... Foren-Archiv 2000 bis 09/2003; ca. 40.000 Postings

    
... Anzeige im separaten Fenster!

> Rubrik: Archiv
  Seite: ... | Foren-Archiv | ...  ]

 
Tipp:
 >> Hilfe im §§-Dschungel ...
Komplette Übersicht
über alle Foren oder
Beiträge (24 Std.)
Dieses Foren-Archiv wird betreut
durch Administrator: Rolf Tjardes :-)
 


[ Foren-Archiv | Neue Beiträge | Beitrag hinzufügen ]

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]

 
 Suche auch ähnliche Worte | Erweitert

Hinweis: Neue Foren-Software Online! Am 23.09.2003 wurde dieses Board abgeschaltet. Bitte nutzen Sie ab sofort das neue Forum für Ihre Beiträge. Vielen Dank. Zum neuen Forum: Hier klicken :-)

Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

hinzugefügt von Henning [Email: Keine]
am 03.02.03 12:40

Hallo, es ist Folgendes passiert. Ein angeblicher Polizist hat mich in einer 30km/h-Zone verfolgt und angezeigt wegen angeblicher Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Er war privat unterwegs, in seinem Privatwagen. Er folgte mir und gab sich als Polizist aus. Er meinte, daß ich erheblich zu schnell gefahren sei und er mich anzeigen würde. Er sagte weiter, daß ich auf jeden Fall den Führerschein verlieren würde, da er als Polizist vor Gericht immer Recht bekommen würde. Er war alleine und leider habe ich auch keine Zeugen. Das Problem ist jetzt, daß er mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Story zusammenschreiben wird, die an der eigentlichen Tat vorbeigehen wird. Wer kennt ähnlich gelargerte Fälle und deren Ausgang. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, Gruß, Henning


[ Nach oben ]

Hohe Toleranzabzüge

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 03.02.03 13:12

Welche Überschreitung wird Dir denn überhaupt vorgeworfen??

Grundsätzlich ist es möglich, dass eine durch Nachfahren abgeschätze Geschwindigkeit im Bußgeldverfahren verwertet werden kann. Dabei sind aber sehr hohe Toleranzabzüge vorzunehmen.

1. Für das Ablesen eines Zeigertachos wird eine Toleranz von ca. 15 Prozent abgezogen.

2. Vom Anzeigewert eines ungeeichten Tachos sind nochmals ca. 20 Prozent als Toleranz abzuziehen (kann auch sein, dass sogar der theoretische Tachoendwert als Basis für den Abzug benutzt wird).

3. Bei großen Abständen sind je nach Einzelfall nochmals Abzüge anzuziehen.

Nehmen wir mal an, es wurde in einer 30er-Zone eine Überschreitung von 50 km/h begangen (also 80 km/h "festgestellt").
- Abzug 12 km/h als max. Ablesefehler (=15%)
- ... ergibt 68 km/h
- Abzug 14 km/h als max. Anzeigefehler (=20%)
- ... ergibt 54 km/h

Demnach wäre in diesem Beispiel eine Überschreitung von 24 km/h vorwerf- und sanktionierbar.

Bitte die genannten Toleranzwerte nicht als "gesetzlich verankerte Werte" betrachten. Diese werden je nach Einzelfall bestimmt.

>[Zitat:] "Das Problem ist jetzt, daß er mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Story zusammenschreiben wird, die an der eigentlichen Tat vorbeigehen wird..."

Warum sollte dies ein Beamter tun??


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von FB [Email: Keine]
am 03.02.03 15:56

Angeblicher Polizist ? Hast du seinen Ausweis gesehen ? sein Kennzeichen aufgeschrieben ? Vor allem 'du würdest auf jeden fall den Führerschein verlieren', dann müsstest du schon mit 61 km/h durchgerauscht sein... Unter der Annahme dass die angegebenen Abzüge weiter oben stimmen, müsstest du dann real mit etwa 90 km/h durch die 30er zone gefahren sein, damit es zum führerscheinentzug kommt, und ich denke das merkt man wenn man mit 90 in der stadt fährt oder ? *g* Davon mal abgesehen, rein rechtlich gesehen, als frage an die anderen... Darf ein Polizist, der nicht im Dienst ist, selbst gegen Straßenverkehrsregeln verstoßen um andere aufzuschreiben ? (wozu hat der dann noch Dienst?) Ich würd mir mal keine all zu grossen Gedanken machen, wart mal ab was kommt!


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 03.02.03 17:28

Ein Polizist kann sich selbstständig in den Dienst versetzen.


[ Nach oben ]

Abwarten und...

