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Mit 1,55 Promille erwischt

hinzugefügt von Sandy [Email: Keine]
am 04.11.02 19:12

Hallo, bin am 08.08.02 mit 1,55 Promille in eine allgemeine Fahrzeugkontrolle gekommen. Ich weiß bin selber Schuld habe diesen Fehler auch schon eingesehen.Leider bin ich aber aufgrund einer Gehbehinderung auf meinen Führerschein angewiesen.Aber das ist nicht alles dadurch das ich zur Zeit keinen Führerschein habe, habe ich jetzt auch noch meine Arbeit verloren, da ich seit August trampen muß bin ich jetzt mehrmals zu spät zur Arbeit erschienen.Wer kennt sich aus was ich jetzt machen kann und vor allem wie lange dauert es bis ich vom Gericht Bescheid bekomme. Weder ich noch mein Rechtsanwalt hat bis zum heutigen Tag irgendetwas gehört.Ist das normal.


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.11.02 19:49

Eine derart lange Wartezeit ist noch im Rahmen des Üblichen. Mach aber ruhig einmal Deinem Anwalt ein wenig Feuer unter dem Hintern. Nur abwarten, bis sich was tut, ist zwar auch eine Lösung, aber dazu hättest Du eigentlich keinen Anwalt gebraucht.


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Sandy [Email: Keine]
am 04.11.02 21:03

Das mit dem Dampf beim Anwalt habe ich schon gemacht, aber bis jetzt ohne Erfolg. Mit was für einer Strafe habe ich eigentlich im schlimmsten Fall zu rechnen? Ich bin Ersttäter. Steht mir auch die MPU bevor?


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 04.11.02 21:06

Als Ersttäterin wirst du dich auf ca. 9 - 12 Monate Führerscheinentzug einstellen müssen. Die Höhe der Geldbuße ist abhängig vom Einkommen.

Als Ersttäterin mußt du mit 1,55 Promille nicht zur MPU (Glück gehabt, ab 1,6 hätte es dich auch hier erwischt).

Gruß
Andreas


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Sandy [Email: Keine]
am 04.11.02 21:15

9-12 Monate Führerscheinentzug ist ja berechtigt, aber kann ich aufgrund meiner Gehbehinderung da nichts machen? Wer kennt sich da aus? Wie sieht das denn mit der Geldstrafe aus, ich habe ja seit 2 Wochen wegen meines Fahrverbots meinen Arbeitsplatz verloren. Diese Strafe ist denke ich schon hart genug, wenn man bedenkt, dass ich für mich alleine aufkommen muss bin zur Zeit ganz schön am Ende und ich weiß das ich solch einen Fehler nie mehr in meinem Leben machen werde.


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.11.02 21:51

Du brauchst einen guten Anwalt und einen verständnisvollen Richter. Mehr kann Dir hier auch niemand sagen.


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Sandy [Email: Keine]
am 15.11.02 18:37

Habe heute meinen Strafbefehl im Briefkasten gehabt. Habe eine Geldstrafe von 1050,00 Euro bekommen und mir wird die Fahrerlaubnis für 7 Monate entzogen. Wer kann mir sagen wann ich den Antrag stellen sollte um eine neue Fahrerlaubnis zu bekommen. Zur Erinnerung meinen Führerschein hat die Polizei mir am 08.08.2002 weggenommen.


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Rotti (Mpuforum.de) [Kontakt]
am 15.11.02 18:47

hi,
frühestens 3 monate bevor deine sperre endet kannst du einen neuantrag bei deinem amt stellen.
mfg
rotti

Website: http://www.mpuforum.de


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Margot [Email: Keine]
am 21.11.02 13:28

Hallo, möchte Dir keine Angst machen, aber bei 1,55 Promille im Blut, wirst Du eine MPU machen müssen. Das liegt nämlich im Ermessen des Straßenverkehrsamt. Und das geht davon aus, das Du bei diesen Wert Alkohol gewohnt bist. Und um dieses Gutachten positiv beurteilt zu bekommen, solltest Du dich einmal mit einem Verkehrstherapeuten unterhalten. Sonst kann es Dir passieren, beim einem negativen Gutachten noch einmal 6 Monate zu warten.


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von andi [Email: Keine]
am 21.11.02 13:49

Sorry, aber da muß ich dich korrigieren. Bei einem Ersttäter mit 1,55 Promille kann keine MPU gefordert werden. Erst ab 1,6 ist es zwingend vorgeschrieben.

Gruß
Andreas


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Margot [Email: Keine]
am 21.11.02 14:26

Leider muß ich dir sagen, dass ich bei 1,1 Promille und als Ersttäterin eine MPU machen MUSSTE. Wie gesagt es liegt im Ermessen des Strassenverkehrsamtes. Und die sagen wer bei 1,55 Promill noch ein Kraftfahrzeug führen kann ist Alkohol gewohnt.


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von andi [Email: Keine]
am 21.11.02 14:40

Da waren es bei dir noch andere Gründe die zur MPU geführt haben. Ein Ersttäter ohne Eintragungen in Flensburg oder sonstigen andere Auffälligkeiten wurde auch nach altem Recht mit 1,1 Promille nicht zur MPU geschickt.

