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Bußgeldrechner falsch?

hinzugefügt von Enrico [Email: Keine]
am 03.03.01 12:59

Ich bin innerorts 42 km/h zu schnell gefahren. Laut Bußgeldkatalog heißt das: 4 Punkte, 250 DM und 1 Monat Fahrverbot. Nun habe ich den Bußgeldbescheid bekommen und demnach bekomme ich 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot und soll 350 DM + Gebüren und Auslagen zahlen. Wie kommt das?


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Zu: Bußgeldrechner falsch?

angehängt von Webmaster (webmaster@fahrschule-knittel.de)
am 03.03.01 15:26

Hallo Enrico :-)

>...4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot und soll 350 DM + Gebüren und Auslagen zahlen.

Hmmmh, könnte es sein, daß Du mit einem KFZ über 3,5t oder mit einem KFZ mit Anhänger unterwegs warst?? Dann würden die von Dir angegebenen Werte exakt stimmen. 4P/1MFV/250DM sind nur die Werte für KFZ bis 3,5t (PKW, Motorrad etc.).

Das Bußgeldrechner-Ergebnis stimmt mit dem offiziellen Katalogen überein. Hierbei geht die Berechnung von "fahrlässiger Begehung und gewöhnlichen Tatumständen" aus (daher der Begriff Regelsatz). In besonderen Fällen können die Sanktionen der Bußgeldbehörde auch höher ausfallen, z.B. bei Wiederholungstätern (siehe Hinweis des Bußgeldrechners auf der Ergebnisseite). Für solche Sonderfälle kann ich den Bußgeldrechner nun leider nicht programmieren, da ich hierfür keinen mathematischen Algorithmus ansetzen kann...

Melde Dich bitte nochmal, wenn meine Erklärungsversuche in Deinem Fall nicht greifen würden. Irgendwie muß der Grund ja nachvollziehbar sein - schließlich soll der Rechner klare Ergebnisse liefern und kein Schätzeisen darstellen...

Website: http://www.fahrschule-knittel.de


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Zu: Bußgeldrechner falsch?

angehängt von RA Goetz Grunert (info@strafzettel.de)
am 04.03.01 11:14

Der webmaster hat völlig richtig darauf hingewiesen, dass es sich bei den Werten den Bußgeldrechners um die Regelsätze des Bußgeldkatalogs handelt. In der ganz deutlichen Mehrzahl aller Fälle werden diese Regelsätze auch angewendet.

In den genannten Ausnahmefällen (Vorsatz, Wiederholung) wird der Regelsatz aber erhöht. In der Regel findet sich dann ein Hinweis "Regelsatz wegen 03 Voreintragungen erhöht" oder ähnlich auf dem Bußgeldbescheid.

Der Bußgeldrechner ist deswegen nicht "falsch", sondern es muß berücksichtigt werden, dass es sich nur um einen Bußgeldrechner handelt und nicht um die allwissende Bußgeld-Glaskugel...

Website: www.strafzettel.de


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Zu: Bußgeldrechner falsch?

angehängt von Enrico (Email-Adresse unbekannt)
am 04.03.01 12:00

Habe in Flensburg keine Eintragungen wegen Geschwindigkeitsverstößen. Kann aber sein, dass die Sachbearbeiterin die LKW- Tabelle angewendet hat, weil in der Zulassung des Fiat Fiorino "LKW" steht (aber nur 1,5 t). Allerdings steht im Bußgeldbescheid "Sie fuhren mit dem PKW..." Was meint ihr: Einspruch erheben


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Zu: Bußgeldrechner falsch?

angehängt von RA Goetz Grunert (info@strafzettel.de)
am 04.03.01 12:14

Der webmaster hatte schon wieder Recht: Es wurde offensichtlich die "Lkw-Tabelle" angewendet.

Ob nun in dem konkreten Fall Einspruch eingelegt werden soll, wollen wir hier nicht sagen. Sonst kommt nachher jemand mit dem (berechtigten) Hinweis auf unzulässige, weil unentgeltliche, Rechtsberatung.

Allgemein ist aber die Ahndung nach der Lkw-Tabelle nur dann rechtmäßig, wenn auch wirklich ein Fahrzeug im Sinne des § 3 Absatz 3 Nr. 2 Buchstaben a oder b StVO benutzt wurde. Ob dies der Fall war, muß dann geprüft werden. Allgemein möchte ich auch noch meinen, dass es einen Unterschied macht, ob man die Pappe für einen oder für zwei Monate los ist. Bei drohendem Fahrverbot neige ich grundsätzlich zu der Ansicht, dass ein Einspruch durchaus in Betracht gezogen werden sollte. Natürlich ist die Kostenfrage zu bedenken (Rechtsschutzversicherung?).

Website: www.strafzettel.de

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