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Schilderaufbau dokumentieren

hinzugefügt von Marcel [Email: Keine]
am 30.04.02 10:40

Hallo,

ich bin am 18.03.2002, bei Osnabrück mit +23 km/h (inkl. Toleranz) auf der Autobahn geblitzt worden. AB ist vom 22.04.2002. Gemessen wurde mit einem "Multanova VR 6 F". Kennt jemand die Zuverlässigkeit des Gerätes?

Weiterhin bin ich der Meinung, dass von unbegrenzter Geschwindigkeit gleich ein 100-Schild kam und das so sicher nicht richtig sein kann. da muss doch erstmal ein sog. Geschwindigkeitstrichter kommen, oder?
Hat jemand Erfahrungen mit Aufbau und Protokollierung des Schilderaufbaus bei Blitzaktionen?
Wie groß ist meine Chance, das hier ein Fehler gemacht wurde und die Messung damit ungültig ist?

Für Eure Antworten vielen Dank im voraus!

Ciao

Marcel


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Geringe Chancen

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 30.04.02 11:54

Ich denke, Du hast hier schlechte Karten.

Das Multanova VR 6 F ist bei zahlreichen Polizeien im gesamten Bundesgebiet seit Jahren im Einsatz. Sofern es ordnungsgemäß geeicht ist und richtig bedient wird - das Gegenteil müsste im Einzelfall nachgewiesen werden -, ist es als zuverlässig und messgenau bekannt. Die Gerichtsverwertbarkeit der Messergebnisse steht außer Zweifel.

Woher beziehst Du die Meinung bezüglich der zwingenden Notwendigkeit des Vorhandenseins eines Geschwindigkeitstrichters?

Die Verwaltungsvorschrift zu Z. 274 StVO besagt im Abschnitt V: "Auf Autobahnen und Straßen mit schnellem Verkehr empfiehlt es sich, bei starker Herabsetzung der zulässigen Fahrgeschwindigkeit diese stufenweise herabzusetzen (z.B. auf Autobahnen 100 km/h, dann 80 km/h und dann 60 km/h). Die Geschwindigkeitsstufen sollen je 20 km/h und der Mindestabstand zwischen ihnen dann je 200 m betragen."

Daraus ergibt sich, dass Geschwindigkeitstrichter allenfalls empfohlen werden, dass weiterhin 100 km/h als durchaus akzeptable und auch sichere 1. Geschwindigkeitsstufe für einen Trichter angesehen wird und ein solcher nur dann für zweckmäßig angesehen wird, wenn die Fahrgeschwindigkeit noch weiter reduziert werden muss.

Das Zeichen 274 StVO Vorgeschriebene Geschwindigkeit gilt ab dem Ort, wo es steht. Es soll so weit vor der Gefahrstelle oder Gefahrstrecke stehen, dass ein Kraftfahrer, auch wenn er z.B. bei schlechter Sicht das Zeichen erst sehr spät erkennt, sein Fahrzeug bis dorthin noch gefahrlos abbremsen kann. In Einzelfällen kann es dort, wo es zweckmäßig erscheint, vorangekündigt werden - muss aber nicht -.


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Zu: Schilderaufbau dokumentieren

angehängt von Marcel (Email-Adresse unbekannt)
am 30.04.02 12:38

Hi Peter,

also meine Logik sagt mir, dass das nicht richtig sein kann.

Immerhin gilt ja direkt ab dem Schild 100. Wenn man nun mit 140-160 heranrauscht (weil es Verkehr, Wetter, Beschilderung eben zulassen), dann staunt man schon nicht schlecht, und kommt ganz schön ins schwimmen (symbolisch gesehen ;-), so schnell wie möglich mit der Geschwindigkeit runterzukommen.

Daher kam das für mich sehr unerwartet. Also ausrollen lassen wäre schlecht gewesen, weil's zu lange dauert, bis man auf 100 runter ist.
Und 'ne Vollbremsung hätten die vielen Hintermänner auch nicht gerne gesehen. Also blieb nur der Mittelweg (ausrollen und bremsen). Das hat dann eben zu lange gedauert.
Der Blitzer stand natürlich auch "relativ" nahe am 100-Schild. ;-)

Ich kenne mittlerweile so einige BAB-Kreuze, aber keines, dass von unbegrenzt direkt auf 100 km/h runtergeht. Außer das da ein BAB-Kreuz kommt, war keine Gafahrenstelle erkennbar. Es gab auch keine Zusatzschilder.

Es war übrigens auch "nur" eine temporäre Beschilderung, d. h. die Schilder kann man zusammenklappen, wegdrehen oder so. Das hab ich dann auf der Rückfahrt gesehen.

Vielen Dank für Deine Antworten.

Ciao

Marcel


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Geringe Chancen (2)

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 30.04.02 14:58

Na, das Autobahnkreuz dürfte so überraschend auch nicht gekommen sein! Gerade dort sollte man sich als erfahrener Kraftfahrer immer darauf einrichten, dass Störungen auftreten, und bremsbereit sein bzw. vorsichtiger heranfahren.

Es verlangt niemand von Dir eine Gewaltbremsung, wenn unvermutet eine Geschwindigkeitsbeschränkung auftaucht. Von 140 oder 160 km/h ist man doch recht schnell auf 100 km/h herunten. Normales Abbremsen sollte in der Regel schon ausreichen. So schlechte Bremsen dürfte Dein Auto auch nicht haben:-). Zwar sollte nach den Überwachungsrichtlinien nicht unmittelbar nach Beginn einer Beschränkung gemessen werden; in Einzelfällen ist es jedoch aus Sicherheitsgründen oft unumgänglich.

Die Tatsache, dass es sich um eine Klappbeschilderung handelt, ist in dem Zusammenhang unerheblich. Bei den modernen Verkehrsbeeinflussungsanlagen (Schilderbrücken) mit ihren elektronischen Matrixzeichen hast Du u. U. noch einen erheblich häufigeren Wechsel, weil diese Anlagen verkehrsabhängig automatisch umschalten. Auch hier hast Du häufig nach freier Fahrt auf der ersten Schilderbrücke gleich die 100-km/h-Beschränkung.

Ich bleibe daher bei meiner Meinung, dass Du nur geringe Chancen hast, ungeschoren davonzukommen. Aber Du kannst es natürlich versuchen; ist Dein gutes Recht!


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Zu: Schilderaufbau dokumentieren

angehängt von Marcel (Email-Adresse unbekannt)
am 30.04.02 17:31

Hi Peter,

natürlich kam das BAB-Kreuz nicht überraschend, wohl aber das 100-Schild. Wie gesagt, mit dieser Geschwindigkeit rechnet niemand sofort.

Und bis ich das realisiere und das Auto soweit abbremse, dass ich niemanden gefährde, war es eben zu spät. IMHO kann man gar nicht so schnell auf 100 runter; es sei denn es geht bergauf.

Aber ich werde mal sehen, was sich machen lässt. Drück' mir mal die Daumen. ;-)

Ciao

Marcel

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