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Eigenes Auto aufgebrochen - Anzeige !

hinzugefügt von Sascha [Email: Keine]
am 22.03.03 16:37

Ich hab mein Auto auf einem Parkplatz eines großen Unterbnehmens geparkt, wo ich beschäftigt bin. Nach der Arbeit stelle ich fest das mein Schlüssel noch im Auto ist und die Türen zu sind. Nun da es ein älteres Auto ohne Zentralverrieglung ist, hab ich mich auf eigene Faust versucht das Auto aufzukriegen. (Ein Draht durch den Türrahmen um an den Knopf zu kommen) Naja nach 10 min. kam aufeinmal der Security der Firma mit seinem Jeep und fing sofort an : Was machst du da ? Weg von dem Auto ! Keine Bewegung ! Ich konnte nicht mal ein Wort sagen und schon befand ich mich im Polizeigriff. Der hat wohl zuviel James Bond geglotzt oder so. Ich versuchte ihm zu Erklären das, das mein Auto sei, aber das alle Papiere im Auto wahren glaubte er mir nicht. Er rief einen Schlüsseldienst und lies das Auto aufbrechen. Aber jetzt schaute er dumm und entschuldigte sich als sich herausstellte das es mein Auto ist. So nun habe ich gestern 2 briefe bekommen. 1. Eine Rechnung über 220 € vom Schlüsseldienst -2. Ein Schreiben von der Firma das ich mit einer Anzeige wegen öffentlichem Ärgerniss rechnen kann. Ich habe diesen Schlüpsseldienst nicht angerufen um zu kommen und das mit der Anzeige ist schwachsinn da es ja mein Auto ist. Das ist doch nur ein Scherz oder ? Ich kann das einfach nicht glauben. Was meint ihr dazu ?


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Zu: Eigenes Auto aufgebrochen - Anzeige !

angehängt von Achim [Kontakt]
am 22.03.03 17:09

Noch gilt in D der Grundsatz: Wer bestellt, bezahlt. Somit wirst Du die Rechnung verweigern und auf den Auftraggeber verweisen.
Wegen der Anzeige würde ich mir keine Gedanken machen. Öffentliche Ärgernisse sehen anders aus. Die übereifrigen "Sicherheitsdiender" wollen vermutlich ihr Geld wieder haben. Vieleicht haben sie auch Angst wegen einer Anzeige wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung?
Grundsätzlich bin ich dankbar, wenn aufmerksame Bürger oder ein Sicherheitsdienst auf anderer (mein) Eigentum achten und im Zweifel auch einschreiten. Wenn es dann aber falsch war, muss man leider auch mit den Folgen leben. Sprich doch in Ruhe mal mit den Chefs vom Sicherheitsdienst. Die sollen doch die Rechnung begleichen. Im Gegenzug würdest Du auch auf die Anzeige verzichten. Warte aber nicht zu lange (Verjährung) und mache alle Absprachen Schriftlich.

Website: http://www.sicherestrassen.de


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Vorwärtsverteidigung

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 22.03.03 17:12

Angriff ist die beste Verteidigung, ist ein alter militärischer Grundsatz, nach dem wohl offensichtlich auch der Werkschutz vorgegangen ist. Richtig muss das darum nicht sein.

Letztlich bleibt Dir nichts vorzuwerfen, so wie Du die Sache schilderst. Darum Zahlung ablehnen (du warst nicht der Auftraggeber, der den Schlüsseldienst geholt hat) und der "Anzeige" gelassen entgegensehen. Das kopflose und überstürzte Handeln des Werkschutzes kann jetzt nicht zu Deinen Lasten ausgelegt werden. Ggf. könntest Du auch daran denken, im Gegenzug Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung gegen den Werkschutz-Sheriff zu erstatten. Die Hilfe eines Anwalts könnte beim weiteren Vorgehen recht nützlich sein.


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§127 StPO

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 22.03.03 18:14

"(1) Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen. "

Also Freiheitsberaubung trift wohl nicht zu. Deine Identität konnte nicht sofort festgestellt werden. Der einzige Kritikpunkt könnte vielleicht in Bezug auf Verhältnismäßigkeit geltend gemacht werden. Obwohl ein polizeilicher Haltegriff ziemlich weit unten auf einer Eskalationsskala anzusiedeln ist, wenn man bedenkt, was es sonst noch für theoretische Möglichkeiten gegeben hätte.

Der Mann vom Wachdienst musste ja erstmal mit einem versuchten Autodiebstahl rechnen.

Natürlich ist das was danach gemacht wurde lächerlich und ich schätze mal, dass Du hier nichts zu befürchten hast.


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Übermaßverbot

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 22.03.03 18:38

Über sämtlichen strafprozessualen Maßnahmen, insbesondere auch dem § 127 StPO als Jedermann-Bestimmung, steht immer das grundgesetzlich garantierte Verbot des Übermaßes oder auch Verhältnismäßigkeit der Mittel genannt, das mir im vorliegenden Fall arg überstrapaziert geworden zu sein scheint.

Ein guter Anwalt dürfte vermutlich sehr viele Ansatzpunkte finden, um die Sache für den Werkschutz ins Gegenteil zu verkehren. So wie es Sascha zumindest darstellt, hatte er doch kaum Möglichkeiten, seinem Gegenüber begreiflich zu machen, mit was dieser es hier zu tun hatte. Die Gegenseite hat auf jeden Fall weit überzogen und gegen das Übermaßverbot verstoßen.

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