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vorfahrtsfehler in Kreisverkehr

hinzugefügt von Nadine [Email: Keine]
am 06.07.02 20:50

Hallo!
Heute ist mir ein Ungeschick passiert, das mir jetzt keine Ruhe mehr lässt.

Am Kreisverkehr:

Um den Verkehrsfluss nachfolgender Fahrzeuge nicht zu behindern, bin ich in in den Kreisverkehr eingefahren, obwohl noch ein weiteres Fahrzeug im Kreisverkehr war. Als ich mit meinem Fahrzeug schon im Kreisel drin war, stand plötzlich das andere Fahrzeug links neben mir. Vermute, dass das andere Fahrzeug nicht gerade langsam gefahren ist. Die Fahrerin im anderen Fahrzeug hat angefangen wie wild zu hupen. Da kein Platz vorhanden war, die Fahrerin noch vorbeizulassen, bin ich zugefahren, um den Kreisel schnellstmöglichst für den nachfolgenden Verkehr zu räumen. Bin daraufhin auf einen nahegelegenen Parkplatz gefahren, um dort Einkäufe zu erledigen. Die Fahrerin des anderen Fahrzeugs war vermutlich so wütend, dass sie mich bis auf den Parkplatz verfolgte und sich mein Kennzeichen notiert hat. Sie will mich jetzt wegen "Vorfahrt-Klauen" anzeigen und meinte, dass ich dafür meinen Führerschein abgeben müsste.
Was für eine Strafe erwartet mich? Verliere ich meinen Führerschein? Bin noch in der Probezeit - Muss ich zum Aufbauseminar?

Ich hoffe, dass mir hier im Forum jemand helfen kann! Danke!


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Zu: vorfahrtsfehler in Kreisverkehr

angehängt von Biggles (Biggles@gmx.de)
am 07.07.02 09:40

Wer frei von Suende, der werfe den ersten Stein ...

Das passiert jedem mal, kein Mensch ist fehlerfrei ...

Die Dame hat meines Erachtens nach voellig ueberreagiert. Aber zu dem was dich erwartet:
Also es wurde schon des öfteren hier im Forum gesagt:"Reden ist Silber, Schweigen ist Gold"! Wenn sie keine wirklich glaubhaften Zeugen hat, steht Aussage gegen Aussage. Falls wirklich ein Anhoerungsbogen dazu kommen solltest, kannst du dich einfach an diesen Vorfall nicht erinnern und gut. Da es nicht wirklich zu einem Unfall gekommen ist, wird dabei nix weiter rauskommen und das Verfahren wird eingestellt. Falls es irgendwelche Zeugen gibt und/oder das Verfahren nicht eingestellt wird, dann nimmt man dir nicht gleich den Fuehrerschein weg. Eine Nachschulung sollte dich dann aber erwarten ...

Also ruhig Blut ...

Weitere Aussagen dazu von den Spezialisten hier im Forum sind durchaus erwuenscht ...

Biggles


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Zu: vorfahrtsfehler in Kreisverkehr

angehängt von Nadine (Email-Adresse unbekannt)
am 07.07.02 10:39

Hallo Biggles!

Vielen Dank für deine schnelle und umfassende Antwort!
Hatte meine Mutter bei dem Vorfall als Beifahrerin dabei. Könnte Sie bei einem eventuellen Verfahren als Zeugin auftreten?
Wenn in den nächsten Wochen ein Anhöhrungsbogen kommt, was soll ich dann machen? Eine Aussage? Passiert mir etwas, wenn ich die Aussage verweigere?


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Zu: vorfahrtsfehler in Kreisverkehr

