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generalstreik

hinzugefügt von demjan [Kontakt]
am 16.05.02 23:31

Nachdem meine Freundin zur Teilnahme an einem Aufbauseminar (während der Probezeit) aufgefordert wurde, kann ich nicht mehr ruhig exestieren. Ich bin empört über diese maßlos unverschämte Verhaltensweise des Verkehrsministeriums. Zuerst kam die Strafe, wäre weiter auch nicht schlimm, doch dann kam nochmal eine Rechnung von gleicher Höhe und das waren jetzt Gebühren. Aber damit auch nicht genug, nun steht ihr ein Aufbauseminar bevor. Dieses soll angeblich etwa 400 EUR kosten. Ich frage mich wozu das alles? Zur Abschreckung ? Da hätte aber die Strafe und Punkteneintrag längst gereicht. Wollen Sie damit die Unruhe unter der Bevölkerung wachsen lassen? Muss ich gestehen, dass dies ihnen sehr gelungen ist.
Ich habe mich natürlich schon einbißchen umgeschaut was zu diesem Thema alles erzählt wird, es scheint mir so als ob da wirklich nichts zu machen ist, man muss sich dem Wille der Regierung fügen. Würde die Wahl einer anderen Regierung was ändern? Hat überhaupt eine Partei diesen Punkt auf dem Programm? Nein, ich will keinen Terroranschlag planen, aber man kann doch nicht tatenlos zusehen wie wir vom Verkehrsministerium ausgebeutet werden?! Bürgerinitiative? Demostrationen? Was denkt ihr zu diesem Thema? Seit ihr weiterhin bereit das zweite mal eueren Führerschein zu bezahlen, nur weil ihr 20 kmh zu schnell gefahren seit? Können die hohen Herren ihre Gehälter nicht aus irgend einer anderen Geldquelle finanzieren?

Bitte um euere Unterstützung!!!

mfg bürger


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Zu: generalstreik

angehängt von RA Goetz Grunert (info@strafzettel.de)
am 17.05.02 09:14

...meines Erachtens kann man das Thema ("Folgen bei Verstößen während der Probezeit") ganz nüchtern betrachten. Ich sehe keine böse Verschwörung der Regierung oder so.

Allerdings kann man wohl durchaus der Ansicht sein, dass die Folgen eines vergleichsweise geringfügigen Verstoßes, z.B. Geschwindigkeitsüberschreitung um 21 km/h auf der Autobahn an einer Baustelle o.ä., zu ziemlich weitreichenden Folgen (Aufbauseminar, Verlängerung Probezeit, Punkt) führt. Im Einzelfall kann berechtigterweise die Frage nach der Verhältnismäßigkeit aufgeworfen werden.

Website: http://www.strafzettel.de


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Zu: generalstreik

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 17.05.02 12:23

Man sollte auch die Folgen des Straßenverkehrs sehen mit seinen Toten und Verletzten, die regelmäßig in den alljährlichen Unfallstatistiken aufscheinen. Daran ist nachweislich die Gruppe der Fahranfänger zu einem unangemessen hohen Prozentsatz beteiligt.

Da in der Vergangenheit alle Versuche, durch Appelle, Informationskampagnen, freiwillige Maßnahmen usw. hier etwas zu ändern, u.a. an der Gleichgültigkeit und Uneinsichtigkeit der Betroffenen gescheitert sind, hat man sich einfach gezwungen gesehen, solche Maßnahmen einzuführen. Leider müssen viele Mitmenschen zu ihrem Glück gezwungen werden - und der Weg führt für viele am wirkungsvollsten nun einmal über den Geldbeutel. Was nützt ein Denkzettel, wenn er nicht auch ein bisschen weh tut?

Fahranfänger haben nun einmal mangels Fahrpraxis und -erfahrung mehr Probleme, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Andererseits handelt es sich dabei in der Mehrzahl um eine Altersgruppe, wo vielfach die Persönlichkeitsentwicklung und der damit zusammenhängende Reifungprozess noch nicht abgeschlossen ist und wo noch viel von dem, was man früher als "Sturm und Drang" bezeichnete, in ihnen drinsteckt und sie manchmal unverständlich und unbesonnen handeln lässt. Damit können sie zu einer Gefahr für Andere werden.

Der Rest der Bevölkerung hat ein Recht, durch den Staat davor geschützt zu werden. Es ist im übrigen immer eine Frage des Standorts, von dem aus ein Problem betrachtet wird. Ein Betroffener, der durch unbesonnene Raserei dieser Verkehrsteilnehmergruppe selbst verletzt wurde oder gar einen Angehörigen verloren hat, sieht die Sache mit Sicherheit ganz anders.

Im übrigen ist es dem Beschwerdeführer völlig unbenommen, einen Generalstreik auszurufen oder selbst in Streik zu treten und am Verkehr einfach nicht mehr teilzunehmen. Dann läuft er auch nicht mehr Gefahr, - wie er meint - unberechtigt abgezockt zu werden. Die Allgemeinheit wird es ihm wahrscheinlich sogar danken:-).


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Zu: generalstreik

angehängt von manfredTW (Email-Adresse unbekannt)
am 17.05.02 14:46

@Peter Lustig:
Ein Beitrag, der meine volle Zustimmung erhält!

Trotzdem schönes Wochenende und Pfingsten!

Manfred

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