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verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

hinzugefügt von TD [Email: Keine]
am 24.11.01 11:37

Gilt Rechts Vor Links auch bei verkehrsberuhigten Bereichen?


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von Andreas (Email-Adresse unbekannt)
am 24.11.01 11:56

Hallo,

in verkehrsberuhigten Bereichen MUß rechts vor links gelten. Wenn nicht, ist der verkehrsberuhigte Bereich falsch eingerichtet.

Gruß

Andreas


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von Uwe Kusnezow (webmaster@uwekusnezow.de)
am 24.11.01 12:48

Wer allerdings aus dem Verkehrsberuhigten Bereich ausfährt,hat sich so zu verhalten,als wenn er von einem Grundstück kommt und allen Anderen den Vorrang lassen.
Gruss Uwe


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angehängt von TD (Email-Adresse unbekannt)
am 24.11.01 12:51

Danke @ Uwe Ich hatte es nämlich schon so verstanden, als ob ich (aus einem verkehrsberuhigten Bereich kommend) gegenüber einem von links kommenden Vorfahrt hätte ;)


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angehängt von Uwe Kusnezow (webmaster@uwekusnezow.de)
am 24.11.01 16:33

Genau,wenn Du das alles weisst,dann klappt es bei der zweiten Prüfung bestimmt.Viel Erfolg!
Gruss Uwe


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 24.11.01 17:56

Noch eine Ergänzung zu Uwe:

Für Fahrzeugführer gilt der Grundsatz Rechts-vor-links, wie schon Uwe betont hat.

Rechts-vor-links gilt aber (anders als beim Ausfahren, siehe dazu oben) auch im Verhältnis zwischen einem in einem verkehrsberuhigten Bereich befindlichen Fahrzeug und einem anderen, das in diesen Bereich einfährt.

Der Grund liegt darin, dass eine Vorrangregelung wie beim Ausfahren aus einem verkehrsberuhigten Bereich (§ 10 StVO) für das Einfahren nicht existiert. Dann gilt eben hier die Grundregel Rechts-vor-links.

Ein bisschen kompliziert, aber wenn man ein wenig darüber nachdenkt, auch wieder nachvollziehbar.

Eines darf in einem verkehrsberuhigten Bereich nie vergessen werden: der Fußgänger ist hier König und hat absoluten Vorrang. Kinder dürfen sich frei bewegen und können überall spielen. Die einzige Verpflichtung für Fußgänger besteht darin, dass sie den Fahrzeugverkehr nicht unnötig behindern. Und da muß man bei Kindern sicher noch einen anderen Maßstab anlegen als bei erwachsenen Fußgängern (siehe auch die besondere Verpflichtung in § 3 Abs. 2a StVO)!


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von Christian Haegele (christian.haegele@berlin.de)
am 24.11.01 21:52

Mir ist da mal wieder so eine (blöde?) Idee gekommen. Auf Parkplätzen, auch wenn dort Fahrgassen vorhanden sind, gilt die Regel Rechts-vor-Links nicht, weil davon ausgegangen wird, dass dieser Grundsatz nur an den Schnittpunkten von Fahrbahnen Anwendung findet. Im verkehrsberuhigten Bereich gibt es defintionsgemäß ja auch nur eine Verkehrsfläche und somit keine Fahrbahn. Wieso sollte denn dort Rechts-vor-Links gelten. Was wäre z.B. mit spielenden Kindern, die mit einem Fahrrad die Vorfahrt missachten würden? Die Anwendung von Rechts-vor-Links in einem verkehrsberuhigten Bereich ist für mich völlig realitätsfern. Wer braucht denn bei Schrittgeschwindigkeit eine Vorfahrtregelung. Kommt es trotzdem mal zum Unfall, könnte der Grundsatz Rechts-vor-Links nur bei der zivilrechtlichen Abwicklung bestenfalls analog herangezogen werden.

Website: http://www.polizeiautos.de


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von TD (Email-Adresse unbekannt)
am 25.11.01 00:08

@ Karl-Heinz Menk Kannst du nochmal etwas genauer beschreiben, was du meinst (die r-v-l Thematik in verk. Ber.)?


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angehängt von TD (Email-Adresse unbekannt)
am 25.11.01 00:11

Aaah... jetzt habe ich es doch noch verstanden :)


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von TD (Email-Adresse unbekannt)
am 25.11.01 00:46

Ich habe deinen Aspekt überdacht, doch ich verstehe nicht, was das in der Praxis ändert. Gedanklich bin ich alle möglichen Kombinationen durchgegangen, doch habe keine Kombination gefunden, wo es einen Unterschied macht ob r-v-l gilt oder nicht. Kannst du das weiter erklären?


