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Radfahren auf Bundesstraße?

hinzugefügt von anya [Email: Keine]
am 18.05.02 18:53

Hallo zusammen! Ich habe ein ähnliches Problem wie Gizmo. Durch unsere Stadt führt eine Bundesstraße und das Verkehrsaufkommen ist dementsprechend hoch. Deshalb benutze ich als Radfahrer den Gehweg, der nur auf der anderen Seite als Radweg ( kombiniert ) ausgewiesen ist. Meine Frage ist jetzt: Ist das Radfahren auf Bundesstraßen überhaupt erlaubt? Den gegenüberliegenden Radweg dürfte ich ja auch eigentlich nicht benutzen. Zumal müßte ich dann auch noch die stark befahrene Straße ( ohne Ampel ) überqueren, da ich dort wohne.


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Zu: Radfahren auf Bundesstraße?

angehängt von Dudi (Email-Adresse unbekannt)
am 19.05.02 09:14

Hi, wenn nur ein Radweg vorhanden ist darf man ihn normalerweise in beide Richtungen benutzen, ist an Bundesstrassen oft der Fall aus Platzgründen. Ansonsten darfst du auf einer Bundesstrasse jederzeit Rad fahren wenn sie nicht als Kraftfahrtstrasse ausgewiesen ist oder ein VZ das Rad fahren verbietet. Gruß, Dudi


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Zu: Radfahren auf Bundesstraße?

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 19.05.02 13:19

Dudi ist im Wesentlichen zu folgen.

Bundesstraßen, Hauptverkehrsstraßen usw. stehen grundsätzlich auch dem Radverkehr zur Verfügung und sind durch diesen zu benutzen. Die Tatsache bzw. Annahme, dass es dort für einen Radfahrer gefährlich ist, gibt nicht das Recht, den Gehweg zu befahren.

Ein Benutzungsverbot liegt dann vor, wenn es sich um eine mit dem entsprechenden Verkehrszeichen (Z. 331 StVO Kraftfahrstraße) oder mit einem Verbotszeichen (Z. 254 StVO Verbot für Radfahrer) beschilderte Straße handelt.

Linke Radwege dürfen nur dann benutzt werden, wenn sie in dieser Richtung für den Radverkehr freigegeben worden sind - und müssen in diesem Fall auch benutzt werden, wenn keine rechten Radwege vorhanden sind - (die Z. 237 StVO Radweg sind dann so aufgestellt, dass sie aus beiden Richtungen sichtbar sind). Fehlt die Freigabe in der Gegenrichtung, dürfen sie in dieser Richtung nicht benutzt werden (Widerspruch zu Dudi!).

Sind die Radwege baulich angelegt, fehlt jedoch die Beschilderung mit Z. 237 StVO, entfällt hier die Benutzungspflicht, die Benutzung ist freigestellt. Aber auch in diesem Fall dürfen linke Radwege nicht benutzt werden.

Bei den von Dir geschilderten Verhältnissen solltest Du Dich vielleicht einmal an die zuständige Straßenverkehrsbehörde, ggf. auch an Deine Gemeindeverwaltung, oder die Polizei wenden, auf die Misstände und Gefahrensituationen hinweisen und vorschlagen, hier etwas zu Gunsten des Radverkehrs zu tun, z.B. Beschilderung eines gemeinsamen Geh- und Radwegs oder als Gehweg mit Zusatzzeichen "Radfahrer frei".


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Zu: Radfahren auf Bundesstraße?

angehängt von anya (Email-Adresse unbekannt)
am 20.05.02 11:54

Vielen dank für eure antworten. Ich hatte auf ein anderes ergebnis gehofft. Und bevor ich mich umfahren lasse, nehme ich lieber eine strafe in kauf und benutze weiterhin den gehweg. Bis dahin.


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Überqueren der Fahrbahn ...

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 21.05.02 07:57

>"Ich hatte auf ein anderes ergebnis gehofft. Und bevor ich mich umfahren lasse, nehme ich lieber eine strafe in kauf und benutze weiterhin den gehweg"

Ist das Überqueren der Fahrbahn denn nicht akzeptabel, um den gegenüberliegenden Radweg nutzen zu können?? Keine "Ampel" oder "Zebrastreifen" in der Nähe??


