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vorläufig. Entzug = mind. 6 Monate???

hinzugefügt von Sandra [Email: Keine]
am 03.12.01 08:28

Mir ist bereits im Juli der Führerschein vorläufig entzogen worden. Bisher habe ich keine Nachricht der Staatsanwaltschaft erhalten. Ich habe gehört, daß durch einen vorläufigen Entzug eine Sperre von mindestens 6 Monaten auf mich zukommt. Ist dies richtig ? Wird diese ab Urteilsdatum erteilt oder erkennt der Gesetzgeber die bereits verstrichene Zeit und kann "nur" ein Fahrverbot verhängen??? Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe !!!!


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Vorl. Entzug wird der Sperrfrist "angerechnet"

angehängt von Uwe Brandt (Email-Adresse unbekannt)
am 03.12.01 16:16

>>"Ich habe gehört, daß durch einen vorläufigen Entzug eine Sperre von mindestens 6 Monaten auf mich zukommt."

Die Dauer der Sperrfrist beträgt im Regelfall zwischen 3 Monaten und 5 Jahren (§ 69a StGB). Die Anordnung der Dauer erfolgt durch das Gericht und hängt allein von der "Eignungsprognose" ab. Maßgeblich ist die voraussichtliche Dauer des Eignungsmangels des Betroffenen. Eine Sperrfrist-Dauer von mindestens 6 Monaten erscheint bei Alkoholstraftaten üblich...

>>"Wird diese ab Urteilsdatum erteilt oder erkennt der Gesetzgeber die bereits verstrichene Zeit und kann "nur" ein Fahrverbot verhängen???"

Auf die Sperrfrist wird die Dauer des vorläufigen Fahrerlaubnis-Entzuges nach § 111a StPO angerechnet (§ 69a IV-VI StGB). Wird der voläufige Entzug angerechnet, darf die Sperrfrist drei Monate nicht unterschreiten (§ 69a IV Satz 2 StGB).


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Trotzdem Neubeantragung???

angehängt von Sandra (Email-Adresse unbekannt)
am 04.12.01 08:24

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich habe den Strafbefehl gestern erhalten. 3 Monate! (also 8 mit den bereits verstrichenen). Muß ich den Führerschein jetzt neu beantragen oder sieht man diese 3 Moante als Fahrverbot an und ich bekomme ihn automatisch wieder ??? Vielen Dank im Voraus!


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3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist neu beantragen

angehängt von Uwe Brandt (Email-Adresse unbekannt)
am 04.12.01 08:55

Nach einem Entzug der Fahrerlaubnis muss die Erteilung einer NEUEN Fahrerlaubnis beantragt werden. Der Antrag auf Neuerteilung kann frühestens drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist gestellt werden.

Nach der Antragstellung stellt die Fahrerlaubnisbehörde eine (interne) "Eignungsprognose" auf. Hat sie keinen Zweifel an der Eignung des Fahrerlaubnis-Bewerbers, kann NACH Ablauf der Sperrfrist eine neue Fahrerlaubnis erteilt werden.

Meist wird aber der Fahrerlaubnis-Bewerber zur Beibringung eines Fahreignungsgutachtens verpflichtet, z.B. "MPU". Erst nach Vorlage eines positiven Gutachtens kann dann eine Fahrerlaubnis erteilt werden. Nach einem Entzug wegen Alkohol ist der Weg bis zur Neuerteilung in aller Regel dornenreich...

Viel Glück !!

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