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Alkohol am Steuer

hinzugefügt von Nobby [Email: Keine]
am 06.06.02 17:21

Hallo, ich bin mit Alkohol am Steuer gefahren und dann von der Polizei angehalten worden. Bei der Atemalkoholkontrolle mit einem mobilen Messgerät ergab sich der Wert 0,6. Ich weiß aber nicht, was das für ein Wert ist. Jedenfalls musste ich zur Blutabnahme. Ich hatte an diesem Abend in einem Zeitraum von 5 1/2 Std. 3 Bier a´ 0,5l und als letzteres 2 Rotwein a 0,2l getrunken. Jetzt sitze ich auf heißen Kohlen, da einer der Polizisten gemeint hat, der Wert würde sich verdoppeln. Wenn das der Wert in Promille ist, dann hätte ich ja 1,2 Promille. Das hätte was für Folgen? Danke vorab für eine Antwort.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Andreas (Email-Adresse unbekannt)
am 06.06.02 18:38

Die neuen Atemalkoholmeßgeräte ermitteln den Wert mg/l Alkohol in der Atemluft. Diese Zahl x 2 ergibt dann die tatsächliche Promillezahl.

Ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat der Trunkenheit im Verkehr. Folgen beim ersten Verstoß: Entzug der Fahrerlaubnis, Sperrfrist 9 - 12 Monate, Geldbuße anhängig vom Einkommen.

Gruß
Andreas


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Hoffnung: OWi gem. § 24a StVG

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 06.06.02 21:23

Wenn Du Glück hast und der Blutalkoholwert max. 1,1 Promille beträgt, liegt "nur" eine Ordnungswidrigkeit nach § 24a StVG vor. Folgen: 250 Euro Bußgeld, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot (als Ersttäter) oder 500 Euro, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot (bei einem einschlägigen Eintrag in Flensburg) oder 750 Euro, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot (bei 2 und mehr einschlägigen Einträgen in Flensburg).

Dies gilt aber nur, wenn keine Ausfallerscheinungen wie starkes Schwanken, lallende Aussprache, Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer o.ä. hinzukommt. Dann bist Du auch in diesem Fall im Straftatbestand drin.

Jetzt heißt es warten, auch, wenn´s schwer fällt. Wenn das Ergebnis vorliegt und Du mehr als 1,1 Promille hast, solltest Du einen Anwalt einschalten.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Nobby (Email-Adresse unbekannt)
am 07.06.02 09:09

Hallo Ihr Beiden, danke erstmal für Eure Antworten. Eine Frage noch, wie lange dauert das in der Regel, bis man die Blutwerte bekommt? Ich habe an diesem Tag noch ein Schreiben bekommen, indem drin stand, ich sollte mich 8 Werktage danach bei meiner örtlichen Polizeidienststelle persönlich melden. Doch noch eine Frage. Bekomme ich da dann meine Blutwerte? Danke für eine Antwort. Nobby


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Katrin (Email-Adresse unbekannt)
am 07.06.02 09:40

Ich habe da eine ganz andere Erfahrung gemacht. Als ich wg. Trunkenheit am Steuer erwischt wurde, hatte ich beim Pusten einen Wert von 1,47 und musste zur Blutabnahme. Die Blutabnahme hat dann einen Wert von 1,25 ergeben. Es kommt darauf an, wann Du das letzte Glas Alkohol getrunken hast. In der Regel ist es so, dass nach dem letzten Glas dein Körper noch ungefähr eine Stunde lang den Alkohol aufnimmt und Dein Promillewert steigt. Mir wurde noch am gleichen Tag der Führerschein abgenommen und drei Monate später kam das Urteil über neuen Monate Fahrverbot, also insgesamt zwölf Monate. Übrigens: Ich fahre mit Sicherheit nicht mehr mit Alkohol, denn eins hab ich gelernt: Man überschätzt sich einfach zu schnell! Und von dem Busgeld hätt ich locker ein Jahr Taxi fahren können.


