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Ab wann ist die Ampel rot?

hinzugefügt von Klaus [Email: Keine]
am 15.12.02 17:22

Hallo. Ich würde gerne einmal wissen, ab wann ich über eine rote Ampel fahre. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass, sobald die Spitze meines Autos die Haltelinie noch bei gelb überquert kein Rotverstoss vorliegt. Ist dies richtig?


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Da liegst du falsch

angehängt von MrMurphy [Email: Keine]
am 15.12.02 17:47

Wenn du das rote Licht siehst, mußt du vor der Ampel halten, egal ob du die Haltlinie, die auch deutlich vor der Ampel auf die Straße gemalt sein kann, schon überfahren hast.

Aber offensichtlich gehörst du zu den Leuten, die nicht wissen, das auch das Gelblicht bereits zum Warten vor der Kreuzung auffordert:

Auszug aus § 37 StVO: Gelb ordnet an: "Vor der Kreuzung auf das nächste Zeichen warten".

Wenn die Ampel also gelb wird und man normal vor ihr abbremsen kann, muß man das auch tun. Viele Autofahrer sind ganz überrascht, wenn sie bei Gelb Gas geben, um über die Ampel zu kommen und dann von einem Polizisten, der das beobachtet, eine Anzeige bekommen.


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Zu: Ab wann ist die Ampel rot?

angehängt von Timo Walde [Email: Keine]
am 15.12.02 18:50

Wobei man dabei eine Ermessensgrenze eingehalten werden muss.Die Überwachung darf nicht einfach behaupten man hätte bremsen können.Wenn die Ampel auf Gelb umschaltet und man ist 10 Meter weg kann nicht von einem Rotlichtverstoss gesprochen werden,da man selbst bei einer Vollbremsung auf der Kreuzung steht.Nur das kommt immer wieder vor (in Hamburg Ampel unter Kennedy,Lombartsbrücke),das Leute nachweislich zu unrecht aufgeschrieben worden sind.

Timo Walde

P.s:Seid Rot-Grün nicht mehr in Hamburg regiert,hat in Hamburg die Abzockerrei,endlich nachgelassen.


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Schutzbereich

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 15.12.02 19:13

Rot gebietet "Anhalten vor der Kreuzung", d.h. vor dem durch die Fluchtlinien der sich kreuzenden Fahrbahnen begrenzten, geschützten Bereich (Bay ZfS 94 467; Ol NZV 93 446). Erst wenn Du in diesen Bereich einfährst, begehst Du einen Rotlichtverstoß.

Überfahren der Haltlinie bei Rot, aber Stehenbleiben vor dem Schutzbereich = Gelblichtverstoß (s. Mr. Murphy)


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Eingangsfrage noch nicht beantwortet

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 15.12.02 22:47

Hallo,
alles recht und gut, was geschrieben wurde.
Wenn ich die Frage richtig verstanden habe, wurde nach etwas anderem gefragt, als worauf geantwortet wurde.
Gehen wir mal davon aus, er fährt mit seinem Fahrzeug auf eine LZA zu, die noch grünes Signal zeigt. Innerhalb eines Bereiches, in welchem er nicht mehr bis zum Stillstand vor der Kreuzung anhalten kann, wechselt das Signal auf gelb. (Jetzt soll er ja durchfahren - dafür ist die Gelbphase ja wohl da.) Hier sei er aber bereits - warum auch immer - so langsam, dass er, wenn er die Induktionsschleife überfährt, das Signal bereits rot zeigt. Erfasst wird sein Fahrzeug zu dem Zeitpunkt, zu welchem hinreichende Menge metallische Masse in hinreichendem Abstand zur Induktionsschleife hinreichend schnell über diese bewegt wird. Das ist, streng genommen, sowohl fahrzeug- als situationsabhängig.
Ich verstehe die Frage "wann ist die Ampel rot" daher in die Richtung gehend "mit welchem Fahrzeugteil muss das Überschreiten welcher Grenze gegeben sein, damit ein Verstoß vorliegt oder eben gerade noch nicht vorliegt?"

Gruß HeLi


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Zu: Ab wann ist die Ampel rot? NEU!

angehängt von Klaus [Email: Keine]
am 16.12.02 02:32

genau, HeLi ich gehe davon aus, dass die Amepl auf gelb springt, ich aber zu schnell bin und nicht mehr in der Lage vor der Ampel zu bremsen und weiterfahre. Nun springt die Amepl aber, wenn ich in Höhe der Ampel bin (und die Haltelinie überwuaert ist) auf rot um, was ich noch im Augenwinkel erkennen kann. Mir ist shon klar, dass das Gelblicht mich zum Halten auffordert, was aber nicht immer möglich ist, da man schon kurz vor der Ampel ist und eine Vollbremsung auch nicht Sinn der Sache ist. Gut, normalerweise ist die Gelbphase lang genug. Aber bestimmt nicht immer. Daher nochmal die Frage: ab wann hab ich die Ampel quasi soweit passiert, dass es keine Rolle mehr spielt, dass sie gerade auf rot gesprungen ist...


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Überfahren der Fluchtlinien

angehängt von MrMurphy [Email: Keine]
am 16.12.02 06:39

Das ist dann aber eine sehr theoretische Frage. Ampeln mit solch komischen Gelbphasen sind mir seit über 15 Jahren nicht mehr untergekommen.

Entscheidend, ob ein Rotlichverstoß vorliegt, ist das Überfahren der Fluchtlinien der sich kreuzenden Straßen. Wenn man also das Rotlicht, und sei es nur aus den Augenwinkeln heraus, sehen kann, muß man das Fahrzeug vor der Fluchtlinie der querenden Straße zum Stehen bringen, wenn man sich keines Rotlichtverstoßes strafbar machen will.

