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abbiegen bei Gegen- u. Linksverkehr

hinzugefügt von Björn Braun [Kontakt]
am 10.03.03 15:34

Hallo,

an einer gleichberechtigten Kreuzung mit vier Einmündungen will ich nach links abbiegen. Gleichzeitig mit mir trifft ein Auto von links (welches geradeaus fahren will) und ein entgegenkommendes Fahrzeug (welches ebenfalls geradeaus fahren will) an der Kreuzung ein. Wer darf zuerst fahren?

§8 (1) StVO sagt: "An Kreuzungen und Einmündungen hat die Vorfahrt, wer von rechts kommt." (also ich, da ich der am weitesten rechts angekommene bin.)

§9 (3) StVO dagegen meint: "Wer abbiegen will, muß entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen" (also muss erst der Gegenverkehr weg, damit ich abbiegen kann.)

Wer darf denn nun wirklich zuerst fahren?

Vielen Dank für eine Antwort.
BB


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Zu: abbiegen bei Gegen- u. Linksverkehr

angehängt von Achim [Kontakt]
am 10.03.03 16:34

Hier ist der klassische Fall einer verkorksten StVO, die in der Praxis kaum funktioniert.

Theorie: Du fährst bis zur Mitte um den Gegenverkehr fahren zu lassen. Da dieser einen von rechts hat, fährt dieser (Dein Linker) hinter Dir rum. Jetzt hat der Gegenverkehr keinen mehr von rechts und fahrt vor Dir vorbei. Jetzt bist Du der Letzte.

Praxis:

Website: http://www.sicherestrassen.de


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Verkorkste Situation

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 10.03.03 21:49

Um eine solche verkorkste Situation doch noch befriedigend lösen zu können, gibt es nach wie vor den guten, alten § 1 StVO, der von ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme spricht. Vielleicht kann man in diesem Zusammenhang auch vom gesunden Menschenverstand reden.

Alles und jede Situation kann man nicht mit Paragraphen regeln; da würde am Ende keiner mehr durchblicken;-). Die StVO ist ohnehin schon umfangreich und kompliziert genug.


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Geht auch anders ...

angehängt von Achim [Kontakt]
am 10.03.03 22:05

Diese Situation wäre eindeutig zu regeln, wenn man nur gewollt hätte.

DDR-StVO § 8 Abs. 1 (Vorfahrt):

>[Zitat:] "An Kreuzungen und Einmündungen gleichrangiger Straßen hat Vorfahrt wer von rechts kommt, unabhängig davon, ob er seine Fahrtrichtung beibehält oder nicht."

Das hätte auch gleichzeitig das leidliche Problem einer Einmündung mit einer Zufahrt über einen abgesenkten Bord geklärt. Aber es sollte doch wohl nur der "Grüne Pfeil" sein.

Website: http://www.sicherestrassen.de


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Gleichrangigkeit

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 11.03.03 07:44

>[Zitat:] ">[Zitat:] "An Kreuzungen und Einmündungen gleichrangiger Straßen hat Vorfahrt wer von rechts kommt, unabhängig davon, ob er seine Fahrtrichtung beibehält oder nicht."

Das hätte auch gleichzeitig das leidliche Problem einer Einmündung mit einer Zufahrt über einen abgesenkten Bord geklärt. Aber es sollte doch wohl nur der "Grüne Pfeil" sein."


Kann man bei einem abgesenkten Bordstein an der Einmündung einer Straße noch von Gleichrangigkeit sprechen. Was ist denn unter Gleichrangigkeit zu verstehen? Klassifizierung der Straße, Verkehrsbedeutung, Ausbauzustand?

Nach der Systematik der (West-)StVO kommt von rechts nur jemand, der aus einer anderen Straße kommt, also quert oder einbiegt. Nach der Auslegung der DDR-StVO ist aber bei einem Linksabbieger wohl auch der entgegenkommende Geradeausverkehr oder Rechtsabbieger Verkehr, der von rechts kommt. Etwas schwierig nachzuvollziehen, wenn man´s anders gewöhnt ist.

Man hat sich halt für eine Lösung entscheiden müssen;-). Ein wesentlicher Grund, warum man die (West-)StVO in der ehemaligen DDR eingeführt hat, dürfte nach meinem Dafürhalten aber darin gelegen haben, dass die Anzahl der Führerscheininhaber und Kfz-Halter im Westen die der im Osten bei weitem überwogen hat. Im umgekehrten Fall hätten wesentlich mehr Autofahrer umlernen müssen. Und stell Dir das Durcheinanander vor, wenn man gar noch beide StVO´en miteinander vermengt hätte.


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Mein Tipp!

angehängt von Uwe Kusnezow [Kontakt]
am 11.03.03 07:59

Mein Tipp:
In solch einer Situation dem Verkehrsteilnehmer der von links kommt deutlich den Vortritt lassen, und schon ist die Situation entschärft.

Das gleiche gilt, wenn an einer Kreuzung mit "Rechts-vor-Links" 4 Fahrzeuge,d.h.aus jeder Richtung eins stehen.

Gruss Uwe

Website: http://www.uwekusnezow.de


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DDR-Vorfahrt

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 11.03.03 13:53

>[Zitat:] "Das gleiche gilt, wenn an einer Kreuzung mit "Rechts-vor-Links" 4 Fahrzeuge,d.h.aus jeder Richtung eins stehen."

Bingo! In diesem Fall versagt auch die von Achim so hochgelobte ehemalige DDR-Vorfahrtsregelung;-)).

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