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@Peter Lustig

angehängt von Uwe Kusnezow (webmaster@fahrlehrer-uwe-kusnezow.de)
am 07.06.02 10:01

sorry,aber bis 1,09 Promille ohne Ausfallerscheinungen ist OWI,ab 1,1 immer Straftatsbestand!
Gruss Uwe


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 07.06.02 10:57

@Uwe
*rotwerd* Flüchtigkeitsfehler!Immer gut, wenn jemand aufpasst:-)
Selbstverständlich hast Du Recht, dass der Beweisgrenzwert für die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,1 Promille liegt. Und 0,01 Promille können hier, wenn keine Ausfallerscheinungen festgestellt wurden, absolut entscheidend sein.

@Nobby
Natürlich wirst Du über das Ergebnis der Untersuchung unterrichtet, da sich danach der weitere Gang des Verfahrens richtet (Straftat oder Ordnungswidrigkeit). Einen Anwalt kannst Du auch schon bei einem OWi-Verfahren einschalten. Ob sich´s rentiert, musst Du selber entscheiden. Eine bestehende Rechtsschutzversicherung könnte diese Entscheidung erleichtern:-).


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Nobby (Email-Adresse unbekannt)
am 07.06.02 12:22

Hallo, Frage an Peter Lustig: Was würde mir den ein Anwalt bringen? Hatte bis dato noch nichts damit zutun, deshalb die Frage. Strafminderung? Danke für eine Antwort. Nobby


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Strafverfahren nur mit Anwalt

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 07.06.02 13:03

Mensch @Nobby, Du hast wahrscheinlich ein Strafverfahren am Hals!! Dort solltest Du gut vertreten sein, es geht ja schließlich auch um einiges...

Der Anwalt wird in die Ermittlungsakten schauen und evt. Unstimmigkeiten zu Deinem Gunsten herausarbeiten. Hoffentlich hast Du noch keine (für Dich nachteiligen) Angaben zur Sache gemacht...

Einschaltung Anwalt bedeutet nicht, dass sich das Strafmaß automatisch verringert (Unsinn!).

@Katrin: Danke für Deinen Erfahrungsbericht :-)


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Nobby (Email-Adresse unbekannt)
am 10.06.02 11:06

Hallo Peter u. Uwe, habe Euren Rat befolgt und habe mir einen Anwalt genommen. Gott sei Dank habe ich eine Verkehrs-Rechtschutz-Versicherung. Ich werden die Ergebnisse meiner Sache hier in dieses Forum posten. Bis dann, Nobby


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Nobby [Email: Keine]
am 13.08.02 09:59

Hallo, wie versprochen mein Ergebnisposting: BAK-Wert 1,26 Promille. Strafe: 8 Monate ab Führerscheinentzug und 2250 € Geldbuße. Nobby PS: Das hat sich so richtig rentiert!! Eine Lehre? JA


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Steffi [Email: Keine]
am 01.02.03 12:47

Hallo kann mir vielleicht einer helfen, meine Mutter wurde mit 3,3 Promille erwischt. Ich wollte wissen, wie hoch das Bußgeld wird und wie lange die Fahrerlaubnis entzogen wird, da sie mir nichts erzählt und immer noch Auto fährt.Habe den Brief vom Amtsgericht heimlich gelesen. Vielen Dank für die Antwort im Voraus. Gruß Steffi


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Mendel [Kontakt]
am 01.02.03 14:07

3,3 BAK!!!! In diesem Fall wird die Strafe wohl das geringste Problem sein.

Entschuldige dass ich hier den Moralapostel spiele, aber du solltest dir um deine Mutter gedanken machen ob Sie Alkoholikerin ist. Kein Mensch kann ohne Training einen solchen Wert erreichen! Jeder nicht Alkoholgewöhnte würde bei spätestens 1,5-2 Promille aus den Latschen fallen!!

Deine Mutter wird für etwa 1 Jahr Führerscheinsperrfrist erhalten, dannach muss Sie zur MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung), dort wird sie beweisen müssen nicht Alkoholabhängig zu sein, bei dem Promillewert sehr schwer.

Wenn deine Mutter jetzt noch beim Fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt wird ist die MPU noch schwerer und man bekommt eine noch längere Sperre. Wird sie nochmal erwischt, droht eine Freiheitsstrafe!!!!!

Hindere deine Mutter am Autofahren, die Strafen sind wirklich hart!