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 03.02.03 21:29

Tee trinken. Entweder bist Du einem selbst ernannten Sheriff oder einem dienstgeilen Polizeibeamten aufgesessen, der Dich durch sein Gehabe und Getue eventuell nur beeindrucken oder schocken wollte. Ich denke nicht, dass da noch etwas nachkommt. Keep cool!

Falls ja, wäre der Tatvorwurf interessant. Bitte in diesem Fall weiter berichten!


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von Henning [Email: Keine]
am 04.02.03 08:53

Hallo, zu Uwe´s Frage: der Mann hatte, bevor er wegfuhr, noch hinzugefügt, daß er die Sache schon so darstellen will, daß ich nicht mit einem blauen Auge davonkomme und daß es ein Richter entscheiden wird, ob ich ´´schuldig´´ bin oder nicht. Da ich einige Kontakte zur Polizei habe, ist mir auch bekannt, daß es manchmal zu einem Verdrehen der Tatsachen kommt, und das zu Ungunsten des Beschuldigten. Es gab gerade einen Fall eines Rotlichtverstoßes, wo die Beamten vorsätzlich eine falsche Aussage gemacht haben. Nur durch die Geistesgegenwart des Richters, der verfängliche Fragen den Einzelnen gestellt hat, kann dann heraus, daß man sich abgesprochen hat. Das Verfahren wurde eingestellt, weitere Maßnahmen wurden nicht getroffen. Ich weiß die Einzelheiten, da ich den Anwalt des Beschuldigten persönlich kenne. Der Ageklgte überlegt, ob er sich an die Presse wendet. Das sind Vorfälle, die einen dann doch etwas verunsichern. Gruß, Henning


[ Nach oben ]

Dummes Gewäsch

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.02.03 09:27

Lass Dich nicht kopfscheu machen. Durch dieses dumme Gewäsch hat sich der "Verkehrshüter" eigentlich schon selber disqualifiziert. So einfach ist es auch nicht, jemand mit aller Gewalt vor einen Richter zu zerren.

Niemand kann Dich hindern, sofern es tatsächlich so weit kommen sollte, den Ablauf der "Kontrolle" und die dabei gefallenenen Äußerungen zu schildern. Mach Dir also bitte vorsorglich Notizen, so lange die Erinnerung noch frisch ist. Ich denke jedoch nach wie vor, dass nichts nachkommen wird, und drücke Dir die Daumen.

Solltest Du den Namen des Mannes und seine Dienststelle wissen, kannst Du im Gegenzug auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde schreiben.


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von Uwe [Email: Keine]
am 04.02.03 12:24

Hei!

Ich bin nachts bei grün mit ca. 80 Km/h innerorts über eine Kreuzung gefahren. Die an der querenden Straße stehende Polizei habe ich leider zu spät gesehen. Die hatten logischerweise rot. Da ich zu schnell gefahren bin, sind sie mir gefolgt und haben mich später angehalten. Den Geschwindigkeitsverstoß konnten sie nicht ahnden, da sie mir dabei nicht gefolgt sind. Der Tatvorwurf lautete damals: Rot nicht beachtet!!
Vor Gericht habe ich Recht bekommen, da sich die Beamten widersprochen haben (schlecht abgesprochen).
Solche Vorfälle sind garantiert keine Einzelfälle. Dem Polizeibeamten wird fast immer geglaubt, es sei denn, er redet Müll oder widerspricht sich.
Ich rechne aber in Deinem Fall eher mit einem Wichtigtuer. Halte uns doch bitte auf dem Laufendem.

Gruß Uwe

Website: http://watzal-bienert.bei.t-online.de


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von FB [Email: Keine]
am 04.02.03 15:16

Mal angenomen der Typ, der ihn angehalten war gar nicht Polizist, ist das dann Amtsanmaßung oder nicht ?


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von Jan [Email: Keine]
am 04.02.03 16:02

Wenn er die Verwarnung gleich abkassiert hätte mit sicherheit, so würde ich nur auf eine einfache Nötigung plödieren, oder was meinen die Experten?


[ Nach oben ]

Amtsanmaßung

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.02.03 16:04

Wenn er sich als Polizist ausgegeben hat, ohne ein solcher zu sein, liegt eindeutig Amtsanmaßung (Straftat nach dem StGB) vor.


