine andere Situation als eine ausgefallene / abgeschaltete LZA, aber trotzdem aufschlußreich: Dauerrot bei Ampeldefekt enthält kein absolutes Weiterfahrverbot, jedoch ist äußerste Vorsicht und Rücksichtnahme auf den Querverkehr geboten (OLG Köln VRS 59 454). Ein Funktionsfehler darf (allerdings) erst nach "erheblich" längerem Zeitraum als 3 Minuten Rotlichtdauer angenommen werden (vgl. OLG Hamm 99 518). Quelle: StVR Jagusch/Hentschel.


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Zu: defekte Fußgängerampel

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 15.10.01 12:14

Eine dunkle Ampel muss nicht immer defekt sein. Es gibt viele Ampeln, die zu bestimmten Zeiten (z.B., in der Nacht) nicht in Betrieb sind (ausgeschaltet), weil ihr Betrieb einfach nicht notwendig ist. In diesem Fall gelten die normalen Verhaltensmaßregeln (z.B. die Vorfahrtregeln gemäß vorhandener Beschilderung an Kreuzungen und Einmündungen oder die Regeln zum Überschreiten der Fahrbahn durch Fußgänger).

Fußgängerampeln sind aber als Druckknopfampeln auch oft "dunkelgeschaltet", d. h. die Anlage ist im Grundzustand aus und schaltet sich erst ein, wenn ein Fußgänger auf den Knopf drückt. Nach einem Umlauf geht sie dann wieder in den Dunkelzustand. Dies kommt häufig dort zur Anwendung, wo die Fußgängerzahlen zwar nicht sehr hoch sind, aber aus Sicherheitsgründen Schutzmaßnahmen für Fußgänger dennoch erforderlich sind, beispielsweise bei einer stark belasteten Ortsdurchfahrt, wo möglicherweise auch noch schnell gefahren wird.

Die bei Ampeln angebrachten Fußgängerfurten dürfen nicht mit Fußgängerüberwegen verwechselt werden. Fußgängerüberwege sind nur die mit den Verkehrszeichen 293 (Zebrastreifenmarkierung auf der Fahrbahn)und 350 (blaues Blechsschild Fußgängerüberweg neben oder über der Fahrbahn) StVO gekennzeichneten Querungsmöglichkeiten.

An den Ampeln mit ihren Fußgängerfurten gibt das Grünsignal dem querenden Fußgänger den Vorrang vor dem Fahrverkehr, nicht die Fahrbahnmarkierung. Wenn das Grünsignal nicht in Betrieb ist, ist § 25 Abs. 3 StVO zu beachten, nach dem Fußgänger die Fahrbahn unter Beachtung des Fahrzeugverkehrs zu überschreiten haben (= kein Fußgängervorrang mehr).

Rechtsgrundlage für Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) ist dagegen § 26 StVO. Danach haben dort Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den Fußgängern sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche die Fahrbahn erkennbar überschreiten wollen, das Überqueren zu ermöglichen. Sie haben sich dann mit mäßiger Geschwindigkeit zu nähern und müssen notfalls vor dem Überweg warten (= Fußgängervorrang).

Nach den Richtlinien für Signalanlagen ist eine Kombination aus Zebrastreifen und Lichtsignalen nicht zulässig.

Was manche Radfahrer, die Zebrastreifen zur Fahrbahnüberquerung benützen, nicht wissen, ist, dass sie diesen Vorrang dort nicht haben, es sei denn, sie steigen ab und schieben das Rad als Fußgänger über die Fahrbahn.

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