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 01.02.03 20:15

Mit 3,3 Promille ist man vom medizinischen Standpunkt definitiv Alkoholiker. Ohne eine Entziehungskur wird deine Mutter nie mehr einen Führerschein erhalten.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Nobby [Email: Keine]
am 29.04.03 12:56

Hallo, bin wieder seit 3 Wochen mobil. Wollte noch nachtragen, das ich mir den Anwalt (Anwaltskanzlei) damals hätte sparen können, da er mir zusätzlich noch einen Monat Führerscheinentzug eingebrockt hat. Ich habe das Urteil vom Gericht bekommen (Anwalt natürlich auch) und habe die Strafe für mich angenommen, aber leider nicht der Anwalt. Dieser hat während meines Auslandaufenthaltes (ohne meine Einwilligung), gegen das Urteil Einspruch erhoben. Eine Woche später rief mich meine Freundin an und teilte mir mit, das ein Schreiben vom Gericht zwecks Anhörung gekommen sei. Ich fiel natürlich aus allen Wolken, da ich dachte das Thema sei für mich erledigt. Busteeblume.....ich rief gleich meinen Anwalt an. Dieser war aber nicht zu sprechen, da er sich im Urlaub befände. Darauf sprach ich mit einem Kollegen von Ihm und Dieser teilte mir mit, das Sie es immer so Händeln würden. Ich war richtig sauer, da Sie mir ja hätten mitteilen könnten, das Sie einen Einspruch gegen das Urteil eingelegt haben. Na ja.....hin und her telefoniert und das Urteil wurde ein Monat später rechtskräftig und somit lief die Sperrfrist. Wollte damit sagen, bleibt am Ball und verlässt Euch nicht nur auf andere Leute. Gruß Nobby


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von wack [Email: Keine]
am 10.07.03 12:02

Nobby, bist du in dieser Zeit nicht einmal ohne Führerschein gefahren?


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Nobby [Email: Keine]
am 10.08.03 20:08

Hallo Wack, sorry das ich jetzt erst vorbei schaue. Auf deine Frage hin: "NEIN", da es in meiner Stadt eine prima S-, U- und Trambahneverkehrsanbindung gibt. Gruß Nobby PS: Taxis natürlich auch.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Subba [Email: Keine]
am 05.09.03 21:13

Hallo, ich habe eure Konversation auf der Seite heute gelesen und Bräuchte einen Rat von Euch- in meinem Falle bin ich mit 1,15 Promille - nach Bluttest- von der Polizei wegen eines Defekten Lichtes aufgehalten worden. Es ist die Erste Straftat und auch das Erste Mal, dass ich mit Alkohol Autogefahren bin. Es war kein Unfall oder eine mehr oder weniger offensichtliche Verkehrsgefährdung dabei. Aber das dürfte ja sowieso keine Rolle spielen... Ich habe den Alkohol unterschätzt---- bei der Arztuntersuchung bin ich gerade gelaufen und habe...meine ...Nase richtig getroffen... ,Antwortete normal- es gibt keine Entschuldigung dafür, ist mir bewußt.....soweit die Polizei sagte kostet mich das einen Monatslohn, und kann bis zu 6 Monaten Führerschein Entzug bedeuten. Aber wie ist das mit dem Führungszeugnis und mir wurde gesagt, das ein Leberwertmessung beim Arzt vorgenommen wird ....(Kosten ca €1000), den Bluttest muss ich doch Bezahlen (?)- davon gehe ich aus...hat vielleicht jemand eine Ahnung wie das mit dem Tests so ausgukkt und was ich den Geldmäßig, Führerscheinmäßig und sonst so noch erwarten kann?? Ich sagte zur Polizei das ich noch gerne einen Kommentar zu dieser Sache abgeben möchte - bevor das Ganze zur Weiteren Kreisen geht .Der Polizist der mich aufgenommen hat ist jetzt aber 1 Woche im Urlaub b Sonntag; Der Bluttest war vor 2Wochen Ich bin nicht so oft im Internet, dadurch kann es etwas dauern bis ich Antworte- für die nächste ½-1Std bin ich aber drin....ansonsten Danke ich schon mal im voraus für evtl. Antworten. Subba


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Nobby [Email: Keine]
am 10.09.03 18:21