Überfahren heißt, das das eigene Fahrzeug mit keinem Teil über die Fluchtlinie ragen darf, also nicht mal mit der vorderen Stoßstange.

@ Timo Walde

Ich habe von 1997 bis 2000 in der Hamburger Innenstadt gearbeitet (Ferdinandstr.) und bin deshalb fast täglich über die von dir genannten Kreuzungen gefahren. Da hatte ich aber nie Schwierigkeiten, die Ampelschaltung ist den Verkehrsverhältnissen angepaßt.

Außerdem habe ich den Verkehr dort auch häufig in der Mittagspause als Fußgänger beobachten können und hatte mehrfach das Vergnügen, am Anfang der Grünphase nicht auf die Straße zu können, weil immer noch Autos, die bei Rot in die Kreuzung eingefahren sind, die Fußgängerfurt gequert haben.

Da haben nur die Autofahrer Schwierigkeiten, die bei Gelb, anstatt anzuhalten, noch schnell Gas geben. Und von denen auch nur der zweite oder dritte. Man kann fast täglich erleben, das Autos bei rot rüberfahren, obwohl sie noch ohne Probleme hätten anhalten können. So ca. 1 mal pro Monat habe ich selbst erlebt, wie der direkt vor mir fahrende eindeutig bei Rot rübergefahren ist, obwohl er gefahrlos hätte halten können und ich ihm auch nicht an der Stoßstange hing. Das hatte nie was mit einer zu kurzen Gelbphase zu tun.

Deshalb kann ich persönlich deine Kritik nicht nachvollziehen, zumal ich auch in den Medien nie etwas über solche Schwierigkeiten gesehen oder gehört habe.


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Nachrechnen

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 16.12.02 08:02

Mr. Murphy hat das Kernproblem bereits angedeutet: anstatt anzuhalten gibt jeder noch Gas, wenn die Ampel von Grün auf Gelb springt. Wenn man das exzessiv tut, kann es zu den von Klaus beschriebenen Umständen kommen.

Gelblicht leuchtet in der Regel 3 bzw. 4 Sekunden. Bei Tempo 50 legt ein Kraftfahrer ca. 14 m in der Sekunde zurück, d.h. bei Umschalten von Grün auf Gelb hat er noch ca. 42 bis 56 m zurückzulegen, wenn er die Ampel genau beim Umspringen von Gelb auf Rot passiert. Diese Strecke reicht, sofern die Bremsen in Ordnung sind, mehr als aus, um sein Fahrzeug noch rechtzeitig zum Stehen zu bringen.

Von daher kann ich die Diskussion nicht nachvollziehen. Wenn jemand das Risiko eingeht, in solchen Situationen dennoch in die Kreuzung einzufahren, indem er darauf vertraut, dass noch nicht Rot ist, muss er sich auch auf die Konsequenzen einstellen, dass es eben nicht mehr gereicht hat. Noch eins: bei Rotlichtüberwachungsanlagen wird die in der Regel nach der Haltlinie in die Fahrbahn eingebrachte Schleife, die die Anlage beim Überfahren auslöst, erst nach ca. 1/2 Sekunde, also nach weiteren ca. 7 m Karenzstrecke zugunsten des Kraftfahrers, scharf geschaltet.

Sollte es ein Kraftfahrer dennoch wissen wollen und in die Kreuzung einfahren, nachdem bereits Rotlicht leuchtet, kann man nicht einmal mehr von Fahrlässigkeit ausgehen, sondern müsste schon zumindest bedingten Vorsatz annehmen, was an sich zu einer Verdoppelung des Bußgeldsatzes führen müsste. Dass man hier dennoch den Bußgeldsatz, der bei Fahrlässigkeit verhängt wird, ansetzt, ist ein weiteres Vorgehen zu Gunsten der Kraftfahrer.

Leute, was wollt Ihr denn noch mehr? Irgendwo ist nun einmal eine Grenze.


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geklärt -und- Halt bei grün bei Stau

angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 16.12.02 09:47

Hallo,
erst mal danke für die Antworten.
Ich kann ja nicht wissen, was @Klaus beabsichtigt hat mit seiner Frage.
Meine Rückfrage zielte darauf ab, welches Fahrzeugteil ausschlaggebend ist und das wurde nun klar beantwortet: "Keines" darf die "Grenze" überschreiten.

Etwas anderes sei noch angemerkt:
Häufig ist auch zu beobachten, dass bei grün in die Kreuzung eingefahren wird, obwohl bereits VOR der Kreuzung eindeutig erkennbar ist, dass kein Weiterfahren möglich ist aufgrund Stau NACH der Kreuzung. Dann stehen die Fahrzeuge mitten auf der Kreuzung, inzwischen bekommt der Querverkehr grün und nichts geht mehr.
Da muss selbstverständlich auch bei grün VOR der Kreuzung gehalten und abgewartet werden!
Entweder geht's in meiner Fahrtrichtung weiter, so lange noch grün ist, dann kann ich weiter fahren.
Oder es wird gelb und rot, dann bleibt die Kreuzung aber frei für Querverkehr und auf jeden Fall für evtl. passierende Rettungsfahrzeuge!

Gruß HeLi


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Ergänzung Rechtsgrundlage

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 16.12.02 10:05

Rechtsgrundlage zu HeLi´s Ausführungen, 2. Teil ist § 11 StVO. Wird bei diesem Verhalten jemand behindert, drohen 20 € Verwarnungsgeld.

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