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Strafgeld für Arbeitsausfall

hinzugefügt von Jeanette [Kontakt]
am 30.07.02 13:27

Ich habe in einem Dorf angeblich falsch geparkt. Ich kann nicht nachvollziehen warum ich falsch stand, es war kein Schild zu sehen. Aber gegen die Polizei und die Dorfbewohner war ich machtlos. Das ist aber nicht mein Problem. Es kommt dazu, dass ein Bauer mit seinem Monstertrecker nicht an mir vorbeikam. Jetzt soll ich ihm 80Euro Verdienstausfall zahlen. Er sagt die Straße muß immer frei sein, damit er mit seinem Trecker da vorbeikommt und alle im Dorf wissen das. Meine Frage ist nun unabhängig von der Tatsache ob ich da stehen durfte oder nicht. Muß ich die 80Euro wirklich zahlen ?


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Zu: Strafgeld für Arbeitsausfall

angehängt von Matte (Email-Adresse unbekannt)
am 30.07.02 16:22

hast du das Knöllchen schon gezahlt? Was wurde dir vorgeworfen? Wie breit ist die Straße?


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Wurde eine "Verwarnung" ausgesprochen??

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 30.07.02 18:56

>[Zitat:] "Jetzt soll ich ihm 80 Euro Verdienstausfall zahlen"

Wer sagt das??

>[Zitat:] "Muß ich die 80 Euro wirklich zahlen?"

Nun warte mal ab. Gibt es denn überhaupt eine Verwarnung mit einem "Verwarnungsgeldangebot"? Wie hoch ist der Verwarnungsregelsatz und gegen welche StVO-Bestimmung wurde überhaupt verstoßen?

Es wird sowieso nur der für den Tatbestand vorgesehene Regelsatz angezogen, das Ausfallgeld müsste der Bauer auf zivilrechtlichem Wege einklagen/einfordern.


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Zu: Strafgeld für Arbeitsausfall

angehängt von Jeanette (Koenig_Jeanette@yahoo.de)
am 31.07.02 10:27

Es geht mir wirlich nur um den Bauern. Er hat auch gesagt, dass er dieses Problem schon öfter hatte und das alle immer zahlen mußten. Das hat mich stutzig gemacht. Von der Polizei habe ich noch nichts da muß ich erst einmal abwarten. Ich muß auch zugeben, das ich sehr eingeschüchtert war und nicht richtig zugehört habe ich wollte nur da weg.


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Zu: Strafgeld für Arbeitsausfall

angehängt von Jeeper (Email-Adresse unbekannt)
am 31.07.02 10:41

Hallo Jeanette,

ich würde an deiner Stelle erst mal gar nichts unternehmen und höchstens zu einem Anwalt meines Vertrauens gehen. Schliesslich muss der Bauer seinen "Verdienstausfall" erst einmal beweisen. Und die Aussage, dass schon immer bezahlt wurde, lässt mich nur darauf schliesen, dass diese Dorfbewohner ihre eigenen Gesetze machen. Lass dich nicht von denen einschüchtern! Wenn du wirklich falsch geparkt hast und auch mit Behinderung, dann zahl das Knöllchen und gut is! Da kommt bestimmt nichts nach...

Cool bleiben!

Jeeper


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Genau so ist es ...

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 31.07.02 10:54

... @Jeeper hat es richtig gesagt, die Knolle solltest Du zahlen (Parkverstoß), ansonsten droht erstmal gar nichts.


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Bäuerliche Selbstjustiz??

angehängt von Andreas (AndreasBY@epost.de)
am 31.07.02 11:00

Hallo Jeanette,

nicht einschüchtern lassen und auf keinen Fall dem Bauern Geld geben.

Falls du wirklich falsch geparkt haben solltest (evtl. an einer engen Stelle, Restfahrbahnbreite weniger als 3 m?) dann bekommst du eine Verwarnung die du bezahlst und die Sache hat sich erledigt. Wo kommen wir denn da hin wenn jetzt schon jeder Bauer meint das Gesetz selbst in die Hand nehmen zu können und private Entschädigungen direkt eintreibt. Er hatte mit Sicherheit noch andere Möglichkeiten zu seinem Feld zu gelangen, aber selbst wenn nicht hat er nicht das Recht irgendwelche Gebühren einzutreiben.

Ein Kraftfahrer hat keinen Rechtsanspruch darauf, daß eine Straße zu jeder Zeit für ihn befahrbar ist. Was macht der Landwirt wenn wegen einer Baustelle oder eines Unfalles die Straße halbseitig oder voll gesperrt ist. Verlangt er dann von der Baufirma oder dem Unfallverursacher auf sein 'Strafgeld'??

Sachen gibt's, *kopfschüttel*

Gruß
Andreas


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Bauernschläue :-)

angehängt von Uwe Brandt (uwe_forum@yahoo.de)
am 31.07.02 11:07

... aber, und das muß auch gesagt werden, absolut ärgerlich ist es natürlich für Dienstleister, Gewerbetreibende etc., wenn diese wegen Falschparker in ihrer beruflichen Tätigkeit gehindert werden und dabei ggf. finanzielle Einbußen erleiden müssen. Auch wenn die "Erklärungen" des Landwirtes (sog. "Bauernschläue") schlichtweg falsch sind, das kann nicht akzeptabel sein...