Hallo Subba, ich würde sagen, das es so ähnlich wie bei mir ablaufen wird. Es kommt noch darauf an, was du für einen Beruf bei der Polizei angeben hast. Dieses nimmt der Richter als Ansatz. Das ganze durch 30 und dann mal den Tagessätzen die du aufgebrummt bekommst + 180 € Neuantrag für den Führerschein. Das mit der Sperrfrist hängt (meiner Meinung nach) vom Ort ab, wo du wohnst. In Bayern sind sie a bisl schärfer! Leberwerte musst du bei diesen Werten normal nie machen. Blutabnahme war kostenlos. Halt die Ohren steif, geht schneller vorbei als du denkst. Nobby


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@Subba

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 10.09.03 18:55

Bist Du noch in der Probezeit? Ansonsten kommt das mit den Folgen, die schon Nobby geschildert hat, in etwa hin.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Whoopi [Email: Keine]
am 14.09.03 01:13

Hallo, bin gerade total fertig. Mußte meinen Vater von der Polizei abholen, weil er nun zum zweiten Mal mit Alkohol am Steuer erwischt wurde. Die Prom. weiß ich noch nicht genau, so zwischen 2,4 und 2,6 lt. Angabe der Polizei. Beim ersten Mal war es schon 1,93 und hat alles zahlen und mitmachen müssen. Nun sind meine Mutter und ich ratlos, vielleicht weiß jemand, wie die Strafe ausfallen wird oder kann. Denn das warten macht uns wahnsinnig. Vielleicht kennt sich ja jemand aus, der uns in etwa die Strafe mitteilen kann. Wäre super.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Jack Daniels [Email: Keine]
am 14.09.03 02:40

Wenn er das ganze schon mal mitgemacht hat wisst ihr ja schon ungefähr was es kosten wird,nehmt das letzte mal als Minimum.Das grosse Problem fängt erst an wenn er wieder einen Führerschein will.Die Justiz legt nur die Mindestdauer eines Führerscheinentzugs fest,wann er ihn wieder bekommt hängt dann in erster Linie von der Führerscheinstelle ab.Die MPU wird diesesmal einiges schwerer werden,ein Besuch bei den anonymen Alkoholikern ist empfehlenswert,unter Umständen sollte über eine Therapie nachgedacht werden.Dazu muss sich dein Vater aber erst mal selbst sein Problem eingestehen,sonst hat es keinen Sinn.Macht euch auf eine schwere Zeit gefasst.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Whoopi [Email: Keine]
am 14.09.03 14:36

Hallo Jack, danke für die rasche reaktion, ja daß es eine schwere Zeit wird, das wissen wir. Nun hat das ganze vorerst aber mal ein ende, denn wir haben in zwangseinweisen lassen. Was anderes blieb uns leider nicht übrig. Mal abwarten was dann ist. Hoffe mal anderes als die letzten Jahre.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Jack Daniels [Email: Keine]
am 14.09.03 15:39

Dann hoffe ich für euch das ihm wenigstens jetzt klar wird das er ein grösseres Problem hat.Wenn er sich nicht selbst eingesteht das er Alkoholiker ist bringt alles nichts,dann fängt er beizeiten wieder das saufen an.Da gibt es nur ein entweder oder,aber nichts dazwischen.Wenn seine Therapie erfolgreich läuft könnte es sich positiv auf seine Strafe und die MPU auswirken.Wenn es dann mal soweit ist das er ohne Probleme in die Kneipe gehen kann und alles um ihn rum säuft und er bleibt trocken hat er es vermutlich geschafft,100% sicher vor einem Rückfall wird niemand sein.Ihr könnt ihn nur unterstützen,es muss aber immer sein Wille sein der ihn vom trinken abhält,Vorwürfe machen es dann nicht besser.


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interessehalber...

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 14.09.03 15:53

wie läuft dann denn mit dem Zwangseinweisen?
Welche Voraussetzungen müßten vorliegen?


