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BoFrost hats eilig

hinzugefügt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 28.03.03 17:21

Hallo Lieblingsforum!

Schon des öfteren ist mir in unserer Umgebung ein Fahrzeug von BoFrost aufgefallen, das wahrscheinlich gegen Verkehrsregeln verstößt.
Nun habe ich vor, mich bei BoFrost darüber zu beschweren und wollte hier nochmal nachfragen, wie es konkret mit den Verstößen aussieht.

Es muss sich um einen LKW über 3,5 t handeln.
Ihr kennt diese Bofrost Fahrzeuge doch bestimmt auch: Abgetrenntes Führerhaus und hinten halt eine "grosse Tiefkühltruhe" drauf.

Generelle Frage hierzu: Wie kann man erkennen, ob ein LKW ein Gewicht über 3,5 t hat? Bei diesem Bofrost Fahrzeug dürfte es ja klar sein, aber es gibt ja auch oft diese bei Handwerkeren so beliebten Fahrzeuge mit hinten einer Ladefläche und abgetrenntem Führerhaus, bei welchen ich mir jetzt nicht so sicher bin, ob die über 3,5t sind.
Wie sind da so Eure Erfahrungen?

Sonstige Fragen wären:
Falls über 3,5 gilt 80 Km/H und Überholverbot für LKW, richtig?

Haben BoFrost Fahrzeuge einen Fahrtenschreiber?

Danke schonmal


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Achslasten

angehängt von Jeeper [Email: Keine]
am 28.03.03 20:23

Schau mal am Führerhaus (Radlauf) und an den hinteren Radabdeckungen, ob dort Gewichtsangaben angebracht sind. Sollten die Gewichtsangaben (Achslast) jeweils über 2t pro Achse liegen, liegt das zGG über 3,5t. Ist natürlich nicht besonders genau, aber immerhin ein Anhaltspunkt.

Gruß

Jeeper


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Zu: BoFrost hats eilig

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 28.03.03 21:17

An das zGG des Fahrzeugs kommst Du nur über die Fahrzeugpapiere, die Zulassungsdaten bzw. das entsprechende Fahrzeugmodell des Herstellers. Die von Jeeper erwähnten Aufschriften gibt es zwischenzeitlich bei den neueren Fahrzeug nicht mehr bzw. sind nicht mehr vorgeschrieben.

Um einen Lkw handelt es sich mit Sicherheit. Damit gelten für dieses Fahrzeug sämtliche für Lkw geltenden Beschränkungen und Vorschriften.

Ab 2,8 t muss das Fahrzeug einen Fahrtenschreiber, ab 3,5 t zGG ein EG-Kontrollgerät haben.


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Korrektur

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 28.03.03 22:04

Ab 2,8 t muss der Fahrer einen Arbeitszeitnachweis führen (§ 6 Fahrpersonalverordnung). Ab 3,5 t ist ein EG-Kontrollgerät Vorschrift.


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Zu: BoFrost hats eilig

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 28.03.03 22:20

Es gibt doch eine Ausnahme vom der Pflicht zur Benutzung von Fahrtenschreibern bei LKW, wenn es sich um lokalen Lieferverkehr handelt, oder wie war das?
Könnte BoForst zu dieser Gruppe zählen?
Weiss jemand wo das steht?


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Lokaler Lieferverkehr

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 28.03.03 22:34

Die Ausnahmen für die Anwendung der VO (EWG) 3820/85 sind in Artikel 4 der Vorschrift enthalten. Dort ist von dem von Dir erwähnten lokalen Lieferverkehr keine Rede. Vielleicht meinst Du Fahrzeuge unter 3,5 t zGG oder nichtgewerbliche Fahrzeuge zur Güterbeförderung für private Zwecke?


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Zu: BoFrost hats eilig

angehängt von Stefan Süßmann [Kontakt]
am 29.03.03 09:22

Die Bofrost-Autos sind häufig Iveco 49 oder 59, also über 3,5t. Ich denke aber, daß sie unter Nr.5 der Ausnahmen VPersV fallen und somit vom Kontrollgerät befreit sind. Vom Überholverbot für LKW sind sie dadurch natürlich nicht befreit....

mfg

Stefan


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Danke für den Hinweis

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 29.03.03 09:42

Wo kann man das nachlesen? VpersV hab ich als Gesetz oder Verordnung nicht gefunden. Meinst Du FeV?


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Zu: BoFrost hats eilig

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 29.03.03 11:51

Er meinte FPersV = Fahrpersonalverordnung


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Zu: BoFrost hats eilig

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 29.03.03 14:22

FPersV "§ 7
2 Fahrzeuge, die von Landwirtschafts-, Gartenbau-, Forstwirtschafts- oder Fischereibetrieben zur Güterbeförderung in einem Umkreis von 50 Kilometern vom Standort des Fahrzeugs verwendet werden;

7 Fahrzeuge, die in einem Umkreis von 50 Kilometern vom Standort des Fahrzeugs zur Beförderung von Material oder Ausrüstungen verwendet werden, die der Fahrer in Ausübung seines Berufes benötigt; Voraussetzung ist, daß das Führen des Fahrzeugs nicht die Haupttätigkeit darstellt; "

Ob da der BoFrost irgendwo drunter fällt?

Lokaler Lieferverkehr war ja gar nicht mal so sehr daneben...


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Zu: BoFrost hats eilig

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 29.03.03 15:40

Stefan meint allerdings die Nr. 5 des § 7 FPersV:

Fahrzeuge, die in einem Umkreis von 50 Kilometern vom Standort des Fahrzeugs als Verkaufswagen auf örtlichen Märkten oder für den ambulanten Verkauf oder für ambulante Bank-, Wechsel- oder Spargeschäfte verwendet werden und für diese Zwecke besonders ausgestattet sind;

Unter diese Ausnahme dürfte der Bofrost-LKW fallen (ambulanter Verkauf):


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Großzügige Auslegung

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 29.03.03 20:21

Sollten die BoFrost-Fahrzeuge tatsächlich unter diese Kategorie fallen und von daher kein Kontrollgerät benötigen, läge hier nach meiner Auffassung schon eine äußerst großzügige Auslegung vor.


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Zu: BoFrost hats eilig

angehängt von Stefan Süßmann [Kontakt]
am 30.03.03 22:36

Dann muß man wohl einfach mal in ein Bofrost-Auto schauen und/oder den Fahrer fragen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, daß einige Fahrer mit den 50km Probleme bekommen, da das Netz an Kühllagern sicher nicht so eng ist.

mfg

Stefan


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Sind Subunternehmer.......

angehängt von Timo W. [Email: Keine]
am 01.04.03 22:41

Die Fahrer sind übrigens meines Wissens Subunternehmer,die für Bo-Frost fahren,aber ansonsten Selbstständig sind und die wiederum Fahrer beschäftigen.

Gruss Timo W.

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