GRuß
Andreas


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Margot [Email: Keine]
am 21.11.02 15:13

Hallo Andi, leider muß ich dir sagen, das es heute nicht mehr im Ermessen des Gerichtes liegt ob eine MPU zwingen vorgeschrieben ist. Du hast Recht ab 1,6 Promill ist es lt. Gesetz vorgeschrieben. Aber das Straßenverkehrsamt geht davon aus, wer mit 1,55 Promill noch ein Fahrzeug führen kann ist ein gewisses Mass an Alkohol gewöhnt. Denn ab 1,6 liegt absolute Fahr- untüchtigkeit vor. Also geht man davon aus, dass Alkoholmißbrauch vorliegt. Und um dieses heraus zu kristalisieren wird ein Gutachten notwendig, sowie alle 4-6 Wochen in der Sperrzeit die Leberwerte messen zu lassen. Ich mußte bei der Blutprobe auch einen Test machen, auf den geraden Strich laufen usw. und mir wurde gesagt - es lag keine Alkoholauffälligkeit vor. (Hab mich massig zusammen gerissen) Aber gerade dieses hat mir den Hals gebrochen. Denn darauf hin war die Meinung des Strassenverkehrsamtes, das ich Alkohol gewöhnt sei, denn ein Naivtrinker (im Monat 2 Glas Bier oder 1 Glas Wein) wäre erst garnicht in das Fahrzeug gekommen bei dieser Promillzahl. Kann aber auch sein, das nicht jeder Sachbearbeiter so reagiert.


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 21.11.02 15:19

>[Zitat:] "das es heute nicht mehr im Ermessen des Gerichtes liegt ob eine MPU zwingen vorgeschrieben ist."

Es war noch nie im Ermessen eines Strafgerichtes gelegen, über eine MPU zu entscheiden. Die Frage ob eine MPU angeordnet wird oder nicht trifft immer die Verwaltungsbehörde.

Du darfst nicht immer das Strafverfahren mit dem Verwaltungsverfahren der Führersheinstelle vermischen.

Gruß
Andreas


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Magot [Email: Keine]
am 21.11.02 15:21

Sorry hab noch was vergessen, habe 0 Pkt. in Flensburg bin nie auffällig geworden, und habe 25 Jahre den Führerschein. (Fahre aber nicht wie eine alte Tante, sondern einen GTI) Grüß Dich


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Andreashessen [Email: Keine]
am 21.11.02 17:21

Mein Gott Margot.
Sollte Sandy tatsächlich Ersttäterin sein, und nix im Pol. Führungszeugnis stehen haben, wird sie NICHT ZUR MPU MÜSSEN.

Das ist einfach so. Nimms hin.

Bei Dir muss es tatsächlich noch etwas anderes gegeben haben. Auch wenn Du 0 Punkte hattest und so einen tollen GTI fährst.

Du verunsicherst hier nur die Hilfe-Suchenden. Klar muss man bei 1,55 Trinkfest sein, aber was ist mit 1,4 oder 1,3 usw. usw. die fragen sich jetzt hier alle, muss ich jetzt auch zur MPU?

Nein, müssen sie nicht, soweit nichts anderes vorliegt.


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§ 13 Nr. 2 a Alt. 2 - die vergessene Norm

angehängt von D. Perenda [Email: Keine]
am 21.11.02 17:38

Dass Ersttäter mit 1,55 °/oo nicht zur MPU müssen, ist so nicht ganz richtig. Erst heute habe ich eine entsprechende Anordnung wieder einmal schreiben müssen. Nach § 13 Nr. 2 a Alt.2 FeV ist eine MPU anzuordnen, wenn Tatsachen die Annahme von Alkoholmissbrauch begründen. In "meinem" Fall hatte der Betroffene diese BAK bereits um 14:41 Uhr erreicht. Aus dem Blutentnahmeprotokoll ging hervor, dass er nur einen leicht alkoholisierten Eindruck machte, sicheren Ganges war, höflich, orientiert....

Derartige Infos haben wir von Sandy nicht bekommen, somit kann die Frage MPU ja/nein nicht eindeutig beantwortet werden. Gegen Sandy könnte event. sprechen, dass die Trunkenheitsfahrt nur aufgrund einer allg. Verkehrskontrolle aufgeflogen ist und es nicht beispielsweise zu einem alkoholbedingten Unfall kam. Mit der hohen BAK konnte ein Kraftfahrzeug also noch unauffällig gefahren werden ? Es soll Leute geben, die schon bei 1,2 °/oo Probleme mit dem Stehen haben, geschweige denn noch ein Auto in Bewegung setzen können....

Interssant wäre es auch noch zu erfahren, ob die Gehbehinderung bei der damaligen Ersterteilung der Fahrerlaubnis der Führerscheinstelle bekannt war, oder ob sich diese erst später (vielleicht unfallbedingt) ergeben hat. Unter Umständen wäre eine Begutachtung durch einen aaSoP nach § 11 Abs. 4 Nr. 2 FeV erforderlich.

Gruss


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Zu: Mit 1,55 Promille erwischt

angehängt von Margot [Email: Keine]
am 22.11.02 08:19

Danke Herr/Frau Perenda, es ist tatsächlich so, wie Sie es beantwortet haben, ich wollte keinen verunsichern, und bei 1,55 Promille liegt halt der Verdacht des Alkoholmißbrauch vor. So wird es vom Verkehrsamt gesehen. Und auch wie Sie geantwortet haben ist die Uhrzeit sehr maßgebend. Es ist besser sich schon einmal darauf vorzubereiten, als den Superschock danach zu bekommen. Schau

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