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35 zu schnell

hinzugefügt von angie [Kontakt]
am 21.03.02 09:51

hallo, ich bin 35 kmh zu schnell gefahren, innerhalb geschlossener ortschaft. der wagen ist aber auf meinen freund angemeldet. soll er sagen, daß er den fahrer nicht kannte?


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Bitte mehr Infos ...

angehängt von Uwe Brandt (Email-Adresse unbekannt)
am 21.03.02 10:27

Angie, das sind einfach viel zu wenig Infos um sich überhaupt in die Situation "reindenken" zu können...

Was ist denn nun überhaupt passiert?? Hat der Halter des Kfz (= Dein Freund) einen Anhörbogen (AB) bekommen? Wann war der Verstoß?? Welches Datum steht auf dem AB?? Wann wurde der AB zugestellt? An wen war der AB adressiert? Ist der Tatvorwurf korrekt angegeben? Stimmen Datum und Uhrzeit? Lag dem AB ein Messfoto bei?? Wie ist die Qualität des Fotos? Bla bla bla .-.-.

Grundsätzlich: Ein Betroffener (=Halter/Freund) ist nicht verpflichtet, Angaben zur Sache zu machen. Die Ermittlung des tatsächlichen Fahrzeugführers obliegt allein den Verfolgungsbehörden...


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Zu: 35 zu schnell

angehängt von angie (angiehe@gmx.de)
am 21.03.02 10:58

hallo, also die angaben auf dem ab stimmen schon...der brief kam gestern an, der vorfall ereignete sich aber schon am 30.01 diesen jahres...ein foto wurde auch geschossen. vielen dank schonmal


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Nehmen wir doch mal an... :-)

angehängt von Uwe Brandt (Email-Adresse unbekannt)
am 21.03.02 11:38

>"der brief kam gestern an, der vorfall ereignete sich aber schon am 30.01 diesen jahres...ein foto wurde auch geschossen"

Oki Doki, das sieht ja gar nicht so schlecht aus :-)

Nehmen wir doch mal an:

Der Halter schweigt. Er tut nichts. Er ignoriert den AB. Die Bußgeldbehörde wartet sehnlichst auf den Rückläufer. Nach zwei bis drei Wochen wird es der Bußgeldbehörde zu bunt, sie erlässt einen Bußgeldbescheid gegen den Halter. Zu diesem Zeitpunkt sind schon 9 bis 10 Wochen seit dem Verstoß vergangen, die 3-monatige Verjährungsfrist gegen den tatsächlichen Fahrzeugführer ist fast abgelaufen...

Die Bußgeldbehörde erlässt einen Bußgeldbescheid gegen den Betroffenen (=Halter). Kurz vor Ablauf der 2-wöchigen Einspruchsfrist legt der Betroffene Einspruch gegen den Bußgeldbescheid ein. Fast 12 Wochen sind vergangen. Der tatsächliche Fahrzeugführer ist bislang nicht ermittelt worden - dies beweist eindeutig das (weibliche) Foto. Der männliche Halter kann es nicht gewesen sein und verweigert die Nennung der Person. Das Verfahren wird eingestellt. Angie macht eine Flasche Sekt auf und verspricht, niemals wieder gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu verstoßen und alle sind zufrieden...

Es "kann" durchaus so laufen ... deshalb nochmal mein Hinweis: Ein Betroffener ist nicht verpflichtet.....

Alles klar?


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Zu: 35 zu schnell

angehängt von Bernd (Email-Adresse unbekannt)
am 21.03.02 22:57

Warum, bitte schön, sollte die Bußgeldstelle in diesem Fall einen Bußgeldbescheid gegen den Halter erlassen? Anhand des Fotos steht wohl eindeutig fest, daß der Halter (=männlich) nicht der Fahrer sein kann, da Fahrer auf dem Foto wohl in diesem Falle weiblich sein dürfte (Hängt natürlich von der Qualität des Fotos ab, aber wenn man das noch nicht einmal unterscheiden kann ...)

Ich kann mir nicht vorstellen, daß es so läuft. Das würde ja schon an Verfolgung Unschuldigter grenzen.


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@Bernd / @angie

angehängt von Uwe Brandt (Email-Adresse unbekannt)
am 22.03.02 07:42

@Bernd:

>"Warum, bitte schön, sollte die Bußgeldstelle in diesem Fall einen Bußgeldbescheid gegen den Halter erlassen?"

Bernd, das ist einfacher als Du denkst!! Man glaubt es kaum, aber im Owi-Massenverfahren kommt dies wegen akuten Personalmangels in den Bußgeldbehörden nicht selten vor. Schau Dich mal bei radarforum.de um, da gab es schon häufig Postings in diese Richtung.

Dein Einwand ist i.ü. ja auch völlig richtig. Ich habe sozusagen den "worst case" angenommen. Spielen wir einfach mal die andere Variante durch: Der Bußgeldbescheid wird nicht ausgestellt ... ja und dann?? Es gibt lediglich einen Halter der von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht. Konsequenzen hat der Halter nicht zu befürchten, selbst eine Fahrtenbuchauflage (§ 31a StVZO) kann wegen der späten Anhörung nicht angeordnet werden.

@angie:

Schau mal genau auf den Anhörungsbogen. Wird Dein Freund als Betroffener ("Ihnen wird vorgeworfen...") oder als Zeuge befragt?? Aus der Formulierung kann evt. schon abgeschätzt werden, in welche Richtung das weitere Verfahren gehen wird.

Frage: Lebst Du mit Deinem Freund in einer Lebensgemeinschaft, d.h. im gleichen Haushalt?? Habt Ihr beide die gleiche Meldeadresse??


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Zu: 35 zu schnell

angehängt von angie (angiehe@gmx.de)
am 02.04.02 14:31

hallo uwe, 1000 dank für die info... angie

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