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 25.11.01 12:48

@christian
Rechts vor links muss in verkehrsberuhigten Bereichen Geltung haben, da diese nicht nur aus einer, sondern auch aus mehreren Straßen bestehen können. Und was kann an den Schnittpunkten dieser Straßen untereinander (sofern es keine Spezialregelung gibt , die in den Regelungsinhalten des Z. 325 StVO nicht vorhanden ist) anders gelten als die Grundregel des Rechts-vor-links?

Kinder genießen einen besonderen Schutz, unabhängig von anderen Regeln ("Kinderspiele sind überall erlaubt"). Da macht es keinen Unterschied, ob die Kinder mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Gegenüber Kindern in verkehrsberuhigten Bereichen sollte für Fahrzeugführer immer höchste Alarmstufe gelten. Bei einem Unfall mit Kindern kriegen Fahrzeugführer dort in der Regel keinen Preis.

Vielleicht sollte man nicht zu sehr um 3 Ecken rum denken:-).

@TD
Der Unterschied liegt im Vorrang bzw. der Vorfahrt, die im übrigen auch nichts anderes als ein Spezialfall des Vorrangs ist, beim Ein- bzw. Ausfahren.

Beim Ausfahren aus einem verkehrsberuhigten Bereich gilt über § 10 StVO grundsätzlich der Vorrang des Verkehrs auf der Straße, auf die ausgefahren wird. Der Verkehr aus dem verkehrsberuhigten Bereich ist immer wartepflichtig. Es spielt keine Rolle, ob der Verkehr auf der Vorrangstraße von rechts oder links kommt.

Fährt aber jemand aus einer anderen Straße in einen verkehrsberuhigten Bereich ein, gilt beim Einfahren Rechts-vor-links auch für den von einer übergeordneten Straße Einfahrenden. Wenn unmittelbar nach der Einfahrt von rechts oder links eine weitere Straße einmündet (ein VB kann auch aus mehreren Straßen bestehen), ist derjenige, der einfährt, gegenüber einem anderen, der dort von rechts kommt, wartepflichtig. Jetzt klar?

Zwei Übungsbeispiele:
Beginn eines verkehrsberuhigten Bereichs, unmittelbar nach dem Verkehrszeichen 325 StVO mündet eine Straße von rechts ein. Wer kann fahren? Wie ist die Lage, wenn die Straße von links einmündet?

Ausfahrt aus einem verkehrsberuhigten Bereich. Dort nähert sich von links ein Fahrzeug. Wer muss warten?


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von TD (Email-Adresse unbekannt)
am 25.11.01 13:16

a) Beginn eines verkehrsberuhigten Bereichs, unmittelbar nach dem Verkehrszeichen 325 StVO mündet eine Straße von rechts ein. Wer kann fahren?

> Der von rechts kommt

b) Wie ist die Lage, wenn die Straße von links einmündet?

-> Dann hat der, der gerade in den verkehrsberuhigten Bereich eingefahren ist, Vorfahrt

c) Ausfahrt aus einem verkehrsberuhigten Bereich. Dort nähert sich von links ein Fahrzeug. Wer muss warten?

-> Derjenige, der sich (noch) im VB befindet

(weil da - parallel zu Grundstückseinfahrten - kein RVL gilt)


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von TD (Email-Adresse unbekannt)
am 25.11.01 13:20

Danke, aber da sind noch 2 Fragen: 1) Wieso kennst du dich so gut mit der StVO aus? 2) Gilt bei Füßgängerbereichen auch kein RVL? (habe ich nämlich beim Lesen der StVO so verstanden)


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Lin

angehängt von Karl-Heinz Menk (khmenk@mac.com)
am 25.11.01 14:01

Danke für die Blumen. Interesse und berufliche Gründe.

Ich sehe an den richtigen Lösungen, dass Du jetzt weisst, was Sache ist. War ja auch nicht mehr allzu schwer :-).

Zu Frage 2:
In Fußgängerbereichen kann es nicht anders sein.

Auch Fußgängerbereiche bestehen oft aus mehreren "Straßen" (sagt ja eigentlich schon der Begriff "Bereich"). Verkehrsrechtlich sind Gehwege und Fußgängerbereiche (-zonen) sogenannte Sonderwege. Bei verkehrsberuhigten Bereichen , wo im verkehrsrechtlichen Sinn keine Straße existiert, spricht man von einer gemeinsamen Verkehrsfläche.

Auch in Fußgängerbereichen muss die Rechts-vor-links-Regelung für den Fahrzeugverkehr untereinander gelten.

