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Der Kaeufer meldet das Auto nicht um

hinzugefügt von Alexander [Kontakt]
am 22.06.02 18:22

Hallo alle zusammen, vor einiger Zeit habe ich mein Auto verkauft (Privat). Und nun habe ich das Auto vor einiger Zeit mit meinem Kennzeichen gesehen und frage mich wie ich den Kaeufer zum Ummelden zwingen kann. Uebrigens moechte ich noch klarstellen, dass ich aus einem anderen Bundesland komme und ich daher weiß, dass das Auto nicht umgemeldet wurde. Vielen Dank, fuer eure Postings, im Voraus. Alex


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Zu: Der Kaeufer meldet das Auto nicht um

angehängt von Andreas (Email-Adresse unbekannt)
am 22.06.02 20:02

Hast du deine zuständige Zulassungsstelle vom Verkauf des PKW informiert? Wenn nicht dann hole das schleunigst nach und lege eine Kopie des Kaufvertrages bei. Die Zulassungstelle wird dann die Zulassungsstelle des neuen Halters inmformieren und ihn zur Ummeldung auffordern.

Gleichzeitig würde ich auch die Versicherung des PKW über den Halterwechsel informieren und den Versicherungsvertrag kündigen.

Für nächste mal merken, Verkaufe nie ein angemeldetes Auto!!

Gruß
Andreas


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Zu: Der Kaeufer meldet das Auto nicht um

angehängt von Alexander (xelaxo@gmx.de)
am 23.06.02 16:00

Hi Andreas,
vielen Dank fuer dein schnelles Posting.
Da es das erste Auto war, welches ich verkauft habe, benutzte ich den Kaufvertrag vom ADAC. Da war auch die Veraeusserungsanzeige und die Mitteilung fuer die Zulassungsstelle dabei und diese habe ich dann auch gleich abgegeben. Vom ADAC (allg. Hinweise) weiß ich auch das ich ein halbes Jahr fuer den Kaeufer zahlen muss, wenn er sich nicht an die Vereinbarung haelt, dass Auto innerhalb einer Woche umzumelden.
Ich habe aber keine Lust 75 Euro fuer nichts zu bezahlen. Kann man ihn nicht irgendwie anzeigen oder sowas in der Art, weil er ja im Prinzip auch ohne Haftpflicht faehrt, richtig?
Alex


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Gängige Praxis

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 23.06.02 17:28

Es ist gängige Praxis, dass Fahrzeuge in angemeldetem Zustand verkauft werden. Wie sonst sollte der Käufer weitgehend problemlos eine Probefahrt machen oder mit dem gekauften Fahrzeug nach Hause kommen? Kurzzeitkennzeichen wären zwar eine Alternative, sind jedoch umständlich zu handhaben, kosten überdies Geld und sind daher kaum üblich.

Wenn Du als Verkäufer Deinen Verpflichtungen nachgekommen bist,
- hast Dich also davon überzeugt, dass der Käufer derjenige ist, als der er sich ausgegeben hat (Vorlage Personalausweis, Führerschein o.ä.),
- hast Deine zuständige Zulassungsstelle unverzüglich von der Veräußerung unter Angabe der Personalien des Käufers sowie Ort und Datum sowie Uhrzeit der Übergabe von Fahrzeug, Kennzeichen und Fahrzeugpapieren verständigt und
- hast dasselbe auch gegenüber Deiner Versicherung getan,
hast Du eigentlich alles Erforderliche getan.

Wie vorher schon angeklungen, ist es Aufgabe der Behörden, sich darum zu kümmern, dass der Käufer des Fahrzeugs seinen Verpflichtungen dann auch nachkommt und dieses entweder umgehend stilllegt oder ummeldet. Du kannst da nichts mehr machen.

Ggf. wird eine Zwangsstilllegung veranlasst und das Fahrzeug zur Fahndung ausgeschrieben. Im übrigen ist das Fahrzeug ab dem Zeitpunkt, den Du mit dem Käufer vereinbart hast, ohne Versicherungsschutz. Das bedeutet, dass der Käufer eine Straftat (Vergehen nach dem Pflichtversicherungsgesetz) begeht, wenn er danach mit dem Fahrzeug noch fährt.

Mach Dir also nicht zuviele Sorgen und überlasse das Weitere den zuständigen Behörden sowie der Polizei. Voraussetzung ist natürlich, Du hast die obigen Punkte beachtet;-).