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von Henning [Email: Keine]
am 04.02.03 16:59

Hallo, mittlerweile habe ich über Umwege herausbekommen, daß es sich bei der obengenannten Mann tatsächlich um einen Streifenpolizisten handelt. Der von Uwe beschriebene Fall oben deckt sich mit dem, was ich ja auch beschrieben habe. Das Problem ist, daß solche Fälle sich häufen und daß die Richter das zwar wissen, es sich aber oft nicht beweisen läßt. Hier in meinem Fall wird es sich um eine persönliche Sache handeln. Der Mann war wahrscheinlich vorher schon gereizt und dann kann ich als Ablaßventil. Gruß, Henning


[ Nach oben ]

Dienstgeilheit

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 04.02.03 19:20

Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine solche Dienstgeilheit im Sinne der Dienststelle des Beamten sein kann. Hinzu kommt sein blödes Gerede.

Vielleicht solltest Du tatsächlich eine Dienstaufsichtsbeschwerde schreiben, in der Du den gesamten Ablauf wahrheitsgemäß schilderst. Du kannst damit ja noch warten, ob nun tatsächlich etwas nachkommt oder ob der Andere nur warme Luft abgelassen hat.


[ Nach oben ]

Rein interessehalber...

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 04.02.03 19:42

wie schnell warst Du denn wirklich?


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von Henning [Email: Keine]
am 05.02.03 10:13

Guten Morgen, @ Hans, ich war ca. 40-50km/h schnell. Maximal, da ich weder in Eile war, noch in irgendeiner Weise Grund hatte, sehr schnell zu fahren. Bis jetzt habe ich keine Punkte und wollte es auch so halten. Generell bin ich überhaupt kein Raser und fahre so gut wie immer mit Geschwindigkeitslimiter. Was die Dienstaufsichtsbeschwerde betrifft so hatte ich mir das auch überlegt, mein Anwalt sagte mir aber, daß es besser wäre, nicht in dem ´´Mist´´ herumzurühren. Natürlich war das Verhalten des Polizisten nicht richtig und ich frage mich ernsthaft, was er damit bezwecken wollte. Ich kann jetzt nur abwarten was kommt. Es geht sich auch weniger um den Verstoß, sondern vielmehr um die Tatsache, daß er gedroht hat, die Sache so darzustellen, daß ich mächtigen Ärger bekomme. Dann würde er zwar lügen, was aber leider oft getan wird. Ich habe noch nie in meinem Leben Vertrauen zur Polizei gehabt, obwohl ich noch nie ernsthaft mit denen zu tun gehabt habe. Grüße, Henning


[ Nach oben ]

80 Prozent

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 05.02.03 15:32

>[Zitat:] "Ich habe noch nie in meinem Leben Vertrauen zur Polizei gehabt, obwohl ich noch nie ernsthaft mit denen zu tun gehabt habe."

Dann wäre einmal interessant zu wissen, woher Du Dein Misstrauen beziehst. Vorurteile? Immerhin haben nach ernst zu nehmenden demoskopischen Erhebungen ca. 80 Prozent der Bevölkerung Vertrauen in die Polizei, die damit mit weitem Abstand vor anderen Berufsgruppen liegt.


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von Mr. Spock [Email: Keine]
am 05.02.03 15:55

mein Vertrauen ist seit heute auch weg........ (siehe mein posting vom 05.02.03)

haben schon einen schlechten ruf und tun alles um diesen weiter zu verschlechtern.

schlimm. ganz schlimm


[ Nach oben ]

Zu: Geschwindigkeitsmessung mit Privatwagen

angehängt von Henning [Email: Keine]
am 05.02.03 18:39

@Peter, diese Statistik halte ich zwar für nicht richtig, da ich in meinem Bekanntenkreis einige Fälle kenne, wo sich die Polizei absichtlich falsch verhalten hat, möchte sie aber auch nicht widerlegen. Ich hoffe, daß es nicht so ist, wie ich es annehme und werde der Dinge verharren. Gruß, Henning


[ Nach oben ]

@Henning

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 05.02.03 18:41

Think positive!

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]


 
Werbung:
 

Foren-Archiv: Weitergehende Informationen
Weitere Infos ...
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Fahrerlaubnis- oder Verkehrsrecht? Sie suchen sach- und fachkundigen Rat? Kein Problem, stellen Sie doch einfach Ihre Frage(n) in den Verkehrsportal-Foren...
Foren-Archiv Sitemap ...
Sitemap der Archiv-Jahrgänge: 2003 | 2002 | 2001 | 2000; Bei Klick öffnet sich ein separates Fenster mit der kompletten Themenliste eines Jahrganges. Vorsicht: Die Dateien haben eine jeweilige Größe von bis zu 300 KBytes!
 




 >>  Anwaltssuche im Strafzettel-Netzwerk