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Zu: Strafgeld für Arbeitsausfall

angehängt von Jeeper (Email-Adresse unbekannt)
am 31.07.02 11:13

Dann hätte eben jener Bauer die Polizei holen sollen, und die hätten VIELLEICHT Jeanettes Auto abschleppen lassen. Das wäre für den Bauern der einzig legale Weg gewesen um zu beweisen, dass er an der Ausübung seiner Tätigkeit gehindert worden wäre und um so einen Ausfall geltend zu machen. So ist es aber nun mal nicht passiert. Glück für Jeanette - Pech für den Bauern. That´s life! ;-)


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Zu: Strafgeld für Arbeitsausfall

angehängt von w (Email-Adresse unbekannt)
am 31.07.02 14:53

sicher darf der Landwirt hier nicht selbst von dir Geld fordern.

Was er tun kann ist, dies zivilrechtlich einzuklagen. mehr nicht.

trotzdem ist gerade jetzt in der erntezeit zu bedenken, dass wieder viele traktoren auf viel befahrenen landstraßen und ortschaften und nicht nur auf feldwegen unterwegs sind um ihre ernte in die lagerstätten zu fahren.

hierzu müssen die oft durch ortschaften in denen ein auto, ein bus, ein normaler lkw keine probleme hat, aber ein großer traktor mit nem 10-tonner Anhänger hat dann Probleme.

Umwege zu fahren wie oben einer empfohlen hat ist quatsch. woher soll der bauer wissen dass da ein auto irgendwo die durchfahrt blockiert? umdrehen ist mit Traktor und vollbeladenen 2-Achser schier unmöglich. (ist wesentlich schwieriger als'n LKW zurückzustoßen).

daher immer so parken, dass 3 m platz sind. dann klappt es auch mit dem großen Traktor. denn breiter als 3m ist nicht mal ein mähdrescher.

noch 2-3 wochen darauf etwas vermehrt rücksicht nehmen, dann beruhigt sich die lage wieder....

(jetzt kommt bestimmt einer und sagt dass mähdrescher 6,80 oder 7,40 breit sind, oder?)


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Mähdrescher-Breite

angehängt von Jeeper (Email-Adresse unbekannt)
am 31.07.02 15:01

Ein durchschnittlicher Deutz-Mähdrescher hat eine Breite von 3,30m bis 3,50m (am Fahrgestell), Betriebserlaubnis für den öffentlichen Straßenverkehr ist meistens erteilt, da sich diese Monster nur schwerlich noch auf einem Anhänger transportieren lassen...


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Zu: Strafgeld für Arbeitsausfall

angehängt von Andreas (AndreasBY [at] epost.de)
am 31.07.02 20:17

'...Betriebserlaubnis für den öffentlichen Straßenverkehr ist meistens erteilt'

stimmt so nicht, die Hersteller erhalten zwar vom zuständigen Regierungspräsidium eine Ausnahmegenehmigung gem. § 70 StVZO erteilt, damit diese Fahrzeuge mit den Abweichungen von den Vorschriften der StVZO überhaupt zum öffentlichen Verkehr zugelassen werden können.

Der Landwirt muß aber dann immer noch eine Erlaubnis nach § 29 Abs. 3 StVO bei der zuständigen Verkehrsbehörde beantragen, damit mit dem Mähdrescher öffentliche Straßen befahren werden dürfen. In dieser Erlaubnis wird der Landwirt u. a. verpflichtet vor Fahrtantritt zu überprüfen ob er mit seinem Gefährt die vorgesehene Strecke überhaupt befahren kann. Wenn er dann irgendwo stecken bleibt ist er selbst dafür verantwortlich und kann evtl. sogar mit einem Bußgeld belegt werden. Auch hat er mit solchen überbreiten Fahrzeugen keinen Anspruch auf Freihaltung seiner Fahrtstrecke.

Gruß
Andreas


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Zu: Strafgeld für Arbeitsausfall

angehängt von w (Email-Adresse unbekannt)
am 01.08.02 07:35

ok, ich wusste ja dass sowas kommt....... ein relativ großer Deutz-Mähdrescher hat ne Breite ohne Mähwerk mit Serienbereifung von 3,19 m.
siehe wwww.deutz...irgendwas.de

3,30 m würd ich daher nicht als durchschnitt bezeichnen.

die wenigstens haben derart große mähdrescher.

die meisten haben ja noch die ganz alten, deren schnittbreite nicht mal 3 m beträgt.


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Zu: Strafgeld für Arbeitsausfall

angehängt von Joshi [Email: Keine]
am 27.10.02 19:56

Hast du mal überlegt, wenn dein Traktor ein Feuerwehrauto gewesen wäre und du ihm den Weg versperrt hättest? Die 3 m Restfahrbahn haben schon ihren Sinn. Und die Strafe auch. Sei froh, dass du nur so einen kleinen Schaden angerichtet hast!!!

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