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Zu: Der Kaeufer meldet das Auto nicht um

angehängt von Andreas (Email-Adresse unbekannt)
am 24.06.02 08:33

Auch wenn es gängie Praxis ist, muß ich dringend davon abraten ein angemeldetes Fahrzeug zu verkaufen. Dies mag vielleicht noch in einem Dorf auf dem Land funktionieren wo jeder jeden kennt, aber nicht in einer Großstadt. Das nutzt es oft auch nichts, wenn der Käufer seinen Personalausweis vorlegt, da die eingetragene Anschrift sehr oft hoffnungslos veraltet ist.

Ich kenne genügend Fälle in denen der Verkäufer nach dem Verkauf größere Scherereien hatte, bis endlich das Fahrzeug abgemeldet wurde. Vor allem bei Käufern die offenkundig in Deutschland keinen festen Wohnsitz haben und der Verdacht besteht das Fahrzeug wird z. B. in ein osteuropäisches Land ausgeführt sollte das Fahrzeug nie angemeldet verkauft werden. Aber auch an einen mir perönlich nicht bekannten Inländer würde ich nie ein angemeldetes Fahrzeug verkaufen. Der Käufer braucht nur gleich nach dem Kauf mit PKW ein Verkehrsunfall verursachen, schon kann passieren das einen die eigene Versicherung hochstuft.


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Zu: Der Kaeufer meldet das Auto nicht um

angehängt von w (Email-Adresse unbekannt)
am 25.06.02 07:49

@Andreas

Deine EWrfahrungen sind Ausnahmefälle.

Habe auch schon einige PKW's privat verkauft. Auch an ausländische Mitbürger.

Lief IMMER Problemlos.

Warum soll ein Personalausweis veraltet sein? Und wenn schon. Hat man seine Pflicht (s. Text Peter Lustig) erfüllt, ist man raus aus der Sache.

Und: Stuft dich die versicherung trotzdem hoch, genügt ein Anruf und oder ein Fax bei der Versicherung und spätestens dann ist die Sache aus der Welt.

Wie willst du sonst ein abgemeldetes Fahrzeug verkaufen? Hat ja nicht jeder einen geeigneten Anhänger um es abzuholen. Könntest es allenfalls mit der Post verschicken.

Und der Interessent muss ihn ohne Probefahrt kaufen. Wie soll das gehen? Gibts solche Käufer überhaupt?

Nee Andreas, dein Vorschlag ist nicht praxisorientiert.


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Zu: Der Kaeufer meldet das Auto nicht um

angehängt von Andreas (Email-Adresse unbekannt)
am 25.06.02 08:09

Wie bereits gesagt, es sind leider keine Ausnahmefälle. Dies kommt öfter vor als man denkt. Wenn es bei dir bisher immer geklappt hat umso besser. Du glaubst gar nicht was mit einem Auto nach einem Kauf so alles passiert. Eh man sich versieht ist das Fahrzeug schon wieder weiterverkauft und von dem nächsten Käufer gibt es natürlich dann keine korrekte Anschrift mehr. Ich könnte dir da Geschichten erzählen, ein Fahrzeug wurde z. B. nach der x-ten Wiederveräußerung bei einem Tankstellenüberfall benutzt und eines Nachts stand ein Einsatzkommando der Polizei beim Vor-halter im Schlafzimmer. Dies ist jetzt natürlich ein Extremfall aber es können trotzdem genügend Probleme und Ärger auf den Vorhalter zukommen.

Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen wie er sein Auto verkauft, ich wollte nur eine Warnung aus der Praxis loswerden. Es besteht ja auch die Möglichkeit mit dem Käufer zur Zulassungsstelle zu gehen und das Fahrzeug gleich umzumelden (sofern naürlich der Käufer im gleichen Zulas-sungsbezirk wohnt) oder das Fahrzeug dann abzumelden und der Käufer läßt es mit einem Kurz-zeitkennzeichen gleich wieder zu. Dies ist bei jeder Zulassungsstelle in Deutschland möglich.

Gruß
Andreas


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Zu: Der Kaeufer meldet das Auto nicht um

angehängt von Ace of Aces (Email-Adresse unbekannt)
am 03.07.02 11:00

Moin!

Kann man das Problem lösen, wenn die Nummernschilder des verkauften Autos verschwinden?
Wenn sich der Käufer dann neue besorgt hat, ist die Sache doch aus der Welt, oder?

Grüße Alex


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Zu: Der Kaeufer meldet das Auto nicht um

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 03.07.02 11:33

@Alex
Natürlich kannst Du die Kennzeichen abschrauben und zurückhalten. Aber wie kommt der Käufer dann mit dem soeben gekauften Auto ohne größere Umstände nach Hause? Sollte der Käufer das Fahrzeug im selben Zulassungsbezirk wieder zulassen wollen - wobei er die alten Kennzeichen behalten würde - tust Du ihm darüber hinaus nichts Gutes, da er sich die Nummernschilder wieder neu besorgen muss.

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