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Unterbringungsgesetz

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 14.09.03 16:09

In Bayern ist die Rechtsgrundlage im Unterbringungsgesetz zu finden:

Art. 1 Abs. 1:

Wer psychisch krank oder infolge Geistesschwäche oder Sucht psychisch gestört ist und dadurch in erheblichem Maß die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet, kann gegen oder ohne seinen Willen in einem psychiatrischen Krankenhaus oder sonst in geeigneter Weise untergebracht werden. Unter den Voraussetzungen des Satzes 1 ist die Unterbringung insbesondere auch dann zulässig, wenn jemand sein Leben oder in erheblichem Maß seine Gesundheit gefährdet. Die Unterbringung darf nur angeordnet werden, wenn die Gefährdung nicht durch weniger einschneidende Mittel, insbesondere durch Hilfen nach Art. 3, abgewendet werden kann.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von whoopi [Email: Keine]
am 14.09.03 21:47

Genau, so ähnlich wie es Andras beschrieben hatte lief die gestrige Nacht und der heute morgen ab. Er wollte trotz Führerscheinabnahme von Nachts wieder fahren und drohte sich mit umbringen. Wir hatten das ja schon öfters im totalen vollsuf gehört und er hat nach dem ersten Entzug uns alle zur verarscht und benutzt. Er hat solange aufgehört bis er seinen Schein wieder hatte. Deshalb haben wir heute sofort Polizei und Krankenwagen gerufen als er nur einmal erwähnte er wolle sich "aufhängen" - Dann lief alles seinen Lauf. Zwangseinweisung und innerhalb einer Stunde war alles erledigt. Mal abzuwarten wie er sich jetzt seinem Problem annimmt. Und vor allen uns gegenüber tritt was wir ihm damit angetan haben. Denn heute hat er das wahrscheinlich gar nicht mehr aufnehmen können. Dieser SCHEIß Alkohol zerstört einfach alles. Er ist als Fahrer eingestellt und ob ihn seine Firma die Zeit gibt diese anderweitig zu überbrücken - das bleibt alles noch abzuwarten. Ich vermute, das heute war erst ein kleiner Anfang. Und hoffe auf einen positiven Erfolg.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Whoopi [Email: Keine]
am 14.09.03 21:52

Hallo Jack,
deine Antwort hat mich sehr beschäftigt. Klar die Hoffnung stirbt zuletzt, daß er keinen Rückfall mehr erleidet aber die hast erwähnt, - man kann ihm helfen - ja, aber wie hilft man einen Alkoholiker - der eigentlich ermal gezwungen wird zum entzug? Ich bin sicher, bis er seinen Führerschein wieder hat, ist er bestimmt trocken. Nur was ist danach - wenn er uns wieder enttäuscht und anfängt - wie kann man da vorausplanen und ihm helfen? Falls du erfahrung hast wäre super wenn du mir einen Tipp geben kannst.


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Folker [Email: Keine]
am 15.09.03 23:18

Wirklich helfen kann er sich nur selbst. Wenn er für sich einsieht, dass er mit Alkohol nicht umgehen kann und das trinken sein lassen will. Dabei kann ihm eine Langzeittherapie helfen. Was ihr für ihn tun könnt, ist, konsequent alles zu vermeiden was ihn in seinem bisherigen Verhalten unterstützt hat. Härte zeigen, selbst wenn das zur Trennung von der Familie führt. Vielleicht sollte ihr als Angehörige zur Suchtberatung vor Ort gehen und euch profesionellen Rat für den Umgang mit Abhängigen holen. Er selbst wird es wohl (noch) nicht tun


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Uwe [Email: Keine]
am 16.09.03 08:28

@Folker!

Deine Antwort hört sich sehr professionell an. Arbeitest Du in dem Bereich Suchtberatung?
Ich kannte mal jemanden mit Namen Folker, der genau diesen Job hatte. Woher kommst Du?

Gruß Uwe


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Folker [Email: Keine]
am 16.09.03 22:34

Nein, ich arbeite nicht in der Suchtberatung, kenne sie aber ganz gut und weiss von daher, dass Sucht, gleich welcher Art immer auch ein Beziehungsproblem ist. Daher mein Rat, das die Angehörigen eines Süchtigen zunächst für sich selbst Hilfe suchen sollen. Sie können anschliessend viel besser und offener mit dem Problem des S. umgehen. Grüsse


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Zu: Alkohol am Steuer

angehängt von Tortenjan [Email: Keine]
am 18.09.03 14:48

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