angehängt von Biggles (Biggles@gmx.de)
am 07.07.02 11:25

Soweit ich das abschaetzen kann (mir selbst ist sowas noch nicht passiert) dauert das mit dem Anhoerungsbogen erst mal ne gewisse Zeit. Der kommt also, selbst wenn die Damen sofort zur Polizei gerannt ist, erst in 2 oder 3 Wochen. Ich persoenlich wuerde in diesen Bogen reinschreiben, das ich mich an nix erinnern kann. Man kann sich schliesslich nicht an alles erinnern. Dann duerfte es fuer die Gegenpartei unheimlich schwer sein, dir das nachzuweisen. Des weiteren besteht meines Wissens nach seitens der Gegenpartei kein Recht auf ein Verfahren, da es ja zu keinem Schaden gekommen ist. Ein Verfahren koennte nur durch ein "Interesse der Oeffentlichkeit" durch die Bussgeldstelle oder so aehnlich gegen dich eroeffnet werden. "Verfahren" waere in diesem Fall nicht ein gerichtliches Verfahren, sondern ein Busgeldverfahren ... Was anderes waere es, wenn die Polizei direkt dabei gewesen waere und dich dann gleich "gestellt" haette. Dann wird seitens der Bussgeldstelle ein Bussgeldverfahren gegen dich eroeffnet. Das war aber wohl offensichtlich nicht der Fall. Stell dir mal vor, dich kann jemand nicht leiden und erfindet irgendsoetwas. Das waere also alles aus der Luft gegriffen. Wie soll man dich denn fuer etwas, was du nicht getan hast zur Verantwortung ziehen??? Genau darauf laeuft es mit der Aussage "Ich kann mich an nix erinnern" hinaus. Um nochmal auf deine im Auto anwesende Mutter zurueckzukommen. Sie darf die Aussage verweigern, weil sie eine Verwandte ist. Falls die Gegenseite sie als Zeugin benennt, kann sie entweder schweigen oder aussagen. Sagt sie aus muss sie die Wahrheit sagen und muesste dich belasten. Das darf sie verweigern. Sie koennte jedoch ebenfalls sagen, das sie sich an diese Situation nicht erinnern kann und damit steht die Gegenpartei wieder schlechter da ... Ich bin weder Jurist noch Rechtsanwalt oder Gehilfe oder was in der Richtung. Das ist lediglich meine Auffassung unserer derzeitigen Gesetze. Im Zweifelsfall kannst du dir immer einen Anwalt nehmen. Ich wuerde dementsprechend auch gerne noch Aussagen der Experten dazu hoeren, von wegen falsch beraten und so :-) Ich wuerde mir da aber keinen allzu grossen Kopf drueber machen. Wie gesagt, sowas passiert jeden Tag, vermutlich Tausendfach auf unseren Strassen. Und wir haetten alle hunderte von Punkten in Flensburg oder kaum 10000 Fuehrerscheininhaber, wenn jedesmal jeder gleich zur Polizei gehen wuerde und Anzeige erstatten wuerde und auch noch sofort Recht bekaeme ... Biggles


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Hunde, die bellen,...

angehängt von Peter Lustig (macmen@web.de)
am 07.07.02 22:27

...beißen meistens nicht.

Ich würde mir hier keine allzu großen Sorgen machen. Wer weiß, ob überhaupt noch etwas nachkommt?

Ansonsten hat Biggles die wesentlichen Eckpunkte eigentlich schon wunderbar beschrieben. Ein schlechtes Gedächtnis in diesem Fall ist schon einmal keine schlechte Idee. Abstreiten kannst Du den Sachverhalt darüber hinaus auch. Niemand ist verpflichtet, sich selbst zu belasten. Deine Mutter nutzt Dir als Zeugin eigentlich relativ wenig, denn: was sollte sie bezeugen? Dass Du gefahren bist und den Verstoß begangen hast? Im anderen Fall müsste sie lügen!

Als Zeugin ist sie aber zur Wahrheit verpflichtet. Deine Mutter hat jedoch als nahe Angehörige von Dir ein Zeugnisverweigerungsrecht und muss gar nicht - zwangsläufig zu Gunsten der Gegenseite bzw. zu Deinen Lasten - aussagen. Also Schweigen ist in diesem Fall auch bei Deiner Mutter Gold.

Einen Zeugen braucht aber Deine Gegenseite, sofern Du den Sachverhalt ableugnest. Diesen muss Deine Gegnerin also erst einmal beibringen! Sonst steht Aussage gegen Aussage, und dann sollte ein eventuelles Verfahren mangels Tatnachweis eingestellt werden.

Halt uns auf dem Laufenden!


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Ich wette ...

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 08.07.02 10:26

Damit es interessant wird ...

... machen wir es so:

Ich WETTE, dass nichts kommt ... ist doch meistens so. Wer macht sich schon die Mühe, deswegen zur Polizei zu wackeln und eine Anzeige aufzugeben. Zudem bei ungewissem Ausgang. Ich glaub' nicht dran...

Wer hält dagegen???


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Zu: vorfahrtsfehler in Kreisverkehr

angehängt von w (Email-Adresse unbekannt)
am 08.07.02 12:04

ich wette auch dass hier nichts nachkommt.

wie oben schon einer treffend gesagt "hat: ......die bellen, beißen nicht"

die frau wird sich 5 min später wieder abreagiert haben oder wenn sie wirklich psychisch so labil und so schnell auf's äußerste erregbar ist, dann hat sie mindestens 25 weitere Kennzeichen auf ihrem Notizblock (lach).

Aber dann: Aussage gegen Aussage und das Verfahren wird mangels Beweisen eingestellt.

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