§ 8 StVO spricht von Kreuzungen und Einmündungen, ohne dabei den Charakter der Verkehrsfläche näher zu definieren. Wenn also eine Kreuzung oder Einmündung in einem verkehrsberuhigten Bereich oder in einem Fußgängerbereich liegt (= öffentlicher Verkehrsgrund, wo die StVO gilt), gelten dort auch die Vorfahrtregelungen für den Fahrverkehr. Keine Rolle spielt dabei, ob der Fahrzeugverkehr erlaubterweise (z.B. Lieferverkehr) dort fährt oder verbotswidrig.

Übrigens: sinngemäß gelten die Ausführungen zum Vorrang beim Ein- und Ausfahren bei verkehrsberuhigten Bereichen auch beim Ein- und Ausfahren bei Fußgängerbereichen!


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@ Karl-Heinz

angehängt von Christian Haegele (christian.haegele@berlin.de)
am 25.11.01 20:05

"Und was kann an den Schnittpunkten dieser Straßen untereinander (sofern es keine Spezialregelung gibt , die in den Regelungsinhalten des Z. 325 StVO nicht vorhanden ist) anders gelten als die Grundregel des Rechts-vor-links?"
Mögliche Antwort: §1 StVO!
Eine Vorfahrtregelung gilt nur an Kreuzungen und Einmündungen. Damit können nach meiner Auffassung nur die Schnittpunkte von Fahrbahnen gemeint sein. Wieso sollte sonst derjenige, der über einen abgesenkten Bordstein auf eine Straße (Fahrbahn) trifft, wartepflichtig sein? Ich glaube auch nicht, dass ich hier um drei Ecken denke. Vielmehr führt die isolierte Betrachtung einzelner Vorschriften aus meiner Sicht zu praxisfremden Ergebnissen und eine Vorfahrtregelung in einem verkehrsberuhigten Bereich ist für mich absolut realitätsfern.

Website: http://www.polizeiautos.de


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von Uwe Kusnezow (webmaster@uwekusnezow.de)
am 25.11.01 20:47

@Khmenk hat meiner Meinung nach recht!! Es ist ähnlich wie bei der abknickenden Vorfahrt.Die untergeordneten Strassen verfahren nach ART UND WEISE rechts vor links.So wird es an Fahrlehrerfachschulen gelehrt. Und ganz klar,innerhalb des Verkehrsberuhigten Bereich gilt:"Rechts vor Links" Gruss Uwe


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links

angehängt von uwe (Email-Adresse unbekannt)
am 25.11.01 20:53

@Christian: Wieso sollte sonst derjenige, der über einen abgesenkten Bordstein auf eine Straße (Fahrbahn) trifft, wartepflichtig sein.Weil es im $10 StVO steht! Wer aus einem Grundstück, aus einem Fußgängerbereich (Zeichen 242 und 243), aus einem verkehrsberuhigten Bereich (Zeichen 325/326) auf die Straße oder von anderen Straßenteilen oder über einen abgesenkten Bordstein hinweg auf die Fahrbahn einfahren oder vom Fahrbahnrand anfahren will, hat sich dabei so zu verhalten, daß eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist


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Zu: verkehrsber. Ber. und Rechts-vor-Links,nochmal

angehängt von Uwe Kusnezow (webmaster@uwekusnezow.de)
am 25.11.01 20:55

@Christian: Wieso sollte sonst derjenige, der über einen abgesenkten Bordstein auf eine Straße (Fahrbahn) trifft, wartepflichtig sein. Weil es im §10 StVO steht! Wer aus einem Grundstück, aus einem Fußgängerbereich (Zeichen 242 und 243), aus einem verkehrsberuhigten Bereich (Zeichen 325/326) auf die Straße oder von anderen Straßenteilen oder über einen abgesenkten Bordstein hinweg auf die Fahrbahn einfahren oder vom Fahrbahnrand anfahren will, hat sich dabei so zu verhalten, daß eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist Gruss Uwe


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Klingt logisch!

angehängt von Christian Haegele (christian.haegele@berlin.de)
am 25.11.01 21:35

Stimmt. § 10 macht da recht eindeutige Ausführungen dazu. Das Argument kann ich schon mal in die Tonne kloppen! Wie sieht es denn mit der Schnittstelle von Fahrbahnen aus, damit die Vorfahrtregelung greift? Oder ist es auch eine Kreuzung, wenn Straßen, sozusagen "Häuserschluchten" (oder wie man das auch nennen mag) aufeinander treffen?

Website: http://www.polizeiautos.de


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Hat sich erledigt. Danke Uwe!

angehängt von Christian Haegele (christian.haegele@berlin.de)
am 25.11.01 21:51

Da Uwe mit seinem Hinweis mein wichtigstes Argument über den Jordan geschossen hat, fällt mir nun auch nicht mehr ein, was den Grundsatz Rechts-vor-Links in einem verkehrsberuhigten Bereich in Frage stellen würde. War halt so eine Idee.

Website: http://www.polizeiautos.de

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