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@Uwe

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 21.05.02 09:59

Ist doch so bequemer! Außerdem hassen Radfahrer nichts mehr als Umwege - und seien sie noch so kurz;-)


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Zu: Radfahren auf Bundesstraße?

angehängt von Rolf Simon (Email-Adresse unbekannt)
am 21.05.02 19:35

Peter Lustig:
" hier etwas zu Gunsten des Radverkehrs zu tun, z.B. Beschilderung eines gemeinsamen Geh- und Radwegs.."

Ob das wirklich zu Gunsten des Radverkehrs geht?

"oder als Gehweg mit Zusatzzeichen "Radfahrer frei"."

Ändert (im vergleich zum rechtwidrigen Gehwegradeln) nichts an der ungünstigen Rechtssituation

Uwe Brandt: "Keine "Ampel" oder "Zebrastreifen" in der Nähe?? "
Wie soll sie dahinkommen, schiebenderweise?

Die Benutzung des Bürgersteig mag - subjektiv empfunden - weniger gefährlich sein als die der Strasse, ob das allerdings objektiv so ist,
steht auf einem anderen Blatt. Die Sicherheit wird übrigens durch blaue Schildchen nicht verbessert.

Gefahren drohen durch Fußgänger, querende Autos
etc. Auf der Bundesstrasse passiert eigentlich nichts, wenn man gut sichtbar ist (Licht wenn nötig,
Kleidung, nicht am Bordstein entlang fahren

Rolf


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@Rolf

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 21.05.02 21:06

Trauen müsste sich die Anya.

Ansonsten ist ein unsicherer Radfahrer auf einem gemeinsamen Geh-/Radweg besser aufgehoben als auf einer verkehrsreichen Hauptstraße. Radfahrer sollten sich mit Fußgängern arrangieren können - und das klappt doch in der Praxis auch meist recht gut.

Hast Du etwas gegen derartige Lösungen? Nicht jeder ist ein sicherer Radfahrer und fühlt sich auch im dicksten Verkehrsgetümmel noch wohl.


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Ich würd's lassen ...

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 24.05.02 08:20

Also ich würde es nach Möglichkeit unbedingt vermeiden, auf Bundesstraßen mit dem Fahrrad zu radeln.

Selbst als Autofahrer behagt mir eine solche Situation nicht. Die Geschwindigkeits-Differenz ist einfach zu hoch. Der Radfahrer wird bestenfalls in ein paar hundert Metern Entfernung erkannt, die Geschwindigkeit wird verringert. Häufig setzt dann der nachfolgende Verkehr, der den Radler noch nicht erkannt hat, zum Überholen an (Erhöhung der Geschwindigkeit). Dann kommt, das ist ja klar nach Murphy's Gesetzen, ausgerechnet auch noch Gegenverkehr ins Spiel ... und schon wird's eng und gefährlich. Ich kann es niemanden raten...


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Zu: Radfahren auf Bundesstraße?

angehängt von Rolf Simon (Email-Adresse unbekannt)
am 24.05.02 20:06

"Also ich würde es nach Möglichkeit unbedingt vermeiden, auf Bundesstraßen mit dem Fahrrad zu radeln. "

Innerhalb geschlossener Ortschaften (darum ging's) gilt auch auf der Bundesstrasse Tempo 50.
Darauf zu fahren ist für einen einigermaßen geübten Radfahrer kein Problem, andere können von mir aus
den Gehsteig benutzen, aber die Benutzungspflicht des Gehsteigs zu verordnen, lehne ich ab

Gruß, Rolf


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Zu: Radfahren auf Bundesstraße?

angehängt von Rolf Simon (Email-Adresse unbekannt)
am 24.05.02 20:07

"Also ich würde es nach Möglichkeit unbedingt vermeiden, auf Bundesstraßen mit dem Fahrrad zu radeln. "

Innerhalb geschlossener Ortschaften (darum ging's) gilt auch auf der Bundesstrasse Tempo 50.
Darauf zu fahren ist für einen einigermaßen geübten Radfahrer kein Problem, andere können von mir aus
den Gehsteig benutzen, aber die Benutzungspflicht des Gehsteigs zu verordnen, lehne ich ab

Gruß, Rolf

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